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Anja Ebeling (ae)23.03.00

Robin Curtis arbeitet nur noch in der Zukunft

Ian Spelling im Gespräch mit der Saavik-Darstellerin

In einem neuen Interview für "Star Trek Monthly" mit Ian Spelling erklärt die Schauspielerin Robin Curtis, wieso ihre Rolle als Lieutenant Saavik und ihre Verbindung zu "Star Trek" einen so positiven Einfluss auf ihr Leben haben.

"Oh, ich denke sehr gern daran zurück", sagt sie. "Ich habe meine Beziehung zu 'Star Trek' geliebt, und liebe sie noch. Es hat mir sehr viel gegeben über die Jahre. Ehrlich, der Gedanke, dass es immer noch Auszeichnungen erntet, überrascht mich. Ich bin jetzt seit ein paar Jahren verheiratet, und mein Mann und ich sind seit drei Jahren zusammen. Durch meine Reisen zu 'Star Trek'-Conventions waren wir in Italien und Österreich und überall in den Vereinigten Staaten. Er ist ein Teil meiner Bindung an die Conventions und er respektiert das sehr. Ich habe so viel Spaß damit."

Saavik-Darstellerin Robin Curtis
"Ich war kürzlich in Deutschland. Es war kurz nach den Angriffen des 11. September. Ich war während fast sechs Wochen unterwegs, gleich zwei Wochen nach dem 11. September. Also flog ich dauernd. 'Star Trek' hat mich zu der Zeit in die Arme vieler Leute getrieben! Was für eine wunderbare Sache. Ich brauchte das Reisen. Ich musste unter Menschen sein. Viele Leute reagierten damit, dass sie nicht reisen wollten, sie blieben zu Hause. Meine Einstellung war 'Ab in die Flugzeug-Sitze. Wenn ihr nicht da seid, wenn die Luftfahrt gebuchte Plätze braucht, werden sie nicht da sein, wenn ihr reisen wollt!' Ich war stolz und glücklich, dass 'Star Trek' mich zu einer Zeit der Welt aussetzte, als die Leute in der Welt sein mussten. Als wir alle in der Welt sein mussten."

Curtis war überwältigt von der Reaktion der deutschen Fans auf die Angriffe des 11. September: "Die Fans auf der deutschen Convention brachten eine atemberaubende Schweigeminute für die Opfer des 11. September. Das habe ich nicht erwartet. Unser Moderator sprach auf Deutsch und plötzlich war das Publikum völlig still. Das gesamte Publikum hat geweint. Ich habe geweint. Und ich fühlte mich in dem Moment so verbunden mit der Welt. 'Star Trek' hat mir dieses Geschenk gemacht, genau wie es mir so viele Geschenke über die Jahre gemacht hat!"

Nach ihrer Arbeit bei "Star Trek" spielte Curtis auch in anderen Science-Fiction-Serien mit, wie zum Beispiel "Babylon 5" und "Space 2063". "Viele Conventions beschäftigen sich nicht nur mit 'Star Trek'. Und indem ich auch diese anderen Serien gemacht habe, hatte ich viel mehr zu erzählen. Und ich weiß nicht, ob ich diese Rollen bekommen hätte, ohne 'Star Trek' gemacht zu haben. In meiner Convention-Laufbahn habe ich diesen Witz oft eingebracht: 'Nach 'Star Trek', 'Babylon 5' und 'Space 2063' hab ich mich entschlossen, nie mehr außerhalb der Zukunft zu arbeiten!' Ich bin also einfach unglaublich dankbar. Wenn ich über die Jahre zurückblicke, ist meine Dankbarkeit für dieses ganze verdammte Zeug schon beständig."

Curtis sieht sich selbst heute als fast im Ruhestand vom Schauspielern und plant, eine Familie zu gründen: "Ich bin bereit, Mutter zu werden, und das wird unweigerlich passieren."

Obwohl die Schauspielerin sich fast zurückgezogen hat, ist Curtis immer noch sehr aktiv in örtlichen Kursen und nimmt sogar Schreibunterricht für Autoren. "Ich bin ziemlich aktiv dabei, mir mein Leben zu gestalten, und ich bin sehr glücklich. Ich nehme Schreibstunden und ich arbeite an einem Ein-Personen-Schauspiel. Ich habe einige Drehbücher geschrieben. Ich sehe vielleicht auch mal, was so an Schauspielarbeit in der Nähe gefragt ist. Ich denke da an örtliche Theater, und sie machen hier auch Werbespots und Spots für die Industrie. Das ist vielleicht eine Möglichkeit. Zwischen dem und den Conventions versuche ich, einen Fuß in der Tür des Entertainment zu behalten."

Und wenn die Produzenten von "Enterprise" Curtis anriefen und sagten, sie hätten eine Rolle für sie? "Nun, mich hat niemand angerufen (für 'Deep Space Nine' oder 'Voyager'), als ich noch dort war", lacht Curtis. "Aber, mein Gott, wenn sie es täten, würde ich natürlich hingehen. Ich würde gern meine Beziehung zu 'Star Trek' auffrischen. Das wäre toll. Geben Sie ihnen meine Telefonnummer!"

(ae - 21.03.09)

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