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Alexandra Rimpler (re)16.03.18

Wie Spock beinahe seine spitzen Ohren verloren hätte

... und warum Leonard Nimoy zögerte, ein Teil von "Star Trek" zu werden

In diesem Monat jährt sich der Tod von Leonard Nimoy zum dritten Mal. Wir erinnern uns an den Mann, der Spock zu einer Legende machte indem wir uns ein seltenes Interview mit dem Schauspieler aus 1976 anhören, das vom Hollywood Reporter hervor geholt wurde. Es ist eine Tonaufnahme eines Fernsehinterviews, das Nimoy in dem Jahr gab als sein Buch "Ich bin nicht Spock" heraus kam und zwei Jahre bevor bekannt wurde, dass er zur Rolle des Spock in "Star Trek: The Motion Picture" zurück kehren würde.

Wie Roddenberry ihn überzeugte, dass Spock keine "dumme" Rolle ist.

Der Schauspieler gab zu, dass er anfangs nicht an der Rolle des Spock interessiert gewesen sei, dass "Star Trek"-Erfinder Gene Roddenberry sie ihm aber doch verkauft habe:

"Als Gene Roddenberry mir den Charakter vorstellte, sagt er, dass es ein Charakter mit spitzen Ohren von einem anderen Planeten sein würde. Ich nahm meine Schauspielerei sehr ernst und es klang für mich wie: "Hey, es ist Dumbo-Zeit!" Ich weiß nicht, ob ich damit etwas zu tun haben will, da ich einen Ruf als guter, ernsthafter Charakterdarsteller zu verlieren habe. Etliche Unterhaltungen mit Gene brachten uns einige spannende und wichtige Studien des Lebens dieses Charakters. Wer er war und was er tat. Und das waren die wichtigeren Dinge, die mich überzeugten, die Rolle zu spielen. Und um ehrlich zu sein war es die erste dauerhafte Rolle, die mir als Schauspieler angeboten wurde. Ich hatte in meinen 15 Jahren als Schauspieler vorher nie einen Job gehabt, der länger als ein paar Wochen dauerte."

Beinahe hätte es Spocks spitze Ohren nicht gegeben.

Lange Teile des Interviews drehen sich um die Entwicklung des Looks von "Star Trek". Der Schauspieler erklärt, dass Spock ursprünglich rötliche Haut haben sollte, dass ihn das auf dem schwarz-weiß Fernseher (die damals noch üblich waren) aber schwarz hätte aussehen lassen, daher wechselten sie zum grünlich-gelben Make-Up. Nimoy verrät außerdem, dass die spitzen Ohren beinahe aus der Serie geschrieben worden wären, weil sie anfangs nicht funktionieren wollten:

"Wir hatten in den frühen Phasen des Make-Ups, bevor wir noch den ersten Pilotfilm drehten, Probleme, die Ohren zum Funktionieren zu bringen. Wir hatten die falschen Make-Up-Leute und sie machten die Ohren für mich, die wirklich grotesk und lächerlich und einfach nur schlecht waren. Wir hatten drei oder vier dieser Sitzungen als die Zeit der ersten Drehs näher rückte – und wenn man einmal zu drehen beginnt, steht der Look. So sieht's aus. Als der Drehbeginn näher und näher rückte, machte ich mir Sorgen über den Look. Ich sagte zu Gene: "Das funktioniert nicht. Wir sollten darüber nachdenken, ob wir diesem Charakter wirklich spitze Ohren geben wollen." Wir hatten die Augenbrauen und die Frisur und die Hautfarbe aber wir schafften es nicht, ein gutes Paar Ohren anzufertigen. Schließlich war es Fred Phillips, der dann Make-Up-Mann der Serie wurde, der wusste, was falsch war. Das Problem war, dass das Studio diesen Leuten eine Zusage für die Ohren gegeben hatte und nun nirgends anders hingehen wollte, weil das mehr Geld kosten würde. Er aber sagte, dass wir es tun müssen und machte Druck. Schließlich schaffte er es, ein paar Ohren zu beschaffen, die funktionierten und das Problem lösten."

Nicht scharf darauf, dass "Trek" nach der enttäuschenden dritten Staffel weiter gehen sollte.

Während des Interviews spricht der Schauspieler darüber, warum er mit der dritten Staffel von "Star Trek" nicht glücklich war und dass er bei einer Erneuerung der Serie nur unter der Voraussetzung bleiben würde, dass es große Änderungen gäbe:

"Die dritte Staffel war kein glückliches Jahr. Wir hatten einen neuen Produzenten (Fred Freiberger), der - bei allem Respekt für ihn - kein Gefühl dafür hatte, wie "Star Trek" sein sollte und wie es am besten funktionierte. Die Drehbücher, die er für uns gekauft hatte und anhand derer wir drehten waren in allen Belangen nicht die besten. Es gab ein paar gute Folgen in der dritten Staffel aber auch die schlechtesten. Ende des dritten Jahres hatte ich das Gefühl, dass wenn die Serie weitergeführt würde, ich einige drastische Veränderungen sehen wollte, die uns zurück in das Gebiet bringen sollten, wohin wir gehörten. Zu wirklich guter Science Fiction mit guten Ideen und Büchern. So war es während der dritten Staffel und ich hatte nicht das Gefühl, dass meine Stimme ausreichend gehört wurde und fühlte mich wirklich frustriert. Unter diesen Umständen war ich nicht scharf darauf, dass es mit "Star Trek" weiter gehen sollte. Vielleicht wäre es das Beste, es enden zu lassen und das sein zu lassen was es sein sollte. Ich habe Bill Shatner sagen hören: 'Vielleicht hätte "Star Trek" drei Jahre laufen und dann vor bei sein sollen.'"

Später beklagte er sich dann weiter darüber, wie sich die Autoren in der dritten Staffel zu wiederholen begannen und bildliche Ausdrücke und Schlagworte verwendeten:

"Wenn die Autoren müde werden oder wenn die Produzenten oder Autoren nicht wirklich schrecklich kreativ sind, passiert folgendes: Sie tendieren dazu, zurück zu gehen und Dinge wiederzuverwenden, die funktionieren. Sie benutzen sie zu Tode anstatt nach neuen, kreativen Ideen zu suchen. Also lassen sie mich ständig "logisch" sagen. Ich sage für immer "logisch" und "faszinierend" und sie lassen mich ständig die Augenbraue heben und solche Dinge. Oder sie lassen McCoy ständig "Sie grünblütiger, spitzohriger Elf" sagen. Oder sie lassen Captain Kirk sagen "Dieses Gezanke kann ich in meiner Crew nicht brauchen." Und sie lassen Jimmy Doohan immer und immer wieder sagen: "Captain, das Schiff wird Warp acht nicht aushalten". Es wiederholt sich weil sie wissen, dass es funktioniert."

Offen für eine Neubesetzung von Spock, aber er glaubt nicht, dass das passiert.

Der Schauspieler spricht außerdem darüber, was er von der Idee hält, dass Spock in einem neuen "Star Trek" neu besetzt werden könnte. Er sagt:

"Das wäre interessant." [Wären Sie nicht am Boden zerstört?] "Nein, nein. Vielleicht wäre ich nicht am Boden zerstört weil ich ziemlich sicher bin, dass es nicht passieren wird. Ich habe sehr starken Zweifel daran, dass das Studio "Star Trek" neu erfinden und einen neuen Schauspieler als Spock einsetzen würde. Ich denke, es wäre schlauer von ihnen einen neuen Charakter einzuführen, der dann von einem anderen Schauspieler übernommen wird um Spock zu ersetzen. Falls wir aus irgendwelchen Gründen nicht wieder zusammen kommen. Wenn sie mich nicht mehr als Spock oder wenn sie Spock als Charakter nicht mehr wollen."

In der Mitte der Siebziger gab es hin und wieder Versuche von Paramount, "Star Trek" entweder wieder auf die Mattscheibe oder die Leinwand zu bringen. Und Nimoys Voraussage bezüglich des anderen Charakters bewahrheitete sich in Bezug auf das "Star Trek: Phase II" TV Projekt von 1977. Nimoy lehnte das Angebot, in dieser Serie als Spock aufzutreten ab und Paramount entschied sich dafür, den vulkanischen Wissenschaftsoffizier Xon (gespielt von David Gautreaux) zu erschaffen. Schließlich wandelte sich dieses Projekt zu "Star Trek: The Motion Picture", für den Nimoy unterschrieb. Natürlich war Nimoy dreißig Jahre später einverstanden mit der Neubesetzung von Spock durch Zachary Quinto für J.J. Abrams' "Star Trek".

(re - 16.03.18 - Quelle: TrekMovie.com)


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