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Alexandra Rimpler (re) Yelchin spricht über "Terminator" Der Chekov-Mime über seinen zweiten Blockbuster in 2009 Ben Child vom britischen "Guardian" sprach mit Anton Yelchin, dem jungen Kyle Reese aus "Terminator: Die Erlösung", über seine Rolle im Sci-Fi-Streifen und Christian Bales Ausraster am Set. "Wenn eine Person den Prozess des Filmemachens stört und nicht professionell ist, dann behandelt sie jeden am Set ohne Respekt. Nicht nur den Schauspieler, nicht nur die Person, mit der sie direkt zusammenarbeitet, sondern jeden. Deshalb stehen wir alle im Morgengrauen auf und deshalb lernen wir alle, unsere Jobs zu tun. Von jedem wird erwartet, professionell zu sein und wenn man es nicht ist, dann kümmert es einen einen Dreck, was dort abläuft und dann sollte man sich besser dort fernhalten."
Yelchin blieb von diesem Vorfall zum Glück unberührt und wir danken ihm für seine brillante Vorstellung als junger Widerstandskämpfer Kyle Reese in "Die Erlösung" und die ins Auge springende Darstellung des Navigators Pavel Chekov in dem anderen Science-Fiction-Blockbuster dieses Jahres, "Star Trek". Ja, er ist einer der wenigen betroffenen Menschen, die nach dieser Geschichte besser dastanden. Der neue "Terminator"-Film wurde in den Kritiken nicht so berauschend bewertet und hat an den Kinokassen gerade einmal angemessen abgeschnitten - es sieht so aus, als würde er sogar weniger einbringen als der viel verspottete "Terminator 3" im Jahre 2003. Ganz besonders Bale muss sich fragen, warum er sich mit einem zweiten großen Franchise abgibt, wenn er doch schon Christopher Nolans "Batman"-Neuauflage im Sack hatte. Yelchin ist in Paris, in einem adretten Shirt und Pulli, und sieht mehr wie Charlie Bartlett, der liebenswerte, schicke Bursche aus, den er im letzten Jahr in der witzigen "Ferris macht blau"-artigen High-School-Komödie gespielt hat, als wie ein überlebender der Apokalypse. Er spricht gut verständlich und erscheint älter als er an Jahren ist. Irgendwie kommt er aber trotz der leicht naiven Rollen, die er üblicherweise spielt, nicht frühreif oder gar altklug daher. Ich frage ihn, ob es nicht seltsam war, für zwei der in den Medien am meisten beachteten Filme des Sommers gecastet zu werden, nachdem er in seiner Karriere bisher nur in kleineren Filmen gespielt hat, wie in "Alpha Dog", in dem er 2007 ein Entführungsopfer spielte. Was ermutigte ihn, diesen Sprung zu wagen? "Ich habe nicht gesagt 'Jetzt spiele ich die Blockbuster'", sagte er. "Als Nächstes würde ich vielleicht wieder gern in einem kleinen Film spielen, aber wenn sich etwas anderes bietet... Ich meine, sieh dir Heath Ledger in 'The Dark Knight' an. Das ist auf jeden Fall eine der großartigsten Schauspielleistungen, die ich in der jüngeren Vergangenheit gesehen habe. Und es war der spektakulärste Film in der jüngeren Vergangenheit. Ich denke, es gibt immer komplexe und faszinierende Rollen in unterschiedlichsten Arten von Filmen zu spielen. Es liegt in deiner Hand." Was genau hat ihn an "Star Trek" und "Terminator" angezogen? "Bei 'Star Trek' wollte ich mit J.J. Abrams arbeiten, weil ich finde, dass er großartig in dem ist, was er tut", sagte er. "Ich erkundete die Rolle, weil ich nicht so viel über 'Star Trek' wusste und ich dachte, es könnte interessant werden, eine russische Kultfigur neu zu interpretieren. Bei 'Terminator' lag es daran, dass ich immer ein großer Fan war. Das ist ein Klassiker für jeden, der in den 80ern oder den frühen 90ern aufwuchs. Ich konnte mir den 'Terminator'-Film nicht entgehen lassen."
Gibt es irgendwelche Kunstfilm-Macher, mit denen er gern arbeiten würde? Er lacht. "Mit jedem von ihnen. Zumindest mit allen, die ich kenne. Auch mit Scorsese, der wahrscheinlich mein liebster amerikanischer Filmemacher ist. Ich mag Jim Jarmusch sehr und auf jeden Fall auch Tarantino. Aber das heißt nicht, dass ich nicht auch in jeder anderen Art von Film mitspielen würde. Was ich mir ansehe und worin ich arbeite, sind unterschiedliche Dinge." In "Terminator: Die Erlösung" hat er eine der schwierigsten Aufgaben, eine jüngere Version eines Kultcharakters zu spielen (in diesem Fall Kyle Reese, der von Michael Biehn in James Camerons "Terminator" von 1984 gespielt wurde). Für die Uneingeweihten, Reese ist ein Widerstandskämpfer, der aus einer Zeit nach der Apokalypse in die Vergangenheit reist, um die Mutter des Widerstandsanführers John Connor zu beschützen. Dabei wird auch klar, dass er Johns Vater ist. "Terminator: Die Erlösung" zeigt die erste Begegnung zwischen Connor (Bale) und seinem früheren/späteren Vater, der 2018 erst ein Teenager ist und davon träumt, sich dem Widerstand anzuschließen. "Das Ziel war, diesen Film an T1 anzunähern, und nicht nur einen neuen Kyle Reese zu erschaffen", sagt Yelchin. "Und als Fan von 'Terminator' finde ich, dass wir es richtig gemacht haben, denn das ist der Film, den man sehen will [und] er ist so kultig. Ich finde, der größte Unterschied zwischen ihnen ist, dass er in T1 eine militärische Organisation und ein Ziel hat. In diesem hat er das nicht: Er überlebt einfach nur, mit allen natürlichen menschlichen Qualitäten, die einen jungen Mann ausmachen. Daher werden seine Emotionen ein bisschen versteckt, er ist ein bisschen paranoider und manchmal verwundbarer, aber er ist immer noch stark und mutig oder, um es anders auszudrücken, ein harter Knochen. Der Film wurde besonders von dem bedeutenden amerikanischen Kritiker Roger Ebert dafür kritisiert, dass er die Charakterbildung zugunsten lauter Knalle und Explosionen vernachlässigt. Ist es schwer, seine Rolle innerhalb solcher zeitlicher Einschränkungen glaubwürdig zu machen? "Ja, das ist es in der Tat", gibt Yelchin zu. "Du willst immer so viel hineinstecken, wie du kannst, und es so komplex wie möglich machen. Manchmal war es wie: 'Shit, ich habe ganz vergessen, dass es ein 'Terminator'-Film ist und dass wir eine Menge Zeug in die Luft blasen und viel Spaß haben.' Aber ich denke, das eine schließt das andere nicht aus: Wenn du eine interessante Rolle erschaffen kannst, unterstützt es die Action und auch umgekehrt." Wie fühlt es sich für ihn an, dass der Film in den USA so negativ aufgenommen wird, und dass in der Blogosphäre über Regisseur McG, dessen vorherige Filme auch die "3 Engel für Charlie"-Filme umfassen, massenweise Vorwürfe hereinprasseln, bevor auch nur jemand den Film gesehen hat? Glaubt er, dass der Filmemacher unberechtigt verurteilt wird?
Ich finde, dass es Zeit ist, über den berühmten Vorfall mit Bale zu reden, welcher, wie es jetzt aussieht, das alte Sprichwort widerlegt, dass jede Publicity gute Publicity ist. Diejenigen von uns, die von den Schimpftiraden des Schauspielers gegen den Kameramann Shane Hurlbut und der eher zurückhaltenden Reaktion McGs am Set hörten, bekommen den Eindruck, dass es am Set von "Terminator: Die Erlösung" nur eine Person gab, die bestimmte, was getan wurde. War Bale federführend? "Nein, nicht wirklich." Yelchin schüttelt seinen Kopf. "Die Person, die die Dinge am Laufen hält, ist immer der Regisseur. Es ist peinlich, dass das herausgekommen ist, denn die Leute lassen sich davon in ihrer Meinung über Christian beeinflussen, aber es ist eine nicht ganz korrekte Meinung. Er ist eine wunderbare Person, mit der man am Set großartig arbeiten kann, sehr leidenschaftlich. Außerdem verletzt diese undichte Stelle die Intimsphäre, die sehr wichtig ist. Man braucht Intimsphäre, damit Leute experimentieren und alles tun können, was sie müssen, um das hervorzubringen, was später auf der Leinwand zu sehen ist." Er lehnt sich vor, um meine Aufmerksamkeit zu erhaschen, und fragt rhetorisch: "Wie oft haben Sie sich bei der Arbeit, in Ihrem Büro schon angebrüllt?" Und dann liefert Yelchin diesen wirklich wundervollen Monolog, um Bale zu verteidigen, mit dem auch dieser Artikel beginnt. Es ehrt ihn; und obwohl es einfacher wäre zu glauben, wenn man dieser wütenden Rede zuhört, dass der Waliser wirklich eine der Personen ist, die man besser nie treffen möchte, kommt die Unterstützung seines Schauspielkollegen absolut von Herzen. Ich frage ihn, ob er je selbst einen Christian-Bale-Moment hatte, halbwegs in der Erwartung, einen scheußlichen Faux Pas ans Licht zu holen, um den Wutausbruch seines Schauspielkollegen etwas positiver darzustellen, aber zum ersten Mal während unseres Gesprächs fehlen Yelchin ein bisschen die Worte. "Hmmm, nicht wirklich", sagt er, bevor er dann eröffnet: "Es gab sogar Zeiten, in denen ich den Leuten nahegelegt habe, ein bisschen leise zu sein, damit ich mich konzentrieren konnte." Dies vervollständigt das Bild. Vielleicht gibt es einen Punkt in der Zukunft, in der sich Yelchin wie eine Primadonna am Set verhält, aber derzeit ist er auf der komfortablen Stufe des Ruhmes, auf der sich seine Wutausbrüche auf Interviews wie dieses beschränken. Hoffen wir für ihn, dass es so bleibt. (re - 24.08.09 - Quelle: Guardian.co.uk) Weiterführende Links
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