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Marc Friese (mf)13.07.00

Michael Dorn

Worf

Als Worf prägte Michael Dorn die Darstellung der Klingonen wie kein anderer. Nach sieben Staffeln "Next Generation" wechselte er ab der 4. Staffel zur Serie "Deep Space Nine".

Michael Dorn wurde am 9. Dezember 1952 in Luling, Texas geboren, zog mit seinen Eltern jedoch nach zwei Jahren nach Pasadena in Kalifornien. Seine Kindheit war bestimmt von der Begeisterung für zwei Dinge: Musik und Flugzeuge.

Michael Dorn stieß erst im allerletzten Augenblick zur TNG-Besatzung.
Nachdem Michael Dorn die High-School abgeschlossen hatte, begann er ein Psychologie-Studium, brach es aber nach zwei Jahren ab und wechselte zur Radio- und Fehsehkommunikation. Nach einiger Zeit verließ er das Pasadena City College, um sein Glück als Musiker und Schauspieler zu versuchen, was ihn unter anderem nach San Francisco und Los Angeles führte. Nach einigen Gelegenheitsjobs kehrte er zur Uni zurück und belegte als Hauptfach die Schauspielerei. Jedoch brach er wieder ab, um direkt vor der Kamera stehen zu können und begann so Mitte der 70er-Jahre seine Karriere als Statist in Hollywood als Apollo Creeds Bodyguard im Kinofilm "Rocky" und in "Des Teufels Saat". Es folgten Gastauftritte in der kurzlebigen Serie "W.E.B." und in einer Folge von "Unter der Sonne Kaliforniens".

Seine erste große Rolle bekam er 1979 mit der Serie "CHiPS", wo er drei Jahre, bis zu der Einstellung der Serie, den Officer Jed Turner spielte. In den nächsten Jahren spielte Dorn Gastrollen in den verschiedensten Serien, darunter die Drama-Serien "Hotel" (1983) und "Falcon Crest" (1987) sowie die Komödien "Capitol" (1982) und "Gimme a Break!" (1982 und 84). Seine erste echte Filmrolle drehte Dorn als Nebendarsteller im Gerichts-Thriller "Das Messer" (1985). 1986/87 gehörte Michael Dorn als Jimmy zur Besetzung des Seifenoper-Dauerbrenners "Zeit der Sehnsucht".

Danach ergatterte er die Rolle, die ihn weltweit berühmt machen sollte und stieß 1987 als Klingone Worf zur Besetzung der "Next Generation". Tatsächlich bekam er die Rolle im letzten Moment, wo die Crew eigentlich ohne ihn komplett gewesen wäre. So hatte er nur kleinere Auftritte und bekam erst zum Ende der 1.Staffel eine Folge, die hauptsächlich auf seinen Charakter gerichtet war und den Anfang des umfangreichen Klingonen-Handlungsbogen bedeutete.

Mit der zweiten Staffel wurden seine Auftritte größer, der Klingonen-Arc wurde aufgegriffen und zu Michael Dorns Freude wurde sein Make-up leicht verändert, was ihm eine beträchtliche Zeitersparnis einbrachte. Nachdem man zum ersten Mal den klingonischen "Tag der Ehre" sah, wurde einige Folgen später Worfs Partnerin K'Ehlyr in die Handlung eingeführt. In der 4.Staffel starb K'Ehlyr durch die Hand des Klingonen Duras und Worf erfuhr von ihrem gemeinsamen Sohn Alexander, den er seinen Pflegeeltern auf der Erde übergab, ihn aber bald zu sich holte.

Als Worf prägte er das Erscheinungsbild der modernen Klingonen.
Schon früh in seiner Zeit bei TNG spielte Michael Dorn auch außerhalb der Serie, als er 1989 in der letzten Folge von "Webster" als Worf zu sehen war. Im selben Jahr kehrte er für eine Folge zur Sitcom "227" zurück, in der er bereits 1986 das erste Mal aufgetreten war. Auch in den folgenden Jahren gelang es Michael Dorn regelmäßig, seinen Part in "Star Trek" mit Auftritten außerhalb der "Next Generation" zu kombinieren.

Zwischen der 4. und 5. Staffel spielte der Worf-Darsteller auf Anfrage der Regisseurs Nicholas Meyer die Rolle von Worfs Großvater, Colonel Worf, in "Star Trek VI". Ebenfalls 1991, und im darauffolgenden Jahr, legte Dorn mit Sprechrollen in drei Folgen der populären Puppenserie "Die Dinos" den Grundstein für einen weiteren Karrierezweig. Einen kurzen Auftritt hatte Dorn zudem in der Folge "Summer of '92" aus der Serie "Parker Lewis - Der Coole von der Schule" und 1993 stellte der Schauspieler seine Stimme zum ersten Mal auch für Computerspiele zur Verfügung, als er an "Stellar-Fire" und "Gabriel Knight: Sins of the Fathers" mitwirkte.

1994 dann kam das siebenjährige Engagement bei "The Next Generation" zu seinem Ende. Mit seinen Kollegen wechselte Dorn nach dem Ende von TNG auf die große Leinwand, auch wenn er seinen Part in "Star Trek: Treffen der Generationen" als zu klein empfand.

Jenseits der Kinoleinwand widmete Michael Dorn sich zunächst vor allem seiner Karriere als Sprecher. So lieh er unter anderem 1995 Worf die Stimme für das Computerspiel "A Final Unity" und wirkte ein Jahr später am Spiel "Star Trek: Klingon" mit. In den beiden Jahren lieferte er auch Sprache für die Computerspiele "Mission Critical" und "Mission Force: CyberStorm". Auch im Fernsehen konnten die Amerikaner Michael Dorn während dieser Zeit öfters hören, in einigen Folgen von "Aladdin", "Fantastic Four", "Gargoyles - Auf den Schwingen der Gerechtigkeit" und weiteren Zeichentrickserien.

Auf dem Fernsehbildschirm war er in einer Folge von "The Parent 'Hood" und im Film "Amanda und der Außerirdische" zu sehen, im Kino lief 1995 "Timemaster – Aus der Zukunft zurück" mit Michael Dorn.

Dorn wechselte kurz nach dem TNG-Ende zur Schwesterserie DS9.
Dann bekam Michael Dorn einen Anruf, der ihn erneut zu "Star Trek" zurückbrachte: Die Produzenten wollten seinen beliebten Charakter nach "Deep Space Nine" versetzen - ein Angebot, dass der Schauspieler ohne langes Zögern annahm. Noch 1995 schlüpfte er mit Beginn der 4. DS9-Staffel zurück in die Klingonenmaske, die er über weitere vier Jahre tragen sollte. In dieser Zeit stieß er zudem zweimal wieder zur Gruppe der TNG-Darsteller und drehte mit ihnen weitere Kinoabenteuer: "Der erste Kontakt" 1996 und "Der Aufstand" 1998. Bei "Deep Space Nine" gelang es Dorn, neue Pfade einzuschlagen: In der 5. Staffel gab er für die Folge "Die Karte" sein Debüt als Regisseur, auch in den folgenden zwei Staffeln führte er je einmal Regie.

Neben seiner Rolle in "Deep Space Nine" verfolgte Dorn seine Sprecherkarriere stetig weiter und war währenddessen in zahlreichen Computerspielen, Zeichentrickserien und -filmen zu hören. Zu den bekannteren Spielen zählen die "Star Trek"-Titel "Generations" (1997) und "Armada" (1999) sowie "Fallout 2"; bei den Zeichentrickproduktionen fallen "Gargoyles: The Goliath Chronicles" (1996) und "Gargoyles: Brothers Betrayed" (1998) sowie "I.M. Weasel" und "Cow and Chicken – Muh-Kuh und Chickie", in denen Dorn zwischen 1997 und 1999 in insgesamt 19 Folgen den I.M Weasel sprach, in die Kategorie der bekannteren. Außerdem lieh Dorn in der Serie "Hercules" und dem Videofilm "Hercules: Zero to Hero" 1998 und 99 dem Minotaurus seine Stimme.

Nach dem Ende von "Deep Space Nine" setzte Dorn seine Karriere als Schauspieler und Sprecher in Film, Fernsehen und Computerspielen erfolgreich fort. So war er in den darauffolgenden Jahren in den "Star Trek"-Spielen "Klingon Academy", "Invasion", "The Fallen" (alle 2000) und "Away Team" (2001) zu hören. Im Fernsehen spielte er Gastrollen unter anderem in "Pretender" (1999), "Martial Law – Der Karate-Cop" (2000) und "Eine himmlische Familie" (2001). In fünf Folgen der "Superman"-Zeichentrickserie hörte man ihn zwischen 1996 und 2000 als Kalibak, und als Duke Achillus hatte er eine prominente Sprechrolle im Computerspiel "Emperor: Schlacht um Dune". In "Outer Limits – Die unbekannte Dimension" spielte er 2002 ein zweites Mal, nach 1995, die Rolle des Pete Claridge (2002).

Das Jahr 2002 brachte für Dorn, neben der Rolle als Sandman in "Santa Clause 2 - Eine noch schönere Bescherung", in "Star Trek: Nemesis" auch den letzten Auftritt als Worf in "Star Trek". Damit hatte Michael Dorn den Klingonen in insgesamt 279 Folgen und Filmen verkörpert, was ihn zum Trek-Darsteller mit den meisten Auftritten im "Star Trek"-Universum macht. Für die "Enterprise"-Folge "Zwei Tage auf Risa" kehrte Michael Dorn noch einmal in den Trek-Regiestuhl zurück. Im gleichen Jahr führte er außerdem bei einer Folge von "V.I.P. – Die Bodyguards" sowie beim TV-Film "Through the Fire", zu dem er auch das Drehbuch schrieb, Regie.

Danach widmete der Künstler sich weiter einer Vielzahl von Sprechrollen: 2003 war Michael Dorn in zwei Folgen der "Spider-Man"-Zeichentrickserie und im Familienfilm "Kim Possible: A Stitch in Time" zu hören. Als Kalibak machte Dorn den Sprung von "Superman" zur Zeichentrickserie "Die Liga der Gerechten" und war zwischen 2003 und 2005 in fünf Folgen zu hören. Im gleichen Zeitraum sprach er zudem 20 Mal den Centurion Robot in "Duck Dodgers". Für "World of Warcraft" sprach er 2004 verschiedene Stimmen ein. Zu sehen bekam man Dorn während dieser Zeit nur noch in B-Movies, wie zum Beispiel "The Interplanetary Surplus Male and Amazon Women of Outer Space" (2003) oder "Projekt D.E.E.P. – In brennender Tiefe" (2005).

Neben seiner Schauspieltätigkeit ist Dorn auch ein gefragter Sprecher für Zeichentrickserien und Computerspiele.
2005 lieferte Dorn die Stimme für einen Auftritt von Worf in der Zeichentrickserie "Family Guy" (Folge "Peter's Got Wood"). In einer weiteren Fortsetzung nahm er 2006 seine Rolle als Sandman in "Santa Clause 3 – Eine frostige Bescherung" wieder auf. Abseits dieser Titel spielte Dorn weiter in wenig beachteten Filmen, die im Fernsehen liefen oder direkt auf DVD erschienen. Dazu zählen "All You've Got", "Kampf der Maschinen", "Fallen Angels" (alle 2006), "Lesser of Three Evils", "Night Skies" und "The Deep Below"(alle 2007). Bei letzterem gehörte Dorn zudem zum Produzentenstab.

Mit seiner Rolle als Nathan Riggs in zwei Folgen der Mystery-Serie "Without a Trace - Spurlos verschwunden" stand Michael Dorn erstmals seit "Deep Space Nine" wieder bei einer quotenträchtigen Serie vor der Kamera. Das Glück hatte er 2008/09 mit seiner Rolle als US-Präsident in zwei "Heroes"-Folgen erneut.

Zu Michael Dorns jüngsten Projekten gehören Sprechrollen in der beliebten Zeichentrickserie "Batman: The Brave and the Bold" und dem Video-Titel "Bionicle: The Legend Reborn" (beide 2009) sowie in den Computerspielen "Mass Effect 2", "StarCraft II: Wings of Liberty" und "Fallout: New Vegas" (alle 2010). In der "Family Guy"-Folge "Not All Dogs Go To Heaven" sprach er 2009 sich selbst. Als Worf kann ihn hier zudem 2010 erneut in "Family Guy Presents: It' a Trap" hören. 2011 dann kommt der Zeichentrickfilm "Strange Frame: Love & Sax" in die Kinos, in dem Dorn eine kleinere Rolle spricht.

Privat ist Dorn der Flugleidenschaft seit seiner Kindheit treu geblieben. Dorn hat sich zum Piloten ausbilden lassen und ist unter anderem bereits gemeinsam mit den Kunstflugstaffeln Blue Angels und Thunderbirds der US-Luftwaffe geflogen. Er ist Mitglied der Aircraft Owners and Pilots Association und sitzt im Beirat der Air Force Heritage Foundation. Sein monetärer Verdienst durch "Star Trek" ermöglichte es ihm, verschiedene Düsenjets zu kaufen, so besitzt oder besaß der Künstler zum Beispiel eine T-33 Shooting Star, eine F-86 Sabre und eine North American Sabreliner.

Episoden mit Michael Dorn

The Next Generation

Michael Dorn gehörte für alle sieben Staffeln der Serie zur Stammbesetzung und war in fast allen Folgen der Serie zu sehen - außer in 1.04 "Der Ehrenkodex" ("Code of Honor") und 1.11 "Die Frau seiner Träume" ("Haven").

Deep Space Nine

Michael Dorn gehörte der Stammbesetzung von der vierten Staffel bis zur siebten und letzten Staffel der Serie an. Während dieser Zeit sah man ihn in allen Folgen außer 6.02 "Entscheidungen" ("Rocks and Shoals"), 6.10 "Der glorreiche Ferengi" ("The Magnificent Ferengi"), 7.05 "Sarina" ("Chrysalis") und 7.11 "Die verlorene Tochter" ("Prodigal Daughter").

Kinofilme

  • "Star Trek VI: Das unentdeckte Land" ("Star Trek VI: The Undiscovered Country")
  • "Star Trek: Treffen der Generationen" ("Star Trek: Generations")
  • "Star Trek: Der erste Kontakt" ("Star Trek: First Contact")
  • "Star Trek: Der Aufstand" ("Star Trek: Insurrection")
  • "Star Trek: Nemesis" ("Star Trek: Nemesis")

Regisseur Michael Dorn

Deep Space Nine

  • 5.25 "Die Karte" ("In the Cards")
  • 6.18 "Inquisition" ("Inquisition")
  • 7.21 "Ein Unglück kommt selten allein" ("When It Rains...")

Enterprise

(mf - 20.11.10)

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