IPB

Willkommen, Gast ( Anmelden | Registrierung )

> news.trekbbs.de

Aktuelle TZN-Meldungen

Testweise werden hier die News vom TZN-Portal zur Diskussion eingestellt.
Das Posten in diesem Forum ist derzeit nur für registrierte Nutzer möglich. Gäste nutzen bitte die Kommentarfunktion direkt unter den News auf dem Portal- Es gelten die Boardregeln.

 
Reply to this topicStart new topic
Trek-Gedanken - Leben mit "Star Trek", "Für mich - und dies ist nur eine private Ansicht - bleiben TOS .
Matthias Wieprecht
Beitrag 2. Oct 2013, 18:09
Beitrag #1





Gast






"Für mich - und dies ist nur eine private Ansicht - bleiben TOS und TNG die 'Star Trek'-Serien. Sie haben etwas, was ich seither in anderen Serien und Filmen nur in Ansätzen fand." - Gedanken zu "Star Trek" von Matthias Wieprecht.

Abrams rettete "Star Trek", denn für Paramount zählt nur Kohle ...

Als ich zum ersten Mal "Star Trek" sah, hieß es noch "Raumschiff Enterprise". Ich kannte den Namen Gene Roddenberry nicht, fand nichts Besonderes an einem Kuss zwischen einem Weißen und einer Farbigen, erkannte keine besondere Toleranz in einer Philosophie, sondern erfreute mich einfach des Raumschiffs Enterprise und der Abenteuer, welche die Crew erlebte.

Die Crew - das waren in erster Linie Kirk, Spock und Pille. Leuchtendes Vorbild für echte Freundschaft! Das war "Star Trek" lange Zeit für mich. Mein erster Kinofilm war "Star Trek II" und ich fand es sehr schade, dass diese "Ohrwürmer" so dramatisch in den Vordergrund gestellt wurden, wurde jedoch angenehm berührt von solchen Szenen wie dem Kobayashi-Maru-Test oder der Kaminszene in Kirks Quartier. Ich konnte mir vorstellen, dass meine Recken aus frühen Kindheitstagen auf diese Weise älter wurden. Und als sie sich in "Star Trek III" zusammengesellten, um ihren Freund Spock zu retten, fand ich das nicht nur logisch, sondern erfrischend, schließlich war Freundschaft die beste aller Eigenschaften, welche die Drei zusammenhielt! Sie war das Herz der Abenteuer. Nur weil sie so ein tolles Team waren und so gute Freunde, konnten sie so viele Abenteuer bestehen, in denen sie abwechselnd in Versuchung oder in die Gefahr geführt worden waren. Alles nahm dann im Kino seinen Lauf, bis ich etwas von der "nächsten Generation" hörte.

Ich war sehr gespannt, schließlich war bis dahin die TOS-Ära die einzige Ära dieses Franchise! "Star Trek" war damals = Kirk und Co.! Viele unkten und meinten, der neue Captain könne es - unbesehen - nicht mit Kirk aufnehmen, doch der Erfolg dieser neuen Serie brachte sie alle zum Schweigen. Wenn die Philosophie von "Star Trek" in TOS nur angedeutet wurde, wurde sie in TNG zelebriert! Aber auch die Kommandostrukturen, die Kulturen und die Politik wurden viel ernster angegangen. Dabei wurde diese Serie - aus meiner Sicht - immer besser bis inklusive der letzten Doppelfolge, in der Q Picard verriet, dass er noch eine Menge Dinge sehen würde, an die er noch nicht einmal im Traum denken könnte. Oder so ähnlich. Wie hätte Q meine Erwartungshaltung gegenüber den TNG-Kinofilmen stärker steigern können?

Aber, ach, so gut sie auch in mancher Hinsicht waren und sind, enttäuschte mich doch schon "Treffen der Generationen". Mir ging es so mit ihm wie vielen heute mit den Abrams-Filmen: Ich war maßlos davon enttäuscht, wie sehr diese einzigartige Crew von Anfang an im Kino verheizt wurde. Lieblos wurde dieser Kinofilm dahingeklatscht um, wie es Richard Arnold auf meiner bislang einzigen Con sagte, mehrfach so viel Geld einzunehmen, als es eine ganze Staffel möglich gemacht hätte. Wer daran zweifelt, dass mit wahrhaft heißer Nadel genäht wurde, möge sich damit vertraut machen, dass man aus dem Fundus der parallel laufenden DS9-Serie Kostüme lieh, da man nicht genug für den Film hatte, um sie einheitlich zu gestalten.

Data entscheidet sich für den Emotionschip, es wird festgestellt, dass er sich von nun an unausweichlich den Emotionen stellen muss, doch schon in "Star Trek VIII" hat man ihm einen Schalter dafür eingebaut. Am Schlimmsten an dem Film sind jedoch die Ignoranz gegenüber der Anwesenheit Scottys in der Folge "Besuch von der alten Enterprise" sowie die Tatsache, dass der Nexus - der Hauptpfeiler der ganzen Geschichte - nicht funktioniert (und ausgerechnet der wirklich kluge Picard so bescheuert sein soll, Soran via Nexus-Zeitsprung nur wenige Sekunden vor der Zündung jener Rakete zu begegnen, wo er ihn bequem viele Stunden zuvor in Gewahrsam hätte nehmen (lassen) können.)

Das ganze Drehbuch hat nur ein Ziel: Shatner und Stewart zusammenzubringen, um richtig Kasse zu machen, egal wie dumm die Geschichte dabei ist. Dass es schöne Szenen gab, lag wohl eher daran, dass die Mitarbeiter hinter der Kamera sowie die Schauspieler eben sehr gut sind / waren, aber das Drehbuch speziell wurde hingeklatscht. Keine Zeit zum Überlesen, der Film musste raus und Paramounts leere Kassen füllen! Sorry, aber hier wurden die Fans mehr für blöd verkauft als es Abrams je tat. Wie gesagt: Meine Meinung!

Die Metamorphose eines humanistischen Philosophen und Idealisten wie Jean-Luc Picard zu einem Helden in Muskelshirt, der in "Star Trek VIII" wild "Rache" auf seine Fahnen schreibt, tat ebenfalls weh. Aber auch in den anderen TNG-Filmen waren zu viele gute Leute dabei, um die Titanic ganz untergehen zu lassen. Sinnbildlich gesprochen.

Ich persönlich empfand "Nemesis" aus vielen Gründen als Wohltat. Zwar kündigten schon die superklugen Werbebanner an, dies sei die letzte Reise einer Generation (war sicher der erste Werbetext für irgendeinen Praktikanten, der danach Tierarzt wurde oder so ...) Picard ist nämlich endlich wiederzuerkennen! Leider, leider wird dies besonders in der gelöschten Szene deutlich, in der Data und Picard bei einem Glas Chateau Picard über das Leben philosophieren. Diese Szene fiel der Schere zum Opfer, wie auch viele andere gelungene Momente. Insgesamt war "Nemesis" eine brillante Mischung von Action für die Massen und Philosophie für den TNG-Fan. Jedenfalls denke ich das. Doch stand ich damit beinahe allein, was auch das Ende für TNG bedeutete. Letztlich war es auch die Fanbasis, die TNG keine Chance mehr gab!


DS9 zeigte uns Krieg und Geisterkämpfe - also etwas, was auch unter einem anderen Namen als "Star Trek" hätte laufen können und die Voyager war nur ein weiteres Schiff, welches sieben Staffeln über die Bildschirme flimmerte. Beide Serien wurden von tollen Schauspielern, einer brillanten Technik, teils sehr guten Drehbüchern und allgemein "Könnern" im Backstage-Bereich getragen, ohne jedoch wirklich "Star Trek" zu sein. Oder zumindest doch nur in ganz winzig kleinen Momenten, die dann natürlich richtig gut taten! Ich sehe sie noch heute gern!

Schließlich kam noch "Enterprise". Nachdem die Serie gut anfing - endlich ging es mal wieder darum, dorthin zu gehen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen war, musste das Konzept via Sex and Crime den Massen angepasst werden, um den Quoten Genüge zu tun. So wurde aus einer Familienserie etwas, was ich meinen jungen Kindern lieber nicht zeigen wollte. Man denke nur an den blutenden, sterbenden Wissenschaftler in "Cold Station" oder wie die Folge hieß. Wiewohl die Drehbücher immer spannender wurden, verlor die Serie etwas, was zuvor nur TOS und TNG gehabt hatten: den Roddenberry-Esprit! Once again: Nur meine Meinung!

Abrams rettete "Star Trek", denn für Paramount zählt nur Kohle, und als Abrams die Regie für den Film in die Hände bekam, hätte er daraus eine neue "Laurel und Hardy"-Reihe machen können - oder "Sponge Bob im Weltraum" oder dergleichen, er jedoch entschied sich, die alte Zeitlinie, die, ich werde es nicht müde zu erklären, parallel zur alten Zeitlinie existiert und diese nicht "überschrieben" hat, zu ehren und zu achten, sie quasi in Watte zu packen und in den Schrank zu legen, damit kein Kratzer dran kommt. Dann baute er sich sein eigenes "Spielfeld" in Form der neuen (parallelen!) Zeitlinie auf, und selbst da achtete er die alten Serien mit vielen Anspielungen, die mein Herz höher schlagen ließen. Unvergesslich: die Gedankenverschmelzung zwischen Nimoy-Spock und Pine-Kirk in Anlehnung an "Star Trek III": "Ich bin es und werde es immer sein - ihr Freund!"

Dass man sich dann in "Into Darkness" für Khan entschied, war in meinen Augen so naheliegend wie falsch, um nicht zu sagen dumm! Denn sie blockierten sich selbst mit diesem Thema, diesem Charakter, der nun mal als der Trek-Gegner gilt, weswegen sie ihn ja auch nahmen. Wenn sich ein Film um einen altbekannten Superschurken drehen soll, wird es keine wirklich überraschenden Dinge geben! Wie schon in Teil 1 haben die Leute um Abrams die naheliegendsten Schlussfolgerungen um den Cumberbatch-Khan trotzdem sehr nett arrangiert, garniert und dargereicht. Es bleibt jedoch aufgrund des gewählten Schurken "nur" ein Sci-Fi-Thriller; Achtung vor Altbekanntem hin oder her.

Ich genoss den Film trotzdem. Er bringt zudem Geld in die Kassen und nur, was Geld in die Kassen bringt, interessiert Paramount, wie erwähnt. Hoffentlich genug für eine Serie, die dann sogar idealistisch sein könnte! Obwohl das Ende von STID ja slightly positive zu sein scheint, doch ein Klingonenkrieg zieht auf und den würde ich nur ungern sehen, denn verdammt, ich will neue Planeten sehen und am Ende des Films mit dem Gedanken aus dem Film gehen, dass es die Menschheit vielleicht doch mal schafft, anders zu sein, als sie ist. Derzeit jedenfalls ...

Für mich - und dies ist nur eine private Ansicht - bleiben TOS und TNG die "Star Trek"-Serien. Sie haben etwas, was ich seither in anderen Serien und Filmen nur in Ansätzen fand. Dabei war "Star Trek" (2009) nicht das schlechteste Beispiel dafür.

Vielleicht ist ja was dran: "Star Trek" ist seit Gene Roddenberrys Tod unter TNG-Niveau gesunken und wird, wenn wir Pech haben, auch dort bleiben - ganz gleich wie unterhaltsam künftige Filme auch sein mögen!

Dieser Artikel ist auch zusammen mit weiteren Texten rund um "Star Trek" in unserem monatlichen Internet-Magazin "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie sie zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter " TrekZone Weekend " hier kostenlos bestellen.

Zur Originalmeldung

Go to the top of the page
 
+Quote Post
Kira Yoshi
Beitrag 3. Oct 2013, 11:23
Beitrag #2





Gast






Ich finde, das Label "Star Trek" wird überbewertet. Klar ist es eine große und großartige Marke, doch letztendlich ist es keine Garantie. Philosophie hin oder her, es muß etwas sein, was Leute gucken und was Spaß macht. TOS hatte viele alberne und unlogische Folgen zwischen den wirklich guten, TNG viele langweilige, da die Crew zu sauber und glatt war. DS9 war da wesentlich kurzweiliger durch die Konflikte, die es innerhalb der Crew gab und natürlich durch satte Action nach außen. Doch auch die Philosophie kam nicht zu kurz. VOY dagegen versuchte zu krampfhaft, die glattgebügelte TNG nachzumachen. Was hätte man aus dem Sternenflotten-Marquis-Konflikt machen können. Aber nein, lieber Friede, Freude, Eierkuchen - gähn. Da hilft auch alle Philosopie nicht mehr, es wirkte zu konstruiert. Aber auch dort gab es gute Momente. ENT kam dann einer modernisierten TOS nahe, machte viel richtig, besonders am Ende, nur leider war der Anfang zu lahm. Wäre die 4.Staffel die erste gewesen, hätten wir vielleicht auch 7 Jahre gehabt. Und das neue Star Trek? Tolle Einführung, schlimme Fortsetzung, aber mit Potential. Jetzt kommts auf den nächsten Film an.
Doch es muß nicht immer Star Trek sein. Meine drei absoluten Lieblingsserien spielen alle in unterschiedlichen Universen: Star Trek: Deep Space Nine, Babylon 5, Stargate Atlantis. Ich bin eben ein Stationsliebhaber. Diese Serien stehen bei mir ganz oben und es ist unwichtig, ob es Star Trek ist oder nicht. Serien müssen mich ansprechen und fesseln. Wenn es Star Trek ist, umso besser, wenn nicht, auch gut. Was nutzten mir langweilige Star Trek Episoden? Hätte VOY ohne "Star Trek" überlebt? ENT hat es nicht mal mit geschafft.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Lt.Cmdr. Data
Beitrag 3. Oct 2013, 13:05
Beitrag #3





Gast






Was müssen wir Fans tun, um einen Extended Cut von STAR TREK - Nemesis zu bekommen??? :'-(
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Adm. Ges
Beitrag 3. Oct 2013, 13:20
Beitrag #4


Fleet Admiral
Gruppensymbol

Gruppe: Admin
Beiträge: 13.042
Beigetreten: 21. July 03
Wohnort: Berlin (Hauptstadt seit 1701)
Mitglieds-Nr.: 2



ZITAT( Matthias Wieprecht @ 2. Oct 2013, 19:09) *
Abrams rettete [...] entschied sich, die alte Zeitlinie, die, ich werde es nicht müde zu erklären, parallel zur alten Zeitlinie existiert und diese nicht "überschrieben" hat, zu ehren und zu achten, sie quasi in Watte zu packen und in den Schrank zu legen, damit kein Kratzer dran kommt.


Genau das "in Watte packen und in den Schrank legen, damit kein Kratzer dran kommt" hat er eben nicht getan. Er hat sie vorm polieren & weglegen noch erstmal kräftig demoliert um den Aufhänger für "seine" Zeitlinie zu schaffen.

Zur Erinnerung: Er ganz spezielle besondere (un)vorhersehbare *technobabble* Nova hat mal eben Romulus & Remus zerstört und das romulanische Imperium ins Chaos gestürzt. Damit ist die uns bekannte Zeitlinie defacto hinüber. Da gibt es nichts schönzureden! Achja, der Grund: Damit Nero auf Spock sauer sein kann und einen Grund hat in der neuen Zeitlinie Vulkan wegzubomben.

So sehr ich mich sonst mit der Idee "neue Zeitlinie" anfreunden kann, so schwer liegt aber auch dieser Schlag in die Magengrube der "orginalen Zeitlinie".

@Kira Yoshi: Enterprise hat vor allem auch die Neuaufstellung des Senders geschadet. Die Serie war plötzlich ein Fremdkörper im Programm, nachdem sie zuvor eines der Zugpferde war. Die Quoten der 4. Staffel entwickelten sich im üblichen Rahmen, sodass es unter anderen Umständen recht sicher auch eine 5. Staffel gegeben hätte.


--------------------
Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Matthias
Beitrag 3. Oct 2013, 13:37
Beitrag #5





Gast






Es gibt viele Sichtweisen und mir ist klar, dass Roddenberrys Idee von einer friedlichen Zukunft viel schwieriger spannend zu verfilmen ist als eine über eine kriegerische Zukunft, denn woher soll da die Spannung kommen? Aber da verweise ich auf die Werke von Asimov und A. C. Clarke oder Stanislav Lem etc. Die großen Schriftsteller der SciFI haben es immer mal wieder geschafft spannende Geschichten zu schreiben, die oftmals einen positiven Geist hatten. Roddenberry sagte mal, er glaube an eine Intelligenz vor dem Bildschrim. Nun, wenn ich mir ansehe, was das Privatfernsehen so ausstrahlt, weil es offenbar ankommt, beginne ich daran zu zweifeln... In der Zukunft wird man sich wundern, dass TNG so lange im TV bestehen konnte, weil es ja soooo langweilig ist ;) Genau das ist bedauerlich, weil TNGs Stärken nur dem offenbar werden, der genauer hinschaut. In einer Zeit, in der alles schneller wird jedoch scheint mir Obeflächlichkeit angesagt. Filme müssen ganz schnell wirken, sonst schaltet man um oder findet den vermeintlichen Kinofilm langweilig. ...Schade drum!

Ja, ein ordentlicher Nemesis "Roddenberry-Schnitt" wäre nett! Ich wäre voll dafür, aber der Film hat seinen Ruf weg und Vorurteile halten sich leider. Daher wird niemand losgehen und Geldmittel mobilisieren für so ein Projekt.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Kathy
Beitrag 4. Oct 2013, 11:03
Beitrag #6





Gast






Ich konzentriere mich mal auf den ersten Absatz, denn der spiegelt das wieder, was ich empfinde und was mir wichtig war und ist. In jeder neuen Serie (oder in einem Film) halte ich danach Ausschau... so ganz nebenbei. Mein Niveau! Das sind die Werte, die ich meinen Kindern mit auf ihren Weg gebe... für mich symbolisiert das Star Trek (TOS und auch die anderen Serien). Es ist eine Philosophie... eine sehr wichtige. So einige Serien aus dieser Zeit waren genau aus dem gleichen Grund erfolgreich. Dann und wann gibt es tolle Filme, die es schaffen, solche Werte zusammen mit Spannung, Witz und nachhaltiger Wirkung zu zeigen. Forrest Gump ist für mich ein Paradebeispiel.
Abrams hat in meinen Augen versucht, an alles zu denken... und ganz kurz und nebenbei auch an die Dinge wie: Freundschaft, Loyalität und Zusammenarbeit. Aber sein Hauptaugenmerk liegt auf Action. Deshalb wirken diese netten Szenen holprig und belanglos, ja fast nervtötend auf mich. Sie wirken, als hätte er sich zwischendurch ganz bewusst daran erinnern müssen, dass es da noch etwas anderes gab...
Star Trek hat mein Leben beeinflusst. Ich lege großen Wert auf Freundschaft und Loyalität... und ich denke sogar, dass es meine Berufswahl beeinflusst hat. Egal wie man Abrams Trek findet, ob gut oder schlecht, das Leben eines jungen Menschen wird es sicher nicht beeinflussen... nicht einmal tangieren (denke ich). Was antworten die Kinder von heute, wenn man sie fragt, was sie werden wollen?
Ist man ein König, wenn man 1000 Facebook- Freunde hat? Oder ist man es, wenn man nur einen besten Freund hat, den man auch nachts um Zwei anrufen kann, wenn man dringend Hilfe braucht? Ich schweife ab... sorry.
Ob Abrams Star Trek für junge Menschen so wichtig wird, wie es für mich das alte war, als ich jünger war... und es immer noch ist, weiß ich nicht und ich wage es zu bezweifeln. Aber deswegen ist Star Trek an sich immer noch präsent, auch ohne Abrams Versuch, es auf oberflächliche (für mich niveaulose) Art und Weise einem neuen (und alten) Publikum schmackhaft zu machen.
Das Rad muss weder neu erfunden werden, noch muss man es zerstören, um es danach wieder zusammen zu fügen... irgendwie, Hauptsache es sieht dem alten etwas ähnlich.
Niveau... was bedeutet dieses Wort? Mein Niveau ist vielleicht ein anderes, als das eines anderen... und auch für mich steht fest: Das (mein) Niveau ist gesunken.
Zitat: “... ich will neue Planeten sehen und am Ende des Films mit dem Gedanken aus dem Film gehen, dass es die Menschheit vielleicht doch mal schafft, anders zu sein, als sie ist.”
Ich auch! Genau das möchte ich auch, denn das ist für mich STAR TREK. Für alles andere... gibt es genug andere und bessere Science Fiction Filme, als die von Abrams!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Apollo
Beitrag 4. Oct 2013, 11:23
Beitrag #7





Gast






"Star Trek Gedanken - Leben mit Star Trek" Hört sich an als spricht man hier von einer Krankheit. Aber schöner Artikel, gut geschrieben, auch wenn ich nicht immer der gleichen Meinung bin.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Kathy
Beitrag 4. Oct 2013, 11:34
Beitrag #8





Gast






@ Apollo
Grins... jetzt wo du es sagst, fällt es mir auch auf. Ich habe übrigens auch Star Trek, die schlimmste Variante: Star Trek mit TOS. :-)
Go to the top of the page
 
+Quote Post
kuse
Beitrag 8. Oct 2013, 15:40
Beitrag #9





Gast






Herr Wieprecht, Sie machen es sich einfach. Und haben dabei auch noch einen widerwärtigen Schreibstil.
Das ständige Wiederholen und das Herausstreichen, dass es lediglich Ihre Meinung sei, ist ein sehr schöner Versuch, sich nicht angreifbar zu machen. Allerdings auch sehr feige. Noch dazu wird Ihr Artikel dadurch etwas abgewertet und bekommt den Eindruck eines Schülerzeitungsartikels. Auch Formulierungen wie 'oder wie die Folge hieß' machen Ihre Argumentation nicht gerade souverän.
Auch wenn Sie im Kern nicht ganz unrecht haben mit ihren Wild durcheinandergeworfenen Thesen, will ich doch mal 3 Argumente ihrerseits herausgreifen:

- Unglaubwürdigkeit von Star Trek 8/Picard

Kurze Zusammenfassung: Aufgrund eines persönlichen Traumas (welches, zugegebenermaßen durch VOY und dieses ständige Borgmeucheln und entassimilieren abgeschwächt wurde) bricht Picard aus seiner Beherrschtheit aus, sinnt auf Rache und ist nciht bereit, souverän zu handeln. Unglaubwürdig? Im Gegenteil. Noch dazu brilliant gespielt. Hinzu kommt, dass gewisse Star Trek Werte hier von einer Dame aus dem 21. Jahrhundert, die gerade den Atomkrieg mitgemacht hat, belebt werden. Und nicht etwa durch die Enterprise Crew. Dorthin zu gehen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist...auch auf persönlicher Ebene. Gelungen.

- Glorifizierung Star Trek 9
Was war das denn für ein Film? Vom Kerngedanken ziemlich flache Herangehensweise an das Star Trek Ideal, ein klischeehafter Bösewicht in den eigenen Reihen und eine Love Story, die man sich getrost hätte sparen können, auch weil sie unglaubwürdig ist. Hier wurde das Star Trek ideal 90 Minuten mit Hollywood-Standard-Müll gefüllt. Was daran so erquicklich sein kann, das frage ich mich nur zu oft...

-VOY als Schiff, welches 7 Staffeln lang rumfliegt
Zugegeben, ich bin kein VOY-Fan. Aber das eigentliche Problem lag hier nciht an den grundlegenden ideen: Fremde Kulturen, alleingelassene Crew, Freundschaft, Zusammenhalt, Integration. Das sind die Kernpunkte. Voyager trägt unglaublich viel Star Trek in sich, wurde nur schlicht und ergreifend an die Wand geschrieben durch schwachsinnige Drehbücher.

Das, was Star Trek eigentlich bereits nach TOS vermissen hat alssen, war schlciht und ergreifend Experimentierfreude und nicht nur die Story, sondern auch die Machart der Serie über Grenzen hinaus gehen lassen. Star Trek hat bereits bei TNG nur Serien gemacht, die wie alle anderen Serien gemacht war. Nur eben als SciFi mit Franchise. Andere haben gezeigt wie es geht: Battlestar Galactica. Zu neuen Erfolgstiteln gehören Sopranos, Breaking Bad, Homeland. Nicht zu vergessen game of Thrones. Star Trek hat sich nach TOS nicht mehr viel getraut. Neue Erfolgsserien tun aber gerade das. Sie trauen sich, das übliche TV-Zuschauer Terrain zu verlassen und zu experimentieren.

JJ Abrams hat für meine Begriffe im Star Trek Universum eines falsch gemacht: Er unterwirft das komplette Drehbuch den hollywood Mechanismen, zu lasten von Star Trek und der Originalität. Seine Machart aber, die ist fantastisch.

Warum nciht beides? Das wäre Star trek.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Matthias
Beitrag 9. Oct 2013, 16:34
Beitrag #10





Gast






Ein letztes Mal habe ich in die Kommentare geschaut. Vielen Dank für die vielen Reaktionen! Die Überschrift kam übrigens nicht von mir! Ich fand sie auch etwas... hmmmmmm. Aber naja, was solls. War froh, dass mein Text überhaupt veröffentlicht wurde! Was ich denke, habe ich ja geschrieben. Das es schön wäre, wenn man Star Trek etwas würdiger anginge, fänd ich aber trotzdem schön. Damals dachte ich, Star Trek VII würde ein kunstvoller, anspruchsvoller SciFi-Film werden! Naja, was solls. Ich empfehle immer die Hörbuchversion von "Star Trek - Vanguard". Das ist richtig gutes und doch innovatives Star Trek! Vielen Dank für das Lob für meinen schön "schön geschriebenen Artikel". Es ist bestimmt nicht mein bester und ich mag auch zu oft von "meiner Meinung" geschrieben haben, aber ich finde es traurig, das unter den Trekern und anderswo Menschen glauben, sie müssten andere überreden ihrer Ansicht zu sein. Feige ist das nicht, klar zu stellen, das dies MEINE Meinung ist. Wer sich hinter "man" und "die Fans" verstecken würde, wäre vielleicht Feige oder eben nur ungeschickt im Schreiben. Wer sich als "Kuse" hier anonym äußert und mir Feigheit vorwirft, sollte damit anfangen sich beim vollen Namen zu nennen. Auch hat "Kuse" nicht verstanden, dass ich Star Trek 10 so sehr hervorhob, nicht 9! Aber egal. Jeder hat seine Meinung und das ist gut so. Schlimm finde ich nur Weltverbesserer und Inquisitoren, die es in allen Größen in allen Themenbereichen gibt. Leider...
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Travis Bickle
Beitrag 23. Oct 2013, 08:23
Beitrag #11





Gast






Also, vom dilletantischen Schreibstil einmal abgesehen fällt mir hier eines besonders auf: nämlich das Sie, Herr Wieprecht, beinahe ausschließlich Partei für die schlechten Star Trek Filme ergreifen.
Nemesis wird auch nicht durch die herausgeschnittene Weinszene besser. Die Story des ganzen Films ist ein Desaster. Picard verkommt immer mehr zum Actioner und Bruce Willis des Trek Universums und um das Ganze dann zu relativieren wird auf pseudo Philosophie gemacht, indem Shinzon der Klon ist und "Was-macht-das-Ego-aus"-Geschwafel.
Außerdem stößt mir der Spruch auf, Abrams habe die Originale Zeitlinie in Watte gepackt und in den Schrank gelegt. Das ist, mit Verlaub, einer der schwachsinnigsten Sprüche den ich jemals zum Thema Trek gehört habe.
Durch Abrams ist die originale Timeline unwiederruflich vernichtet worden, denn wird es (meine persönliche Ansicht) nie mehr einen Producer geben, der auf das alte Boot zurück springt, wenn man doch mit so viel hirnloser Action und Lensflares 4 x so viel Geld machen kann, wie mit First Contact z.B.
Außerdem achtet Abrams Star Trek nicht, er vergewaltigt es, indem er Spock zu einem Lover und psychopathischen Agressor verkommen lässt, und Scotty eine Slapstick-Karikatur ohne Gleichen wird. Alleine die Szene im Maschinenraum ist an Idiotie nicht zu überbieten...
Wenn ich mir diesen Artikel nochmal durchlese, so kommt mir immer mehr der Gedanke das Sie, Herr Wieprecht, selber nicht wissen was Star Trek eigentlich ausmacht
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Kamin
Beitrag 31. Oct 2013, 00:59
Beitrag #12


Ensign
Gruppensymbol

Gruppe: Mitglied
Beiträge: 18
Beigetreten: 30. May 13
Mitglieds-Nr.: 4.055



Natürlich gleicht der Artikel eher einem Foren-Eintrag als einem Zeitungsartikel. Ja und? Wo sind wir hier eigentlich? Es kann ja nicht jeder so ein exzellenter Schreiberling sein... Was soll das einen netten Fan so zu beleidigen, er wisse nicht was Star Trek ausmacht? Jeder Fan hat seine "Biographie" und auch Folgen oder Filme die er nicht so mag.

Man muss nicht zu jeder ST-Serie Zugang finden wink.gif Starke, sehr starke Folgen hat sicherlich jede.

First Contact empfinde ich als Geschenk. Und für die Zukunft hoffe ich noch auf den ultimativen Qualitätsstreifen, der wegen seiner überragenden Story auch nur ein Hit werden kann... obwohl... Dieser Kinofilm (oder auch mehrteilig) wird dank aufwändigem Marketing ebenso wenig floppen wie IntoDarkness. Nur die Story, die Story ich sags euch... wink.gif

Der Beitrag wurde von Kamin bearbeitet: 31. Oct 2013, 01:17
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Michael
Beitrag 2. Nov 2013, 00:09
Beitrag #13





Gast






"Was soll das einen netten Fan so zu beleidigen, er wisse nicht was Star Trek ausmacht?" - Dieser Satz für sich ist eine der besten Beschreibungen dessen, was tatsächlich Star Trek ausmacht. Als Treker muss man sich ja schon genug von den Nicht-Trekern anhören. Ich selbst bin mit TNG und DS9 aufgewachsen (kann mich noch genau an die deutschen Premieren beider Serien erinnern), habe während dieser Zeit auch TOS kennen und lieben gelernt und habe VOY und ENT immer als einen etwas anderen Blick auf Star Trek gesehen. Ist ja auch schwierig, über Jahre hinweg immer wieder neue Geschichten zu erfinden. Klar gibt es in jeder Serie nicht so spannende Folgen, aber genau so gibt es jedenfalls für mich in jeder Serie und jedem Kinofilm wirklich grandiose, unvergessliche Momente. Heute sehe ich mir selbst die Folgen sehr gerne an, die ich früher mal nicht so spannend fand, einfach weil es ebenfalls Teile eines großen Gesamtwerks sind, von dem ich seit mehr als zwanzig Jahren nicht genug bekommen kann. Ich meine auch, dass mein Leben heute anders aussehen würde, wenn ich niemals Star Trek gesehen hätte. Live long and prosper!
Go to the top of the page
 
+Quote Post

Reply to this topicStart new topic
1 Besucher lesen dieses Thema (Gäste: 1 | Anonyme Besucher: 0)
0 Mitglieder:

 



RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 25. July 2017 - 01:36