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Henning Koonert (hk)08.04.09

George Takei

Hikaru Sulu

George Takei war der Steuermann der Enterprise, Lieutenant Hikaru Sulu. Die Rolle spielte er in der Classic-Serie, in sechs Kinofilmen und in einer Folge von "Voyager".

George Hosato Takei wurde am 20. April 1937 in Los Angeles, Kalifornien als Sohn von Fumiko Emily und Takekuma Norman Takei, der in der Immobilienbranche tätig war, geboren. Takekuma benannte seinen Sohn nach dem britischen König Georg VI., der im selben Jahr den Thron bestiegen hatte.

George Takei
Der junge George wurde gemeinsam mit seinen Eltern und über 100.000 anderen Asiaten und asiatischstämmigen Amerikanern nach dem Angriff auf Pearl Harbor in eines der amerikanischen Internierungslager gesteckt und dort jahrelang ohne Anklage festgehalten. 1942 brachte man die Familie Takei zunächst in das Lager Rohwer in den Sümpfen von Arkansas, später wurden sie ins Lager Tule Lake in Kalifornien gebracht. Nach dem Sieg über Japan und dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Lager aufgegeben und man entließ die Insassen wieder in die Freiheit. Die Familie Takei kehrte nach Los Angeles zurück. George Takei setzt sich seit langem dafür ein, dass dieses dunkle Kapitel amerikanischer Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.

In Los Angeles ging der junge George zunächst an die Mount Vernon Junior High School und dann an die Los Angeles High School. Nach seinem Schulabschluss begann Takei ein Architektur-Studium an der University of California in Berkeley, immatrikulierte sich aber später auf dem Campus in Los Angeles, wo er 1960 den Bachelor of Arts im Fach Theater machte und vier Jahre später auch im selben Fach mit dem Master of Arts abschloss. Nach einer Zeit am Shakespeare Institute im britischen Stratford-upon-Avon und der Sophia-Universität im japanischen Tokio verfolgte er seine Schauspiel-Ausbildung beim Filmstudio Desilu.

Noch während seiner Studienzeit bekam Takei seinen ersten Auftrag in Hollywood. 1957 wurde er als Synchronsprecher für den japanischen Monsterfilm "Rodan" verpflichtet und sprach die englischen Texte für gleich acht verschiedene Charaktere im Film ein. Kurz danach war er auch als Synchronstimme in "Godzilla kehrt zurück" zu hören, ebenfalls ein Monsterfilm aus Japan.

1959 war George Takei zum ersten Mal im Fernsehen zu sehen, in einer Folge der Serie "Playhouse 90". Auch in einigen weiteren Serien bekam Takei kleinere Gastrollen und 1960 gab er als Wang im Film "Titanen" mit Richard Burton in der Hauptrolle sein Debüt auf der großen Leinwand. Im gleichen Jahr sah man ihn im Film "Stoßtrupp Saipan". Diesem ersten Auftritt im Kriegsfilm mit Jeffrey Hunter sollten in den nächsten Jahren noch mehrere im gleichen Genre folgen, darunter "Morituri" und "PT 109".

Nebenrollen spielte Takei zu Beginn der 60er-Jahre auch im Actionfilm "Rote Linie 7000" und den romantischen Komödien "1000 Meilen bis Yokohama" und "Nicht so schnell, mein Junge". Auch in den damals sehr beliebten Serien "Twilight Zone" (Folge "The Encounter"), "Kobra, übernehmen Sie" (Folge 10 "Willkommen in Klein-Amerika"/"The Carriers") und "Hawaiian Eye" war er zu sehen. In letzterer spielte er innerhalb von zwei Jahren in vier Folgen jedes Mal einen anderen Charakter.

Takei als Sulu im Pilotfilm "Spitze des Eisbergs"
1965 wurde er für den zweiten "Star Trek"-Pilotfilm verpflichtet und spielte in allen drei Staffeln der Classic-Serie Lieutenant Hikaru Sulu. In der Drehpause zwischen der ersten und zweiten Staffel stand Takei als Captain Nim im Kriegsfilm "Die grünen Teufel" vor der Kamera. Da sich aber die Dreharbeiten zum Film, der 1968 veröffentlicht wurde, hinauszögerten, verpasste er Teile der zweiten TOS-Staffel. Die ursprünglich für Sulu geschriebenen Handlungen wurden während der Zeit häufig auf den neuen Charakter Pavel Chekov übertragen. Daher sah Takei in seinem neuen Kollegen zunächst eine Bedrohung für die eigene Laufbahn. Aus der anfänglichen Eifersucht entwickelte sich aber mit der Zeit eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden.

Nachdem die Serie 1969 abgesetzt wurde, spielte Takei Gastrollen in mehreren Fernsehserien und war 1970 in der Kriegskomödie "Wo bitte geht es hier zur Front?" zu sehen. 1973 kehrte er für anderthalb Jahre zu "Star Trek" zurück und sprach die Texte von Mr. Sulu in der "Star Trek"-Zeichentrickserie, in der er außerdem auch ein paar anderen Nebencharakteren die Stimme lieh.

1973 versuchte der Schauspieler, in die Politik einzusteigen. Er kandidierte für den Stadtrat in Los Angeles, verlor die Wahl aber äußerst knapp mit einem Rückstand von nur 1647 Stimmen. Nach der verlorenen Wahl für den Stadtrat blieb Takei in der Kommunalpolitik aktiv. Von Bürgermeister Tom Bradley wurde er in den Verwaltungsrat des Southern California Rapid Transport District berufen, wo er die Pläne für ein U-Bahn-System in Los Angeles anschob. Takei war elf Jahre lang Mitglied des Verwaltungsrats.

In den 70ern spielte er weitere Gastrollen, zum Beispiel in den Serien "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" und "Hawaii Fünf-Null". 1979 machte er als Sulu gemeinsam mit dem Rest der Enterprise-Besatzung den Sprung auf die große Leinwand. Im gleichen Jahr schrieb er zusammen mit Robert Asprin den Science-Fiction-Roman "Mirror Friend, Mirror Foe". Auch in den nächsten vier Kinofilmen mit der Classic-Crew war er als Steuermann der Enterprise zu sehen, bis er 1991 als Sulu in "Star Trek VI" mit der Excelsior sein eigenes Kommando bekam. Takei sprach außerdem die Hörspielfassung zu "Star Trek V" und war gemeinsam mit Leonard Nimoy auch im Hörbuch zu "Star Trek IV" zu hören. Für dieses Hörspiel wurden die beiden für einen Grammy nominiert. Später nahm Takei drei Hörspiele mit Abenteuern von Captain Sulu und der Excelsior auf, die unter dem Titel "Captain Sulu Adventures" veröffentlicht wurden.

Im Jahr 1986 bekam er seinen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Ein Jahr später lernte George Takei in einem homosexuellen Lauftreff Brad Altman kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und sind seither ein Paar. Zwischen den Dreharbeiten zu den "Star Trek"-Filmen filmte Takei Gastauftritte in bekannten Serien wie "Trapper John, M.D.", "MacGyver" (1986, Folge 2.04 "Das Wunschkind"/"The Wish Child"), "Mord ist ihr Hobby" (1987, Folge 3.16 "Der Tote im Sand"/"The Bottom Line Is Murder") und in "Miami Vice" (1987, Folge 3.20 "Lady Love"/"By Hooker by Crook") als Drogenboss Kenneth Tagaru, dessen mit zahlreichen riesengroßen Aquarien bestücktes Büro im Showdown völlig verwüstet wird. 1989 spielte er im Kriegsfilm "Zurück vom River Kwai" mit.

1994 erschien George Takeis Biographie unter dem Titel "Zu den Sternen". Von Präsident Clinton wurde der Schauspieler in die Japan-United States Friendship Commission, die der Pflege der Beziehungen zwischen beiden Staaten dient, berufen. In den 90ern war George Takei auch wieder stärker als Sprecher aktiv, unter anderem lieh er Charakteren in den Zeichentrickserien "The Simpsons", "Spider-Man" und "Batman of the Future" seine Stimme. 1998 war er auch als First Ancestor Fa im Disney-Zeichentrickfilm "Mulan" zu hören. Diese Rolle nahm er in der Video-Fortsetzung aus dem Jahr 2004 erneut auf. In den "Star Trek"-Computerspielen "Judgment Rites", "Starfleet Academy" und "Starfleet Command" sprach er Sulu und 1996 kehrte er noch einmal als dieser ins Fernsehen zurück, für die "Voyager"-Folge "Tuvoks Flashback", die zum 30-jährigen Jubiläum als Hommage an die Classic-Serie gedreht wurde. Danach warb Takei längere Zeit vehement für eine Excelsior-Serie mit ihm als Captain als Nachfolger für "Voyager", blieb aber schlussendlich erfolglos.

Als Sulu kommandierte er schließlich die Excelsior
2002 war er mit vielen seiner Kollegen in der Folge "Where No Fan Has Gone Before", einer "Star Trek"-Parodie der Zeichentrickserie "Futurama" zu hören. 2003 sah man ihn im Fernsehfilm "DC 9/11: Time of Crisis" als Verkehrsminister der USA, ein Jahr später spielte er in der Serie "Scubs - Die Anfänger" (Folge 3.22 "Mein bester Freund heiratet"/"My Best Friend's Wedding") mit. Im November 2004 wurde er von Akihito, dem Kaiser von Japan, für seinen Einsatz für die japanisch-amerikanischen Beziehungen mit dem Orden der aufgehenden Sonne geehrt. Dies ist die höchste Auszeichung, die in Japan an Ausländer verliehen werden kann.

Im Jahr 2005 machte George Takei mit einem Interview im Magazin "Frontiers" seine Homosexualität öffentlich, weil er einen Beitrag zur Diskussion um die Rechte von Homosexuellen leisten wollte. Zu der Zeit spielte in der Öffentlichkeit in Kalifornien die Frage um gleichgeschlechtliche Hochzeiten, da sich Parlament und Regierung des Staates mit einem entsprechenden Gesetz befassten.

Auch in den folgenden Jahren war Takei als Sprecher in verschiedenen Serien zu hören, unter anderem in der Kinderserie "Kim Possible". In der Folge "Buy, Buy Baby" der Sitcom "Will & Grace" spielte er sich selbst. Seit 2006 ist Takei regelmäßig in der Radiosendung von Howard Stern zu Gast, die auf dem Satellitenradiokanal Sirius zu hören ist. Im August des gleichen Jahres nahm er am "Comedy Central Roast" für William Shatner teil. Die beiden ehemaligen Kollegen, die nicht gut aufeinander zu sprechen sind, liefern sich seit Jahren immer mal wieder gegenseitige Sticheleien in der Öffentlichkeit - ein Thema, das die Medien dankbar aufgreifen und ausschlachten.

George Takei spielt seit 2007 eine wiederkehrende Rolle in der Serie "Heroes" als Vater von Hiro Nakamura. Dass Takeis Charakter, Kaito Nakamura, inzwischen gestorben ist, muss aufgrund der phantastischen Elemente der Serien-Prämisse nichts heißen. Weitere Gastauftritte sind nicht ausgeschlossen. 2007 kam auch die Folge "World Enough and Time" der "Star Trek"-Fanproduktion "New Voyages" heraus, in der Takei seine Rolle als Sulu noch einmal wieder aufgreift. Außerdem wurde in dem Jahr ein Asteroid nach dem Schauspieler benannt: 7307 Takei fliegt im Orbit um die Sonne.

Hochzeit: Nichelle Nichols, Brad Altman, George Takei, Walter Koenig (v.l.n.r.)
2008 sah man Takei als Kaiser Yoshiro im Computerspiel "Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3" und im Film "Leg dich nicht mit Zohan an" hatte er einen Cameo-Auftritt als er selbst. Auch sprach er im "Futurama"-Universum erneut seinen Kopf im Film "Bender's Game". Im gleichen Jahr zog der Schauspieler für die Sendung "I'm a Celebritiy... Get Me Out of Here" ins britische Dschungelcamp. 21 Tage lang blieb er im australischen Dschungel und mit seiner höflichen und ruhigen Art machte er sich bei den übrigen Insassen des Camps beliebt. Auch bei den Zuschauern kam er gut an, schaffte es bis ins Finale und landete schließlich hinter Joe Swash und Martina Navratilova auf Platz drei.

Nachdem der Oberste Gerichtshof in Kalifornien inzwischen Homosexuellen das Recht eingeräumt hatte zu heiraten, gaben Takei und Altman am 16. Mai 2008 ihre Hochzeitspläne bekannt. Am 17. Juni bekamen die beiden ihren Trauschein und die Hochzeitsfeier fand am 14. September im Democracy Forum des Japanese American National Museum in Los Angeles, zu dessen Gründern Takei zählt, statt. Nichelle Nichols und Walter Koenig dienten als Trauzeugen und auch Leonard Nimoy nahm am Fest teil. An der Frage, ob William Shatner, der nicht auf der Hochzeit anwesend war, eingeladen worden sei, entzündete sich erneut ein Streit zwischen den Schauspielern. Das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehen wurde von den Bürgern Kaliforniens in einem Wahlzusatz (Proposition 8) bei der Wahl im November 2008 wieder verworfen. Takei hatte im Wahlkampf zuvor, unter anderem gemeinsam mit seinem Nachfolger als Sulu John Cho, für den Erhalt des Rechts gestritten.

2009 machte Takei als erster Hauptdarsteller aus "Star Trek" den Sprung ins "Star Wars"-Universum: In der Zeichentrickserie "The Clone Wars" sprach er in Folge 1.14 "Die Verteidiger des Friedens" ("Defenders of Peace") den Bösewicht Lok Durd.

George Takei ist begeisterter Langstreckenläufer und ist bis heute fünf Marathonrennen gelaufen. Er ist Mitglied der Human Rights Campaign und Teil des Direktoriums von East West Players, eines führenden asiatisch-amerikanischen Theaters. Gemeinsam mit seinem Ehemann Brad Altman lebt er in Los Angeles.

Episoden mit George Takei

Classic-Serie

George Takei gehörte in allen drei Staffeln der Serie zur Stammbesetzung und war in 52 der 79 Folgen zu sehen.

Zeichentrickserie

  • 1.01 "Das körperlose Wesen" ("Beyond the Farthest Star")
  • 1.03 "Die gefährliche Wolke" ("One of Our Planets Is Missing")
  • 1.04 "Das Lorelei Signal" ("The Lorelei Signal")
  • 1.05 "Mehr Trouble mit Tribbles" ("More Tibbles, More Troubles")
  • 1.06 "Der Überlebende" ("The Survivor")
  • 1.07 "Das Superhirn" ("The Infinite Vulcan")
  • 1.08 "Das Geheimnis von Megas-Tu" ("The Magicks of Megas-Tu") (auch als Geister von Megan)
  • 1.09 "Phantasie oder Wirklichkeit" ("Once Upon A Planet")
  • 1.10 "Der Liebeskristall" ("Mudd's Passion")
  • 1.11 "Die Rettungsmission" ("The Terratin Incident")
  • 1.12 "Die Zeitfalle" ("The Time Trap") (auch als Kuri)
  • 1.14 "Das Geheimnis der Stasis-Box" ("The Slaver Weapon")
  • 1.15 "Auf der Suche nach Überlebenden" ("The Eye of the Beholder")
  • 1.16 "Das gestohlene Gehirnwellenmuster" ("The Jihad")
  • 2.01 "Die Piraten von Orion" ("The Pirates of Orion") (auch als menschlicher Steuermann)
  • 2.02 "Gefährliche Prüfung" ("Bem")
  • 2.03 "Wüste Scherze" ("The Practical Joker")
  • 2.04 "McCoy unter Anklage" ("Albatross")
  • 2.06 "Flucht aus einem anderen Universum" ("The Counter-Clock Incident")

Kinofilme

  • "Star Trek: Der Film"
  • "Star Trek II: Der Zorn des Khan"
  • "Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock"
  • "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart"
  • "Star Trek V: Am Rande des Universums"
  • "Star Trek VI: Das unentdeckte Land"

Voyager

  • 3.02 "Tuvoks Flashback" ("Flashback")

(hk - 09.04.09)

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