Marvin Luchs (ml)
05.01.02
Eine fantastische Schülerin
Linda Park zieht Schlüsse aus ihrer Studienzeit
Das Alumni Web der Boston University sprach kürzlich mit der Absolventin Linda Park, die nun Hoshi Sato in der neuen Serie "Enterprise" verkörpert. Sie erzählt von den Schwierigkeiten des TV-Geschäfts und von den Unterschieden zwischen Theater und Kamera.
Linda Park kommt im Moment groß heraus. Sie und auch ihr Charakter in dem neuen Prequel von "Star Trek" haben beide vor kurzem ihren Kokon der Akademie verlassen und nutzen ihre Flügel nun in hohen Abenteuern, um ihre Stärken kennenzulernen. Die Serie ist Paramount Network Televisions "Enterprise", welche im September auf UPN startete. Park spielt Hoshi Sato, die Kommunikationsoffizierin des Raumschiffs und Expertin für außerirdische Sprachen.
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Neuling im All: Linda Park als Hoshi Sato |
Ein Mitglied der ersten menschlichen Crew, die sich 2151 an Bord der Enterprise NX-01 in die Gefahren des Tiefenraums begibt – 100 Jahre bevor die "Star Trek"-Geschichte beginnt – und Fähnrich Satos Übersetzungskünste sind extrem wichtig bei Begegnungen mit außerirdischen Lebensformen während der Ausführung ihres Auftrags, die Galaxie zu erforschen, aber die widerwillige Raumfahrerin hat Angst vor interstellaren Flügen und schreckt vor Unbequemlichkeiten an Bord des Schiffes schnell zurück. Ihr Dilemma: Sie muss es schaffen, ihre Ängste und Inflexibilität zu überwinden und engagiert an der Mission teilnehmen oder zu dem sicheren Universitätsleben auf der Erde zurückkehren. Park plant im Laufe der Serie, die hochintelligente, aber auch scheue Sato immer stärker und mutiger zu machen.
Park muss sich nun an eine neue Welt gewöhnen. Ihre "Enterprise"-Rolle stößt die 23 Jahre alte Absolventin der Schule für schöne Kunst (SFA) nun in das Rampenlicht Hauptsendezeit. Ausgebildet als Bühnenschauspielerin muss sie nun vor der Kamera arbeiten. Anders als Hoshi Sato nimmt sie sich der Herausforderung unerschrocken an: "Ich lerne immer noch die Unterschiede zwischen der Kamera und der Bühne kennen; ich habe viele Fragen." Sie fährt fort: "Eine Kamera ist ein ganz anderes Ding. Man muss lernen, vor dem bewegenden Auge richtig agieren zu können und das richtige Licht zu finden."
"Linda hat eine unbändige Leidenschaft Dinge zu verstehen", erzählt Judith Braha, eine aushelfende SFA-Professorin, die ihr das Schauspielern beibrachte. "Sie war eine fantastische Schülerin - glaublich selbstbewusst, ausbalanciert und sehr ehrgeizig, wenn es darum ging, etwas zu lernen."
Es ist eine Ironie, dass Park einen Charakter verkörpert, der vor physischen Bedrohungen große Angst hat. Als zugelassene Schaukämpferin lernte sie in Kursen an der SFA den unbewaffneten sowie Degen-, Schwert- und Pallaschkampf und "fand wirklich Gefallen daran". Sie verfolgte diesen Weg weiter und nahm einen Monat an einem täglichen Neun-bis-sieben-Kampftraining auf Hawaii teil. Sie ist außerdem eine internationale lateinische Ballsaaltänzerin auf dem Bronze-Niveau und hatte seit ihrer Kindheit Tanzunterricht. "Es ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Schauspielerns", erzählt sie, "man lernt seinen Körper kennen und es ist ein primitiver Weg, seine Gefühle herauszuholen."
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Park ist ausgebildet im Kampfsport |
Geboren wurde sie in Korea, aufgewachsen ist Park an der Westküste. "Ich kann mich an keine Zeit erinnern, zu der ich nicht schauspielern wollte", meint sie. "Linda schien immer absolut von sich aus motiviert zu sein", erinnert sich Elaine Vaan Hogue, eine Ausbilderin, die Park in "Lysistrata" unterrichtete. "Sie hatte große Selbstdisziplin und einen inneren Fokus. Sie schien immer älter zu sein, als sie eigentlich war, sehr erwachsen und reif. Sie wusste, was sie wollte." Nach ihrem Abschluss an der SFA trat sie bereits in der TV-Serie "Popular" sowie in dem Kinofilm "Jurassic Park III" auf.
Was ihre Erfahrungen an der SFA angeht, ist Park sehr enthusiastisch. Durch ihre Teilnahme an der Senior Actors Showcase der Schule in New York und Los Angeles fand sie Agenten, aber bedauert einen Verlust der Einfältigkeit, die einige in der schönheitswettberbsähnlichen Atmosphäre der Aktionen erfuhren. Sie betont hierbei die trainierende Umgebung der SFA im Gegensatz zur grausamen Realität, in der man von Profis des Geschäfts bewertet wird. Ihr Ratschlag für die Studenten: "Es ist eine Falle, sich selbst mit den Mitstreitern zu vergleichen. Casting-Direktoren begutachten dich als Individuum. Man muss auf das Ziel versiert und zuversichtlich sein."
Park war beeindruckt von dem Ratschlag Olympia Dukasis' (SAR '53, SFA '57, Hon. '00) in einer SFA Meisterklasse: "Lass dich von niemandem abgrenzen. Nur du kannst dich selbst bestimmen."
"Das ist in L.A. sehr wichtig. Dort versuchen dich die Leute immer in eine Schublade zu stecken", erzählt Park. "Ich habe die Sicherheit, die zu sein, die ich bin und mein Leben selbst zu bestimmen."
(ml - 20.08.08 - Quelle: Boston University Alumni Web)
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