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Sebastian Kowald (sk)19.08.09

Immer noch die Nummer Eins

Jonathan Frakes über Klingoninen und das Riker-Fieber

Als der schneidige Commander William T. Riker bei "Star Trek: The Next Generation" ist er immer noch "Nummer Eins" für Legionen von Fans in der ganzen Welt: Jonathan Frakes sprach mit SciFiTV.com über seine "Star Trek"-Zeit.

Neben seinem Auftritt in allen 178 Episoden von "Star Trek: The Next Generation" ist er einer von nur sehr wenigen Schauspielern, welche in allen drei Nachfolgeserien, "Deep Space Nine", "Voyager" und "Enterprise" einen Auftritt hatten. Er ist außerdem ein versierter Regisseur, der bei zahlreichen Episoden in der Welt von "Star Trek" Regie geführt hat, bevor er sich den Filmen gewidmet hat. Weiterhin hat er unter anderem bei zwei Filmen mit Noah Wyle in der Hauptrolle Regie geführt und die TV-Serie "Roswell" produziert und bei ihr Regie geführt.

Riker-Darsteller Jonathan Frakes
Auch hat er bei zwei "Star Trek"-Filmen auf dem Regiestuhl gesessen, "Star Trek: Der Aufstand" und vor allem "Star Trek: Der erste Kontakt", welcher von vielen als der vollkommenste Film betrachtet wird und von eingefleischten "Star Trek: Der Zorn des Khan"-Fans widerwillig als bester oder knapp zweitbester respektiert wird.

Frakes ist mit Seifenoper-Star Genie Francis verheiratet und hat zwei Kinder, seinen Sohn Jameson und seine Tochter Liza. Er führt seine Karriere als Regisseur fort, aber lebt außerhalb des Hollywood-Tumults. SciFiTV.com sprach mit dem Mimen über seine Karriere. Nachfolgend die interessantesten Auszüge in deutscher Übersetzung.

Frage: Lassen Sie uns mit einer elementaren Frage anfangen, für Leute, die vielleicht "Star Trek" noch gar nicht kennen, aber auch für solche, die davon auf eine bedeutsame Art und Weise betroffen sind. Warum sollten die Leute "Star Trek" anschauen?

Jonathan Frakes: "Die Vision der Zukunft" ist wahrscheinlich die ausgelutschteste Antwort. Ich denke, man sollte "Star Trek" schauen, weil es großartige Fernsehunterhaltung ist. Man kann sich mit der ganzen Familie hinsetzen und sich das anschauen und sich gewiss sein, dass das, was man sehen wird, einen nicht beschämen oder demütigen wird und dass die Botschaft und die Art und Weise, wie die Botschaft übermittelt wird, moralisch, ethisch und visuell ansprechend ist.

Frage: Ihr Sohn ist im "Star Trek"-Alter. Hat er seinen alten Herren schon mit Warp 10 fliegen sehen?

Frakes: Mein Sohn Jameson sieht sich die Serie mit ein wenig Skepsis an, genau wie meine Tochter Liza. Meine Frau - Genie Francis - ist auch Schauspielerin. Sie sehen sich das an und denken, dass es ein bisschen cool ist, aber nicht super cool. Ihre Freunde finden es viel cooler, dass wir im Fernsehen sind, als sie. Ich hoffe, dass sie es eines Tages verstehen und anfangen werden, es sich anzuschauen, aber das ist noch nicht passiert.

Riker in Staffel 1: Noch ohne Bart - und ohne Lächeln
Frage: Auf welche Art und Weise sind sich Jonathan Frakes und Commander William T. Riker ähnlich?

Frakes: Er ist groß. Er läuft komisch. Er ist dabei, sein Haar zu verlieren. Er spielt Posaune. Er hat, zumindest seit der zweiten Staffel, ein Flackern im Auge. Während der ersten Staffel wurde mir durch den verstorbenen, großartigen Gene Roddenberry gesagt, dass er möchte, dass Riker eine Gary-Cooper-artige Einstellung und Präsenz hat und niemals lächelt. Es ist sehr schwer für mich, nicht zu lächeln, also habe ich die erste Staffel damit verbracht, sehr steif zu sein - wie man unschwer in der Serie erkennen kann. Riker ist sehr angespannt und steif, immer verzweifelt versucht nicht zu lächeln, und am Ende, so denke ich, haben Gene und die anderen Leute gesagt, vielleicht sollten wir versuchen, ein bisschen mehr Frakes in Riker einfließen zu lassen.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir einen Autor bei der Serie mit Namen Maurice Hurley, welcher zusammen mit Rick Berman ausführender Produzent war, und er war ein großer Verfechter davon, für die Schauspieler zu schreiben. Also haben sie das mit der Posaune (weil ich Posaune gespielt habe) und die Wertschätzung für Jazz in die Drehbücher geschrieben, und ich glaube, es ist Maurices Fantasie entsprungen, dass Riker angefangen hat, bei einigen Alien-Frauen zu landen, in der Tradition des großen Captain Kirk. Es gab interessante Begegnungen mit Frauen, die Gummi auf dem Kopf kleben hatten.

Frage: Offensichtlich haben Sie eine Menge Außerirdische lieben gelernt. Gibt es eine besondere Außerirdische, an welche Sie sich am leidenschaftlichsten erinnern?

Frakes: Ich denke, es wäre nachlässig, wenn ich nicht Will Rikers Vernarrtheit in klingonische Frauen erwähnen würde. Der Charakter hat auf einem klingonischen Schiff gedient und ich bekam mit, dass es eine wichtige klingonische Tradition ist, dass sich klingonische Männer in Paaren mit Frauen fortpflanzen. Auf dem klingonischen Schiff sagten dann zwei klingonische Frauen - ich glaube es waren Lursa und B'Etor, aber ich könnte mich irren - zu Commander Riker in einem meiner Lieblingsdialoge: "Ein Partner?!" (lacht)

Frage: Eine Menge weiblicher "Star Trek"-Fans leiden an einem Zustand, der sich Riker-Fieber nennt. Dieser Zustand wird durch das Dahinschmelzen beim Schein der Augen und des Bartes charakterisiert. Gibt es eine Heilung für Riker-Fieber?

Frakes: Oh, interessant. Ich wusste nichts vom Riker-Fieber. Ich weiß, dass es Personen in bestimmten Haushalten gab, die an Picard-Fieber gelitten haben, nach der ersten Staffel der Serie. Ich bin nach Bethlehem, Pennsylvania zu meiner Familie gefahren und meine Mutter hatte ein lebensgroßes Poster von Patrick Stewart an dem Kühlschrank kleben - und das war nicht das einzige Bild von Patrick, das ich in den Häusern von Freunden gesehen habe! Also glaube ich, dass es eher ein Picard-Fieber ist, auf das sie reagieren und ich denke, es liegt an seinem falschen britischen Akzent.

Frage: Gab es Zeiten, als Genie vielleicht ein bisschen verstört war von der guten Chemie zwischen Marina Sirtis und Ihnen?

In ihrem letzten "Star Trek"-Film heirateten sie schließlich: Frakes als Riker und Sirtis als Troi
Frakes: Ich denke nicht, dass Genie jemals von meiner Chemie auf dem Bildschirm verstört war. Sie und Marina sind Kumpels. Was Spaß macht, ist, wenn ich mit ihnen beiden ausgehe und die Leute erkennen, wie glücklich ich mit meinen beiden Frauen bin. Meine Frau hat eine Beziehung, eine 25-jährige Ehe mit einem Charakter namens Luke in der Serie "General Hospital". Es gibt also eine lange Tradition in unserer Familie, mit jemand anders verheiratet zu sein.

Frage: Sie haben im Kollektiv denkende, androide Zombies als Bösewichter. Würden Sie sagen, dass die Borg die besten Monster im "Star Trek"-Universum sind oder gibt es etwas, was Ihnen mehr Angst einjagt?

Frakes: Nein. Ich würde sagen, die Borg sind die größte Nemesis (das Wortspiel ist nicht beabsichtigt) von allen in "Star Trek" und einer der Gründe, warum die Borg so großartig sind, ist Oscar-Gewinner John Knowles, der für ILM arbeitet. Was er und sein Team, die viele "Star Trek"-Filme gemacht haben, erschaffen haben, um Michael Westmores Masken auszuschmücken, sticht den Leuten wirklich ins Auge.

Es hat aus "Star Trek" nicht nur einen Action- und Abenteuerfilm gemacht, sondern auch einen Horrorfilm. Die angsteinflößendsten Filme sind diejenigen, die sich in deinem Kopf einnisten, und die Idee, assimiliert zu werden, aus dem Gehirn heraus, ist erschreckend für Kinder aller Altersklassen.

Frage: Was ist das Besondere an Science-Fiction und "Star Trek", das solch eine riesige Reaktion der Fans auslöst?

Frakes: Ich habe immer gedacht, dass "Star Trek" bei den Fans einen bleibenden Eindruck hinterlässt und das schon seit 40 Jahren, weil der verstorbene, großartige Gene Roddenberry eine Bühne erschaffen hat auf all den Raumschiffen namens Enterprise und bei all den Serien, wo die Leute, die Stammbesetzungen, zivilisiert miteinander umgehen. Sie folgten der Ersten Direktive. Sie benahmen sich auf eine Art und Weise, die frei war von Rassismus und Sexismus.

Die Zukunft, die Gene erschaffen hat - und die Rick Berman und all die anderen Autoren dann versucht haben weiterzuführen - war eine Zukunft, in der es Hoffnung gab. Es gab einen gewissen positiven Denkansatz, dass menschliche Wesen und Außerirdische einen Weg gefunden hatten, ihr Zusammenleben zu gestalten und dass sie dabei noch irgendwie gut zur Natur waren. Ich meine, all diese Dinge, über welche wir uns zurzeit hinwegsetzen, werden uns noch unweigerlich auf die Füße fallen auf diesem Planeten, für welchen wir die Verantwortung tragen.

Jonathan Frakes mit Patrick Stewart
Genes Vision ist es, dass die Menschen des 24. Jahrhunderts das Richtige tun. Wir haben uns darum gekümmert, wir haben uns um uns gegenseitig gekümmert. Ich denke diese Eigenschaft - besonders im Angesicht der Tatsache, wie schlimm es in Darfur, in Belize, in Nordirland ist - ist ein Klischee, aber es ist diese Vision der Hoffnung, welche es "Star Trek" erlaubt hat, so populär zu sein für eine so lange Zeit. Verstehen Sie, was ich meine?

Frage: Total. Es ist die Idee, dass es eine Chance gibt, dass wir alle diesen Problemen entkommen können, in welchen wir uns zurzeit befinden. Auch fühlen alle Leute, die "Star Trek" mögen, wie schlimm ihr Leben auch sein mag, dass es zumindest Hoffnung gibt.

Frakes: Es zieht außerdem Leute an, die Hoffnung brauchen. Es ist sehr mächtig und ein großartiges Geschenk. Es ist eine großartige Sache, damit in Verbindung zu stehen, als Schauspieler, als Regisseur oder sonst wie. Es gibt so viele Sachen, für die wir Schauspieler vorsprechen, wenn wir jung und begierig auf einen Job sind. Zu den Glücklichen zu gehören, "die es geschafft haben", definiert uns alle.

Patrick [Stewart] sagt das Gleiche. Wir sollten uns so glücklich schätzen, so diplomatisch wie Picard und Riker in der Serie zu sein, und es ist ein Privileg, mit dieser besonderen Serie in Verbindung zu stehen. Glauben Sie mir, ich habe bei Serien mitgespielt, für die es sich nicht lohnt, sein Leben damit zu verbringen, sie zu verteidigen.

Dieser Artikel ist auch zusammen mit weiteren Texten rund um "Star Trek" und das phantastische Genre in der August-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(sk - 19.08.09 - Quelle: SciFiTV.com.au)

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