Alexandra Rimpler (re)
17.02.08
Keine Shatner-Kopie
Chris Pine über die Rolle des Captain Kirk
In dem auf einer wahren Begebenheit basierenden Film "Bottle Shock" spielt Chris Pine neben Bill Pullman eine Hauptrolle als eine Hälfte eines kalifornischen Winzer-Duos, deren perfekter Chardonnay die Franzosen bei einer Weinprobe 1976 bis aufs Äußerste beeindruckte.
Am Tag nach der Filmpremiere traf "Entertainment Weekly" den jungen Mr. Pine, um über seine ersten Sundance-Erfahrungen zu sprechen. Und über einen anderen Film, in dem er mitspielt und dessen Titel sich auf "Far Schmeck" reimt.
Entertainment Weekly: Macht Ihnen Sundance Spaß?
Chris Pine: Ich bin leider nur kurz hier, also nehme ich so viel Spaß wie möglich mit. Ich muss heute Nacht leider schon wieder mit dem Flieger nach Hause.
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 Chris Pine: Keine Perücke als Kirk |
EW: Weil Sie so einen kleinen Film machen, stimmt's?
Pine: Ja, es ist ein kleiner Independent-Film in Los Angeles. Es ist ein bisschen wie "Star Wars" und "Spaceballs" zusammen. Ich glaube, er heißt "Star Trek". Es läuft sehr gut. Wir haben viel Spaß. Ich hoffe, dass er den Leuten gefällt.
EW: Sie tragen in Ihrem Sundance-Film eine Perücke. Tragen Sie auch eine als Captain Kirk?
Pine: Uh, zum Glück trage ich in "Star Trek" keine Perücke, so wie in "Bottle Shock". "Bottle Shock" wird der letzte Perückenfilm sein, den ich je mache.
EW: Es ist eine sehr witzige Perücke. Ich muss sagen, sie erinnert mich an Garth's [aus Wayne's World].
Pine: Ich weiß nicht, ob ich Ihnen jetzt danken soll, oder nicht. Ich glaube, dies war auf keinen Fall ein Kompliment.
EW: Nein, es war nur Spaß. Es hat Ihrer Darstellung keinen Abbruch getan, und die gefiel mir.
Pine: Das ist gut.
EW: Nun, ich muss Sie einfach nach "Star Trek" fragen, auch wenn ich weiß, dass Sie mir nicht alles sagen werden.
Pine: Gar nichts.
EW: Fühlen Sie sich unter Druck gesetzt, weil Sie William Shatner wieder aufleben lassen?
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 "Will die Qualitäten von Shatner übernehmen, aber nicht kopieren" |
Pine: Im Moment fühle ich genau das Gegenteil. Ich glaube, der größte Fehler, den ich je machen könnte, wäre, zu versuchen, genau das tun zu wollen, was Mr. Shatner getan hat. Es gibt einige wesentliche Qualitäten, die Kirk hat und die für eine Führungsperson wichtig sind. Und diese Qualitäten wollte ich auf jeden Fall von Mr. Shatner aus der Originalserie übernehmen. Aber mein Job ist es, etwas Neues zu machen. Es zu nehmen und darauf aufzubauen, einfach mein eigenes Ding zu machen. Dabei fühle ich mich nicht unter Druck gesetzt.
EW: Kommt der Druck eher von den Fans und ihren überragenden Erwartungen?
Pine: Ja, sicher. Das Internet ist in dieser Hinsicht nicht mein Freund. Am besten halte ich mich davon fern. Ich kann es verstehen, denn ich habe kein so großes Ansehen und die Leute sind sehr besorgt, dass ihr Kirk zerstört werden wird. Aber ich kann nur sagen, dass wir eine fantastische Zeit haben. J.J. [Abrams] war wundervoll und die Besetzung ist phänomenal. Ich denke, dass wir etwas ganz Besonderes machen.
EW: Haben Sie mit Shatner gesprochen?
Pine: Ich habe nicht mit Shatner gesprochen, ich habe ihm am Anfang einen Brief geschrieben und ihn auf diese Weise kontaktiert. Er hat mir geantwortet, was sehr nett ist. Und ich habe Mr. Nimoy ein paar Mal getroffen. Er war am Set und wir haben einige gemeinsame Szenen im Film. Das wird sehr nett und ich freue mich schon darauf.
EW: Okay, also zurück zu "Bottle Shock". Wie war es, mit Schwergewichten wie Alan Rickman und Bill Pullman zu arbeiten?
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 "Ich habe ein paar gemeinsame Szenen mit Nimoy." |
Pine: Ganz hervorragend. Ich meine, sie sagten es bereits: Schwergewichte trifft es genau. Die Chance, mit Bill und Alan, zwei Schauspielern, die ich während meines Heranwachsens bewundert habe, war ein großes Privileg. Vor allem, so eng mit Bill zusammen zu arbeiten war ein großes Glück. Wir haben von Anfang an perfekt zusammen gepasst. Er erinnert mich in vielen Dingen an meinen Vater.
EW: Sie spielen Bo Barrett. Haben Sie mit dem echten Bo gesprochen, während Sie sich vorbereitet haben?
Pine: Habe ich. Ich bekam die Chance, mich am Anfang mit ihm zusammen zu setzen. In etwa so, wie ich es mit Kirk gemacht habe, wo ich auch der Tradition von jemandem gefolgt bin, der bereits den Charakter gespielt und ihn geschaffen hat. Man versucht, die Essenz einer Person zu finden und das dazu zu geben, was man bereits hat. Bo ist eine ganz einmalige Persönlichkeit. Daher war es für mich sehr hilfreich, mich mit ihm zusammen zu setzen und von ihm die Feinheiten der Weinherstellung und seines Charakters zu erfahren. Dann habe ich noch etwas sozusagen dazu gedichtet. Und der Rest ist Filmmagie.
(re - 15.08.08)