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Henning Koonert (hk) Wil Wheaton Wesley Crusher Der Schauspieler und Autor hat seine Tage als Wesley Crusher längst hinter sich gelassen und lebt als Blog-Pionier, Kolumnist und Comic-Fan die Geek-Kultur. Der Mime, der mit vollem Namen Richard William Wheaton III heißt, stammt aus dem kalifornischen Burbank, wo er am 29. Juli 1972 zur Welt kam. Wheaton hat eine jüngere Schwester namens Amy und einen kleinen Bruder, Jeremy; seine Mutter Debbie war Schauspielerin, sein Vater Richard war Mediziner.
Es folgte eine Sprechrolle im Zeichentrickfilm "Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH" (1982). In den folgenden Jahren sah man Wil in den Filmen "Hambone and Hillie" (1983), "Biete Mutter - suche Vater", "Starfight" (beide 1984), "Flucht in Ketten" (1986) und einer Folge aus der Serie "Ein Engel auf Erden" (1985), bevor der junge Schauspieler mit seiner Rolle als Gordi Lachance 1986 in "Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers" seinen Durchbruch feierte. "Stand by Me" ist die Filmumsetzung von Stephen Kings Erzählung "Die Leiche". Noch im selben Jahr bekam Wil eine Gastrolle für eine Folge von "Chefarzt Dr. Westphall", 1987 sah man ihn in einer Folge von "Familienbande" und den Fernsehfilmen "Die Jugend des Magiers", "Der Mann, der auf die Erde fiel" und "The Curse", in dem er gemeinsam mit seiner Schwester Amy spielte. Durch "Stand by Me" war Wil Wheaton auch David Gerrold und Robert Justman aufgefallen, die zu der Zeit mit Gene Roddenberry an der Entwicklung einer neuen "Star Trek"-Serie arbeiteten. Roddenberry hatte dem Charakter Beverly Crusher ursprünglich eine Tochter namens Leslie zur Seite stellen wollen, ließ sich aber von seinen Mitarbeitern überzeugen: Nach einem Vorsprechen erhielt Wheaton die Rolle, und aus Leslie war Wesley geworden. In der Rolle des jungen Wunderknaben und Besserwissers Wesley Crusher wurde Wheaton für eine große Zahl von Trek-Fans schnell zum Hassobjekt. So forderte eine Kampagne gar den schnellen Tod Wesley Crushers. Dass viele in ihren teils extrem heftigen Reaktionen nicht den Unterschied zwischen Charakter und Schauspieler machen konnten oder wollten, empfand der junge Mime als Belastung. Andererseits berichtet Wheaton inzwischen auch freimütig, dass er durch seinen Erfolg als Kinderdarsteller häufig auch arrogant gegenüber seinen Kollegen gewesen sei, was er bis heute bereut. Die Reaktionen auf Wheatons Mitwirken an "Star Trek" waren aber nicht nur einseitig. In Gene Roddenberry, der Wesley Crusher als eine Art eigenes Wunschkind schrieb, fand er einen großen Fürsprecher und Wil-Wheaton-Fans schalteten "The Next Generation" nur wegen Wesley Crusher ein. .Für seine Rolle als Wesley Crusher wurde er dreimal für den Young Artist Award nominiert, den er einmal gewinnen konnte.
Nach seinem "Star Trek"-Ausstieg erhielt Wheaton eine Gastrolle in der Serie "Monsters" und spielte 1991 Joey Trotta im Actionfilm "Boy Soldiers". Rollenangebote in großen Kinofilmen, wie von Wheaton gehofft und von seinen Beratern in Aussicht gestellt, blieben jedoch aus. Er spielte fortan vor allem in Independent-Filmen wie "Vergewaltigt - jung und schuldigEine Frau ohne Vergangenheit" (1991) oder "Mr. Stitch" (1995) mit. Da Wheaton keine lukrativen Schauspielangebote erhielt, zog er für anderthalb Jahre nach Topeka, Kansas, wo er für die Softwarefirma NewTek in der Produktüberprüfung und Qualitätskontrolle arbeitete. In diesem Job sah Wheaton jedoch letztendlich keine Perspektive und zog wieder nach Los Angeles. Als Wesley Crusher kehrte er schließlich zwischen 1991 und 1994 noch vier Mal zu "The Next Generation" zurück. Ende der 90er-Jahre war Wheaton als Gastdarsteller in einzelnen Folgen verschiedener Fernsehserien zu sehen, darunter "The Outer Limits - Die unbekannte Dimension" (Folge 2.18, "Die Superbombe", 1997), "Gun - Kaliber 45" (1997), "The Love Boat: The Next Wave" (1998) und "Guys Like Us" (1999). In der Folge "Das Gutachten" (6.06) aus "Diagnose: Mord" war Wheaton 1998 gemeinsam mit den Trek-Darstellern George Takei, Walter Koenig, Majel Barrett und Grace Lee Whitney zu Gast. Im Fernsehfilm "The Day Lincoln was Shot" spielte Wheaton 1998 den ältesten Sohn des US-Präsidenten. 1997 kehrte Wil Wheaton mit seiner Rolle als Bennett Hoenicker im Disney-Film "Flubber" auch für kurze Zeit zurück ins Kino. Vornehmlich sah man ihn jedoch weiterhin in Independent-Produktionen unterschiedlicher Qualität. Zu den besseren zählen "Foreign Correspondents" (1999), "The Girls' Room" (2000) und "Jane White Is Sick and Twisted" (2002). Für sein Schauspiel in letzterem wurde Wheaton beim Melbourne Underground Film Festival als bester Schauspieler ausgezeichnet. "The Good Things", in dem Wheaton als frustrierter Mautkassierer aus Kansas zu sehen war, wurde 2002 beim Deauville Film Festival zum besten Kurzfilm gekürt. Zu Wheatons weniger rühmlichen Auftritten zählen die Filme "Deep Core - Die Erde brennt", in dem er gemeinsam mit Terry Farrell zu sehen war, und "Python - Lautlos kommt der Tod".
Wheaton bezeichnet sich selbst freimütig als Geek und dementsprechend dreht sich in seinem Blog vieles um die Geek- und Nerd-Kultur mit ihren Aspekten wie Science-Fiction, Comics, Computerspielen, neuen Technologien und Hobbys wie Geocaching. Seither ist Wheaton auch als Kolumnist gefragt. Er schreibt regelmäßig für die Los Angeles Metroblogging Website, seit 2005 ist er Geek-Reporter für SuidiceGirls. 2005 jagte er die Datenbank seines ersten Blogs in die Luft und bloggt seither unter dem Titel WWdN: In Exile. Im Magazin "Dungeon" hatte er eine regelmäßig erscheinende Kolumne, genauso wie im The Onion AV Club. Für den Internetsender Revision3 moderierte er von 2006 bis 2007 einen Podcast namens "InDigital". Wheaton schreibt auch für Slashdot, bei TVSquad verfasst Wheaton derzeit beißende Rezensionen zu den frühen TNG-Folgen. Er schreibt außerdem eine wöchentliche Kolumne für LA Weekly. Wheaton ist auch ein häufiger Twitter-Nutzer. Wil Wheatons Online-Publikationen bilden die Grundlage für eine Reihe von Büchern. Gesammelte Postings aus seinen Message Boards wurden in zwei Bänden unter den Titeln "Boxer Shorts" und "Boxer Shorts Redux" veröffentlicht. Im seit 2003 mehrfach aufgelegten "Dancing Barefoot" hat Wheaton längere Versionen seiner Blog-Einträge gesammelt. Wheatons Memoiren "Just A Geek" erschienen 2004. Drei Jahre später hat er in "The Happiest Days of Our Lives" eine weitere Kolumnensammlung veröffentlicht. Wheatons jüngste Kolumnensammlung ist 2008 unter dem Titel "Sunken Treasure" erschienen. Wil Wheaton hatte auch im neuen Jahrtausend weitere Auftritte in Film und Fernsehen. 2001 nahm er mit seinen ehemaligen Trek-Kollegen an einer Folge der US-Version von "Der Schwächste fliegt" teil. 2002 sah man ihn ein letztes Mal als Wesley Crusher in "Star Trek: Nemesis". Seine Rolle war ursprünglich etwas größer angelegt, die meisten seiner Szenen landeten jedoch auf dem Fußboden des Schneideraums. Seine Leidenschaft für Poker, über die er regelmäßig bloggte, führte Wheaton erneut ins Fernsehen. 2005 nahm er an der World Poker Tour und der World Series of Poker teil und wurde Mitglied im Team PokerStars. 2007 machte er bekannt, dass er aufgrund von Gesetzesänderungen in den USA nicht weiter dem Team PokerStars angehören werde.
Wheatons Sprechrollen beschränken sich aber nicht nur auf Computerspiele, auch in mehreren Zeichentrickserien konnte man den Schauspieler im US-Fernsehen hören, unter anderem hatte er Gastrollen bei "Super Robot Monkey Team Hyperforce Go!" (2005), "Kyle + Rosemary" und "PvP: The Animated Series" (beide 2007). In "Batman: The Brave and the Bold" sprach er 2008 in einer Folge den Blue Beetle. Sechs Mal war Wheaton zwischen 2003 und 2005 als Aqualad bei "Teen Titans" dabei, in "Legion of Super Heroes" war er in den Jahren 2007 und 2008 vier Folgen lang Cosmic Boy. Zu Wheatons jüngsten Sprechrollen gehört die des Darkstar in "Ben 10: Alien Force", seit 2008 trat er in bisher vier Folgen auf. Gemeinsam mit seinen TNG-Kollegen sprach er 2009 eine Zeichentrickversion von sich selbst in der "Star Trek"-Hommage von "Family Guy", "Not All Dogs Go to Heaven". Gelegentlich trat Wil Wheaton in den letzten Jahren auch als Gaststar in bekannten Fernsehserien auf, zum Beispiel 2005 in der "CSI"-Folge 5.17 "Zweifelhaftes Geständnis". Weiter filmte er im Jahr 2007 einen Auftritt als Comickünstler in der Folge 4.09 "Graphic" der Serie "Numbers - Die Logik des Verbrechens" und war 2008 als Mörder Floyd Hansen bei "Criminal Minds" (Folge 4.04 "Paradise") zu sehen. Das Erscheinen von "Star Trek"-Mangas im Verlag Tokyopop eröffnete Wheaton die Gelegenheit, sich auch in diesem Medium auszuprobieren. Er verfasste die Story für die TOS-Geschichte "Cura Te Ipsum" im 2007 erschienenen Manga "Kakan Ni Shinkou". 2008 schrieb er mit "Art of War" eine weitere Classic-Story für den Manga "Uchu". Wil Wheaton lebt zusammen mit seiner Frau Ann und ihren zwei Kindern Ryan und Nolan in Pasadena, Kalifornien. Wheaton spielt gern Gitarre und Golf und interessiert sich für Eishockey. Politisch machte Wheaton seine heftige Abneigung gegen George W. Bush publik und engagierte sich im Wahlkampf 2008 für Barack Obama. Episoden mit Wil Wheaton The Next Generation Wil Wheaton gehörte bis in die vierte Staffel der Serie zur Stammbesetzung und war in den meisten Folgen der Staffeln 1 bis 3 sowie den ersten sieben Folgen aus Staffel 4 zu sehen. Weitere Folgen mit Wil Wheaton:
Kinofilme
(hk - 17.08.09) Weiterführende Links
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