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Star Trek Discovery - Folge 5: „Choose your pain“, In der fünften Episode von Star Trek: Discovery geht es vor Allem...
Matthias Wieprecht
Beitrag 17. Oct 2017, 08:09
Beitrag #1





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In der fünften Episode von Star Trek: Discovery geht es vor Allem um eine Rettungsaktion Captain Lorcas.

Er wird nämlich von den Klingonen gekidnappt und verhört. Doch nicht die Informationen, die er ausplaudert stehen im Mittelpunkt, sondern sein Aufenthalt bei den Mitgefangenen. Darunter ein loyaler Sternenflottenangehöriger (Ash Tyler, gespielt von Shazed Latif) sowie ein gewisser „Harry Mudd“ (Rainn Wilson). Mudd ist hier weniger der untersetzte, so lustige wie erfolglose Gauner aus der Original Serie, sondern ein gewissenloser Verräter, der keine Probleme damit hat, seine Mitgefangenen für die Klingonen auszuspionieren. Immer wenn die Klingonen in den Gefängnistrakt kommen und sagen: „Wähle deinen Schmerz“, kann man sich einen Mitgefangenen aussuchen, der die eigenen Prügel abbekommt. So wollen die Klingonen der Möglichkeit aus dem Weg gehen, die Gefangenen könnten untereinander kollaborieren. Aber genau das geschieht letztlich zwischen Tyler und Lorca, was ihren Teil der Flucht ermöglicht, wobei sie den Verräter Mudd zurücklassen.

Damit die „Kavallerie“ in Form der U.S.S. Disovery zur Stelle ist, muss sie jedoch ihren Sporenantrieb verwenden. Das bringt uns zu der zweiten Schiene der Handlung. Burnham ist es nämlich aufgefallen, dass der „Ripper“ oder „Tardigrad“ darunter leidet, ja zu sterben droht, wenn man ihn weiter für den Sporenantrieb verwendet. Das berichtet sie Saru, der in der Abwesenheit von Lorca den Stuhl des Captains einnimmt. Offenbar ist er von seinen Emotionen gegenüber Burnham einerseits und der für ihn neuen Rolle des Captains überfordert. Seine Entscheidung, den Tardigrad weiterhin einzusetzen, was zwangläufig zu seinem Tod führen wird, stößt auch bei Wissenschaftler Stamets auf Kritik, die er aber ihm gegenüber für sich behält. Bei dem entscheidenden „Sporensprung“ zur Rettung Lorcas setzt er sich selbst für den Tardigrad ein, der aufgrund der Verwendung als Teil des Antriebs, in eine Art Starre verfallen ist, weil er kurz davor ist zu sterben. Hier enthüllt sich auch die homosexuelle Verbindung zwischen Stamets und den von Wilson Cruz gespielten Dr. Hugh Culber, der sich Sorgen um seinen Partner gemacht hat.Der Tardigrad wird in Freiheit gesetzt und regeneriert sich...

Kritik:

Während die Serie mit der Folge 3 richtig Fahrt aufnahm, gibt es in den Folgen 4 und 5 keinen großen Fortschritt, was Spannung und „Neues“ angeht. Dabei wird immer noch eine hohe Qualität bewahrt, keine Frage.

Der Star der Folge ist sicherlich Harry Mudd, den TOS-Fans natürlich gut kennen. Dieser Harcourt Fenton Mudd hat noch wenig mit dem zu tun, den wir in den TOS Folgen zu sehen bekamen oder – chronologisch gesehen – bekommen werden.

Die Tardigrad-Story ist wohl eine Analogie auf die Tierversuche in unserer Zeit. Obwohl am Tardigrad viele moralische Fragen aufgeworfen und bis zu einem gewissen Grad auch zufriedenstellend gelöst wurden, fehlte mir in der Folge eine deutliche Zurechtweisung / Erkenntnis von Saru. Zwar erkennt er wohl später seine Fehler, aber er verzeiht sie sich auch sehr schnell. Immerhin war er kurz davor, den Tardigrad zu töten, um Captain Lorca zu finden. Gerade in der Sternenflotte / Föderation ein Denken, das längst Geschichte sein sollte. Auch fehlte mir ein Hinweis darauf, dass Sarus Volk doch selbst stets Opfer war und das er nun den Tardigrad bereit wäre zu opfern, wurde kaum erwähnt. Als Saru bereit war die in eine Art Starre gefallene Kreatur zu „reanimieren“, um sie dann zu opfern, was sicher eine große Qual für das Tier gewesen wäre, verlangte ein Teil von mir nach Sühne, die es kaum gab. So gab es hier hoch-moralische Themen, die nicht komplett ausgelotet wurden.

Spannend, weil unmerklich, ist der Wechsel der Sicht gegenüber dem Tardigrad. Zuerst wirkt er einfach noch schrecklich, dann empfindet man Mitleid für ihn. Nicht nur die Crew wechselt die Sicht, der Zuschauer auch.

Das selbstverständliche Vorkommen einer homosexuellen Beziehung innerhalb der Crew wird im heutigen Amerika für mehr Aufsehen sorgen als in Deutschland, nehme ich an. Da Star Trek stets für offenes, vorurteilsfreies Denken war, begrüße ich diesen Schritt. Gerade das nebensächliche, authentische an der dargestellten Beziehung gefällt mir.

Die Unterschiedlichkeit der Menschen kann die Menschheit bereichern oder bedrohen. Es kommt auf den Blickwinkel an. Der Blickwinkel Star Trek´s mag manchmal etwas mit Weichzeichner verklärt sein, aber positiv in die Zukunft zu blicken tut heute wirklich sonst keine (mir bekannte) Serie mehr. Es ist geradezu so als wenn wir – im wirtschaftlich relativ reichen Westen, die wir schon lange keinen Krieg mehr erleben mussten - das Negative in unseren Fernsehserien, unseren „Träumen“ herbeisehnen. Star Trek hält die Fackel für das Positive hoch, bei aller neuen Härte in den Folgen, wie sie sich in blutigen Kampfszenen zeigen.

Am Ende der Folge schwenkt die Kamera bei einer plötzlich bedrohlicher werdenden Musik, auf einen Spiegel zu. Könnte das ein Hinweis auf die von Jonathan Frakes angekündigte „Mirror Universe“-Folge sein?

Die nächsten Folgen lauten, wie auf der Website von „Robots and Dragons“ angegeben:

Episode 1.06 \"Leathe\" (22.10.)

Episode 1.07. \"Magic To Make The Sanest Man Go Mad\" (29.10.)

Episode 1.08 \"Si Vis Pacem, Para Bellum\" (05.11.) und

Episode 1.09 \"Into The Forest I Go\" (12.11.).

Zur Originalmeldung

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