Daily Trek Cast & Crew Focus & Background Franchise & Fandom
Star Trek Into Darkness Star Trek XI Enterprise Universum
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel

Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Portal Facebook Twitter YouTube Flickr Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Alexandra Rimpler (re)10.05.13

Träume von Uhuras Mutter

Nichelle Nichols beantwortet Fan-Fragen

Nichelle Nichols beantwortete Fragen der Leser von StarTrek.com. Sie sprach über J. J. Abrams' "Star Trek", darüber wie es war, Uhuras Rolle an Zoe Saldana weiterzugeben und sie erzählt noch einmal, wie Martin Luther King sie davon überzeugt hat, bei TOS zu bleiben.

StarTrek.com: Was halten Sie von [J. J. Abrams' erstem "Star Trek"-] Film und von der Besetzung der Uhura? Und dachten Sie je: "Meine Uhura würde so etwas nicht tun?"

Uhura-Darstellerin Nichelle Nichols
Nichelle Nichols: Zuerst mal: Ich liebe den Film. Ich liebe die Tatsache, dass J. J. reichlich aus der Technologie geschöpft hat, die wir nicht hatten, so dass jeder dachte, wir hätten sie gehabt. Als Film mochte ich ihn deshalb so sehr, weil ich einfach verrückt nach J. J. und nach Zoe [Saldana] bin.

"Uhura hätte so etwas nicht getan ..." Man muss verstehen, dass es ein Prequel ist und man muss das für sich annehmen. Lassen Sie mich eine kurze Geschichte erzählen, ich hoffe, sie bleibt kurz. J. J. lud mich zum Essen ein. Wir hatten eine tolle Zeit. Es war ein wenig nach der normalen Mittagszeit, also hatten wir das Restaurant für uns und hatten Zeit genug, ein Glas Wein zu trinken und in Ruhe zu reden, ohne dass wir beobachtet wurden und jeder sich fragte, worüber wir wohl sprachen. Wir sprachen über die Rolle und über die neue Besetzung und den Film und ich fand es so wundervoll, dass er sich die Zeit nahm, mit einigen der ursprünglichen Schauspieler zu reden, bevor er loslegte. Er war nicht verpflichtet, das zu tun.

Er horchte mich über dieses und jenes aus und wir sprachen darüber, dass er es toll gefunden hätte, mich in dem Film zu haben und wie das dann stattgefunden hätte. Ich sagte: "Ich hätte gern ihre Mutter oder Großmutter gespielt." Darauf sagte er:"Sie sehen zu jung aus, um ihre Mutter zu spielen. Und um ihre Großmutter zu spielen sowieso." Ich sagte, dass Frauen in 300 Jahren vielleicht so aussehen, dass sie dann vielleicht 150 Jahre alt werden oder mehr. Er sah mich an und sagte: "Nun ... hmmm." Ich sagte: "Gute Gesundheit und Langlebigkeit werden dann ganz normal sein."

Wir beendeten unser Essen und es war in etwa zu der Zeit der Autorenstreiks und daraus entstand dann der Streik der Schauspieler. Er hatte also Sorgen und musste fertig werden. Alles was bereits geschrieben war, konnte gemacht werden. Sie konnten es nicht stoppen. Aber sie konnten all das stoppen, was noch entstehen sollte.

StarTrek.com: Letztendlich verhinderte der drohende Streik, dass Sie im Film dabei sein konnten. Aber die Geschichte Ihres Essens mit Abrams hat noch mehr zu bieten. Bitte fahren Sie fort ...

Nichols: J. J. und seine rechte Hand, die uns begleitet hatte, gingen zu meinem Wagen. Eigentlich fuhren sie mich zu meinem Auto. Es hatte zu regnen begonnen und er sagte: "Hey, Nichelle, haben Sie noch Zeit? Warum kommen Sie nicht noch mit zum Set?" Er sagte, dass Zoe leider nicht am Set sei, aber sonst fast jeder und dass er wollte, dass ich es mir ansehe. Ich sagte: "Oh, das würde ich sehr gern tun." Wir gingen also quer über das Gelände zum Set.

Ich ging hinein und da war die Kommandobrücke und mein Herz setzte einen Schlag aus. Als ich hineinging, sagte jemand: "Seien Sie vorsichtig, Ma'am, da liegen Kabel und anderes Zeug herum." Ich sagte: "Nun, das kenne ich." Er sah mich an und sagte: "Oh mein Gott, diese Stimme. Natürlich kennen Sie das. Hallo Miss Nichols. Wie geht es Ihnen?" Dann schüttelte er meine Hand und sagte: "Wie schön, Sie zu sehen."

Zwei Uhuras auf dem roten Teppich
Wir gingen weiter ins Set hinein und ich traf einige der Schauspieler, dann kam J. J., der für einige Minuten fort gegangen war, zurück. Alles wurde ruhiger und dann brachten sie J.J.s Regiestühle. Sie brachten drei Stück. Einen für ihn, einen für seinen Assistenten und einen für das Mädel mit dem Drehbuch. Sie boten mir den an, auf dem J. J. Abrams stand, und er sagte: "Ich bin gleich wieder da. Passt mir gut auf Nichelle auf."

Ich saß also da und sie arrangierten das Set neu und richteten die Kameras aus, denn er wollte diese Aufnahme richtig machen. Ich unterhielt mich mit den Leuten dort und als ich aufsah, sah ich plötzlich in einiger Entfernung diese wunderschöne junge Frau mit Pferdeschwanz hereinkommen, die gerade den Reißverschluss an ihrer Uniform zuzog. Sie sagte: "Drehen wir jetzt? Sie haben mich gerade herein gerufen ..." Sie sah sich um, um zu erkennen, wie das Setup war.

Nun, das war natürlich Zoe, die eigentlich an diesem Tag nicht arbeiten sollte. J. J. hatte sie dorthin bestellt, für einige Szenen, die er aber gar nicht machen wollte. Der Assistent gab ihr keine Antwort und dann sah sie in meine Richtung und sagte: "Und wann genau wird er ... AAAAHHHHH!" Als sie mich sah, kam nichts mehr über ihre Lippen als: "AAAAHHHHH" Und: "Nein, das kann nicht sein!" Da wusste sie, dass sie nur deshalb herbestellt worden war, um mich zu treffen. Und mich hatte er aus dem gleichen Grund hergebracht. Um sie zu treffen. Ist das nicht cool? Es gibt ein großartiges Foto von uns beiden am Set. Sie brachten ihren Regiestuhl heraus und stellten ihn direkt neben mich. Zwei Stunden lang hatten wir die großartigste Zeit, die großartigste Unterhaltung und ich habe mich absolut in sie verliebt. Sie ist so unglaublich und so gut und so lustig. Man hätte meinen können, dass wir uns schon unser ganzes Leben lang kennen, oder zumindest ihr Leben lang.

StarTrek.com: Was hielten Sie von der Beziehung zwischen Uhura und Spock in dem Film?

Nichols: Ich kann es nur so erklären, dass sie noch ein Neuling war und dies ihre erste Mission. Es war eine Fünfjahresmission dorthin, wo nie ein Mann oder eine Frau zuvor gewesen war. Als Regisseur des Prequels hatte J. J. also jedes Recht, diese Charaktere als junge Leute zu zeigen. NASA-Rekruten trainieren ein oder zwei Jahre lang, bevor sie auf ihre erste Mission geschickt werden. Als junge Leute sind sie aufgeregt und sie sind neu da und sie werden auf diese Mission gehen. Das ist natürlich auch romantisch und so weiter, da passiert so etwas.

"Uhura war die Einzige, die Spock aufziehen konnte."
Kirk machte sie ein paar Mal an, aber das tat er bei jeder, weil er sehr süß war - und es wusste. Sie ließ ihn abblitzen, aber Spock faszinierte sie, ihre ernsthafte Seite. Nun, so erkläre ich mir, was passierte. Er sah in ihr seine menschliche Seite und sie berührte eine Seite bei ihm, über die sie vermutlich taktvoll schwiegen.

Aber um auf meine Rolle in "Star Trek" als Uhura und Leonard [Nimoy] als Spock zurückzukommen. Es gab immer eine Verbindung zwischen Uhura und Spock. Es waren die frühen 60er-Jahre, also konnte man nicht tun, was man heute tun kann. Aber wenn Sie sich erinnern, hat Uhura sich gut mit Spock verstanden. Als sie in ihrem Spiegel sah, dass der Captain im Weltall verschollen war, war es Spock, der sie tröstete, als sie schreiend aus ihrem Raum lief. Als Spock jemand Erfahrenen brauchte, um bei der Rettung des Schiffes zu helfen, erinnern Sie sich vielleicht, dass Uhura irgendetwas zusammensteckte und die berühmten Worte zu ihm sagte: "Ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Ich habe Angst."

Außerdem war Uhura die einzige, die Spock aufziehen konnte. Erinnern Sie sich an den Song [in "Der Fall Charlie"]? Das waren die Hinweise, soweit ich mich erinnere.

StarTrek.com: Zoe Saldana spielt Uhura jetzt und auch in Zukunft. Glauben Sie, dass sie Uhura nach Ihrer Interpretation erschaffen hat?

Nichols: Okay, lassen Sie mich eine andere kleine Geschichte über Zoe und ihre Herangehensweise erzählen. Zoe spielte die Rolle so wie ich sagte, wie eine junge Rekrutin. Sie haben Spaß. Es ist spannend. Sie nehmen ihr Training ernst, aber wenn sie außer Dienst sind, sind sie wie junge Menschen eben sind. Ich traf Zoe erst, nachdem der Film schon zur Hälfte abgedreht war. Als wir diese zwei Stunden zusammen saßen, wollte sie meine Meinung wissen. Sie fragte: "Wie haben Sie Uhura gesehen? Ich bin so aufgeregt, Sie zu treffen. Bitte erzählen Sie mir davon." Also tat ich es. Ich sagte: "Ich schuf sie als eine ernsthafte Person aber nicht zu ernsthaft." Ich sagte ihr, dass Uhura sehr ernsthaft ist, wenn sie im Dienst ist, aber dass sie sich außerhalb des Dienstes durchaus entspannt, singt, und Spock mit diesem Song über ihn neckt.

Also redete ich und redete und redete ohne zu wissen, was Zoe bereits gedreht hatte, ohne zu wissen, wie sie an die Sache heranging. Sie fragte mich nach meinem Hintergrund, meinen Eltern und ich erzählte ihr auch davon. Ich sagte ihr, dass ich Uhuras Eltern erschaffen hatte und dass sie meinen Eltern sehr ähnlich waren. Dass sie das Beste für mich gewollt hatten. Bla, bla, bla. Bla, bla, bla. Und Zoe wurde sehr ernst. Sie sagte: "Oh mein Gott. Ich wünschte, ich hätte Sie eher getroffen und mit Ihnen gesprochen, bevor wir mit dem Dreh begonnen haben." Ich sagte: "Ich bin sicher, dass Sie etwas ganz Frisches und Wunderschönes mit hinein bringen." Sie sah mich an und sagte: "Ja. Aber ich sehe Uhura in einem ganz neuen Licht."

Nichols als Uhura in der Classic-Serie.
Und damit endet dieser Teil der Geschichte. Ich behielt immer ein gutes Verhältnis zu J. J. und jedem dort. Ich ging zur Premiere auf Catalina Island, die kurz nach der Premiere hier in L. A. war. Zur L. A. Premiere konnte ich leider nicht, weil ich auf einer sehr großen Convention in Deutschland war.

Als ich sie gesehen hatte, verstand ich, was die junge Dame gemeint hatte, als sie sagte: "Ich wünschte, ich hätte mit Ihnen gesprochen, bevor wir angefangen haben", denn sie spielte es leicht und sexy am Anfang. Unser Gespräch fiel etwa in die Zeit, als sie dann auf das Schiff gingen. Erinnern Sie sich an die Szene, in der sie sagt: "Nein, ich gehe. Dies wurde mir zugesagt und ich gehe!", und dann müssen sie sie mitnehmen? Es war ihre Vorsehung zu gehen. Sie küsste Spock in einer besonderen Weise und sagte: "Ich sehe dich an Bord." Als sie an Bord ging, war sie die vollkommene Uhura in jeder Hinsicht und genau in der Art, wie ich den Charakter geschaffen hatte.

StarTrek.com: Was wünschen Sie sich für die Zukunft von Uhura, jetzt wo sie von Zoe Saldana verkörpert wird?

Nichols: Ich bin gespannt, was J. J. Abrams daraus macht. Ich finde es gut, was Zoe getan hat, den Wechsel zu schaffen von einem jungen, sexy Mädel, das Spaß hat bis zu bitterem Ernst. Ich bin gespannt, wohin das noch führt. In den nächsten Jahren wird sie noch einige Entscheidungen treffen müssen und ich habe volles Vertrauen und Hoffnung in Zoe und J. J. Ich freue mich darauf zu sehen, wohin sie es führen und ich würde mich freuen, in diese neue Zeitlinie einzutreten und Uhura als ihre Mutter oder Großmutter zu treffen oder wie auch immer. Wenn J. J. das möchte. Ich wäre gern ein Teil davon.

StarTrek.com: Die Geschichte des rassenübergreifenden Kusses zwischen Uhura und Captain Kirk ist vielen Leuten bekannt, aber einer unserer Leser möchte wissen, ob Ihnen zu dem Zeitpunkt bewusst war, wie bedeutend das sein würde?

Nichols: Nein. Um die Wahrheit zu sagen waren wir so froh, ein Drehbuch zu haben, das einmalig war und das einen großen Schritt nach vorn ging, aber wir dachten nicht [in historischem Kontext] darüber nach. Ich denke, die Produzenten hatten ein Gefühl dafür. Sie warteten mit der Szene, bis niemand mehr da war, sie wurde am Ende des letzten Tages gedreht, eine Stunde vor dem endgültigen Drehschluss.

StarTrek.com: Eine andere inzwischen berühmte Geschichte ist die, wie Martin Luther King Sie davon überzeugt hat, bei "Star Trek" zu bleiben. Wir fassen einige Fragen über dieses Thema zusammen. Können Sie die Geschichte vielleicht noch einmal für die Leute wiedergeben, die sie noch nicht kennen? Und wenn Sie "Star Trek" tatsächlich verlassen hätten, was hätten Sie dann getan?

Nichols: Als ich Gene [Roddenberry] sagte, dass ich gehen würde, war es für meine Begriffe eine vollendete Tatsache. Ich hatte schon so vieles gemacht. Bedenken Sie, ich wuchs in einem Musical-Theater auf. Ich gehörte zum Theater, nicht zum Film oder Fernsehen. Das waren Dinge, die ich getan hatte, als ich noch nicht berühmt war, aber es war ein Teil meines Weges. Es gab vieles, was ich machen wollte. Ich hatte keine Ahnung davon, was es bedeuten konnte, jede Woche von den Leuten auf dem Fernsehschirm gesehen zu werden. Ich war bereit zu gehen. So schön dieser kleine Teil meines Lebens auch gewesen war und so sehr ich die Leute und die Arbeit mochte, und wenn ich dort auch viel Neues über ein neues Medium gelernt hatte, dachte ich nicht zweimal darüber nach [zu gehen].

"Was Gene tat, als er uns alle besetzte, war uns zu helfen die Gesellschaft zu verändern, die Art in der Leute denken zu verändern, die Welt zu verändern."
Gene sagte: "Du kannst das nicht tun, Nichelle. Siehst du denn nicht, was ich hier zu tun versuche?" Ich sah ihn nur an, denn ich war entschlossen. Er sagte: "Okay." und ich gab ihm meine Kündigung. Er nahm sie und sah traurig darauf. Er war hinter seinem Schreibtisch und ich stand davor und er sagte - das werde ich nie vergessen: "Ich kann das jetzt nicht akzeptieren." Er legte die Kündigung in eine Schublade und sagte: "Nimm dir das Wochenende Zeit, um darüber nachzudenken, Nichelle. Wenn du das hier am Montagmorgen immer noch tun willst, dann werde ich dich ohne Probleme gehen lassen." Ich sagte: "Danke, Gene." Und ich dachte: Wow, das war hart, aber ich habe es geschafft.

An diesem Wochenende ging ich, soweit ich mich erinnere, zu einer Spendenveranstaltung der NAACP, aber es hätte auch etwas anderes sein können. Was auch immer es war, ich war in Beverly Hills. Ich saß auf einem Podium und auch andere Prominente kamen, um uns bei diesem Event zu unterstützen. Einer der Organisatoren des Events kam zu mir und sagte: "Miss Nichols, es tut mir leid, Sie so kurz vor dem Essen belästigen zu müssen, aber hier ist jemand, der sie wirklich sehr gern treffen möchte. Und er bat mich Ihnen zu sagen, dass er Ihr größter Fan ist."

Ich sagte: "Oh, natürlich." Ich stand auf und drehte mich herum und in einiger Entfernung kam mit seinem typischen knappen Lächeln Dr. Martin Luther King auf mich zu. Ich erinnere mich, dass ich dachte: "Wer auch immer dieser Fan ist, was für ein Trekkie das auch immer sein mag, er wird warten müssen, weil ich unbedingt Dr. Martin Luther King treffen muss." Und er kam zu mir und sagte: "Ja, Miss Nichols, ich bin Ihr größter Fan." Sie wissen, dass ich viel und gern rede, aber in diesem Moment konnte ich nur den Mund öffnen und wieder schließen wie ein Fisch. Ich war so überwältigt.

Dr. King erzählte mir, dass "Star Trek" die einzige Sendung war, für die er und seine Frau Coretta es den Kindern erlaubten aufzubleiben und sie anzusehen. Er fuhr fort darüber zu reden, was diese Serie bedeutete und meine Rolle darin vor allem und wie ich diesen Charakter mit Würde und Erfahrung erschaffen hatte. Schließlich sagte ich: "Vielen Dank, Dr. King. Ich werde meine Schauspielkollegen auch wirklich vermissen." Dr. King sah mich an und sein Lächeln verschwand aus seinem Gesicht, als er sagte: "Wovon reden Sie da?" Ich sagte es ihm. Er sagte: "Sie dürfen das nicht."

Und dann wiederholte dieser Mann beinahe Wort für Wort, was Gene gesagt hatte. Er sagte: "Sehen Sie denn nicht, was der Mann, der das geschrieben hat, zu tun versucht? Das ist die Zukunft. Er hat uns dargestellt, wie wir gesehen werden sollten. Wir sind hier, 300 Jahre in der Zukunft. Wir sind auf dem Weg und dies ist der erste Schritt. Wenn wir Sie sehen, sehen wir uns selbst, und wir sehen uns selbst intelligent und schön und stolz." Er fuhr fort und ich sah ihn an und meine Knie begannen zu zittern. Ich sagte: "Ich ... ich ..." Und er sagte: "Man schaltet den Fernseher ein und die Nachrichten kommen und man sieht uns marschierend und friedfertig, man sieht den friedvollen zivilen Ungehorsam. Und man sieht die Hunde und die Wasserwerfer und wir alle wissen, dass sie uns nicht zerstören können, weil wir im 23. Jahrhundert sind."

Mehr brauchte es nicht. Ich kehrte am Montagmorgen zurück und sagte Gene, was passiert war. Er saß da hinter seinem Schreibtisch und eine Träne lief über sein Gesicht. Er sah mich an und ich sagte: "Gene, wenn du immer noch willst, dass ich bleibe, dann werde ich bleiben. Ich kann dir nicht mehr anbieten als zu bleiben." Er sah mich an und sagte: "Gott schütze Dr. Martin Luther King. Es gibt also wirklich jemanden, der versteht, was ich zu tun versuche." Er öffnete die Schublade, nahm meine Kündigung heraus und gab sie mir. Er hatte sie zerrissen. Er gab mir die 100 Stücke und sagte: "Willkommen zurück."

Nichols mit Walter Koenig auf der Hochzeit von George Takei und seinem Mann Brad.
StarTrek.com: Wir wissen, dass Sie immer noch sehr gut mit George Takei, Walter Koenig und Leonard Nimoy befreundet sind. Viele Leser fragten allerdings nach dem Status Ihrer aktuellen Beziehung zu William Shatner. Also ...?

Nichols: Die Stimmung ist immer sehr herzlich, wenn wir uns treffen.

StarTrek.com: Nun einige eher witzige Fragen. Sie hatten eine rote Uniform bei "Star Trek". Hatten Sie je das Gefühl, auf der Abschussliste zu stehen?

Nichols: (lacht) Nein! Nie! Aber es gibt da eine lustige Geschichte. Als ich das erste Mal zu sehen war, hatte ich keine rote Uniform. Sie war kotzgrün. Die Leute vom Sender hatten das noch nicht gesehen und wussten auch nicht, dass ich in der Serie bin. Als sie die Aufnahmen sahen, sagten sie: "Was zum Henker ...? Wer ist sie?" Gene sagte: "Sie ist der Kommunikationsoffizier." Sie fragten: "Was passierte mit ...?" Gene sagte: "Er hat eine Hauptrolle in 'Room 222' bekommen und Nichelle ist absolut perfekt dafür. Ist sie nicht großartig?" Sie sagten: "Ja sie ist gut. Aber ... aber ... aber ... das können wir nicht machen." Gene sagte: "Ich sagte Ihnen, dass ich einen Wechsel auf der Brücke wollte. Sie wussten das."

Sie sagten: "Alles was Sie sagten war, dass Sie ein bisschen Farbe ins Spiel bringen wollten. Wir dachten, Sie reden von den Kostümen!", Gene sagte: "Wissen Sie was, sie haben Recht. Sie gefällt mir in dem Outfit nicht." Und dann brachte er die Requisite dazu, es zu ändern. Das Nächste, was ich mitbekommen hatte, war, dass ich für den Rest der Serie in einem roten Kostüm steckte. Damals war es noch nicht so, dass die Rothemden immer auf fremden Planeten sterben mussten.

StarTrek.com: Was trugen Sie während Ihrer Nacktszene in "Star Trek V"?

Nichols: Ich trug ... mich selbst. Und natürlich hatte ich einen Stringtanga an.

StarTrek.com: Wenn Sie mit Kirk oder Spock essen gehen könnten - einem der Charaktere, nicht den Schauspielern - wen würden Sie wählen?

Nichols: Mr. Spock. Wir sprachen ja schon darüber. Ich schuf meinen Charakter mit Beziehung zu Spock. Ich dachte an Spock als Uhuras Mentor, weil er älter und erfahrener war als sie.

Kurz vor dem viel besprochenen Kuss.
StarTrek.com: Sie trugen diesen Ohrhörer in TOS. War er schwer? Haben Sie noch einen davon? Und nutzen Sie heute ein Bluetooth-Headset?

Nichols: Sie waren nicht schwer, da sie aus sehr leichtem Material gefertigt waren. Sie nahmen einen Abdruck meines Ohres und als sie den Ohrhörer herstellten, war er perfekt für mein Ohr angepasst. Ja, ich habe meinen originalen Ohrhörer noch und einen weiteren, den ich bekommen habe. Und nein, ich habe kein Bluetooth-Headset, weil ich glaube, dass es dem Gehör und der Gesundheit schadet. Ich habe ein Klapphandy, was wie Sie wissen auch durch "Star Trek" inspiriert wurde.

StarTrek.com: Als Majel Barrett-Roddenberry starb, wurden Sie in den Augen vieler Leute zur First Lady von "Star Trek". Wie ist das für Sie?

Nichols: Majel ist immer noch die First Lady von "Star Trek". Ich habe entschieden, die First Lady des Weltraums zu sein, weil ich im Lauf der Jahre so viel mit der NASA zu tun hatte. Gerade jetzt habe ich wieder damit zu tun. Ich starte eine Stiftung, die Nichelle Nichols Stiftung. Gerade bin ich dabei, sie ins Leben zu rufen und aufzubauen. Sie können die Leute bitten, meine Facebook-Seite aufzurufen (sobald die Stiftung eingerichtet ist, wird es dort entsprechende Informationen geben).

Es geht darum, jungen Leuten zu erklären, wie wichtig und wertvoll das ist, was Präsident Obama fördern will. Wie wichtig Wissenschaft ist, STEM, ein Akronym für Science, Technology, Engineering und Math (Wissenschaft, Technologie, Ingenieurskunst und Mathematik). Wir forschen weiter und ich arbeite mit der NASA und einem meiner Angestellten daran. Meine Stiftung wird das unterstützen und auch die bildenden Künste. Sie haben doch nicht gedacht, dass ich die außen vor lassen würde, oder?

StarTrek.com: Eine letzte Frage. Wie fühlt es sich an zu wissen, dass man so viele Leute inspiriert hat? Leute wie Dr. Mae Jemison und Whoopi Goldberg, die nur einige Ihrer berühmten Fans sind, aber auch viele andere. Leute, die Sie vielleicht noch nie getroffen haben.

Nichols: Die Leute sagen immer: "Sie haben farbige Frauen inspiriert." Und ich sage: "Ja. Schwarze, weiße, gelbe, braune, rote und vielleicht sogar welche mit grünem Blut und spitzen Ohren." Genes Genialität zeigte sich darin, wie er die Leute aus aller Welt besetzte und einen Außerirdischen. Dadurch fühlte sich jeder dazugehörig. Ich war kein schwarzer Kommunikationsoffizier. Ich war ein Kommunikationsoffizier, der zufällig aus Afrika kam, der zufällig braune Haut hatte.

Also sagen mir Frauen von überall her, wie Uhura sie dazu inspiriert hat, ihre Träume zu erreichen. Ich habe Frauen getroffen, die ihre Kinder Uhura genannt haben und auch Nichelle. Aber das Unglaublichste ist, dass sogar weiße Männer zu mir kamen und sagten: "Sie haben mein Leben verändert." Sie sagten: "Ich kam aus einer rassistischen Familie, bis ich Sie in 'Star Trek' sah." Und ich sagte: "Ja, so sollte das Leben sein." Was Gene tat, als er uns alle besetzte, war uns zu helfen die Gesellschaft zu verändern, die Art in der Leute denken zu verändern, die Welt zu verändern. Es ist unglaublich. Er wollte, dass "Star Trek" die Welt widerspiegelt und genau das ist passiert.

Ausführliche Interviewübersetzungen wie diese finden Sie jedes Wochenende in unserem Newsletter "TrekZone Weekend". Falls Sie die "TrekZone Weekend" noch nicht abonniert haben, können Sie den Newsletter zusammen mit unserem monatlichen Internet-Magazin "Incoming Message" hier kostenlos bestellen.

(re - 10.05.13 - Quelle: StarTrek.com)

Weiterführende Links


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2017