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Alexandra Rimpler (re)15.12.10

Q&A mit John de Lancie

Der Schauspieler beantwortet Fan-Fragen

StarTrek.com führte vor kurzem ein exklusives, nun ja, Q&A mit John de Lancie. Darin schaut er zurück auf seine Trek-Vergangenheit und bringt uns auf den neuesten Stand dessen, was er heute so tut.

Die Website nutzte für ihr Gespräch Fragen, die zuvor von Lesern eingereicht worden waren. De Lancie stellte - wie wir wissen - die immer wiederkehrende Rolle des Q in "Star Trek: The Next Generation" dar, wobei er sowohl in der allerersten als auch der finalen Folge auftrat wie auch zwischendurch. Außerdem sah man ihn in "Deep Space Nine" und "Voyager".

Q-Darsteller John de Lancie stellte sich den Fragen seiner Fans.
StarTrek.com: Wenn wir zurückdenken an den Pilotfilm von TNG, haben Sie Zeichnungen der wallenden Kostüme des Richters gezeigt bekommen oder gab es schon Entwürfe dafür, die nur noch auf Sie angepasst werden mussten?

John de Lancie: Es gab eine Anprobe, aber wie bei jeder Anprobe hat man ein gewisses Mitspracherecht. Wir versuchten verschiedene Dinge und so kamen wir ans Ziel. Ich glaube inzwischen, dass das Kostüm des Richters einfach aus einer anderen Serie heraus genommen war. Das wurde immer schon gemacht, vor allem früher. Die Studios haben eine Unmenge an Kostümen in ihrem Fundus und sie ändern sie so, dass sie für die nächste Serie oder den nächsten Film passen. Ich vermute daher, dass das Richterkostüm einmal ein Kardinalskostüm oder so etwas gewesen ist.

StarTrek.com: Was war letzten Endes Ihrer Ansicht nach Qs beste Szene von all Ihren Auftritten?

De Lancie: Ich habe mir diese Dinge nur einmal angesehen, üblicherweise wenn sie im Fernsehen ausgestrahlt wurden, oder eher, wenn sie verfügbar waren. Aber ich kann Ihnen sagen, dass viel von dem, was in "Gestern, Heute, Morgen" passierte, wirklich gut war. Ich erinnere mich daran, dass ich mit vielen der Szenen im Finale äußerst zufrieden war.

StarTrek.com: Verschiedene Leute haben uns diese Frage gestellt, John. Gibt es irgendetwas, das Sie als Q niemals tun mussten und was Sie entweder zu spielen hofften oder von dem Ihnen gesagt wurde, dass es in der Zukunft des Charakters passieren müsste?

De Lancie: Ich wäre gern noch mehr in den verschiedenen "Star Treks" gewesen als ich es schon war, jedenfalls solange es in den Episoden um große Belange ging. Wenn ich dabei war und es ging um kleine Belange - so wie Q und Vash - fand ich, dass es nicht so richtig funktionierte. Ich weiß, dass einige Fans auch diese schätzen, aber die Episoden, die davon handelten, dein Leben aufzuarbeiten, Selbstmord, davon, ob du es verdienst, da draußen zu sein ... das waren die, über die wirklich wichtigen Themen. Es waren die, die die besten Szenen hatten und die ich für die besten Episoden halte. Wenn sie also in der Art weitergemacht hätten, wäre ich gern noch mehr dabei gewesen.

De Lancie in einem seiner frühen Auftritte als Q. Der Charakter zählt zu den beliebtesten Widersachern im Trek-Universum.
StarTrek.com: Etwas anderes, das viele Leute gern wissen würden ... Waren Sie überrascht, dass Q in keinem der "Next Generation"-Filmen auftauchte?

De Lancie: Q war meiner Ansicht nach nie ein Schurke und diese Filme brauchen Schurken. Ich mag arrogant und voller Fehler und all das gewesen sein, aber ich habe den Charakter nie als Schurken gesehen. Ich glaube auch nicht, dass die Autoren und Produzenten ihn so gesehen haben. Hätten sie mich in einem der Filme so verwendet, wie sie mich in der Serie verwendet haben, bin ich sicher, dass es großartig geworden wäre. Aber ich glaube, das war nicht das, was sie brauchten.

StarTrek.com: Wenn man von der alternativen Zeitlinie des aktuellen "Star Trek"-Prequels ausgeht, gibt es keinen Grund, warum Q nicht in einem der folgenden Filme auftauchen könnte. Wie offen wären Sie dafür und können Sie voraussehen, ob das passieren wird?

De Lancie: Ich wäre sehr interessiert. Das Problem ist, dass auch ich an dieser tödlichen Krankheit namens Altern leide und es gibt einen Zeitpunkt, zu dem es keinen Sinn mehr machen würde. Was vielleicht Sinn machen könnte, ist, dass man meine Stimme hört, aber ich weiß nicht, ob es sinnvoll wäre, einen alternden Q zu haben. Als Zuschauer hätte ich ein Problem damit und ich denke, da bin ich nicht der Einzige.

StarTrek.com: Okay, wir haben nun einige Fragen für Q, wenn Sie erlauben. Erstens: Die Antwort ist 42, was ist die Frage und warum?

De Lancie: Die Frage ist: Was ist das beste Alter, um zu leben? Und die Antwort ist offensichtlich.

StarTrek.com: Noch eine für Q: Wer ist der bessere Captain, Picard oder Kirk?

De Lancie: Nun, Picard, weil er mehr diskutiert.

Trelane: "Ein echter Q"
StarTrek.com: War Trelane einer von Ihren Leuten? War er ein Q?

De Lancie: Ja. Mein Gefühl - auch wenn ich nicht so viel über "Star Trek" weiß, wie viele andere Leute es tun- ist, dass Trelane ein Q war. Ich erinnere mich, dass während meines dritten Jahrs bei "Star Trek" jemand zu mir sagte: "Oh mein Gott, Sie sind der Sohn von Trelane." Ich hatte keine Ahnung, wovon er redet. Also sah ich ein Video von Trelane und dachte: Oh, das ist sehr interessant.

Was mich daran wirklich berührte, war, dass ich wusste, dass Gene [Roddenberry] die neue Serie gleich mit einer ganz normalen Episode starten wollte. Das Studio bestand darauf, dass es eine Doppelfolge sein sollte. Als er den Kampf verloren hatte, musste Gene einen Zweistünder machen und irgendwie musste er die zweite Stunde füllen. Wenn Sie sich "Der Mächtige / Mission Farpoint" ansehen, ist die Nahtstelle sehr offensichtlich. Da ist einmal die Q-Geschichte und die andere Geschichte, die die erste Episode sein sollte. Ich denke, dass Gene es rasch heruntergeschrieben hat und ich habe das Gefühl - ohne dass es mir jemand je gesagt hätte - dass Gene auf den Erfolg zurückgeschaut haben muss, den er mit der Classic-Serie hatte. Und einer von denen war Trelane. Ich wette, er dachte: Hm, was mache ich nur, wenn ich irgendwie die zweite Hälfte der Folge füllen muss ... Und vermutlich ist so mein Charakter entstanden.

StarTrek.com: Wenn Sie einen anderen Charakter außer Q in irgendeiner Episode irgendeiner Serie hätten spielen können, wen hätten Sie gespielt, in welcher Serie und warum?

De Lancie: Herrje, ich weiß es nicht. Ich denke, dass Q eigentlich sehr gut zu mir gepasst hat. Die anderen Charaktere, die ich vielleicht hätte spielen können, wurden von ihren Leuten ebenfalls sehr gut gespielt. Also würde ich sagen, dass ich mit dem Charakter, den ich gespielt habe, sehr glücklich bin.

StarTrek.com: Sie und Leonard Nimoy haben sich für ein Projekt mit dem Namen "Alien Voices" zusammengetan. Darin erstellen Sie Audio-Versionen - im alten Radio-Hörspiel-Stil - von klassischen Sci-Fi-Geschichten. Sie haben auch einige "Q vs. Spock"-Hörspiele gemacht und Live-Versionen der Produktionen für SciFi-Channel und Convention-Zuhörer. Wie sehen Sie auf diese Erfahrungen zurück?

Seinen Auftritt im TNG-Finale hat der Schauspieler besonders genossen.
De Lancie: Wir haben in einem selbstgemachten Paradies gearbeitet, das keinen Bezug zur echten Welt hatte, vor allem in Finanzfragen nicht. Die Produktionen, die wir gemacht haben, waren teuer und zeitaufwändig, aber sie waren auch hervorragend und ein großer Spaß. Wenn sich drei- bis viermal so viele Leute dafür interessiert hätten und wir entsprechend verkauft hätten, würden wir damit immer noch weitermachen. Aber weil sie es nicht getan haben, hatten wir eine überteuerte Show. Wir haben etwa 25.000 von jeder verkauft und wären es 100.000 gewesen, wären wir fein raus gewesen.

Ich treffe ständig Leute, die sie mochten, aber sie haben sie nicht gekauft. Sie haben sie sich von einem Freund ausgeliehen. Oder sie haben sie zu spät entdeckt. Hörspiele bleiben oft unter dem Radar. Wir hatten nie die Chance zu tun, was wir wollten, nämlich eine Bibliothek klassischer Science-Fiction-Hörspiele zu erschaffen, eine Evergreen-Science-Fiction Hörspiel-Bibliothek, in die die Leute immer und immer und immer wieder kommen können. Das passierte aber nicht und die "Spock vs. Q"-Geschichten waren dafür nicht gedacht - obwohl sie Spaß gemacht haben. Aber wir haben sie gern gemacht und sie sind zweifellos wunderbar.

StarTrek.com: Was machen Sie derzeit?

De Lancie: Ich hatte eine wiederkehrende Rolle in "Breaking Bad" und ich habe große Bewunderung und Respekt für die Leute, die diese Serie machen. Ich wünschte nur, ich hätte mehr damit zu tun gehabt. Hin und wieder sehe ich sie und sie sagen: "Oh, wir müssen Sie unbedingt zurück in die Serie bringen." Es war wie "Dein Wort in Gottes Ohr." Es war [emotional] anstrengend wegen der Dinge, die mit dem Charakter passierten, aber ich fand, es kam gut rüber und ich hätte gern mehr davon gemacht weil es eine wirklich, wirklich gute Serie ist.

Ich habe einen Film namens "Recreator" gemacht, der bald herauskommt. Es ist ein kleiner Film, aber ich fand ihn sehr clever. Ich habe eine Show für das Cleveland Orchester geschrieben, die dann zum Kennedy Center ging und nun zum Opernhaus in Sydney. Und dann habe ich mir erlaubt, mich vor drei Monaten mit einem kleinen Projekt zu beschäftigen. Das Projekt war einige Arbeit an meinem Haus. Mein Haus ist jetzt eine Baustelle und ich werde jeden Morgen um 6.30 Uhr aus dem Bett geworfen. Meine Frau und ich treffen uns jeden Morgen von 6.30 Uhr bis 7.30 Uhr oder 8 Uhr abends mit einem Bautrupp.

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(re - 15.12.10 - Quelle: StarTrek.com)

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