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Henning Koonert (hk) Walter Koenig Pavel Chekov Mit Beginn der zweiten Staffel der Classic-Serie kam Walter Koenig als Pavel Chekov an Bord der Enterprise. Den Russen verkörperte er danach auch in sieben Kinofilmen. Walter Koenig ist Amerikaner mit europäischen Wurzeln: Die jüdische Familie Königsberg stammt aus Litauen. Seine Eltern Sarah und Isadore, ein Geschäftsmann, wanderten vor der Geburt ihres Sohnes aus der von Stalin geführten Sowjetunion in die Vereinigten Staaten von Amerika aus und änderten ihren Nachnamen in Koenig. Am 14. September 1936 kam in Chicago, Illinois ihr Sohn zur Welt, dem sie den Namen Walter Marvin gaben.
Nachdem einer seiner Professoren ihn dazu ermunterte, sein Schauspieltalent weiterzuentwickeln, schrieb sich der angehende Schauspieler im New Yorker Neighborhood Playhouse ein. Zu seinen Klassenkameraden dort zählte unter anderem Christopher Lloyd und seine Leistungen am Playhouse brachten ihm ein Stipendium der Schulleitung ein. Wie viele Schauspieler zog es auch Koenig zum Fernsehen. Die Fernsehkarriere des jungen Mannes begann 1960 mit verschiedenen Gastrollen in der Serie "A Day in Court". 1964 spielte er Sergeant John Delwyn in einer Folge in der von Gene Roddenberry produzierten Serie "The Lieutenant" und war in den 60er-Jahren in Gastrollen bei verschiedenen Fernsehserien zu sehen. Für die zweite Staffel der Classic-Serie suchte man nach einem jungen Schauspieler, der Sänger Davy Jones aus der damals sehr beliebten Band The Monkees ähnlich sah, um mehr junge und weibliche Zuschauer für die Serie zu gewinnen. Koenig wurde zum Vorsprechen eingeladen und nachdem er die Produzenten getroffen hatte, bat man ihn ohne weiteren Kommentar, noch eine Weile zu warten. Dass er die Rolle als Pavel Chekov bekommen hatte, erfuhr er dadurch, dass ein Studioangestellter ihn bat mitzukommen und plötzlich begann, die Maße des Schauspielers für sein Kostüm zu nehmen.
Für seine Darstellung als Chekov im dritten und vierten Kinofilm wurde er in den 80ern zweimal als bester Nebendarsteller für den Saturn Award nominiert. Seinem Charakter lieh er auch in zahlreichen "Star Trek"-Videospielen die Stimme. Im TV-Film "Moontrap" kehrte er 1989 in einer Hauptrolle wieder in den Weltraum zurück. Nach Pavel Chekov ist sicherlich Psi-Korps-Agent Alfred Bester aus der Serie "Babylon 5" der Fernsehcharakter, mit dem die meisten Fans Walter Koenigs Gesicht verbinden. In dieser Rolle kehrte der Schauspieler 1994 nach einer Bypass-Operation im Jahr davor auf den Bildschirm zurück und verkörperte den Schurken derart ausdrucksstark, dass die Fans der Serie es liebten, Alfred Bester zu hassen. Zuletzt sah man Walter Koenig vermehrt in Independent-Filmen wie "Mad Cowgirl" (2004) und dem von ihm geschriebenen und produzierten Film "InAlienable" aus dem Jahr 2008. Auch in drei unabhängigen, mit "Star Trek" verbundenen Filmen spielte er mit: 2003 war er in "Roddenberry on Patrol" zu sehen, der lose auf den Erlebnissen des "Star Trek"-Erfinders während seiner Zeit als Polizist aufbaut. 2005 nahm er seine Rolle als Pavel Chekov in der Folge "To Serve All My Days" der Fanproduktion "Star Trek: New Voyages" wieder auf und verkörperte einen rapide alternden Chekov, der dem Ende seines Lebens entgegenblickt. Als Chekov in einem Paralleluniversum war er 2007 in "Star Trek: Of Gods and Men" zu sehen. Insgesamt umfasst Walter Koenigs Karriere als Schauspieler fast 50 Jahre und mehr als 100 Auftritte in über 40 Rollen. Auch als Drehbuchautor war Koenig tätig. Er verfasste die Folge "Das Superhirn" ("The Infinite Vulcan") für die "Star Trek"-Zeichentrickserie und schrieb Drehbücher für die Kinderserie "Land of the Lost", die Familienserie "Family" und die Sci-Fi-Serie "The Powers of Matthew Star". Dazu hat er mehrere Filme, Theaterstücke und Bücher geschrieben, darunter seine Autobiographie "Warped Factors: A Neurotic's Guide to the Universe" und den 2006 veröffentlichten Science-Fiction-Roman "Buck Alice and the Actor-Robot".
Seit 1965 ist er mit Judy Levitt verheiratet. Die beiden haben zwei Kinder, Andrew und Danielle. Gemeinsam mit seinem Sohn reiste Walter Koenig 2007 ins Grenzgebiet zwischen Thailand und Myanmar, um auf die Leiden des burmesischen Volkes in der Militärdiktatur aufmerksam zu machen. Von seiner Reise berichtet er überraschend ehrlich und ungeschminkt auf seiner offiziellen Website. Im Gespräch mit dem TrekZone Network sagte Koenig im März 2009 auf die Frage, ob er etwas habe bewegen können, sein Beitrag sei allein ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. 2008 diente Koenig als Trauzeuge bei der Hochzeit seines "Star Trek"-Kollegen George Takei. Koenig hat - mit Zustimmung seiner Frau, wie er betont - einen Teil des Hauses zu einer Sammelstätte mit Chekov-Andenken und zahlreichen Comicheften umgestaltet. In den 90er-Jahren erschien sogar eine von ihm selbst geschaffene Comic-Reihe namens "Raver" bei Malibu Comics. Der leidenschaftliche Comic-Sammler ist auch eingefleischter Baseball-Fan: Seit seiner Jugend ist er Anhänger der New York Yankees. Bis heute ist Walter Koenig das einzige Mitglied der Classic-Stammbesetzung, das noch keinen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame bekommen hat. Eine Kampagne für diese Ehrung läuft auf Koenigs offizieller Website. Episoden mit Walter Koenig Classic-Serie Walter Koenig gehörte für die zweite und dritte Staffel der Serie zur Stammbesetzung und war in folgenden Episoden zu sehen:
Kinofilme
Episoden mit Drehbuch von Walter Koenig Zeichentrickserie
(hk - 23.06.09) Weiterführende Links
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