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Marc Friese (mf) Jonathan Frakes William T. Riker Jonathan Frakes war als William T. Riker Captain Picards "Nummer Eins". In den Trek-Serien "Deep Space Nine", "Voyager" und "Enterprise" hatte er weitere Gastauftritte. Jonathan Frakes wurde am 19. August 1952 in Bellefonte im US-Bundesstaat Pennsylvania geboren. Er wuchs in Bethlehem, Pennsylvania auf, wo er die Liberty High School besuchte und in der Schulband sowie in der Theatergruppe spielte.
Dort war es für ihn alles andere als leicht, an Schauspieljobs zu kommen. Um sich finanziell über Wasser zu halten, arbeitete er in dieser Zeit als Kellner und Möbelpacker und trat für einige Monate als Captain America, eine bekannte amerikanische Comic-Figur des Marvel-Verlags, auf Conventions auf. In New York spielte Jonathan Frakes zunächst in verschiedenen Theaterstücken am Off-Broadway; seine erste Rolle am Broadway bekam er 1977 im Musical "Shenandoah". 1977/78 ergatterte er auch seine erste Rolle im Fernsehen, in der Daily Soap "The Doctors". Als Frakes' Charakter in der Serie starb, zog er nach Los Angeles. Ab Ende der 70er- bis in die 80er-Jahre spielte Frakes dann Gastrollen in zahlreichen bekannten US-Serien, darunter "Fantasy Island", "Drei Engel für Charlie", "Barnaby Jones" (alle 1978) und "Die Waltons" (1979). 1980 spielte er in der Abenteuerserie "Boomer, der Streuner" und im Mehrteiler "Geliebtes Land" mit. Außerdem sah man ihn im TV-Film "Die Nacht, als der Terror tobte". Weitere Gastauftritte absolvierte Frakes unter anderem in "Ein Duke kommt selten allein" (1981), "Hart aber herzlich", "Polizeirevier Hill Street" und in zwei Folgen von "Quincy" (alle 1982). In einer Episode von "Die Zeitreisenden" spielte er den Luftfahrtpionier Charles Lindbergh. 1983 wurde Frakes als fester Darsteller für die Soap "Bare Essence" engagiert, die jedoch bereits nach elf Folgen abgesetzt wurde. Für Frakes hatte das kurze Engagement allerdings ein Gutes: Hier traf er seine spätere Ehefrau, die Schauspielerin Genie Francis. Nach der kurzen Zeit als festes Castmitglied hieß es für Frakes weiter Gastrollen annehmen. 1984 war er so zum Beispiel in "Ein Colt für alle Fälle", "Remington Steele" und "Ein Engel auf Erden" mit dabei. Mit seiner nächsten festen Rolle hatte Frakes ebenfalls wenig Glück: Für das Drama "Karussell der Puppen", in dem er als Sandy Parris zu sehen war, kam 1984 schon nach 13 Folgen das Aus. Im folgenden Jahr sah man Frakes als wiederkehrenden Charakter in elf Folgen der beliebten Seifenoper "Falcon Crest" und als Stanley Hazard im Mehrteiler "Fackeln im Sturm" schaffte er schließlich seinen großen Durchbruch. Während Frakes dort erneut an der Seite von Genie Francis spielte, verliebten sich die beiden ineinander. 1986 war er auch in der zweiten Staffel der Serie wieder mit dabei. Es folgten weitere Gastrollen, unter anderem in "Matlock" und der Seifenoper "Zeit der Sehnsucht", bis die Produzenten von "The Next Generation" auf ihn aufmerksam wurden.
Mit der zweiten Staffel erwachte auch Frakes' Interesse an der Regieführung. Er eignete sich umfassendes Wissen an, bis Produzent Rick Berman ihm in der dritten Staffel mit der Folge "Datas Nachkomme" erstmals die Chance gab, sein Können zu beweisen. Frakes bewährte sich und durfte bei sieben weiteren Folgen der Serie erneut im Regiestuhl platznehmen. Gemeinsam mit seinen TNG-Kollegen machte Frakes 1994 nach dem Ende von "The Next Generation" im "Treffen der Generationen" den Sprung auf die Kinoleinwand. Im selben Jahr nahm er seine Rolle als Stanley Hazard für den dritten "Fackeln im Sturm"-Mehrteiler noch einmal auf. Außerdem hatte er eine kleine Rolle in der Komödie "Ferien total verrückt" und war als Gast in der Sitcom "Überflieger" zu sehen. Am 20. August 1994 bekam seine Frau Genie ihren gemeinsamen Sohn Jameson. Dem Trek-Franchise blieb Frakes auch nach dem Ende von "The Next Generation" weiter verbunden und führte je drei Mal für die Nachfolgeserien "Deep Space Nine" und "Voyager" Regie. In beiden Serien hatte er auch je einen Gastauftritt. In der DS9-Folge "Defiant" kehrte er 1994 als Thomas Riker auf den Bildschirm zurück, zwei Jahre später spielte er noch einmal William T. Riker in der "Voyager"-Folge "Todessehnsucht". Von 1994 bis 1998 lieh Frakes in den "Gargoyles"-Zeichentrickserien und mehreren Filmen dem Widersacher David Xanatos die Stimme. Für die "Star Trek"-Computerspiele "A Final Unity" (1995) und "Generations" (1997) sprach er die Zeilen von Commander Riker ein. Neue Angebote als Schauspieler erhielt Jonathan Frakes während dieser Zeit so gut wie keine mehr - durch die immense Popularität als Commander Riker war er zum Typecasting-Opfer geworden. Ein Gastauftritt in "Superman - Die Abenteuer von Lois & Clark" (1995) und eine Rolle im Fernsehfilm "Brothers of the Frontier" bildeten die Ausnahme. Seinem hohen Bekanntheitsgrad verdankte er allerdings das Engagement als Moderator der Reihe "X-Factor", in der er von 1997 bis 2002 über mehrere Staffeln hinweg Fälle mit vordergründig übernatürlichen Elementen präsentierte, die in Wirklichkeit aber den Köpfen der Serienautoren entsprungen waren.
Zwischen beiden Filmen wurde Jonathan Frakes ein zweites Mal Vater. Seine Tochter Elizabeth wurde am 30. Mai 1997 geboren. Nur zwei Wochen zuvor hatte Frakes ein Familienmitglied verloren, als sein jüngerer Bruder David an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstarb. Von 1999 bis 2001 versuchte sich Frakes erstmals auch als Produzent und war auf einen Schlag erfolgreich. Die von ihm mitproduzierte Serie "Roswell" brachte es auf drei Staffeln, in denen er dazu fünf Mal Regie führte und zwei Gastauftritte absolvierte. Der Fernsehfilm "Final Destination - Auf Umwegen ins Jenseits", in dem er 1999 mitspielte und den er auch produzierte, war weniger erfolgreich als der Kinofilm gleichen Namens, der ein Jahr später anlief. Als Gast sah man Jonathan Frakes zu dieser Zeit in einzelnen Folgen der Sitcoms "The Lot" (1999), "Hinterm Mond gleich links" und "Oh Baby". Der Pilotfilm "Star Patrol", der 2000 unter Frakes' Regie entstanden war, ging nicht in Serie. 2002 kam der erste Kinofilm, bei dem Frakes jenseits von "Star Trek" im Regiestuhl saß, in die Kinos. Das Sci-Fi-Abenteuer "Clockstoppers" lief allerdings wenig erfolgreich. Für den letzten Streifen der "Next Generation", "Nemesis", der im gleichen Jahr in die Kinos kam, wurde Frakes die Regie nicht angeboten - trotz zweier erfolgreicher Leistungen in den Vorgängern. Diese Entscheidung wurde von den Fans scharf kritisiert, nachdem sich herausstellte, dass sein Nachfolger Stuart Baird gerade die Szenen aus der endgültigen Fassung des Films entfernt hatte, die ihm mehr Herz und ein stärkeres "Star Trek"-Gefühl gegeben hätten. Als die Macher von "Futurama" 2002 anfragten, ob Frakes für eine Gastrolle zur Verfügung stehe, willigte er ein und sprach in der Folge "Where No Fan Has Gone Before" wie zahlreiche andere Trek-Stars seinen Kopf im Glas. Eine weitere Regiearbeit fürs Fernsehen lieferte Frakes im gleichen Jahr mit einer Folge der "Twilight Zone" ab, bevor er sich an die Regie seines nächsten Kinofilms machte. Die kultige Marionettenserie "Thunderbirds" wurde 2004 fürs Kino umgesetzt, fand aber wenig Anklang bei den Zuschauern.
Zu Frakes' jüngeren Regiearbeiten gehören der Fernsehfilme aus der "The Librarian"-Reihe, eine Art Indiana-Jones-Verschnitt. Der erste, aus dem Jahr 2006, lief in Deutschland unter dem Titel "The Quest - Das Geheimnis der Königskammer", der zweite, "The Librarian: The Curse of the Judas Chalice" lief 2008 im US-Fernsehen; in beiden Filmen hatte er auch eine kleine Rolle. Derzeit führt Frakes bei den Serien "Persons Unknown" und "Leverage" regelmäßig Regie. In letzterer führte seine zufällige Anwesenheit am Set der Folge "The Snow Job", als er sich im Sommer 2009 auf die Regie einer kommenden Episode vorbereitete, sogar zu einem kurzen Gastauftritt, als man plötzlich noch einen Darsteller für einen Patienten im Wartezimmer brauchte. Jonathan Frakes lebt mit seiner Familie in der Nähe von Belfast im US-Bundesstaat Maine, wo er zudem als Lehrer für Film und Fernsehen arbeitet. Episoden mit Jonathan Frakes The Next Generation Jonathan Frakes gehörte für alle sieben Staffeln der Serie zur Stammbesetzung und war in allen 178 Folgen der Serie zu sehen. Deep Space Nine
Voyager
Enterprise
Kinofilme
Regisseur Jonathan Frakes The Next Generation
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(mf - 26.08.09) Weiterführende Links
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