Portal Daily Trek Cast & Crew
Star Trek XI Enterprise
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel
Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Facebook Twitter Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Klaus Kornfeld (kk)15.04.09

Von "Star Trek" zu "Star Wars"

George Takei in "Star Wars: The Clone Wars"

In einem dreiteiligen Interview mit der Website Newsarama stellte George Takei sein Erlebnis als "Star Wars"-Sprecher der Arbeit an "Star Trek: The Animated Series" gegenüber und sprach auch über "Star Trek XI" und "Heroes".

Teil 1

Man kann seine Stimme nicht verwechseln, auch wenn man sie dort hört, wo man es nicht gewohnt ist; obwohl es schon schockierend sein kann (für echte "Star Trek"-Fans). Seine Stimme aus der Classic-Serie hat einen derartigen Bekanntheitsgrad, dass sogar Fans von Zeichentrickserien sie kennen müssten. Und das tun sie jetzt!

Alter Hase im Geschäft: Takei wird aufgrund seiner markanten Stimme oft als Sprecher engagiert
Takei arbeit schon seit über 35 Jahren im Zeichentrick-Genre. Seine Karriere begann mit "Star Trek: The Animated Series", wo er wieder die Rolle des Lieutenant Hikaru Sulu der Enterprise übernahm. Seitdem spielte er in verschiedenen Cartoons wie "Disney's Mulan", "Batman of the Future", "Kim Possible" oder "Chowder" mit.

Am Freitag, den 23. Januar 2009, verkörperte er zum ersten Mal die Rolle des Bösewichts Lok Durd in "Star Wars: The Clone Wars". Interessant deswegen, weil Takei somit der erste und bis jetzt einzige Schauspieler ist, der sich in "Star Trek" und "Star Wars" gleichermaßen engagiert.

"Ich erwäge nicht, das Schiff zu wechseln. In der 'Star Trek'-Philosophie geht es um das Erfassen der Diversität des Universums, und 'Star Wars' ist ein Teil davon. Ich denke auch, dass 'Star Trek' und 'Star Wars' mehr verbindet als nur das Wort 'Star'."

Aber natürlich räumt er Unterschiede ein: "'Star Trek' ist Science-Fiction und 'Star Wars' ist Science-Fantasy. An den Episoden, an denen ich gerade arbeite, sieht man, dass beide Genres sich näherkommen oder zumindest einen übergehenden Gedanken haben. Philosophisch betrachtet greift 'The Clone Wars' Themen auf, für die 'Star Trek' unter anderem bekannt war. Themen wie Krieg, Frieden, Aufopferung oder Technologie, Menschlichkeit und Tapferkeit."

"Ein Unterschied zu den 'Star Trek'-Animationen ist der Fakt, dass man wirklich als Schauspieler agieren muss. Bei den Aufnahmen waren alle, die einen Charakter verkörpern, anwesend, was half, seinen Charakter besser darzustellen und die anderen Charaktere besser einschätzen zu können und so die Dialoge zu perfektionieren oder auch Ideen mit den anderen Schauspielern auszutauschen."

"Für die 'Star Trek'-Zeichentrickserie kam jeder der Schauspieler extra, ließ seinen Charakter aufnehmen und ging wieder. Wenn ich auf das Set kam, kam mir Leonard [Nimoy, Mr. Spock] entgegen und verließ das Studio. Als ich ging, kam mir Jimmy Doohan [Scotty] entgegen, um wiederum sich aufnehmen zu lassen." Anders gesagt, Takei bevorzugt das, was man im Zeichentrick-Genre "radio style" nennt im Gegensatz zum "isolation style".

"Ich wuchs noch in der Radio-Ära auf. Das war damals die Hauptform der Unterhaltung. Ich lag auf die Couch, schaltete das Radio ein und hörte mir verschiedene Radio-Sendungen an. Ich liebte Sendungen wie 'The Phantom', 'Cisco Kid' oder sogar 'Happy Theater', als ich jung war. Es war für mich damals schon faszinierend, was man als Schauspieler alles mit seiner Stimme machen kann. Bis heute ging diese Form der Unterhaltung leider verloren und es ist schade darum."

"Alleine im Studio zu sitzen, fand ich unbefriedigend. Du konntest zwar die Stimmen der anderen Schauspieler hören, aber wusstest nicht, wie diese agierten. Die einzige Hilfe, die ich bekam, waren Anweisungen des Regisseurs. Sei etwas lauter, sei etwas leiser, sei enthusiastischer und so weiter. Es war nicht leicht, sich die anderen Charaktere vorzustellen."

Takeis "Star Wars"-Charakter Lok Durd
"In 'Star Wars' durfte ich den Schauspieler rauslassen. Wir waren alle im selben Studio. Ja, es waren Techniker auf der anderen Seite des Glasfensters, aber ich genoss auch die Anwesenheit der anderen Schauspieler, vor allem nach meiner Erfahrung mit 'Star Trek'. Damals sprach der Regisseur einfach durch einen Kopfhörer mit dir. Das machte überhaupt keinen Spaß."

Um es klarzustellen, Takei machte es wirklich Spaß, mit Ashley Eckstein (Ahsoka Tano), Matt Lanter (Anakin Skywalker) und Dee Bradley Baker (verschiedene Klone) zu arbeiten: "Sie alle sind talentierte Schauspieler. Der Schauspieler, der den Lurman spielt; dieser irische Akzent, der ist einfach fabelhaft. Man könnte mit ihnen zwischen den Aufnahmen reden und nachher sind wir alle wieder normale Amerikaner. Ich konnte es nicht glauben, wie gut sie die Stimmen ihrer Charaktere imitierten."

Man sah Takei an, dass er seine Rolle, einen großen, schneckenartigen, überaus angeberischen Bösewicht zu spielen, genoss. "Sie denken, dass meine Stimme fett klingt, so richtig korpulent", lachte Takei. "Sie zeigten mir eine Zeichnung des Charakters, den ich darstellen sollte und mein erster Gedanke war: Oh nein, nicht schon wieder; denn ich spielte schon in 'Mulan' einen solchen Part."

"Dann sah ich das fertige Produkt, den fertig gezeichneten Bösewicht und ich war überrascht, wie gut dieser realisiert wurde. Da sitzt man nun daheim, macht seine Sit-ups, Push-ups und andere Übungen, denn man stellt sich schon vor, welche Charaktere man zugeteilt bekommt. Und dann sieht man Lok Durd; wie er sich bewegt, wie sich sein Bauch, seine Arme und Beine bewegen. Die Animation ist einfach Klasse!"

Takei stellte auf Andeutungen gleich fest, dass er lieber die animierte Figur des Durd spielen würde, als im echten Kostüm herumlaufen zu müssen. Dazu meinte Takei lächelnd: "Oh Gott! Ich muss mir nur vorstellen, wie es in einem heißen, unkomfortablen, fetten Kostüm wäre."

Supervising Director Dave Filoni klärte Takei über den Charakter, den er in "Star Wars: The Clone Wars" spielen würde, sehr gut auf. "Alle wollten sichergehen, dass ich mir bewusst bin, wie ich den Charakter darstellen soll. Ich wusste relativ schnell, wie ich das angehen würde. Man gab mir Mengen an Informationen. Ich informierte mich auch selbst über das Internet. Als ich dann ins Studio ging und meine Schauspielkollegen traf, da musste ich einfach in meine Rolle schlüpfen und es nahm seinen Lauf."

"Ich arbeite in letzter Zeit viel mit meiner Stimme", meinte Takei, "Zum Beispiel war ich geschäftlich in London und ich bekam einen Tag darauf die überarbeiteten Texte für meine Sprechrolle in 'The Clone Wars'. Derzeit bin ich es gewohnt, mit meiner Stimme zu arbeiten. Das Wichtige war, dass ich genug Material hatte, um mich in die Rolle hineinfühlen zu können, bevor die Aufnahmen begannen. Ich konnte Zuhause viel üben. Es half mir, den Charakter zu verinnerlichen. Natürlich muss man für alles offen sein; für Vorschläge vom Regisseur oder auch von den Kollegen. Die Hilfe der Kollegen war mir ganz wichtig."

"Nach dieser ganzen Vorbereitung halft es auch, alle Szenen mit den anderen Schauspielern zu bereden. Auch der Regisseur gab mir Anweisungen, wann ich die Stimme mehr erheben sollte und solche Sachen. Ich würde schon in die Rolle finden."

Das Resultat von Takeis Teilnahme an der Serie ist ein neuer erinnerungswerter Charakter, eine perfekte Ergänzung zum "Clone Wars"-Universum. Takei, dessen Ruf ihm bereits nach seiner Rolle in "Star Trek" vorauseilte, ist unter Comic-Fans durchaus bekannt, denn er besetzt eine wiederkehrende Rolle in der Serie "Heroes". Das wiederum vergrößerte seine Fangemeinde. Es würde ihn nicht überraschen, wenn "Star Wars: The Clone Wars" den gleichen Effekt hätte.

Takei (2. von rechts) heiratete im letzten Jahr seinen Freund Brad Altman (2. von links)
"Jede Arbeit ermöglicht dem Schauspieler einen Zugang zum Publikum. Seitdem ich bei in der Serie 'Heroes' mitwirke, muss ich derzeit viele Autogramme auf Fotos von Kaito Nakamura schreiben, meinem Charakter bei 'Heroes'. Vielleicht muss ich das auch mit Lok-Durd-Fotos machen und vielleicht werde ich einmal auf eine 'Star Wars'-Convention eingeladen. Schauen wir mal!"

"Letztes Jahr machte ich in einer britischen Reality-Show mit, 'I'm A Celebrity... Get Me Out of Here!'. Dort waren zwölf Berühmtheiten aus vielen Bereichen; nicht nur vom Film. Es war auch ein Parlamentsabgeordneter dabei und Barbara Walters vom britischen Fernsehen. Die einzige, die ich kannte, war Martina Navratilova, die Tennisspielerin."

"Wir wurden alle in den Regenwald geschickt für drei Wochen; lebten nur von Bohnen und Reis und mussten verschiedene Aufgaben erledigen. Diese Show ist sehr populär. Sie hatte die höchsten Einschaltquoten. Ich erinnere mich, als ich in London spazieren ging, erkannten mich die Leute und sagten: 'Hi, George! Wir liebten dich in 'Celebrity'!' Das zeigte mir, dass jede Arbeit, die du als Schauspieler machst, dich mehr bekannt machen kann. Ich zweifelte daran, dass mich 'Star Wars'-Fans aufhalten und erkennen würden."

Takei wird sehen, wie sich sein Bekanntheitsgrad nach "The Clone Wars" ändern wird. Die Serie ist derzeit jeden Sonntag um 17.30 Uhr auf ProSieben zu sehen. Takei spricht Lord Durd im englischen Original in Folge 14 der ersten Staffel, "Die Verteidiger des Friedens".

Teil 2

Wie man sich vorstellen kann, wäre es kein echtes Interview mit George Takei, ohne dabei "Star Trek" zu erwähnen. Der Mann, dessen bekannteste Rolle noch immer Captain Sulu ist, war in Anbetracht der kürzlich verstorbenen Majel Barrett-Roddenberry (Dezember 2008) und Ricardo Montalbán (Januar 2009) dem Thema "Star Trek" natürlich nicht abgeneigt.

Majel Barrett und Gene Roddenberry
"Ricardo war ein großer Mann", schwelgte Takei in Erinnerungen, "er war ein Teil des alten Hollywood und hatte einen Vertrag mit den MGM Studios. Er spielte romantische Rollen und auch in Action-Filmen mit. Ich kann mich an 'On and On With You' mit Esther Williams erinnern. Er repräsentierte einfach das goldene Zeitalter Hollywoods, wenn ich an die gemeinsame Arbeit mit ihm denke und an die Serie und den zweiten Film, 'Der Zorn des Khan'."

"Er war ein geselliger Typ. Die meisten von uns watschelten einfach so zur Maske, aber er, er kam in den Raum, setzte sich und sagte 'Guten Mooorgen! Alle zusammen! Oh! Nichelle! Du siehst fabelhaft aus! George! Du bist großartig! Ich liebe dich!' Er war wirklich lustig. Als alten Hasen fragte ich ihn, wie es damals war, als man bei den Studios direkt unter Vertrag war."

Takei versäumte es nicht, auch Montalbáns Beteiligung an "Star Trek" zu erwähnen. "Er war jemand, der half, das Trek-Franchise wiederzubeleben. Ohne 'Der Zorn des Khan' würde man die Filme genießen, aber man hätte sie schon bald vergessen."

"Es machte mich sehr traurig, als ich über Majels Ableben am Morgen erfuhr", meinte er. "Sie war eine Freundin, eine Kollegin und eine tragende Säule für das 'Star Trek'-Vermächtnis, nachdem dessen Erfinder, ihr Mann, verstorben war. Auch sie war eine talentierte Schauspielerin, aber mehr noch, sie war wirklich ein lieber Freund."

"Ich werde sie immer als Verbündeten sehen in meinen Bemühungen außerhalb der Schauspielarena. Sie und Gene waren meine ersten Unterstützer, als ich mich für ein Mandat in Los Angeles zur Wahl stellte. Und sie waren die Hauptredner bei der ersten Wahlspendenveranstaltung meiner Kampagne. Majel war eine lebhafte Gastgeberin und ich werde die prickelnden Partys in ihrem lieben Heim in Ehren halten. Sie war wirklich die First Lady von 'Star Trek'. Majels Ableben lässt einen großen Abgrund im 'Star Trek'-Erbe und im Herzen von vielen Freunden und 'Star Trek'-Fans zurück. Brad und ich senden unser Mitgefühl und Beileid zu ihrem Sohn, Rod."

J.J. Abrams hatte da eine Frage...
Nicht, dass Takeis Beteiligung an "Star Trek" vorbei wäre. J.J. Abrams suchte Kontakt zu ihm, um für den kommenden Film Ratschläge zu bekommen. "J.J. Abrams machte sich viele Gedanken um den Cast", sagte Takei. "Er fragte mich, ob ich mit ihm frühstücken würde. J.J. erzählte mir, er habe viele Gespräche geführt, um für die Rolle des Sulu den Richtigen zu finden. Er fand die für ihn perfekte Besetzung, es war aber kein Japaner, also wollte er meine Meinung dazu hören."

"Ich versicherte ihm, dass John Cho die richtige Wahl sei. Ich erzählte J.J. von Roddenberrys Philosophie. Dieses Gespräch, das J.J. mit mir führte, erinnerte mich an ein Gespräch mit Gene. Ich fragte ihn einmal, wie er eigentlich auf den Namen Sulu kam. Gene sagte, er wollte das Raumschiff Enterprise als Metapher für die Erde. Die Offiziere auf der Brücke sollten alle Regionen des Planeten vertreten. So ist Uhura zum Beispiel ein afrikanischer Name und entstammt der swahilischen Sprache."

"Er suchte nach einem asiatischen Namen für den Charakter, denn ich später spielen würde. Asiatische Namen sind sehr länderspezifisch; Tanaka ist japanisch, Wong ist chinesisch, Kim ist koreanisch. Asien hatte auch eine Geschichte von Kriegen und Kolonisation. Roddenberry wollte diesen Fakt nicht in die Figur mit einfließen lassen. Er stand vor einem Dilemma, sah sich die Landkarte von Asien an und fand ein Meer mit dem Namen Sulu. Es befindet sich am Südchinesischen Meer. Jedes der asiatischen Länder grenzt daran. Diese Gemeinsamkeit nahm er einfach heraus und so wurde der Name Sulu zum festen Bestandteil der Brückenbesatzung der ersten Enterprise."

"Ich erzählte die Geschichte und sagte J.J., das würde Roddenberrys Vision folgen. Er solle sich nicht auf eine einzelne kulturelle Gruppe konzentrieren. Wenn er glaubt, einen guten Schauspieler gefunden zu haben, so solle er ihn nehmen. Dann kam er sofort mit John Cho."

"Ich bin im Vorstand einer asiatisch-amerikanischen Theatergesellschaft und John Cho hat für uns schon einmal gespielt. Er ist ein vielseitiger Schauspieler, der schon viele Rollen verkörpert hat."

"John schien vor der Herausforderung, die Rolle des Sulu zu übernehmen, etwas Ehrfurcht zu haben. Er fragte mich, ob ich mit ihm Mittagessen gehen würde. Ich motivierte ihn, es zu tun, die Rolle zu übernehmen. Ich kannte ihn schon, ich wusste, wie er als Schauspieler ist; talentiert! Ich versicherte ihm, dass man sich bald an mich als den alten Mann erinnern würde, der John Chos Rolle gespielt hatte. Man hört, dass John gute Arbeit geleistet hat. Sulu ist wiederauferstanden."

John Cho als Sulu
Abrams und Cho sind nicht die einzigen Leute, die Takei lobte. "Ich freue mich wirklich sehr auf den Film", sagte Takei. "Der Einzige von unserer alten Crew, der noch dabei ist, ist Leonard [Nimoy]. Die Erklärung dafür ist, dass Vulkanier eben viel länger als wir Menschen leben. Derjenige, der den jungen Spock spielen soll, ist mir allzu gut bekannt. Zach Quinto. Ich arbeitete mit ihm in 'Heroes'. Er sollte darauf schauen, wie er in 40 Jahren aussieht, wenn er sich Leonard heute ansieht. Beide sind die Spiegelbilder des anderen."

"Sie sind talentierte Schauspieler. Ihre Persönlichkeiten ähneln sich. Mit Leonard redete ich viel über politische Events. Ich bin ein politischer Aktivist wie Leonard. Auch Zach ist ein ernster und sachlicher Gesprächspartner."

Es war nicht schwer, Takeis beliebtesten Trek-Moment herauszufinden. "Mein Favorit war der sechste Film. Ich bekam endlich meinen Rang als Captain", lachte er. "Der Film hieß 'Das unentdeckte Land'; der Titel selbst entnommen aus Hamlets 'Sein oder Nichtsein'. Das ist wirklich ein Sulu-Film. Wenn man Captain ist, dann bestimmt man die Handlung wesentlich mit. Sulu half Kirk. Ohne ihn wäre Kirk tot gewesen. Auch 'Der Zorn des Khan' war ein guter Film. Ricardo war der wesentliche Gegner Kirks."

Wenn es um das "Star Trek"-Erbe geht, zögert Takei keine Sekunde mit der Antwort. "Wir waren uns der Rassenprobleme bewusst", meinte er, "Gene Roddenberrys Philosophie war, die Enterprise als Repräsentant der Erde darzustellen. Die Stärke des Schiffes war, dass Unterschiede zu sich fanden und die Crew als Team agierte. Die Probleme waren uns bewusst, aber es waren gerade diese, die die Enterprise so besonders machten."

Teil 3

Mit der Darstellung von Lok Durd in "Star Wars: The Clone Wars" ist Takei der erste Schauspieler, der das "Star Trek"- und das "Star Wars"-Universum gleichermaßen bereichert. Als ob das nicht genug wäre, kehrte er dazu noch als Kaito Nakamura in "Heroes" zurück.

"Auf gewisse Weise haben 'Heroes' und 'Star Trek' viele Gemeinsamkeiten", sagte Takei, "Masi Oka, der meinen Sohn in 'Heroes' spielt, ist ein großer 'Star Trek'-Fan. Der Grund, warum ich begann, 'Heroes' zu schauen, war, dass mir 'Heroes'-Fans gemailt haben, dass einer der Schauspieler ein 'Star Trek'-Fan ist. Also begann ich, die Serie zu schauen und wurde irgendwie süchtig danach. Dann bekam ich von meinem Agenten einen Anruf, dass man interessiert wäre, dass ich die Rolle des Vaters von Hiro Nakamura übernehme."

Takei als Kaito Nakamura in "Heroes"
"Ich traf mich mit Tim Kring, der 'Heroes' ins Leben gerufen hatte und wurde engagiert. Ich begegnete neuen Leuten auf dem Set und stellte fest, dass viele von ihnen wirklich große 'Star Trek'-Fans sind. Einer der größten Fans auf dem Set, ich konnte es nicht glauben, organisierte für die Limousine meines Charakters das Nummernschild mit der Aufschrift 'NCC-1701', der Registrierungsnummer der Enterprise. Ein anderes Mitglied der Autoren erinnerte sich an meine Kampfszene mit dem Schwert in 'Star Trek', also erarbeitete er eine solche Szene auch für 'Heroes' für Kaito Nakamura. Auf diese Weise bekam 'Heroes' einen 'Star Trek'-Touch."

"In 'Heroes' weiß man nie, was passieren wird", meinte Takei. "Es ist nie so, wie es scheint. Als mein Charakter vom Gebäude gestoßen wurde, dachte ich mir, okay, das war es. Aber dann kamen weitere Drehbücher. Ich bin ja der Vater eines zeitreisenden Sohnes. So habe ich weitere Auftritte bekommen. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Nur Tim Kring und die Autoren wissen, was geschehen wird."

Takei hofft, dass er wieder zurückkehren wird. Er genoss es, wie ein Star behandelt zu werden und die Aufmerksamkeit, die er durch die Show bekam. "Sie sind sehr entgegenkommend", erklärte Takei. "Ich heiratete letzten September und sie verschoben die Dreharbeiten zu meinen Szenen dafür."

Er kreuzt die Finger, dass er wieder in die Serie zurückkehrt. "'The Clone Wars' ist eigentlich wie 'Heroes'", meinte Takei. "Du weißt nicht, was passieren wird und dann liest du das Skript. Als ich die Rolle übernahm, dachte ich, ich müsste die Vater-Sohn-Beziehung mit einem verrückten Sohn, der plötzlich nach New York fliegt, aufrechterhalten. Und natürlich kam ein neues Drehbuch und es stellte sich heraus, dass mein Charakter zu einer anderen Generation mit Superkräften gehört."

"Mit 'The Clone Wars' ist es dasselbe. Das nächste Skript bringt Überraschungen und macht Lok Durd zu einem interessanten Charakter. Er ist ein einzigartiger Gegner mit einer einzigartigen Sicht zur Technologie. Es kann alles passieren. Ich warte einfach auf das nächste Skript."

"Ich werde nach Edmonton in Kanada gehen und dort eine Symphonie begleitend kommentieren, die mit Science-Fiction zu tun hat. Die Musik stammt aus Science-Fiction- und Science-Fantasy-Filmen. Auch Lieder von 'Star Trek' und 'Star Wars' werden aufgeführt. Ich werde es auch in Ottawa tun. Das ist ein anderer Part meiner Arbeit mit meiner Stimme. Ich bin gerade in Verhandlungen für einen Auftritt in London."

Man muss Takei nicht dazu bewegen, über das Theater zu sprechen. Wie viele Schauspieler der alten Schule fasziniert ihn das Theater. "Was wir noch nicht angesprochen haben, ist das Theater", brachte Takei mit ein. "Mir gefällt das Theater. Darin blühe ich auf. Wenn sie das Stück 'Equus' kennen, ich spielte Dysart hier in Los Angeles. Dysart ist ein Psychologe, der ursprünglich von Richard Griffiths gegenüber Daniel Radcliffe gespielt wurde, der durch 'Harry Potter' bekannt wurde. Richard Burton spielte ihn in einer verfilmten Version. Leonard Nimoy spielte auch am Broadway. Ich denke, er folgte auf Richard Burton. Am Broadway übernahm diese Rolle erstmals Anthony Hopkins. Dann wurde er von Anthony Perkins gespielt. Ich sah das Stück das erste Mal in der Besetzung mit Anthony Hopkins. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal die Chance bekommen würde, die Rolle zu spielen."

"Ich spielte auch in 'Pacific Overture' mit. Eine andere Rolle übernahm ich in New York in 'Year of the Dragon' von Frank Chin. Das war das erste Mal, dass ich meine Erfahrung als asiatischer Amerikaner mit einbringen konnte. Es wurde für PBS verfilmt, also kann man es auch im Fernsehen sehen."

Takei war auch aus anderen Gründen im TV. Er nahm an der Kampagne gegen Proposition 8 teil, denn sie könnte seine Heirat mit Brad Altman auflösen. "Ich bin überzeugt, dass die Proteste ihre Wirkung zeigen werden, weil es die Grundfeste Kaliforniens angreift und weil man Unterschriften dagegen sammelt. Mit den Unterschriften wird man eine Initiative gründen. Zuerst bestätigt das Oberste Gericht das Recht für alle Menschen zu heiraten und dann das!"

Wir werden also ohne Zweifel wieder von Takei hören, ob nun in George Lucas' immerfort wachsendem Universum, in irgendeinem Zusammenhang mit "Star Trek" oder in seiner Auseinandersetzung mit dem kalifornischen Recht.

(kk - 09.02.10 - Quelle: Newsarama.com)

Weiterführende Links


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2012