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Sven Flock (fl), Tracy Gilliland (gi), Marcus Erbar (me)31.08.02

Zwischenbilanz des Phlox-Mimen

John Billingsley nach einer Staffel "Enterprise" im Interview

Steve Krutzler von TrekWeb hat vor kurzem ein Interview mit John Billingsley, dem Darsteller von Dr. Phlox in "Enterprise", geführt und erfuhr dabei unter anderem mehr von den derzeitigen Dreharbeiten und über Billingsleys Rolle in der Serie.

Wenn man in "Star Trek" ein neues außerirdisches Gesicht zum Leben erweckt, ist dies für den Schauspieler John Billingsley nicht immer das Angenehmste. Denn die letzten Monate hat er damit verbracht, einen zeitlichen Ausgleich zwischen Weltraum und Miami zu finden, wo er Hollywood-Schwergewicht Denzel Washington bei einem neuen Film, bei dem es um einen geheimnisvollen Mord geht (ab nächsten Sommer zu sehen), zur Seite steht. Dagegen wirken Auftritte auf ein paar Conventions, dann noch die glühende Hitze von Südflorida und die daheim auf ihn wartenden Schwiegereltern seiner drei denobulanischen Frauen richtig harmlos. Aber man hört ja keinerlei Beschwerden von Billingsley, der nun endlich nach vielen Jahren Arbeit beim Theater und mit dem Charakter selbst sein festes Zuhause an Bord der Enterprise gefunden hat.

John Billingsley als Doktor Phlox
"Ich sehe dies alles locker und mag diesen Job sehr. Es ist ein regelrechter Windstoß, arbeiten zu gehen", erzählt der Darsteller bei einem Exklusiv-Interview mit TrekWeb bei sich daheim in Los Angeles. Mit seiner Rolle als rätselhafter Doktor Phlox auf der Enterprise ist er gerade mitten in der zweiten Staffel, aber Billingsley sagt, dass er noch ein weiteres Wochenende in Miami Zeit hat, um mit Denzel die Dreharbeiten für den kommenden Film zu beenden. "Sie waren richtig nett hinsichtlich der Freiheiten, die sie mir ließen. In diesem Fall zog sich der Film über eineinhalb Monate hin. Nur monströsen Verhandlungen zwischen den beiden Studios war es zu verdanken, dass mir dies ermöglicht wurde. Ich habe niemals daran geglaubt, dass dies Wirklichkeit wird, und ich kann ihnen nicht oft genug danken, dass sie für mich durch die Hölle gegangen sind", sagt er über das "Enterprise"-Team bei Paramount.

Obwohl der Film, bei dem Carl Franklin Regie führt, vorerst hinter dem Drehplan liegt, wird er nach Banyon Key umziehen, das fiktive Florida, wo Billingsley seinem Partner Washington hilft, einen geheimnisvollen Mord aufzuklären. "Mich erinnert der Film stark an 'Body Heat'", sagt Billingsley und bezieht sich damit auf den Thriller aus dem Jahre 1981 von Lawrence Kasdan mit Kathleen Turne als Hauptdarstellerin. "Es ist eine Art Noir-esque in einem südlich liegenden, verschlafenen Städtchen mit einem Sheriff (Denzel Washington), mit dem jeder gut auskommt. Er durchlebt derzeit eine Scheidung und hat nebenbei noch etwas mit einem anderen Mädchen aus der Stadt. Es läuft darauf hinaus, dass das Mädchen unter ganz seltsamen Umständen ermordet aufgefunden wird. Alles deutet darauf hin, dass Denzel der Mörder ist. Ich spiele seinen besten Freund, der auch zufällig hier der Untersuchungsrichter ist."

Also ein gar nicht allzu großer Unterschied zum leitenden medizinischen Offizier der Enterprise. "Ich bin so eine Art Ratgeber und ab einem gewissen Punkt greife ich ein und rette seinen Arsch. Ursprünglich sollte diese Rolle von einem 60 Jahre alten Chinesen gespielt werden!"

Dies war Zufall für Billingsley, der sagt, dass er sich mit Hilfe seiner eigenen ähnlichen Neigungen mit dem Charakter aus "Enterprise" identifiziert. "Wenn es nach meinem Gefühl geht, müsste er ziemlich abendländisches Aussehen haben, er ist wie Buddha! Es wird vielleicht immer eine Enttäuschung geben, dass er sich nicht auf derselben Wellenlänge wie du befindet, wie dir vielleicht ein Zwischenfall klargemacht hat. Sogar der Tod ist für ihn ein altes Klischee: Er ist Teil unseres Lebens und des Unvermeidlichen. Sicherlich gibt es Kummer und ein Gefühl des Verlustes, wenn einer von uns geht, aber wenn man das Ganze in einem größeren Zusammenhang sieht, bringt dies einen weiter im Leben!"

Aber diese Charaktereigenschaften wurden nicht immer in der letzten Staffel zwecks der Seriosität gezeigt. In der Tat zeigte sich Phlox keinesfalls bedrückt, als die Enterprise in der letzten Folge der ersten Staffel, "Die Schockwelle", zum Sternenflottenhauptquartier zurückkommandiert wurde, nachdem sie für die Zerstörung einer kompletten Kolonie verantwortlich war, was manche Fans zum Spekulieren angeregt hat, ob Billingsleys Charakter vielleicht etwas von sich zurückhält. "Als ich das Drehbuch bekommen hatte, glaubte ich, dass sie in dieser Hinsicht sogar ein bisschen übertrieben haben", stimmte er zu. "Ich bin mir sehr sicher, dass Phlox äußerst glücklich auf dem Schiff ist und jeden gut leiden kann; es eine aufregende Reise für ihn ist. Er hätte sich sicherlich nicht dafür entschieden, dass die Mission frühzeitig beendet wird. Deshalb bin ich der Überzeugung, dass die Szene in der letzten Episode ein bisschen zu übertrieben dargestellt wurde."

In der Tat sagt sogar der Schauspieler in Bezug auf die zwischenmenschlichen Beziehungen mit der Crew, dass diese einfach viel zu früh im letzten Jahr, in der berühmten Episode "Lieber Doktor", angeschnitten wurden. "Wie es im Drehbuch geschrieben stand, war die Entscheidung, die ich in der ursprünglichen Episode gemacht hatte, diese, dem Captain meine Ergebnisse zu verheimlichen, weil ich meines Erachtens nicht daran glaubte, dass der Captain die richtige Entscheidung treffen würde", sagte er über das Drehbuch, das umgeschrieben wurde, nachdem UPN seine Bedenken äußerte. "UPN war der Ansicht, dass mich dies schlecht aussehen und den Captain schwach wirken lassen würde. Zu dieser Zeit glaubte ich, dass dies die Episode schlecht machen würde. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich ihren Standpunkt durchaus verstehe."

Weiterhin erklärt er: "Mein eigenes Aussehen ist so, dass ich sogar dazu neige, einen Konflikt zu suchen und zu verstärken; wenn du Schauspieler bist, ist dies eine Art deiner Lebensgrundlage. Aber nach Meinung des Networks, denke ich, erkennen sie präzise, dass sehr viel, woran die Serie appelliert, auf der Tatsache beruht, dass all diese Charaktere miteinander auskommen. Und genau dies ist doch Bestandteil von Roddenberrys Universum. Ich kann nicht sagen, dass ich jemals im Laufe der Zeit nicht mit ihrer Entscheidung einverstanden war!"

Billingsley möchte in Staffel 2 weitere Aspekte seines Charakters erforscht sehen
Die Entscheidung wurde getroffen und in die zweite Staffel eingearbeitet, nämlich, dass Phlox mehr Aufmerksamkeit von den Drehbuchautoren geschenkt werden soll. Kürzlich wurde die vierte Episode der zweiten Staffel gedreht, die hauptsächlich Billingsley und Scott Bakula zeigt, namens "Eine Nacht Krankenstation". Die Folge beanspruchte nur die Hälfte der durchschnittlichen Drehzeit, also etwa sechseinhalb Tage, von denen vier Tage hauptsächlich für Archer und Phlox bestimmt waren. Billingsley sagt, dass der Terminplan teilweise aufgrund der Unterkunft für seine Rolle im Washington-Film gekürzt wurde. "Sie waren nett genug, meinen Terminplan für Miami zu kürzen", sagt er. "Mit dem Wissen, dass sie sich vom normalen Ablauf getrennt haben, um mir einen Gefallen zu tun, sorgte ich dafür, dass ich immer bestens vorbereitet war, wie ich nur konnte. Obwohl es ein paar schwierige Szenen und lange Arbeitszeiten am Tag gab, glaube ich nicht, dass irgendwelche Schwierigkeiten auftauchten."

Die Folge beginnt damit, dass Captain Archers Hund Porthos medizinische Versorgung benötigt. Was dann folgt, wurde schon vom Produzenten Rick Berman als eine Art "seltsames Paar" beschrieben. Der Schauspieler sagt, dass diese Folge seit "Aufbruch ins Unbekannte" die ersten digital bearbeiteten physiologischen Merkmale von Phlox beinhalten wird. "Wir werden meine Zehennägel sehen", verspricht Billingsley, "ich hatte spezielle Prothesen für die Zehennägel, und wir werden meine Zunge sehen, die, denke ich mal, sehr auffällig ist! Die Zunge wird per Computereffekt eingefügt, obwohl das für mich immer schwer zu verstehen ist, wie sie das bewerkstelligen wollen. Und das Lächeln aus dem Pilotfilm wird erneut zu sehen sein. Die Folge beinhaltet sehr viel Witz hinsichtlich der physiologischen Seite, aber ich würde eher zögern zu behaupten, dass es eine Folge sein wird, die nur auf Humor basiert."

Macht euch auch auf weitere Entwicklungen in Bezug auf deie persönliche Hintergrundgeschichte des Doktors gefasst: "Wir werden mehr über die Denobulaner erfahren und auch mehr über meine eigene merkwürdige Familiengeschichte. Es hat sich herausgestellt, dass ich auch Therapeut bin und ich werde ein paar von diesen Kenntnissen benutzen. Ich fange an, eine ganze Liste meiner Errungenschaften aufzuzählen, aber der Captain unterbricht mich."

Obwohl Phlox in dieser Staffel relativ selten zu sehen war, ist der Schauspieler dahinter wenig besorgt und sagt dazu: "Ich bilde mir sicherlich nicht ein - als sozusagen der einzige Charakter-Typ in der Serie - dass ich derjenige sein werde, der Schläge austeilen kann, Waffen abfeuert oder sich um die Alien-Damenwelt kümmert etc. Brannon [Braga] und ich haben uns am Ende der Staffel unterhalten und mein einziges Interesse war, ob sie schon wüssten, in welche Richtung Phlox sich entwickelt und ob ich mich im kreativen Prozess einbringen könnte."

Einen ganz neuen Alien-Typus bei "Star Trek" zu spielen, öffnet auch Türen zu Intrigen. Dadurch, dass wir nicht genügend Information haben, um ein historisches Lexikon oder ein fiktionales Wörterbuch zu füllen, ist der Möglichkeitsraum für die Spezies, der Phlox angehört, nahezu unbegrenzt und offen für zukünftige Fantastereien.

"Einer der Aspekte, die meine Figur besonders interessant macht, ist, dass er so mysteriös ist", sagt Billingsley. "Wir haben bisher keine Denobulaner gesehen, wir wissen nichts über ihre Kultur und wir wollen uns nicht unbedingt in seinem Hintergrund vergraben. Ich glaube, sie wollen es ganz allmählich preisgeben, über die nächsten Jahre, also glaube ich nicht, dass es tonnenweise Geschichten über Denobula und Denobulaner geben wird, obwohl sie mich vielleicht, so hoffe ich, ein wenig mehr involvieren werden."

Aber die Gelegenheiten haben sich nicht immer ergeben und viele zeigen auf Ethan Phillips als Neelix bei "Star Trek: Voyager" als ein Beispiel dafür, dass ein einzigartiges Alien unerforscht bleibt und zum Komödianten wird. Billingsley sagt, dass das so genannte Neelix-Syndom ihm gar nicht eingefallen ist, als er sich überlegte, die Rolle des Doktor Phlox anzunehmen.

"Ich habe 'Voyager' nie wirklich geguckt. Ich musste mir ein paar Episoden anschauen um mich vorzubereiten - und ich mochte Neelix! Ich habe nicht alle Episoden gesehen, aber ich denke, dass die Autoren einfach nicht wussten, wie man ihn besser verwenden sollte", sagt er. "Ich bin da etwas zwiegespalten: Natürlich möchte man als Schauspieler keine Randfigur sein und das ist eine ständige Sorge, aber andererseits glaube ich auch nicht, dass sie mich lediglich als eine Art Witzfigur wahrnehmen."

Billingsley hat keine Sorge, dass Phlox sich zu einem zweiten Neelix entwickeln wird
Wo Neelix eine konstant starke Rolle an Bord von Janeways Raumschiff vermissen ließ, sagt Billingsley, so glaube er, dass Phlox davon profitieren würde, verschiedene Qualitäten zu haben: "Obwohl sie mir ein paar lustige Sachen zu tun gaben, wird es immer dadurch ausgeglichen, dass er außerordentlich klug und der Schiffsarzt ist. Ich habe immer den Eindruck bekommen, wenn ich mich jeweils kurz mit Ethan [Phillips] unterhielt, dass es so viel in dieser Branche gibt, was man nicht kontrollieren kann; wir schreiben nicht und wir produzieren nicht", sagt er.

Da er der Hauptaußenseiter ist, könnte es am schwierigsten sein, für Phlox zu schreiben, weil seine spezielle Art noch perfekt ausgearbeitet werden muss, sagt der Schauspieler. "Einer der Gründe, warum es vielleicht schwierig ist, für mich zu schreiben, ist, dass sie meine Schwächen noch nicht kennen. Sie wissen zu einem gewissen Grad, was meine besonderen Macken sind, aber ich bin generell so angelegt, jemand zu sein, der ein IQ von über 700 hat, der jedes Rätsel lösen kann, der emotional anwesend ist, aber dennoch kühl und abgesondert auf eine fernöstliche, intellektuelle Art und Weise", sagt er. "Es ist schwierig, daraus einen Konflikt zu machen: Reed ist immer etwas unlocker; Trip verbrennt sich oft den Mund; der Captain kämpft mit den Pflichten, die er erfüllen muss; Hoshi ist manchmal ein wenig ängstlich, et cetera.

Jeder hat bestimmte Dinge, bei denen man sagen kann, 'Daraus kann man einen Konflikt oder ein Problem machen.', und ich glaube, dass sie noch nicht wissen, wo man da bei mir ansetzen könnte." Aber Zeit darauf zu verwenden, sich darum Sorgen zu machen, besonders so früh, ist nicht die Absicht des Schauspielers. Er sagt, dass der Kommunikation zwischen den Schauspielern und den Produzenten Berman und Braga nichts im Wege steht.

"Ich denke, wenn ich das Gefühl hätte, dass sie absolut keinen Schimmer hätten, was sie mit meiner Figur machen sollen oder wenn sie mich nur Blödeleien machen ließen, dann würde ich reingehen wollen und sagen, 'Hey, es könnte sein, dass ihr in die Neelix-Falle geht?'"

Momentan ist Billingsley eher beschäftigt mit den angespannten Themen im ersten Drehbuch ("Das Minenfeld") vom ehemaligen "Akte X"-Autoren John Shiban. Die Folge handelt von der ersten Begegnung mit den Romulanern und der Schauspieler lobt sie als eine der besten Folgen in der kommenden Staffel.

"Ich finde das Drehbuch ist ganz und gar [Shiban]", sagt er, und meint weiter, dass Brannon Braga und Rick Berman normalerweise alle Drehbücher durchsehen und Änderungen vornehmen. "Es ist schwierig, weil wir nur 39 Minuten Zeit haben, eine Geschichte zu erzählen und ich finde es wahnsinnig schwer, sieben Figuren darin Platz finden zu lassen und gleichzeitig eine straffe Geschichte zu erzählen. Ich bin natürlich, als Schauspieler, der seinen Lohnscheck bekommen möchte, dankbar dafür, dass sie alle Figuren in jeder Episode unterbringen!"

"Die Folge hat auch etwas geschafft, was im Fernsehen meiner Meinung nach sehr schwierig ist", erzählt Billingsley weiter, "Die Spannung steigt an und in den letzten zehn Minuten ist es dann nur noch 'Los, los, los, los, los!'."

Manchmal hat das Fernsehen die merkwürdige Art, in den letzten Minuten immer langsamer zu werden und die Spannung dann wegfallen zu lassen, als ob die Echtzeit aufhört und die Fernsehzeit das Ruder übernimmt. Es gibt immer Zeit für seelensuchende Konversationen, wenn es eigentlich 'los, los, los, los, los!' sein sollte. Ich denke, diese Episode hat es geschafft die Uhr immer am 'Ticken, Ticken, Ticken, Ticken' zu halten, ganz bis zum Schluss. Für mich als Zuschauer von Action/Abenteur empfinde ich das als eines der größten Probleme des Genres."

Die Episode verlangte auch eine Szene, in der mehrere Statisten als verwundete Crewmitglieder auf der Krankenstation von Doktor Phlox behandelt werden. Billingsley scherzt, dass die Opfer auch nicht mehr das sind, was sie mal waren.

"Man liest im Drehbuch nur 'Die Krankenstation ist voller Verwundeter und alle haben Beulen auf dem Kopf und kleine Verbrennungen.' Ich denke mir da - Mann, da sollte jemand einen Augapfel verloren haben! In der Classic-Serie haben sie rechts und links die Leute getötet! Ich denke, es ist jetzt ein netteres, gefälligeres 'Star Trek', aber ich warte auf das erste Crewmitglied, das ins Gras beißt", sagt er lautstark. "Es gab tatsächlich jemanden, der in Episode 3 getötet werden sollte - der Typ, der in 'Geistergeschichten' mit Stöcken und Zweigen in seinem Körper vom Planeten hochgebeamt wurde. Im ersten Entwurf habe ich ihn verloren. Aber es hieß, dass es zu früh wäre, ein Crewmitglied zu verlieren. Wir wollten uns so früh in der Serie noch nicht mit der Trauer befassen!"

"Das Minenfeld", in der die Enterprise schwer beschädigt wird und sofortige Hilfe benötigt, bringt Konsequenzen mit sich, die noch einige Episoden später nachwirken. Billingsley erzählte uns von der Fortsetzung der Romulaner-Episode, "Todesstation".

"Die Episode, die wir gerade drehen, handelt von der Suche nach Reparaturmöglichkeiten für das schwer beschädigte Schiff. Wir gelangen zu einer Reparaturstation, die ein Geheimnis verbirgt", berichtet der Schauspieler von der Folge, die für ihn eine seiner Favoriten der neuen Staffel ist.

In "Eine Nacht Krankenstation" hat der Doktor viel zu tun
"Es ist eine tolle Episode. Dort ist diese Raumstation und wir suchen verzweifelt nach jemandem, der uns hilft, dass Schiff zu reparieren, weil wir zu weit von allen bekannten Einrichtungen entfernt sind. Wir kommen also dort an, alles scheint automatisiert und man ist willig, uns zu helfen. Sie scheinen ihre Arbeit gut zu machen und wir nur einen kleinen Preis dafür bezahlen müssen", seine Stimme bekommt einen düsteren Ton, "und dann gibt es natürlich einen mysteriösen Wendepunkt, als wir bemerken, dass da etwas Böses auf uns zukommt."

Die Probleme an Bord der NX-01 nach den Ereignissen in "Das Minenfeld" setzen sich in der gerade erst vorgestellten Episode "Marodeure" fort, in der das Schiff eine Deuterium-Minenkolonie besucht, welche von Klingonen bedroht wird. Billingsley meint, wir sollten nicht erwarten, dass die Romulaner regelmäßige Widersacher in "Enterprise" werden, wie die Borg in "Voyager" oder die Klingonen im gesamten Franchise.

"So wie die Romulaner eingeführt werden, kommt es einem vor, dass sie ihre Quadranten ganz klar abgegrenzt haben und offenbar sehr empfindlich auf Eindringlinge reagieren", sagt er. "Ich habe das Gefühl, dass sie das so aufbauen, dass wir den Romulanern nicht so oft über den Weg laufen werden wie den Klingonen. Ich denke, man wird in Zukunft viel mehr mit den Klingonen machen."

Während Brannon Braga erklärte, dass Shibans Kontinuität wasserdicht sei, sind einige Fans zweifellos skeptisch und erwarten den nächsten Widerspruch mit der "Star Trek"-Historie. Billingley hält diese Bedenken für berechtigt und hält die Ferengi-Episode "Raumpiraten" für einen schmalen Grat.

"Ich weiß, dass es eine ganze Menge Sorgen um die Kontinuität der Ferengi gibt, obwohl es eine meiner liebsten Episoden war", gibt er ohne Zögern zu. "Ich habe großen Respekt vor Fans, die den Überblick über all die Dinge behalten. Es ist ziemlich schwierig; wenn man in einer engen Box schreiben muss, nimmt das den Spaß daran, Geschichten zu erzählen, aber ich denke, es war eine tolle Episode."

Ohne solche Bedenken auf seiner Seite hält Billingsley "Enterprise" für eine Serie, die es sehr gut schafft, sich von den vorherigen "Star Trek"-Serien abzusetzen. "Ich denke ganz sicher, dass die Jungs sehr interessiert daran sind, sich auf Menschen zu konzentrieren, mit denen wir uns identifizieren können. Meine Kritik an den vorherigen 'Star Trek'-Serien ist, dass die Menschen immer fast perfekt waren - sie konnten alle möglichen Probleme einfach lösen", gibt er ehrlich zu. "Jeder in unserer Serie ist äußerst kompetent, aber es gibt Zweifel, Unsicherheiten und sogar bestimmte Neurosen. Ich denke, dass sie sich mehr auf Episoden konzentrieren werden, die persönliche Dramen erzählen."

Die Fans können sich auf ein besseres Ensemble, welches in Ton und Stil dort weitermacht, wo wir das letzte Jahr aufgehört haben, in der zweiten Staffel freuen. "Die erste Staffel hat sich in gewisser Weise auf die Beziehung zwischen dem Captain, Trip und T'Pol konzentriert. Der Rest von uns hatte nicht ganz so viel zu tun. Ich habe das Gefühl, dass in den ersten fünf Episoden mehr das Gefühl eines Teams aufkommt. Es scheint, als ob jeder jetzt stärker eingebunden wird."

Ob Doktor Phlox viel Zeit im Fernsehen bekommt, ist Billingsley gleich. Er ist glücklich mit seiner Rolle und sagt, dass "Enterprise" nichts als eine wahre Freude ist. "Charakterdarsteller bekommen gelegentlich interessante Aufgaben, aber wir tragen die Serie nicht im Großen und Ganzen. Ich habe also kein Problem damit. Es ist ein tolles Leben und ein toller Job und letztendlich kann ich alles machen, was ich will. Es ist ein unglaubliches Geschenk, das nur einer aus einer Million Menschen bekommt und es wäre dumm von mir, dies nicht mit Freude anzunehmen."

(fl, gi, me - 20.08.08 - Quelle: TrekWeb.com)

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