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Henning Koonert (hk) Nichelle Nichols Uhura Nichelle Nichols schrieb mit ihrer Rolle als gleichberechtigte Brückenoffizierin Uhura in den 60er-Jahren Fernsehgeschichte für Frauen und Afroamerikaner. Die Schauspielerin, die ihre Karriere im Showbusiness als Sängerin begann, wurde am 28. Dezember 1932 in Robbins in der Nähe von Chicago im US-Bundesstaat Illinois als Tochter von Lishia und Samuel Earl Nichols geboren. Ihr Vater arbeitete als Fabrikarbeiter und war auch Bürgermeister des Ortes. Die Familie Nichols zog später nach Chicago. Dort war eine elegante Wohnung frei geworden, weil die weißen Vormieter das Haus verlassen hatten, nachdem dort eine schwarze Familie eingezogen war.
1951 heiratete Nichelle Nichols den 15 Jahre älteren Foster Johnson, deren gemeinsamer Sohn Kyle im August geboren wurde. Die Ehe wurde noch im selben Jahr geschieden. Nichols' zweite Ehe mit Duke Mondy hielt von 1967 bis 1972. 1959 erhielt Nichols ihre erste kleine Filmrolle in "Porgy und Bess" mit Sidney Poirtier und Brock Peters. Neben ihrer Gesangskarriere hatte Nichols in den 60er-Jahren ein paar weitere kleine Auftritte in Filmen und Fernsehserien, unter anderem 1964 als Norma Bartlett in der von Gene Roddenberry produzierten Serie "The Lieutenant" und 1966 als Ruana in zwei Tarzan-Filmen. Für einen Vorsprechtermin zu Roddenberrys neuer Serie "Star Trek" brach sie eine Gesangstournee in Europa ab. Als Lieutenant Uhura war Nichelle Nichols eine der ersten schwarzen Frauen im US-Fernsehen, die in einer Serie nicht in einer stereotypen Rolle wie zum Beispiel als Dienstmädchen zu sehen war. Dass sie als Afroamerikanerin eine gleichberechtigte Brückenoffizierin spielte, war zu der Zeit ungekannt. Dennoch fasste sie während der ersten Staffel der Serie den Entschluss, ihre Uniform an den Nagel zu hängen und ins Gesangsfach zurückzukehren. Dass dies nicht so kam, lag an einer folgenschweren Begegnung, von der Nichols noch heute gern berichtet: Bei einer Veranstaltung traf sie auf den Bürgerrechtler Martin Luther King, der sich als Fan der Serie vorstellte und von der Bedeutung ihrer Rolle für die Bürgerrechtsbewegung berichtete. Er ermunterte die junge Schauspielerin zum Durchhalten und so blieb Nichols auch die kommenden Jahre ein Vorbild für junge schwarze Zuschauerinnen. Zu den bekannten Frauen, die Nichols als prägenden Einfluss auf ihre Lebensvorstellungen anführen, gehören zum Beispiel die Astronautin Mae Jamison und die Entertainerin Whoopi Goldberg. Auch mit dem ersten Kuss zwischen einem Weißen und einer Schwarzen in einer US-Serie schrieb Nichelle Nichols mit William Shatner 1968 in der Folge "Platons Stiefkinder" Fernsehgeschichte.
Für ihre Darstellung in den Theaterstücken "Kicks and Co." und "The Blacks" wurde sie jeweils für den Siddons Award nominiert. Zu Nichols' Filmauftritten außerhalb von "Star Trek" gehörten in den 60er- und 70er-Jahren Rollen in "Gesicht ohne Namen", "Paris ist voller Liebe" und "Chikago Poker". Nach der Absetzung von "Star Trek" kehrte sie wie fast alle ihre Kollegen für die Zeichentrickserie erneut zum Franchise zurück und sprach 1973 und 1974 Uhura und weitere Charaktere in 16 der insgesamt 22 Folgen. Auch in den sechs Kinofilmen der Classic-Crew spielte sie mit. 1977 ging Nichols zur NASA und nahm dort die Aufgabe wahr, mehr weibliche Astronauten und solche, die zu Minderheiten gehörten, zu rekrutieren. Ihr Einsatz in Werbe- und Trainingsfilmen und beim Überwachen von Astronauten und Kandidaten zahlte sich aus: Innerhalb von sechs Monaten stieg die Bewerberzahl von weniger als 100 jährlich auf über 1500. Zu Nichols' Rekruten gehören die oben erwähnte Mae Jamison und Guion Bluford, der erste Astronaut mit dunkler Hautfarbe. 1979 wurde sie für ihre Bemühungen von der NASA als Frau des Jahres ausgezeichnet. Für die Raumfahrt interessierte sich Nichols auch darüberhinaus: An Bord einer C-141 Starlifter, die der NASA als fliegendes Teleskop diente, nahm sie an einer achtstündigen Höhenflugmission teil, die der Erforschung der Atmosphären auf Saturn und Mars diente. Als Ehrengast des Jet Propulsion Laboratory wohnte sie 1976 der Landung von Viking 1 auf dem Mars bei. Gemeinsam mit ihren "Star Trek"-Kollegen nahm sie an der Einweihung des ersten Spaceshuttles teil. Er wurde auf den Namen Enterprise getauft. Mitte der 80er-Jahre wurde sie ins Direktorium der National Space Society, einer nichtkommerziellen Bildungseinrichtung berufen, die sich für die Erforschung des Weltalls einsetzt. 1983 war Nichelle Nichols gemeinsam mit Walter Koenig in einer Fernsehfassung von Shakespeares "Antonius und Cleopatra" zu sehen. Drei Jahre später spielte sie eine Armeekommandantin im Horrorfilm "Rebellen des Grauens". 1992 bekam Nichols ihren Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. In den 90er-Jahren konnte man Nichols' Stimme im amerikanischen Fernsehen auch in einigen beliebten Zeichentrickserien hören, darunter "Batman", "Gargoyles - Auf den Schwingen der Gerechtigkeit" und "New Spiderman". In den Computerspielen "25th Anniversary Enhanced" und "Judgment Rites" sprach sie ihren "Star Trek"-Charakter Uhura erneut. Ihre Biographie "Beyond Uhura" ist 1994 erschienen. Außerdem hat sie zwei Science-Fiction-Romane mit den Titeln "Saturn's Child" und "Saturna's Quest" verfasst. 1999 erhielt sie die Goldene Kamera.
2003 spielte sie mit vielen anderen Trek-Alumni in "Roddenberry on Patrol" mit, einem Kurzfilm, der lose auf den Erlebnissen des "Star Trek"-Schöpfers während seiner Zeit als Polizist basiert. 2005 spielte sie in der Familienkomödie "Sind wir schon da?" mit. Zwei Jahre später war sie, wie zuvor ihr "Star Trek"-Kollege George Takei, in der Hitserie "Heroes" zu sehen; in fünf Folgen spielte sie in der zweiten Staffel Nana Dawson. Im gleichen Jahr war sie noch einmal als Uhura zu sehen, in der unabhängigen "Star Trek"-Produktion "Of Gods and Men". 2008 erschien der Film "Lady Magdalene's". Hier stellte Nichols nicht nur die Titelrolle, eine Puffmutter, dar, sondern schrieb und sang auch Teile des Soundtracks und produzierte den Film. Zuletzt war sie in den Independent-Filmen "Tru Loved" und als Psychiaterin in "The Torturer" zu sehen. "Tru Loved" dreht sich um Liebe und Sexualität bei Heranwachsenden, "The Torturer" setzt sich mit den Verhörmethoden der US-Armee nach dem 11. September auseinander. Im Sommer 2009 stieß Nichols als festes Mitglied zum Cast der Musical-Comedyserie "The Cabonauts". Die schräge Reihe über Abenteuer in einem Weltraumtaxi wird über das Internet vertrieben und ist bei DailyMotion zu sehen. Nichelle Nichols lebt im Stadtteil Woodland Hills in Los Angeles. In ihrer Freizeit malt sie gern, entwirft ihre eigene Kleidung, töpfert und liest Science-Fiction-Geschichten. Sie unterstützt die Kwanzaa Foundation. Episoden mit Nichelle Nichols Classic-Serie Nichelle Nichols gehörte in allen drei Staffeln der Serie zur Stammbesetzung und war in 68 der 79 Folgen zu sehen. Zeichentrickserie
Kinofilme
(hk - 13.07.09) Weiterführende Links
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