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Marvin Luchs (ml)09.11.02

Montgomerys zweite Familie

Anthony Montgomery über seine "Enterprise"-Kollegen

Zap2it-Redakteurin Kate O'Hare sprach in einem kurzen Interview mit dem Darsteller von Travis Mayweather, Anthony Montgomery, darüber, wie es ist, mit so wundervollen Frauen wie Jolene Blalock zusammenzuarbeiten und was er sich für kommende Episoden wünscht.

Jolene Blalock, die die kurvenreiche Vulkanierin T'Pol in UPNs Mittwochs-"Star Trek"-Drama "Enterprise" spielt, ist ohne Zweifel ein Phantasieobjekt für Tausende, wenn nicht sogar Millionen von bewundernden Fans. Nicht einer von diesen ist zumindest Co-Star Anthony Montgomery, der den Piloten des Raumschiffs, Fähnrich Travis Mayweather, spielt. Dies gilt auch hinsichtlich Linda Park, die die Fremdsprachen-Expertin Hoshi Sato verkörpert.

Ist für Montgomery wie eine Schwester: Jolene Blalock
"Könnte ich auch beide küssen?", fragt Montgomery. "Yeah, sie sind wirklich hübsche Mädchen, aber für mich sind sie wie Schwestern. Die ganze Welt meint: 'Oh mein Gott, Anthony, du arbeitest mit dieser heißen Schnecke Jolene!' Und ich sage nur: 'Yeah, das ist Jo, meine Schwester.'"

"Sobald Leute erkennen, dass ich es bin, der vor ihnen steht - weil ich genauso aussehe, ich habe keinen Visor, ich habe keine künstliche Stirn, ich sehe einfach so aus, wie ich bin -, rasten sie sofort aus, und quatschen über Jolene. Ich meine dann: 'Yeah, Jolene ist süß.' Und sie: 'Oh mein Gott, musst du nicht die ganze Zeit...' - 'Nein, muss ich nicht. Ich tue das nie. Ehrlich gesagt habe ich nie darüber nachgedacht. Sie ist meine Schwester.' Ich denke nicht über Sex mit meinen eigenen Schwestern nach; ich tue es wirklich nicht."

"Wir müssen unsere Arbeit machen, und realistisch gesehen ist es ganz anders als bei jeder anderen Serie. Wir werden wahrscheinlich für den Rest unseres Lebens ein Teil im Leben des anderen sein, mehr als es bei jeder anderen Serie sein könnte. Ich finde das cool. Ich spreche mit ihnen wie mit meiner Familie."

Auf die Frage, wer ihm am meisten am Herzen liegt, meint Montgomery: "Am nächsten ist mir Dominic [Keating, welcher Malcolm Reed verkörpert]. Aber ich hänge an jedem von ihnen. Ich kann Dominic genauso wie Scott [Bakula, welcher Jonathan Archer spielt] mitten in der Nacht anrufen. Ich habe jetzt vier Brüder und zwei Schwestern. Wir sind in jeder Hinsicht eine Familie."

Wo wir gerade bei Familie sind - wenn Montgomery einen Wunsch frei hätte, dann würden die Zuschauer ein bisschen mehr von Mayweathers Familie sehen. In "Enterprise" ist er ein im Weltraum geborener Sohn von Frachterpiloten, die bereits erwähnt, aber noch nie gezeigt wurden. "Ich fände es schön, seine Eltern zu treffen", erzählt Montgomery. "Das wäre echt das Größte. Wir haben darüber gesprochen und haben in 'Familienbande' [einer Folge der ersten Staffel über einen Frachter, der von Piraten angegriffen wird] auch einiges berührt. Da geht in Travis zweifellos noch einiges vor, was darauf wartet, aufgedeckt zu werden."

Für die Besetzung von Mayweathers Verwandten hat Montgomery bereits eine Wunschliste. "Ich hätte gerne Morgan Freeman als meinen Opa, und Danny Glover wäre ein wundervoller Vater."

Auf der Wunschliste befindet sich außerdem auch ein Mitglied der Originalcrew von "Star Trek". " Es wäre wirklich wundervoll - wenn ich es auch nicht für möglich halte -, Nichelle Nichols als Großmutter oder Mentorin von Travis einzuführen."

In der Serie aus den 60ern spielte Nichols die Kommunikationsoffizierin Uhura, aber in der "Enterprise"-Mythologie existiert Travis vor Uhura, da "Enterprise" ein Jahrhundert vor der Originalserie stattfindet. Auch wenn es so ist, fände Montgomery es toll, einen Weg zu finden, es trotzdem geschehen zu lassen. "Ich würde es schön finden, wenn sich die erste Afroamerikanerin im Weltraum mit dem jetzigen [Afroamerikaner im Weltraum] träfe. Das wäre einfach toll. Und sie könnte etwas Weisheit an Travis weitergeben... Ich möchte, dass er wächst, wo immer das auch hinführt."

Anthony Montgomery als Travis Mayweather
In der Folge vom 9. Oktober, "Todesstation", sah man Montgomery in einer kurzen Szene ohne Shirt. So etwas ist in "Enterprise" nicht ungewöhnlich - wo man bereits die meisten aus der Crew hier und da mal mehr oder weniger angezogen gesehen hat, besonders in der oft benutzten Dekontaminationskammer -, aber es ist nicht etwas, worüber Montgomery aufgeregt ist. "Ich musste das noch nicht machen", sagt er über die Dekontaminationsszenen. "Fast jeder hat es bereits hinter sich. Ich sagte ihnen, es wäre ein Grund dafür nötig. Nicht nur in unserer Serie, sondern überall im Fernsehen gilt das Motto 'Sex sells', das habe ich bereits kapiert. Aber ich finde, es muss geschmackvoll ablaufen. Dass ich ohne Shirt rumlaufe, nur um zu zeigen, wie gut ich in Form bin, halte ich für dämlich."

Auch wenn er sein Shirt anhat, so verrät uns Montgomery, finden die Uniformtaschen, die so viel Neid bei den Schauspielern aus den früheren "Star Trek"-Inkarnationen auslösten, da diese taschenlose Uniformen tragen mussten, kaum Verwendung. "Wir brauchen sie nicht", erzählt er. "Sie sind nie geöffnet, aber wir haben sie, wohl wahr - mit Reiß- und Klettverschlüssen."

Er hat in eine mal etwas hineingesteckt, aber nicht viel. "Der Schlüssel für meinen Wohnwagen, der hat ungefähr die Größe, und ein Kleenex für den Fall, dass meine Augen tränen. Die Taschen werden nie benutzt. Wer bei der Sternenflotte ist, steckt seine Hände nicht in die Hosentaschen."

Taschen oder keine, Montgomery ist froh, zu arbeiten und erkannt zu werden. "Wir gehören nicht zu diesen Leuten, die meinen: 'Verdammt, nimm deine Kamera weg von mir!' Nein, Mann, ich meine, wir wussten doch, wofür wir unterschrieben haben, als wir den Vertrag unterzeichneten. Ich frage mich immer, wie ein Schauspieler so hart arbeiten kann, um nach oben zu kommen und sich dann von seinen Fans abzuwenden, die ihn überhaupt so weit gebracht haben. Das macht für mich keinen Sinn."

"Ich lerne nur aus den Fehlern anderer. Ich habe Leute gesehen, die deswegen widerlich reagiert haben und sagte mir: 'Okay, wenn du jemals das Glück hast, so weit zu kommen, wirst du nicht so sein.' Und ich bin es nicht."

Aber das bedeutet noch lange nicht, dass Fans mit romantischen Absichten Erfolg haben werden. "Ich werde oft angesprochen", meint Montgomery. "Aber ich bin Single, und ich bin ein Single, weil ich einer sein möchte. Leider haben viele Leute verborgene Absichten. Ich merke das aber, wenn ich sie sehe. Bis dann mache ich einfach mein eigenes Ding."

(ml - 20.08.08 - Quelle: Zap2It.com)

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