Alexandra Rimpler (re)
01.06.08
Peggs Hommage an "Star Trek"
Der neue Scotty-Darsteller über die Dreharbeiten
Wird Simon Pegg das "Method Acting" (Schauspielerei nach der Strasburg-Methode) bis zum Äußersten treiben? Nachdem er sich die Traumrolle des Scotty im neuen "Star Trek"-Film geangelt hatte und die Dreharbeiten mittlerweile so gut wie abgeschlossen sind, erzählt der "Spaced"- und "Shaun of the Dead"-Star (zu der "Dawn of the Dead"-Parodie lieferte er auch das Drehbuch) nun, dass er in die Fußstapfen seines Vorgängers treten und seine Asche ebenfalls ins All schießen lassen will. Wenn dies passiert, will er außerdem, dass die Beatles dazu gedudelt werden.
Simon Pegg: Bei meiner Beerdigung werden alle vernünftig gekleidet sein.
Keiner soll sich verpflichtet fühlen, schwarz tragen zu müssen. Und ich
hätte gern, dass "Tomorrow Never Knows" von den Beatles gespielt wird. Jeder wird sich ein bisschen psychedelisch fühlen
- und mit den Händen in der Luft herumwedeln. James Doohan, der Scotty in
der Classic-Serie gespielt hat, wurde in den Weltraum geschossen, also muss ich das mit meiner Asche auch machen lassen.
Reden wir über einen Shooting-Star
Simon ist gerade aus L.A. zurückgekehrt, wo er den Film neben Eric Bana, Zachary Quinto und dem ursprünglichen Mr. Spock, Leonard Nimoy, gedreht hat. Der Film, unter der Regie von "Lost"-Erschaffer J.J. Abrams, beschäftigt sich mit dem frühen Leben von Captain James T. Kirk und seiner Crew. Als Nächstes wird er für den Streifen "David Copperfield" vor der Kamera stehen - an der Seite von "Mr. Bean" Rowan Atkinson.
Pegg: Ich habe gerade "Star Trek" gedreht, und in ein paar Wochen fahre ich wieder nach L.A., um den Rest abzudrehen.
Traumrolle
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Simon Pegg |
Pegg: Es ist eine Traumrolle und ein unglaublicher Spaß, Scotty in "Star Trek" zu sein und zu sehen, wie alles begann. Ich glaube, das wird großartig. J.J. Abrams führt Regie und er ist ein wunderbarer Mensch. Er versucht so sehr, einen richtigen "Star Trek"-Film daraus zu machen. Er ist so gewissenhaft und trifft den Nagel genau auf den Kopf. Die Fans werden sehr glücklich damit sein.
Das Drehen ging sehr geschmeidig von der Hand. Ich hatte eine tolle Zeit, jeder war gut drauf. Wenn die Kameras liefen, mussten wir aufhören zu lachen, aber abseits des Sets war es zum Schreien. Zachary Quinto aus "Heroes" ist einfach ein Komiker.
Simon ist jetzt Eigentum von Hollywood
Er wird bald in "How To Lose Friends And Alienate People" mit Kirsten Dunst, Gillian Anderson, Jeff Bridges und dem neuen Film-Schnuckelchen Megan Fox zu sehen sein und es gibt eine ganz bestimmte Szene, die er hofft, nicht so oft wiederholen zu müssen - eine, in der er seine Sachen auszieht.
Pegg: Ich habe so oft gestrippt, ich habe keine Lust mehr. Ich bin jetzt 38 und auf diese Sache kann ich gut verzichten. In "Star Trek" bin ich nicht nackt, aber ich bekomme langsam gewisse Hemmungen. Das ist alles, was ich Ihnen erzählen kann. In "How To Lose Friends" ziehe ich mich in einer Szene mit Megan Fox bis auf die Unterwäsche aus. Ich tanze in meiner Unterwäsche für sie. Ich sehe dabei wie ein Trottel aus. Sie spielt einen unheimlich schönen, jungen Filmstar und ich bin ihr Sklave und muss für sie tanzen.
Es ist ein harter Job...
Der britische Comedian wurde im UK-Fernsehen mit "Spaced" und "Hippies" über Nacht bekannt, zuletzt hatte er auch einen kleinen Cameo-Auftritt in Robert Rodriguez' und Quentin Tarantinos "Grindhouse"-Projekt. Jetzt aber konzentriert er sich auf die Glitzerstadt Hollywood.
Pegg: Momentan laufen die Dinge in eine bestimmte Richtung und ich konzentriere mich derzeit auf Filme. Filme sind momentan einfacher. Fernsehen ist dagegen eine echte Ochsentour. Als wir "Spaced" machten, war es schwierig, mit den Ressourcen auszukommen, die wir hatten. Beim Fernsehen hat man einen unglaublichen Wettbewerb, aber beim Film fühlt es sich an, als wärst du ganz allein und könntest dein eigenes Ding machen - zumindest solange es den Studios in den Kram passt.
Außerdem gab er zu, dass er von der Comedy weg und stattdessen einen ähnlichen Karrierepfad wie Jim Broadbent einschlagen will.
Pegg: Ich habe immer schon Jim Broadbent als großes Vorbild angesehen
- jemand, der nach Hollywood gehen und einen Oscar gewinnen und dann zurückkommen und eine Folge "Miss Marple" drehen kann. Ich würde nichts pauschal ablehnen, solange es ein gutes Script dafür gibt.
Aber er plant nicht, nach L.A. umzuziehen.
Pegg: Das muss nicht sein. Ich glaube, die Notwendigkeit, nach LA zu ziehen, besteht nicht wirklich, solange man nicht in einer US-Fernsehserie mitspielen will. Die Filmindustrie ist jetzt so global, es werden viele Dinge hier gemacht, oder irgendwo in Europa oder in Kanada. Offensichtlich muss man manchmal dorthin gehen und dort leben, aber ich möchte nicht umziehen.
Es ist für mich, Edgar Wright und Nick Frost sehr wichtig, dass wir hier in Großbritannien bleiben und Filme machen, weil wir hier so eine breite Palette von Talenten haben, sowohl in technischer als auch in schauspielerischer Hinsicht. Die wollen wir nicht aufgeben. Ich verstehe, warum Schauspieler nach L.A. gehen - da gibt es einen Haufen Arbeit. Aber solange wir unseren eigenen Kram schreiben, sollte es doch auch erlaubt sein, dass wir hier bei uns bleiben.
Vielleicht ist seine Weigerung, für immer zu den Sternen zu gehen - und geben wir ruhig zu, dass er es könnte, nachdem er zusammen mit Tom Cruise in "Mission: Impossible
III" zu sehen war - der Grund dafür, dass er solche beinharten Fans hat. Einige haben bereits sein Gesicht auf ihren Körper tätowieren lassen, so groß ist ihre Verehrung.
Pegg: Letztes Jahr trafen wir zwei Fans in verschiedenen Teilen der Welt. Einen in London und einen in Seattle. Einer hatte das Bild auf seinem Bein und der andere auf seinem Arm. Es war bei beiden das gleiche Bild aus "Shaun of the Dead". Das ist echte Hingabe für jemanden. Wir haben uns wahnsinnig für diese Unterstützung bedankt. Ich glaube, von denen gibt es nur wenige. Und auf diesem speziellen Bild sehe ich verdammt cool aus.
(re - 20.08.08 - Quelle: "The Sun")