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Michael Müller (mm) René Auberjonois Odo René Auberjonois sorgte als Sicherheitschef Odo für Recht und Ordnung auf der Raumstation Deep Space Nine. Der Formwandler wurde vom Heimatlosen zum Heilsbringer. René Murat Auberjonois stammt aus einer Familie, deren Wurzeln in den USA, Frankreich, Russland und der Schweiz liegen. Sein Vater und Großvater stammten aus der Schweiz, waren dort ein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Journalist und ein postimpressionistischer Maler. Seine mütterliche Linie lässt sich nach Frankreich zurückverfolgen. Seine Mutter, Prinzessin Laure Murat, war eine Nachfahrin von Caroline Bonaparte, Napoleons jüngster Schwester.
Nach dem Abschluss der High School und der erweiterten Schauspielausbildung am Carnegie Institute of Technology stand er auf zahlreichen Theaterbühnen der USA. So begann er seine Theaterkarriere an der Arena Stage in Washington, D.C. und spielte danach in New York und Los Angeles. Dazu half er bei der Gründung von Theatern, darunter das American Conservatory Theater in San Francisco, das Mark Taper Forum in Los Angeles und die Brooklyn Academy of Music Repertory Company in New York. 1963 heiratete René Auberjonois Judith Mihalyi. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, Tessa und Remy, die beide ebenfalls Schauspieler sind. 1968 schaffte der Schauspieler den Sprung an den Broadway, wo er für gleich drei Stücke verpflichtet wurde: Man sah ihn in Shakespeares "König Lear", William Gibsons "A Cry of Players" und John Rocs "Fire!". Für seine Darstellung an der Seite von Katharine Hepburn im Broadway-Musical "Coco" erhielt er im folgenden Jahr einen Tony Award.
Durch seine Filmrollen bekannter geworden, ergatterte Auberjonois in den folgenden Jahren auch mehrere Gastrollen im Fernsehen, jedoch bei hierzulande unbekannten Serien und Fernsehfilmen. 1975 kehrte er wieder mit einem nennenswerten Auftritt im Film "Die Hindenburg" ins Kino zurück. Es folgten weitere Kinoerfolge mit "Die haarsträubende Reise in einem verrückten Bus" und "King Kong" (beide 1976). Im Fernsehen avancierte Auberjonois zur Mitte der 70er-Jahre zum gefragten Gaststar und war in vielen Serien zu sehen, zum Beispiel 1976 in "Luftgeschwader Black Sheep" und im folgenden Jahr in "Zwischen den Fronten", "Die Sieben-Millionen-Dollar-Frau" und "Der Mann aus Atlantis", später dann unter anderem in "Starsky und Hutch" (1978), "Detektiv Rockford - Anruf genügt", "Wonder Woman", "Hart aber herzlich", "Drei Engel für Charlie" und zweimal in Kate Mulgrews Serie "Mrs. Columbo" (alle 1979). Nach einer weiteren Gastrolle in "Die Schnüffler", dem Film "Blast - Wo die Büffel röhren" und einem Auftritt im Fernsehfilm "Undercover USA", wurde René Auberjonois 1980 zum ersten Mal Teil einer Stammbesetzung. Über die folgenden sechs Jahre sah man ihn als Clayton Runnymede Endicott III in 134 Folgen der Sitcom "Benson". Für einen Teil dieses Zeitraums gehörte auch Ethan Phillips zum Cast der Serie. Durch sein festes Engagement in der Rollenvielfalt, die er im Fernsehen verkörpern konnte, eingeschränkt, wandte Auberjonois sich in dieser Zeit Sprechrollen zu. So arbeitete er unter anderem an "Die Schlümpfe", sprach The Skull in "Das letzte Einhorn" (1982) und Desaad in sechs Folgen von "The Super Powers Team: Galactic Guardians" (1985). Nach dem Ende der Dreharbeiten zu "Benson" kehrte Auberjonois für das Musical "Big River" 1985 zurück an den Broadway und wurde ein weiteres Mal für den Tony nominiert. Er spielte 1986 im TV-Film "Seine letzte Chance" mit, sprach im folgenden Jahr Dr. Nogood in einer "DuckTales"-Folge und kehrte als Modoc in "Liebe mit Biß" zurück ins Kino. 1987 gab Auberjonois sein Debüt als TV-Regisseur bei einer Folge von "Marblehead Manor". Das verlief erfolgreich genug, um im folgenden Jahr ein weiteres Mal als Regisseur bei der Sitcom verpflichtet zu werden.
René Auberjonois setzte sein erfolgreiches Wechselspiel zwischen Film, Fernsehen, Theater und Synchronisationsstudio in den kommenden vier Jahren erneut am Broadway fort, wo er in "Metamorphosis" (1989) und "City of Angels" (1989-92) spielte und ein weiteres Mal für den Tony nominiert war. 1991 konnte man ihn zudem als Einstein in "Doogie Howser, M.D." sehen und bei "Darkwing Duck" hören. Nicht zuletzt legte Auberjonois in diesem Jahr seinen ersten Kontakt mit "Star Trek" in "Das unentdeckte Land", in dem er als verräterischer Colonel West zu sehen war. Weiter ging es für den vielseitigen Künstler mit einer Reihe von Sprechrollen, unter anderem in "Batman", "Tom & Jerry Kids", "The Pirates of Dark Water", "Marsupilami" und "Lucky Luke". In "Matlock" war er 1992 und 93 dreimal zu sehen. 1993 war zudem das Jahr, in dem der Schauspieler zu "Star Trek" zurückkehrte und fortan für sieben Staffeln als Formwandler Odo in "Deep Space Nine" zu sehen sein sollte. Dass dem zunächst verwaisten Charakter zu Beginn der dritten Staffel plötzlich eine Heimat gegeben wurde, fand bei René Auberjonois erst einmal keinen großen Anklang. Später lernte er jedoch die so entstehende Vertiefung des Charakters und die sich ergebenden Handlungsstränge rund um seine Loyalität im Dominion-Krieg zu schätzen. Bei DS9 führte Auberjonois auch bei mehreren Episoden Regie, zum Beispiel bei "Hoffnung", "Die Reise nach Risa", "Liebe und Profit", "Das Gute und das Böse" und "Eine sonderbare Kombination".
Ans Ende von "Deep Space Nine" schloss sich für Auberjonois im Gegensatz zu vielen anderen Trek-Darstellern keine Pause an. Nahtlos setzte er seine Film- und Fernsehauftritte fort, spielte im selben Jahr noch in "Poltergeist - Die unheimliche Macht", "Inspektor Gadget", "Chicago Hope – Endstation Hoffnung" und "The West Wing" mit. Das neue Jahrtausend begann geschäftig für René Auberjonois mit Rollen als Prof. Buonragazzo im Fernsehfilm "Geppetto, der Spielzeugmacher", als Reverend Oliver im Kinofilm "Der Patriot", einem Gastauftritt in einem anderen sehr erfolgreichen Science-Fiction-Franchise (als Alar in der "Stargate"-Folge 4.02 "Die andere Seite der Medaille"), und zwei vertrauten Sprechrollen: einmal mehr als Louis, in "Arielle, die Meerjungfrau 2 – Sehnsucht nach dem Meer", und als Odo, im DS9-Computerspiel "The Fallen" (alle 2000). In den Jahren 2000 und 2002 war er zudem zweimal in der Anwaltsserie "Practice - Die Anwälte" zu sehen. Für seine Darstellung wurde er für den Emmy nominiert. Dazwischen reihten sich sowohl mehrere Gastauftritte in verschiedenen Serien ein, zum Beispiel in "Nash Bridges", "Frasier" (beide 2001), "Für alle Fälle Amy" (2001-02), wie auch Sprechrollen für die Computerspiele "Blood Omen II: Legacy of Kain" und "Command & Conquer: Renegade". 2002 kehrte Auberjonois zudem noch einmal zum "Star Trek"-Franchise zurück, als er in der Folge "Schiff der Geister" in der ersten "Enterprise"-Staffel auftrat. Danach ging es für zwei Monate an den Broadway zurück, für den "Dance of the Vampires". Zwischendurch verschlug es den Künstler dann wieder hinters Mikrofon, für Sprechrollen in den Zeichentrickserien "The Legend of Tarzan", "Die Liga der Gerechten" (beide 2001-03), "Tarzan & Jane", das Computerspiel "Legacy of Kain: Defiance" (beide 2002), "The Mummy: The Animated Series" (2003) und "Xiaolin Showdown" (2003-04), und 2004 mit dem Stück "Sly Fox" erneut an den Broadway.
Auch neben "Boston Legal" setzte Auberjonois sein Werk als Sprecher fort, unter anderem als Odo in einer Szene aus "Family Guy Präsentiert: Die unglaubliche Geschichte des Stewie Griffin" (2005). Darüber hinaus war er in "Duck Dodgers" (2005), in "Avatar – Der Herr der Elemente" (2005-07) und im Computerspiel zu "Fluch der Karibik: Am Ende der Welt" (2007) zu hören. In zwei Folgen von "Saving Grace" spielte er 2007 und 2008 den Father Patrick Murphy. 2009 sprach er Karl Schäfer in der Originalversion des Computerspiels "Uncharted 2: Among Thieves". 2010 sah man Auberjonois in den Serien "Archer", "It's Always Sunny in Philadelphia" und in "Warehouse 13". Zudem lieh er seine Stimme für die Zeichentrickserie "Young Justice" und war als Mr. House im Computerspiel "Fallout: New Vegas" zu hören. René Auberjonois lebt mit seiner Frau Judith im nördlichen Kalifornien. Neben seinen zahlreichen Rollen auf der Bühne und vor der Kamera hat er zudem viele Theaterstücke inszeniert, Hörspiele im Radio gesprochen und Hörbücher aufgenommen. Episoden mit René Auberjonois Deep Space Nine René Auberjonois gehörte für alle sieben Staffeln der Serie zur Stammbesetzung und war bis auf vier Folgen in allen 172 Episoden der Serie zu sehen. Er fehlte lediglich in 2.15 "Das Paradiesexperiment" ("Paradise"), 4.06 Wiedervereinigt ("Rejoined"), 5.15 "Im Lichte des Infernso" ("By Inferno's Light") und 6.16 "Wandel des Herzens" ("Change of Heart"). Enterprise
Kinofilme
Regisseur René Auberjonois Deep Space Nine
(mm - 28.11.10) Weiterführende Links
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