Marcus Erbar (me)
12.01.02
Blalock ist "sicher keine Göttin"
Jolene Blalock plaudert aus dem Nähkästchen
Jolene Blalock, 26, ist zwar kein Name, der einem spontan ein Begriff ist, allerdings wird sich dies schon bald ändern, da sie im neuen "Star Trek"-Spin-off "Enterprise" neben Ex-"Quantum Leap"-Star Scott Bakula die spitzen Ohren der 65 Jahre alten Vulkanierin Subcommander T'Pol trägt. Sie ist eine leidenschaftliche Surferin, hat eine wilde Vergangenheit und ist die Ex-Freundin des Schauspielers Edward Furlong.
Metro Café: Werden Sie mir den vulkanischen Todesgriff geben, wenn ich Sie aufrege?
Jolene Blalock: Nein, ich werde versuchen, mich zu benehmen.
Metro Café: Wo sind denn nun die spitzen Ohren und das seltsame Haar?
Blalock: Die habe ich bei Paramount zurückgelassen. Ich darf sie leider nicht überall hin mitnehmen. Ich mag die kleinen Ohren richtig - sie lassen mich wie eine Fee aussehen.
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 Jolene Blalock |
Metro Café: Ein Vulkanier hat keine Emotionen. Es kann sicher nicht schwer sein, dies darzustellen...
Blalock: Die Vulkanier waren eine sehr aggressive Rasse, deren Emotionen bis zum Äußersten getrieben wurden. Damit ihre Rasse überleben konnte, mussten sie meditieren, um ihre Emotionen unter Kontrolle zu halten. Und genau so ergeht es mir. Das ist es, was ich meinen speziellen Platz nenne. Kennen Sie diese Situationen, in denen man jemanden zu Boden schlagen will? Oder einfach vor Wut schreien will? Oder sich irgendwo verstecken möchte, um zu weinen? Nun, so in etwa ist es. Diese Situationen, in denen man einfach abschalten muss. Es ist immer noch alles da, nur irgendwo tief im Unterbewusstsein.
Metro Café: Bekommen Sie eine Menge Aufmerksamkeit auf der Straße?
Blalock: Vor allem nachts, nachdem ich aus den Clubs komme, aber normalerweise werde ich tagsüber in LA nicht auf der Straße erkannt.
Metro Café: Sie sehen ziemlich gut aus dafür, dass Sie 65 Jahre alt sind.
Blalock: Ich habe eine Erkältung und ich dachte, Sie würden sagen "dafür, dass Sie erkältet sind". Aber es stimmt, es ist ziemlich cool. Ich muss die bestaussehendste 65-Jährige auf der ganzen Welt sein, abgesehen von Jack O'Lane. Kennt ihr ihn hier? Er besitzt Fitness-Clubs in den USA und man sieht ihm sein Alter einfach nicht an.
Metro Café: Stimmt es, dass Sie die Rolle zuerst abgelehnt haben?
Blalock: Ja. Nun, ich habe sie nicht wirklich abgelehnt, sondern vielmehr überhaupt die Chance eines Vorsprechtermins. Ich war unterwegs und war pro Tag bei ungefähr drei Vorsprechterminen und ich war an einem Punkt angelangt, an dem ich selbst einschätzen konnte, welche Chancen ich nutzen sollte. Mein Agent und ich waren uns einig, dass der richtige Weg der Film war und wir bekamen einen Anruf, der meinte, komm her und mach mal "Star Trek". Ich meinte nur: "'Star Trek'? Nicht nach 'Voyager' und 'Deep Space Nine'." Das Letzte, was ich wollte, war mit einer verrückten Frisur in Strumpfhosen rumzurennen und Raumkadett zu spielen, und deshalb sagte ich "Nein." Mein Agent las das Drehbuch trotzdem und bestand hartnäckig darauf.
Metro Café: Wie werden Sie damit umgehen, eine Göttin für die Fans zu sein?
Blalock: Als Kind war ich selbst ein Fan und ich bin ganz sicher keine Göttin. Ich werde es einfach so nehmen, wie es kommt.
Metro Café: Haben Sie Ihre wilden Tage hinter sich gelassen?
Blalock: Machen wir nicht alle Zeiten wie diese durch? Wenn man immer weitermacht, sind sie irgendwann hinter einem. Ich denke, ich habe mich nicht zu sehr von allen anderen unterschieden. Sie wissen doch, wie das ist. Man geht in die Schule, trinkt und Drogen sind auch im Spiel, man hat Spaß mit seinen Freunden, aber jeder wird mal erwachsen. Wie man damit umgeht, hat viel damit zu tun, wie unsere Mitmenschen darauf reagieren. Meine Eltern waren sehr streng und negativ eingestellt, sagten immer "Tu es nicht." und "Das ist ein Werk Satans.". Liebe und Verständnis ist der beste Weg für andere, dir dabei zu helfen, damit umzugehen.
Metro Café: Bringen Sie diese Wörter in die Reihenfolge, wie Sie Ihnen am besten gefallen: Sex, Wodka, Rauchen.
Blalock: Rauchen müsste da an erster Stelle stehen, dann Sex, dann Wodka. Oh nein. Warten Sie einen Moment. Wodka, dann Sex, dann Rauchen. Ist das nicht die Reihenfolge, in der es normalerweise abläuft? (lacht)
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 Blalock als Vulkanierin T'Pol |
Metro Café: Was ist das Beste an Ihnen?
Blalock: Vermutlich mein ... mmh. Ich weiß nicht, ob ich das sagen kann. Ich habe einen seltsamen, bizarren und sehr direkten Sinn für Humor. Ich bin schamlos, wenn es ums Fluchen und vulgäre Metaphern geht. Ich bin wirklich gut darin. Ich sage immer "Stell dir das vor." (streckt die Arme weit aus)
Metro Café: Was ist Ihre nervigste Angewohnheit?
Blalock: Ich muss einige haben, die andere Leute nerven, aber sie nerven mich nicht, also weiß ich nicht, welche das sind.
Metro Café: Würden Sie eine Schönheitsoperation über sich ergehen lassen?
Blalock: Vorgestern habe ich Cher gesehen und sie sah großartig aus, also glaube ich daran. Ich will damit nicht sagen, dass ich mich unters Messer legen würde, aber ich denke es ist eine gute Sache für Menschen, die besser aussehen wollen. Es ist wie mit meinen Haaren. Meine natürliche Farbe ist braun, aber ich hatte schon blond, rot ... ich liebe die ganzen Farben.
Metro Café: Wie war das, als Sie und Edward verhaftet wurden?
Blalock: Ich habe ihm mein Auto ausgeliehen. Ich besitze einen 63er Buick Premiere, mein Baby. Die Fahrzeugpapiere sind irgendwo in der Post verloren gegangen und die Steuern liefen aus. Am Ende wurde das Auto eingezogen, als er es gefahren hat, also wurde er verhaftet. Nach der Arbeit traf ich mich mit meinem Assistenten in einem Club und nach einer Stunde rief Ed an und ich sagte ihm, er solle herüberkommen. Auf dem Weg nach draußen waren wir dann von der Presse umlagert, die uns bis zum Auto hinterherjagte. Wir schlossen die Türen auf, setzten uns ins Auto und fuhren direkt in einen Unfall mit einigen Japanern. Wir tauschten gerade unsere Daten aus, als die Cops kamen und ihn mitnahmen.
Metro Café: Sind Sie zurzeit vergeben?
Blalock: Ja, er ist Kanadier und lebt hier in London.
Metro Café: Nach was suchen Sie in einem Mann?
Blalock: Sicherheit, Stärke, Liebe, Hingabe...
Metro Café: Wurde Ihnen schon einmal ein Ständchen gesungen?
Blalock: Ja, aber das ist lange her. Sie erfanden den Text noch während sie sangen.
Metro Café: Also nicht der "Dolly Parton"-Song?
Blalock: Nein, der war es nicht. Das ist wirklich schlimm. Genau daher haben meine Eltern den Namen her und ich hasse ihn. (lacht)
Das Original-Interview finden Sie auf der Homepage des Metro Cafés.
(me - 20.08.08 - Quelle: Metro.co.uk)
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