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"Star Trek: Discovery"-Folge 3: "Context is for Kings&q, Wenn der zweiteilige Pilotfilm bereits recht ansehnlich war, so ...
Matthias Wieprecht
Beitrag 4. Oct 2017, 07:42
Beitrag #1





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Wenn der zweiteilige Pilotfilm bereits recht ansehnlich war, so ist in dieser Episode bereits zu spüren, warum \"Star Trek: Discovery\" so viel Zeit gebraucht hat, um umgesetzt zu werden.

Da wäre zum Einen die Charakterzeichnung von Michael Burnham. Diese ist - nach den Ereignissen rund um den Pilotfilm - nach einem halben Jahr in der ganzen Föderation als \"die Meuterin\" bekannt, als die Frau, die den Krieg sozusagen angezettelt hat. Sie selbst scheint das genau so zu sehen. Sie möchte einfach ihre Strafe in Ruhe absitzen, weil sie meint, diese zu verdienen. Sie ist enttäuscht von sich selbst, da sie das Leben ihrer Mentorin, Captain Georgiou, nicht retten konnte und natürlich, weil sie gemeutert hat, was per se eines Sternenflotten-Angehörigen unwürdig ist.

Auf dem Weg zur von Andorianern geleiteten Strafmine, wird der Gefangenen-Transporter jedoch Opfer eines Zwischenfalls, der recht mysteriös ist. Die Gefangenen werden von der Discovery gerettet, auf der es unheimlich zugeht.Das erstmalige Auftauchen des titel-gebenden Raumschiffs ist imposant, aber optisch hat man an den Folgen bisher ja eh nichts zu meckern.

Die recht unbeliebte, ja, berüchtigte Burnham begegnet dort auch Saru, der nunmehr erster Offizier ist, und den sprichwörtlich im Dunkeln agierenden Captain Lorca. Während Saru ihr mit einer Mischung aus Furcht und Respekt begegnet (was sich später zum Positiven wandelt), scheint Lorca in ihr ein gewisses Potential zu sehen. Zwar wird das nie bestätigt, aber Burnham vermutet vielleicht nicht ganz zu Unrecht, dass es kein Zufall ist, der sie auf die Discovery gebracht hat.

Erwähnung finden sollte auf jeden Fall auch Kadettin Tilly. Die junge, rothaarige Kadettin (und Abteil-Nachbarin Burnhams)sorgt mit einem ungehemmten Redefluss und einer gewissen liebenswerten Tollpatschigkeit für witzige Momente in der Handlung. Ihr liebenswert-nerviger Charakter ist jedoch so gut gezeichnet, dass sie weit mehr ist als ein \"witzige Sidekick\". Zudem ist sie im besten Sinne als \"menschlich\" zu bezeichnen.

Lorca teilt Burnham dem Maschinenraum zu, wo sie auf den Wissenschaftler Paul Stamets trifft, der sie nur ungern in die Geheimnisse seiner Forschung einweist. Es handelt sich um Experimente auf der Quanten-Ebene. Nie war \"Star Trek\" so wissenschaftlich und ich bin gespannt, was die Astrophysiker und Forscher unter den Fans zu den hier vorgebrachten Theorien sagen werden.

Übrigens gibt es schon zu diesem Zeitpunkt mehr Spannungen zwischen Burnham und der sonstigen Crew sowie den Mitgefangenen des Transporters als es je zwischen Maquis und Föderations-Angehörigen auf der Voyager gab. Alles sehr überzeugend dargestellt.

Die gute erste Hälfte der Folge steht einerseits im Zeichen jener Spannungen, andererseits wird in Frage gestellt, was für streng geheime Forschungen auf dem Schiff von Lorca genau unternommen werden.

Dann begegnen sie einem Schwesterschiff, auf dem sie - durch ein Experiment? - grausam verstümmelte Crewmitglieder, darunter einen Freund von Stanmetz, vorfinden. Außerdem finden sie tote Klingonen. Letztere jedoch nicht verstümmelt, sondern “nur” von einem an Bord befindlichen grausamen “Alien-Tier “angegriffen. Sicher wird dieses \"Tier\" eine Bezeichnung bekommen. Aktuell liegt mir so eine jedoch nicht vor...

An dieser Stelle wird klar, dass sich \"Star Trek: Discovery\" an erwachsene Zuschauer wendet, nicht an \"die ganze Familie\". Doch werden die Verstümmelugen der Crewmitglieder nicht als Selbstzweck gezeigt, sondern weil sie Zeugnis davon ablegen, welche Opfer jene seltsamen Experimente gefordert haben. Einen gewissen Ekelfaktor hat das trotzdem, klar. Soll es ja auch. Nun hat man auch mehr Respekt vor den zukünftigen Experimenten an Bord der Discovery!

Die toten Klingonen an Bord wollten wohl wissenschaftliche Pläne stehlen. Als der einzige überlebende Klingone auftaucht, wird er auch schon von jenem wilden Tier \"gefressen\", was man aber nicht sieht. Es nimmt die Verfolgung des Außenteams auf. Burnham sorgt für ihre Rettung.

Wieder zurück auf der Discovery erhält sie die Chance als Crewmitglied an Bord weiter tätig zu sein. Die Möglichkeiten Lorcas sind diesbezüglich merkwürdig weitreichend. Nach einem Wortgefecht und ein paar Argumenten, nimmt sie an. Hierbei ist besonders wichtig, dass Lorca ihr erklärt, ihre Forschungen hätten mit einer effektiveren Art der Fortbewegung für Raumschiffe zu tun und keineswegs,wie sie annahm, mit der Erstellung von Giftgas. Bei diesem Disput zeigt sie sich als echte Offizierin der Sternenflotte. Sie verweist unter anderem auf die Genfer Konventionen. Solche Moment sind immer schön.

In der letzten Szene zeigt sich, dass Lorca an Bord der Discovery jenes wilde Tier hinter einem Kraftfeld hält, welches auf dem Schwester-Schiff Jagd auf sie gemacht hatte. So ist es kein Wunder, dass der Zuschauer am Ende der Folge nicht recht weiß, was von diesem Captain zu halten ist.

Fazit: Diese Folge ist mitreißend, unheimlich und spannend. Die Charaktere sind glaubwürdig und werden zügig ausgeleuchtet, die Geschichte fühlt sich groß an. Wir bekommen mit der dritten Folge nur einen \"Zipfel\" der Story zu sehen und schon das ist beeindruckend.

Wer nach den Pilotfolgen schon mehr sehen wollte, wird die vierte Folge mit Sehnsucht erwarten.

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