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Henning Koonert (hk)17.03.08

Chris Pine

James T. Kirk

Er ist der neue Captain Kirk, und so wie der Kirk im elften Film frisch von der Akademie kommt, ist auch Schauspieler Pine noch ein wenig grün hinter den Ohren - was nicht zwangsläufig vom Kontakt mit orionischen Sklavenmädchen herrühren muss, diesen aber auch nicht ausschließt...

Christopher Whitelaw Pine, wie er mit vollem Namen heißt, wurde am 26. August 1980 in Los Angeles geboren. Schaut man sich seinen Familienstammbaum an, muss man sich die Frage stellen, ob der junge Pine je einen anderen Berufswunsch hatte, als Schauspieler zu werden: Vater, Mutter, Schwester, Großmutter, Großvater - sie alle waren beziehungsweise sind in Hollywood beschäftigt.

Chris Pine

Bei Vater Robert kann sich der Sohnemann auch bereits erste Eindrücke von der Arbeit an "Star Trek" holen: Robert Pine stand bereits zweimal für "Star Trek" vor der Kamera: In der "Voyager"-Folge "Das Hochsicherheitsgefängnis" spielte er Botschafter Lyria, bei "Enterprise" war er in der Episode "Verschmelzung" als Vulkanier Tavin zu sehen.

Mit einem Abschluss der renommierten University of California, Berkeley in der Tasche, begann Pines Laufbahn im Jahr 2003 mit einem Gastauftritt im Krankenhaus-Dauerbrenner "Emergency Room" (Folge 9.16 "Tausend Kraniche"). Im gleichen Jahr folgten noch weitere Gastauftritte in "CSI: Miami" (Folge 2.10 "Der letzte Kick") und "The Guardian - Retter mit Herz". 2005 kam Pine für eine Folge zur populären Serie "Six Feet Under - Gestorben wird immer" (Folge 5.02 "Ich tanze nur für mich").

Im Filmgeschäft hat Pine seine Visitenkarte zunächst vor allem im Bereich der romantischen Komödien abgegeben. In "Plötzlich Prinzessin 2" aus dem Jahr 2004 hatte er als Nicholas Mabrey eine Romanze mit Mia Thermopolis (gespielt von Anne Hathaway). In "Zum Glück geküsst", 2006 ins Kino gekommen, spielte er die männliche Hauptrolle an der Seite von Lindsay Lohan. Im gleichen Jahr kam auch die romantische Komödie "Blind Dating" in die Kinos, in der Pine einen blinden jungen Mann auf der Suche nach seiner Liebe gibt.

Im Gegensatz zu diesen typischen Frauenfilmen stand Chris Pines Rolle als Darwin Tremor im Action-Thriller "Smokin' Aces": Darwin Tremor ist einer von drei extrem gewaltbereiten, hinterwäldlerischen, geistig zurückgebliebenen Skinheads.

"Star Trek XI"-Werbeplakat mit Pine als Kirk
Neben diesen großen Produktionen wirkte Chris Pine noch in einigen Independent- und Kurzfilmen mit. 2008 kam in den USA der Film "Bottle Shock" mit ihm ins Kino. Dieser dreht sich um die kalifornische Weinkellerei Chateau Montelena, deren Wein 1976 die Pariser Weinprobe gewann - damals ein schwerer Schock für die europäische Weinindustrie. Pine spielt Bo Barrett, einen der Besitzer von Chateau Montelena.

Die Hauptrolle in "Star Trek" war das zu dem Zeitpunkt größte Unterfangen, das Chris Pine in seiner Karriere bevorstand. Die Produzenten machten von Anfang an keinen Hehl daraus, einen relativ unbekannten Schauspieler für die Neuinterpretation dieser Kult-Rolle verpflichten wollen, und diesen in Chris Pine zweifelsfrei gefunden.

Die junge Version der Autoritätsperson (und Sternenflottenlegende) James Kirk verkörperte Pine in "Star Trek XI" sehr glaubhaft. Seine Erfahrung als juveniler Romantiker in Frauenfilmen mag ihn da mit einem gewissen Vorteil ausgestattet haben, denn was einem James T. Kirk natürlich nicht fehlen darf, ist das Glück bei den Frauen. Hier muss Chris Pine sich nicht verstecken: Auf der Website CelebrityWonder.com erhält er für seine Ausstrahlung 94 von 100 Punkten, in der Kategorie Schönheit schafft er es gar auf 96 Punkte.

2009 erscheint "Small Town Saturday Night". Der Film beleuchtet einen Tag im Leben von mehreren Kleinstadtbewohnern, darunter auch Pines Charakter, einem Country-Sänger, der sich zwischen seinem Traum und der Frau, die er liebt, entscheiden muss. Dieser Film wurde bereits gedreht, bevor "Star Trek XI" in die Kinos kam und Chris Pines Berühmtheit auf ein ganz neues Niveau hiefte. Vor Pines Trek-Engagement entstanden ist auch der Horror-Thriller "Carriers". Der Film, ursprünglich direkt für die DVD geplant, kam durch Pines neu gewonnene Popularität im Sommer 2009 doch noch zu seinem Debüt in einigen US-Kinos und ist in Deutschland auf DVD erhältlich.

Die erste Filmrolle, für die Chris Pine nach dem Kinoerfolg mit "Star Trek" unterschrieb, bringt ihn im Actionfilm "Unstoppable" an die Seite von Denzel Washington. Der Film komt im Herbst 2010 ins Kino. Weiter geht es für Pine mit Dreharbeiten zur Actionkomödie "This Means War", die im September 2010 begannen. Im Film buhlt er mit Tom Hardy um die Gunst ein und derselben Frau. Bevor Pine den nächsten "Star Trek" dreht, wird er 2011 wahrscheinlich noch als Jack Ryan in "Moscow" vor die Kamera treten.

(hk - 30.09.10)

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