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Peter Tigmann (pt) Erinnerungen an Anij Donna Murphy über ihre Rolle in "Star Trek: Der Aufstand" "Star Trek"-Fans kennen Donna Murphy aus "Star Trek: Der Aufstand", wo sie die Rolle der Ba'ku-Frau Anij spielte. Murphy war auch in der Comic-Verfilmung "Spider-Man 2" zu sehen. StarTrek.com sprach mit der Schauspielerin über ihre Erinnerung an "Der Aufstand" und ihre momentanen Projekte. Teil 1 – "Star Trek: Der Aufstand" StarTrek.com: Wenn Sie an 1997 zurückdenken, mussten Sie lange überlegen, bis Sie sich dazu entschieden hatten, einen "Star Trek"-Film zu drehen?
StarTrek.com: An welchen Teil der Dreharbeiten erinnern Sie sich am meisten? Murphy: Ich erinnere mich an die wundervollen Drehorte und die Sets, die in den Paramount-Studios gebaut wurden und dann für die Ba'ku-Dorf-Szenen in die Berge geflogen wurden. Wir hatten verschiedene Drehorte. Einer davon lag knapp eine Stunde außerhalb von Los Angeles. Von dort aus sind wir mit einem Helikopter nördlich hoch in die Berge geflogen worden. Ich kann mich gerade nicht mehr daran erinnern, wo wir speziell waren, aber diese Drehorte waren erstaunlich. Viele Leute sagten zu mir: "Oh, du musstest wahrscheinlich viel mit Blue- und Green-Screen drehen und so tun, als würde man auf dich schießen." Ich gebe dann immer zur Antwort: "Ja, teilweise war das so, aber es gab auch sehr viel, was wirklich existiert hat und absolut erstaunlich ausgesehen hat." Man fühlte sich, als sei man in einem magischen Land. Man wusste, dass man nicht in seinem natürlichen und bekannten Element war. Ich erinnere mich auch daran, dass sich "Der Aufstand" ein bisschen so angefühlt hat, als würde man auf einen fahrenden Zug aufspringen. Ich habe mit Schauspielern zusammengearbeitet, die schon seit Jahren miteinander gearbeitet haben. In einer solchen Situation kann man sich sehr leicht ausgeschlossen fühlen. Aber genau das Gegenteil war der Fall: Sie haben einen willkommen geheißen. Viele von ihnen haben Theater gespielt. Deshalb wurden mehr Theaterlieder gesungen als an jedem anderen Film, an dem ich jemals zuvor mitgearbeitet hatte. Brent [Spiner] und Patrick sagten oft: "Komm, lasst uns etwas von 'Sunday in the Park' singen." StarTrek.com: Was hat Sie an Anij als Charakter interessiert? Murphy: Mir hat gefallen, dass sie eine sehr konzentrierte innere Ruhe hat. Das ist etwas, was ich selbst auch anstrebe. Ich weiß, wie ich meine eigene Version davon abrufen kann, aber dort zu leben, vor allem auch unter stressigen Situationen, ist nicht immer einfach. Ich erinnere mich daran, dass ich mich mit einer Buddhistin auf die Rolle vorbereitet hatte, bevor ich mein Vorsprechen für "Der Aufstand" hatte. Sie hatte den Buddhismus zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr praktiziert, hat am Tag aber fünfmal meditiert und ein sehr geistliches Leben geführt. Ihr geistliches Leben war nicht davon gezeichnet in Messen zu gehen. Es ging mehr darum, in sich selbst zu gehen und sich selbst zu finden. Ich habe sie für zwei oder drei Wochen studiert und mit ihr gearbeitet. Ich habe selbst öfters mal meditiert und Yogaübungen gemacht und das waren auch Dinge, die ich für die Rolle abrufen konnte. Aber diese Dame hat mir sehr dabei geholfen, diesen ruhigen Platz in mir selbst sehr schnell zu finden. Anij hat in einer Art ständigen Meditation gelebt. Das war sehr attraktiv in meinen Augen und ich habe ihre Fähigkeit, die Zeit zu verlangsamen und einen Moment wirklich zu erleben, sehr gemocht. Leute reden oft davon, diesen Platz in sich selbst zu erreichen, aber in diesem Film haben die Macher eine Möglichkeit gefunden, es wirklich aktiv zu zeigen. Was mir an Anij auch sehr imponiert hat, war die Tatsache, dass sie eine Frau war, die sich für ihr bedrohtes Volk eingesetzt hat. All diese Dinge haben mich als Schauspielerin und Frau sehr angesprochen. StarTrek.com: "Der Aufstand" war weder ein großer Erfolg, noch ein großer Flop. Viele Fans mögen den Film, da er eher ruhiger ist und betrachten ihn als eine hochqualitative Episode von "The Next Generation". Andere Fans sind der Meinung, dass der Film zu langsam ist und mehr einer Folge als einem Film entspricht. Wie fanden Sie den Film?
Jetzt wo ich darüber rede, erinnere ich mich daran, dass ich sehr zufrieden mit dem Film war. Ich hatte nicht jeden "Star Trek"-Film davor gesehen. Bevor ich zum Vorsprechen gegangen bin und dann später, bevor die Dreharbeiten losgingen, habe ich mir einige der Filme angesehen. Ich wollte mehr über die Geschichten wissen, die sie erzählen und warum sie sie erzählen und mehr von den Charakteren und ihren Hintergründen wissen. Ich habe mir auch einige Episoden der Serie angesehen. Ich denke, "Der Aufstand" hat die Geschichte erzählt, die man erzählen wollte. Es gab Action, aber dieser Film war, wie Sie ja auch gesagt haben, ruhiger. Aber das war so, weil es durch die Geschichte erforderlich war. Deshalb bin ich der Meinung, dass man erreicht hat, was man mit dem Film erreichen wollte. Es ist schade, dass das einigen Fans nicht so sehr gefallen hat, aber ich bewundere die Produzenten dafür, etwas anderes versucht zu haben. Teil 2 – "Rapunzel" und weitere aktuelle Filme Donna Murphy, deren Stimme kürzlich in der Originalversion des Kinofilms "Rapunzel - Neu Verföhnt" ("Tangled") als Mutter Gothel zu hören war, löste mit diesem Film "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" auf Platz 1 der US-Kinocharts ab. StarTrek.com: Lassen Sie uns über Ihre momentanen Projekte sprechen. Wie überrascht waren Sie, dass Mutter Gothel "Er, dessen Name nicht genannt werden darf" an den Kinokassen geschlagen hat? Murphy: Ich habe nie groß darauf geachtet, welche anderen Filme am Laufen sind, wenn ein Film, in dem ich mitwirke, veröffentlicht wird. Ich konzentriere mich nie groß auf die Einspielergebnisse. Aber am Tag vor Thanksgiving war ich auf dem Weg zu meiner Familie nach Massachusetts mit meiner Tochter und meiner Stieftochter und ihrer Familie und plötzlich bekam ich alle diese Kurznachrichten und E-Mails, die mich darauf hinwiesen wie gut "Rapunzel – Neu verföhnt" an den Kinokassen angekommen ist. Ich habe die ganzen Nachrichten aufgeregt meiner Familie erzählt und mein Mann meinte dann nur dazu: "Dich haben Einspielergebnisse nie großartig interessiert." Ich antwortete: "Ich weiß, aber ich bekomme die Nachrichten gerade von allen Seiten." Es war scheinbar sehr unerwartet, dass der Film so gut aufgenommen wurde. Natürlich hofft man das immer, aber man weiß es eben nie genau. Die darauffolgende Woche habe ich dann wieder Nachrichten erhalten, wie erfolgreich der Film doch sei und das er auf Platz 1 der Charts sei. StarTrek.com: Wie viel Spaß hatten sie dabei, Mutter Gothel einzusprechen und wie böse sollte sie tatsächlich rüberkommen? Murphy: Es hat riesigen Spaß gemacht, sie zu spielen. Sogar das Vorsprechen für die Rolle hat schon Spaß gemacht. Die Produzenten hatten mir eine hervorragende Zusammenfassung und Beschreibung des Charakters gegeben. Wirkliche gute Beschreibungen bekommt man nicht allzu oft und diese hier hat genau beschrieben, was die Produzenten wollten, Qualitäten, die der Charakter haben sollte. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass auch dabei stand, dass der Charakter genau so lustig und unterhaltsam wie auch herrlich böse sein sollte. Die Produzenten benutzen nicht wirklich das Wort "böse", aber sie sagten "hinterlistig" und "furchteinflößend". Sie hatten auch hinzugefügt, dass der Charakter zumindest ein kleines bisschen Warmherzigkeit in ihrer Beziehung mit Rapunzel ausstrahlen musste, da Rapunzel andernfalls als komplette Idiotin erscheinen würde, weil sie über 18 Jahre bei ihr geblieben ist. Man konnte es also nicht zu sehr übertreiben mit dem Bösesein.
StarTrek.com: An was arbeiten Sie sonst noch? Laut IMDb.com spielen Sie in den Filmen "Higher Ground" und "Dark Horse" mit. Murphy: Ich war im Sommer und Herbst beschäftigter als ich es erwartet hatte. Ich habe an "Rapunzel - Neu verföhnt" über ein Jahr verteilt immer wieder mal gearbeitet. Bei "Higher Ground" und "Dark Horse" wurde ich um ein Treffen mit dem jeweiligen Regisseur gebeten. Bei "Higher Ground" war das Vera Farmiga. Der Film ist ihr Debüt als Regisseurin. Der Regisseur von "Dark Horse" ist Todd Solondz. Ich hatte mich bei beiden Filmen sehr auf die Treffen gefreut, weil beide Drehbücher und auch Charaktere sehr interessant waren. In beiden Fällen konnte ich die Treffen nicht wahrnehmen, da ich gerade an den Tagen an "Rapunzel - Neu verföhnt" gearbeitet hatte. Ich dachte schon: "Schade, dann muss ich mich von den Filmen verabschieden. Das lässt sich dann wohl nicht ändern." Vera hat sich aber doch nochmal gemeldet, da sie mit mir reden wollte. Zuerst haben wir uns darüber unterhalten, wie es ist Mutter zu sein. Danach ging es aber doch um den Film. Vera spielt auch eine Rolle darin. Zuerst treffen die Zuschauer ihren Charakter als Kind und folgen ihr dann durch ihre Teenager-Zeit. Vera spielt den Charakter ab dem Zeitpunkt, wo sie eine junge Erwachsene ist bis Ende 30. Ich spiele während des gesamten Zeitraums ihre Mutter, altere also während des Films um fast 30 Jahre. Ich wusste nicht, ob mir die Rolle angeboten wird oder ob sie mich um ein Vorsprechen bitten wollte, aber ich habe es geliebt, mit Vera zu reden und dachte mir: "Wow, es wäre wirklich wundervoll, mit dieser Frau zu arbeiten. Sie versteht einfach, um was es geht, als Künstlerin und als Schauspielerin." Am nächsten Tag bekam ich dann einen Anruf, in dem mir gesagt wurde, dass ich für den Film engagiert wurde und Vera mich sowieso für die Rolle im Kopf hatte. Es hat also doch noch funktioniert und ich durfte sie dabei unterstützen, diese wirkliche interessante Geschichte zu erzählen. Bei "Dark Horse" hatte ich dann auch keine Zeit, um mich mit Todd zu treffen und war sehr niedergeschlagen deshalb. Ich dachte mir: Vielleicht gibt es ja doch noch mal eine Gelegenheit vorzusprechen. Das war aber leider nicht der Fall. Das Drehbuch wurde zu einem Filmstar geschickt und die Produzenten hatten dann auch einen Vertrag mit ihr ausgehandelt oder waren zumindest dabei, einen Vertrag auszuhandeln. Ich weiß nur, dass eine Woche bevor die Dreharbeiten hätten beginnen sollten, meine Agenten einen Anruf bekamen und darüber informiert wurden, dass es doch nicht zur Zusammenarbeit mit der anderen Schauspielerin kommen wird. Ich war gerade dabei, meinen Vater zu besuchen, dem es nicht gut ging und meine Agenten wollten mich gar nicht großartig damit belasten, falls es sich nicht um ein festes Angebot handeln würde. Ich hatte noch einige andere Konflikte, wie zum Beispiel die Werbetour für "Rapunzel - Neu verföhnt" und ein Konzert im Lincoln Center. Keiner war sich sicher, ob es hinhauen würde, sich auf einen Zeitplan zu einigen. Aber die Produzenten von "Dark Horse" haben mit den Leuten von Disney und dem Lincoln Center geredet und kamen dann anschließend mit folgenden Worten zu mir: "Ok, wir haben gute aber komplizierte Nachrichten." Ich musste in dieser Zeit mit vielen nicht so guten und komplizierten Nachrichten umgehen, daher war es dann sehr schön, dass sie mir die guten komplizierten Nachrichten überbrachten, dass ich "Dark Horse" angeboten bekomme und man sich auch auf einen Zeitplan verständigt hat. Ich konnte mich damals schon nicht mehr an den Namen des Films erinnern, aber sie sagten: "Ihre Kostümprobe ist morgen und wenn Sie den Film machen wollen, fangen Sie am Dienstag an zu drehen." Es hat also doch noch funktioniert und darüber bin ich auch sehr froh. Es war eine super Besetzung mit Mia Farrow, Chris Walken und Selma Blair. Und meine Rolle hatte so gar keine Ähnlichkeit mit Charakteren, die ich früher gespielt hatte. Ich habe also drei Filme gemacht und im Februar fange ich mit den Proben zu einem Broadwaystück namens "The People in the Picture" an. Ausführliche Interviewübersetzungen wie diese finden Sie jedes Wochenende in unserem Newsletter "TrekZone Weekend". Falls Sie die "TrekZone Weekend" noch nicht abonniert haben, können Sie den Newsletter zusammen mit unserem monatlichen Internet-Magazin "Incoming Message" hier kostenlos bestellen. (pt - 24.04.11 - Quelle: StarTrek.com) |
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