Portal Daily Trek Cast & Crew
Star Trek XI Enterprise
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel
Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Facebook Twitter Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Markus Peter Populorum (mp)06.07.00

Ein Reifeprozess

Cirroc Lofton über seine Jahre als Jake Sisko

In einem Interview mit "Star Trek: Monthly" sprach Cirroc Lofton über seine Zeiten bei "Deep Space Nine" und einige andere interessante Dinge.

"Ich habe mich in jeglicher Hinsicht weiterentwickelt - körperlich und geistig", erklärt Lofton. "Das Augenscheinlichste ist meine Größe. Ich bin ganz schön gewachsen. Ich war 13 zu Beginn der Serie, jetzt bin ich 21. Ich bin jetzt im vierten College-Jahr [an der University of California in Los Angeles mit dem Hauptfach Betriebswirtschaftslehre]. Als ich mit DS9 anfing, war ich in der Junior High School, heute bin ich ein junger Erwachsener und gehe aufs College. Das ist eine große Veränderung. Ich hatte keine Ahnung, dass 'Star Trek: Deep Space Nine' mein Leben so sehr verändern würde. Als ich 13 oder 14 war, dachte ich: Da habe ich etwas zu tun, was mir Spaß macht. Ich war nur an der schauspielerischen Arbeit interessiert und daran, dabei Spaß zu haben. Ich hatte keine Ahnung, wie groß und bedeutend 'Star Trek' ist. Ich dachte auch nicht, dass die Serie so lange laufen würde. Ich nahm mir einfach vor, mich jeweils nur auf einen Tag, eine Episode, eine Season zu konzentrieren. So hat es sehr gut geklappt, aber ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukam, als wir anfingen."

Cirroc Lofton als Jake zu Anfang der Serie ...
Aber nicht nur Lofton hat sich weiterentwickelt. "Ich würde sagen, dass Jake als verlorene Seele angefangen hat, die planlos durch das Leben stolperte, und nun zu einem Mann geworden ist, der mit einem gewissen Selbstbewusstsein redet und handelt", erklärt Lofton, der heute groß, schlank und attraktiv ist und ein umwerfendes Lächeln zur Schau stellt. "Er hat feste Ansichten und Überzeugungen. Er tritt seinem Vater gegenüber standhaft auf, und er nimmt die Herausforderungen des Lebens an."

Mit Lofton ist auch seine Schauspielkunst gereift. Die Zuschauer konnten mitverfolgen, wie sich der Umfang seiner Rolle und die Häufigkeit seiner Auftritte als Jake über die Jahre hinweg erheblich ausgeweitet haben. Wer den Beweis dafür sehen will, braucht sich nur Loftons Auftritte anzusehen, vom Pilotfilm "Der Abgesandte" über Episoden wie "Der Besucher", "Die Karte", "Valiant", "Zeit der Abrechnung" und "Jenseits der Sterne" bis hin zu "Wettkampf in der Holosuite", der vierten Episode in der siebten Season, die zugleich Loftons ersten großen Part im letzten Jahr markierte. Zu Loftons Lieblingsepisoden gehört "Jenseits der Sterne", jene hochgelobte, unter der Regie von Avery Brooks entstandene Episode, die im Harlem der fünfziger Jahre spielt und in der Lofton einen Teenager darstellt, der von zwei rassistischen Polizisten (Marc Alaimo und Jeffrey Combs in Gastauftritten ohne Maske) ermordet wird.

"Ich habe nicht ausdrücklich darum gebeten, mehr zu tun, aber trotzdem wollte ich es", gibt Lofton zu und bezieht sich dabei auf seine Präsenz in der Serie, die im Lauf der Jahre größer geworden ist. "Ich glaube, das begann alles nach 'Der Besucher', der Episode, in der Tony Todd [bekannt aus dem Film 'The Rock', der in der Episode als eine ältere Version von Jake in einem alternativen Universum] mitspielte. Diese Episode hatte eine enorme Wirkung und wird als eine unserer besten Episoden betrachtet. Vermutlich haben sie sich gesagt: 'Dieser Junge kann wahrscheinlich mehr schaffen, als wir bisher dachten. Wir sollten ihm mehr zu tun geben.' Seitdem habe ich mehr Arbeit erhalten und in der Serie viel mehr Verantwortung getragen."

Lofton nennt seine Co-Stars, insbesondere Avery Brooks und Brock Peters (der Joseph Sisko spielt), als diejenigen, die seine besten schauspielerischen Seiten zutage gefördert haben. Letzterer spielt Jakes Großvater (sowie außerdem Admiral Cartwright in "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart" und "Star Trek VI: Das unentdeckte Land"). "Ich muss mit Avery anfangen, er ist so ein toller Typ", begeistert sich Lofton. "Ganz einfach ausgedrückt: Er war mein Mentor. Ich trete in seine Fußstapfen. Er ist bei der Serie und auch sonst wie ein Vater zu mir gewesen. Er hat mir geholfen, ein besserer Schauspieler und auch ein besserer Mensch zu werden. Brock ist so professionell und besitzt auf dem Bildschirm eine immense Präsenz. Alle haben sich mir gegenüber einfach wunderbar verhalten!"

... und gegen Ende.
Ein Nebenprodukt von Loftons Verbindung zu "Star Trek" ist der Ruhm. Als er jünger war, erzählte Lofton von Leuten, die ihn auf der Straße erkannten, die er noch nie gesehen hatte, und davon, dass er in der Schule bei seinen Mitschülern nicht selten Jake-Actionfiguren sah. Heute findet Lofton den Starruhm nicht weniger erstaunlich, geht aber viel pragmatischer damit um. "Ich versuche nicht, ein Teen-Idol zu sein", erklärt er. "Danach strebe ich nicht. Ich weiß, dass es manchen Leuten unbeabsichtigt passiert. Die Umstände sind manchmal einfach so, dass man keine andere Wahl hat. Ich finde es wichtig, im Fernsehen Leute zu sehen, zu denen du einen Bezug hast, die deine eigene Nationalität, deine eigene Hautfarbe haben. Als ich jünger war, war ich ein Fan von Avery, alle fanden Hawk [Brooks' geniale Figur in 'Spenser'] toll. Ich dachte damals, ich würde genauso eine Lederjacke tragen wie er, falls ich sie mir je leisten könnte. Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, sehr solide, standfeste und gebildete Vorbilder zu haben, zu denen man aufblicken kann. Avery ist für mich ein Vorbild, und wenn ich das auch für jemand anderen sein kann, dann macht mich das sehr glücklich."

Als unser Gespräch dem Ende entgegengeht, denkt Lofton über die Tatsache nach, dass er mehr als ein Drittel seines Lebens als Mitglied der DS9-Besetzung verbracht hat. "Wissen Sie, von dieser Seite habe ich das Ganze noch nie betrachtet", überlegt er. "Ein Drittel meines Lebens ... es ist ein Drittel meines Lebens", erkennt er und ist sichtlich erstaunt. "Es war eine wunderbare Erfahrung. Sie hat mir Gelegenheit zur Weiterentwicklung gegeben, die Gelegenheit, ein besserer Schauspieler zu werden. Ich hoffe nur, dass ich in der Lage sein werde, dieses ganze Wissen, all das, was ich gelernt habe, auch anderswo anzuwenden. Ich möchte mich als Schauspieler und als Mensch auch weiterhin entwickeln. DS9 war für mich eine Gelegenheit, Wissen von all diesen wunderbaren Schauspielern anzunehmen. Ich habe die Möglichkeit, mit allem, was ich gelernt habe, wirklich weiterzukommen. Das Großartige dabei ist, dass ich nach sieben Jahren bei einer Fernsehserie in bester Verfassung bin. Das ist wunderbar. Ich bin auf neue Dinge vorbereitet und kann dabei auf das Wissen und die Erfahrung aus 'Star Trek: Deep Space Nine' zurückgreifen. Ich glaube, dass mir das ganz enorm hilft. Und dafür bin ich sehr dankbar."

(mp - 19.08.10)


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2012