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Henning Koonert (hk)10.12.07

Anton Yelchin

Pavel Chekov

Anton Yelchin, geboren in St. Petersburg, dem damaligen Leningrad, und aufgewachsen in Kalifornien, spielt im elften "Star Trek"-Film den berühmtesten Russen im Trek-Universum. Was bringt der junge Schauspieler mit ans Set? Eine biographische Übersicht.

Anton Yelchin ist jung - mit seinen 19 Jahren, die er während des "Star Trek XI"-Drehs alt war, war er in den USA noch nicht einmal volljährig. Der am 11. März 1989 in St. Petersburg, dem damaligen Leningrad, geborene Yelchin kann trotz seiner Jugend bereits eine ganze Reihe an Film- und Fernsehrollen vorweisen. Somit ist der neue Chekov sogar ein kleines Stück russischer als der alte: Walter Koenig wurde als Sohn von litauischen Einwanderern in Chicago geboren.

Anton Yelchin, der zukünftige Chekov
Yelchins Eltern, russische Juden, wanderten 1989 mit ihrem sechs Monate alten Sohn aus der UdSSR in die USA aus, wo sie aufgrund von religiöser und politischer Unterdrückung Flüchtlingsstatus erhielten. Sie zogen ins kalifornische San Fernando Valley in der Nähe von Los Angeles, wo Anton Yelchin in Tarzana zur Schule gegangen ist. Zur Enttäuschung seiner Eltern interessierte er sich nicht wie die beiden fürs Eiskunstlaufen (Yelchins Eltern waren bekannte Eiskunstläufer in der UdSSR), sondern für die Schauspielerei.

Begonnen hat er mit dem Schauspiel schon im Alter von neun Jahren mit einer Rolle im Independent-Film "A Man is Mostly Water" - eine für Trekkies nicht überraschende Aussage. Diese Feststellung trafen bereits die kristallinen Lebensformen auf Velara III, als sie in der TNG-Folge "Ein Planet wehrt sich" Menschen als "hässliche Beutel, hauptsächlich mit Wasser gefüllt" bezeichneten...

Yelchin hat erst begonnen, "Star Trek" anzuschauen, nachdem er seine Rolle erhalten hatte und war mit seinem Charakter Pavel Chekov zuvor nicht vertraut. Jedoch hat er bereits gemeinsam mit einer Reihe von "Star Trek"-Größen vor der Kamera gestanden. Im Jahr 2000 drehte er gemeinsam mit Brent Spiner (Data), Rene Auberjonois (Odo) und Scarlett Pomers (Naomi Wildman) den TV-Film "Geppetto - Der Spielzeugmacher". Ein Jahr später hatte er eine kleine Rolle im Film "15 Minuten Ruhm", in dem auch Avery Brooks (Benjamin Sisko) und Kim Cattrall (Valeris in "Star Trek VI") mitspielten.

Für seine Rolle als Bobby Garfield in der Stephen-King-Verfilmung "Hearts in Atlantis" mit Sir Anthony Hopkins erhielt Anton Yelchin 2001 den Young Spirit Award und wurde in anderen Rollen zweimal für den Young Artist Award nominiert.

"Star Trek XI"-Poster mit Yelchin als Chekov
Neben den Filmrollen war Yelchin auch in einigen beliebten Fernsehserien zu sehen, zum Beispiel bei "New York Cops - NYPD Blue" (Folge 11.13 "Take My Wife, Please"), "Practice - Die Anwälte" (Folgen 7.07 "Small Sacrifices" & 7.09 "The Good Fight"), "Without a Trace - Spurlos verschwunden" (Folge 2.01 "In kalter Absicht") und "Criminal Intent - Verbrechen im Visier" (Folge 6.02 "Tod auf dem Asphalt"). Eine wiederkehrende Rolle hatte er von 2004 bis 2006 in der hierzulande unbekannten Serie "Huff" als Sohn des Hauptcharakters.

In den letzten Jahren bekam Yelchin auch größere Rollen in Filmen angeboten, so spielte er 2004 im Film "House of D" zusammen mit Robin Williams und David Duchovny und 2006 in "Alpha Dog - Tödliche Freundschaft". Weitere Filme mit Anton Yelchin in der Hauptrolle sind "Fierce People - Jede Familie hat ihre Geheimnisse" und "Charlie Bartlett". 2009 sah man ihn nicht nur in "Star Trek", sondern auch in "Terminator: Die Erlösung" als Kyle Reese.

Im Herbst 2007 musste Yelchin seinem Dalmatiner Duke im Elternhaus Lebewohl sagen, denn er hat an der University of Southern California mit dem Studium begonnen. Neben dem Schauspiel versucht Anton Yelchin sich in der Musik, er spielt Klavier und Gitarre, seine Lieblingsbands sind die Beatles, The Libertines und Howlin' Wolf. Weitere seiner Hobbys sind Schach spielen und Lesen (Lieblingsbücher: "Der Fänger im Roggen" und "Der kleine Prinz").

(hk - 12.06.09)

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