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Henning Koonert (hk)14.03.09

Walter Koenig

Pavel Chekov

Mit Beginn der zweiten Staffel der Classic-Serie kam Walter Koenig als Pavel Chekov an Bord der Enterprise. Den Russen verkörperte er danach auch in sieben Kinofilmen.

Walter Koenig ist Amerikaner mit europäischen Wurzeln: Die jüdische Familie Königsberg stammt aus Litauen. Seine Eltern Sarah und Isadore, ein Geschäftsmann, wanderten vor der Geburt ihres Sohnes aus der von Stalin geführten Sowjetunion in die Vereinigten Staaten von Amerika aus und änderten ihren Nachnamen in Koenig. Am 14. September 1936 kam in Chicago, Illinois ihr Sohn zur Welt, dem sie den Namen Walter Marvin gaben.

Walter Koenig
Aufgewachsen ist Walter Koenig in der New Yorker Gegend Inwood im Stadtteil Manhattan. In der Stadt ging er auch zur Schule, machte seinen Abschluss an der Fieldston High School in Riverdale in der Bronx. Während seiner Schulzeit entdeckte Koenig seine Leidenschaft fürs Schauspiel und stand in mehreren Theaterstücken auf der Bühne. Sein Interesse für Psychiatrie ließ ihn aber zunächst einen anderen Karriereweg einschlagen: Er entschied sich für ein medizinisches Studium und ging erst ans Grinnell College im US-Bundesstaat Iowa, danach an die Universität von Kalifornien in Los Angeles, wo er sein Studium mit einem Bachelor of Arts in Psychologie abschloss.

Nachdem einer seiner Professoren ihn dazu ermunterte, sein Schauspieltalent weiterzuentwickeln, schrieb sich der angehende Schauspieler im New Yorker Neighborhood Playhouse ein. Zu seinen Klassenkameraden dort zählte unter anderem Christopher Lloyd und seine Leistungen am Playhouse brachten ihm ein Stipendium der Schulleitung ein.

Wie viele Schauspieler zog es auch Koenig zum Fernsehen. Die Fernsehkarriere des jungen Mannes begann 1960 mit verschiedenen Gastrollen in der Serie "A Day in Court". 1964 spielte er Sergeant John Delwyn in einer Folge in der von Gene Roddenberry produzierten Serie "The Lieutenant" und war in den 60er-Jahren in Gastrollen bei verschiedenen Fernsehserien zu sehen.

Für die zweite Staffel der Classic-Serie suchte man nach einem jungen Schauspieler, der Sänger Davy Jones aus der damals sehr beliebten Band The Monkees ähnlich sah, um mehr junge und weibliche Zuschauer für die Serie zu gewinnen. Koenig wurde zum Vorsprechen eingeladen und nachdem er die Produzenten getroffen hatte, bat man ihn ohne weiteren Kommentar, noch eine Weile zu warten. Dass er die Rolle als Pavel Chekov bekommen hatte, erfuhr er dadurch, dass ein Studioangestellter ihn bat mitzukommen und plötzlich begann, die Maße des Schauspielers für sein Kostüm zu nehmen.

Koenig bei einem seiner ersten Auftritte als Chekov
Im September 1967 trat Walter Koenig in der Folge "Weltraumfieber" ("Amok Time") zum ersten Mal als Chekov auf. Insgesamt verkörperte er den fröhlichen Navigator - und später Sicherheitschef - aus Russland in 36 Folgen und sieben "Star Trek"-Filmen. Nach dem Ende der Serie sah man Koenig außerhalb von "Star Trek" vorwiegend in Gastrollen. Er hatte in den 70er-Jahren unter anderem einen Auftritt in "The Questor Tapes" und in einem Krimi der Reihe "Columbo". Als einziges Mitglied der Stammbesetzung war er für die kurzlebige "Star Trek"-Zeichentrickserie nicht als Sprecher verpflichtet worden, Pavel Chekov tauchte in der Serie nicht auf.

Für seine Darstellung als Chekov im dritten und vierten Kinofilm wurde er in den 80ern zweimal als bester Nebendarsteller für den Saturn Award nominiert. Seinem Charakter lieh er auch in zahlreichen "Star Trek"-Videospielen die Stimme. Im TV-Film "Moontrap" kehrte er 1989 in einer Hauptrolle wieder in den Weltraum zurück.

Nach Pavel Chekov ist sicherlich Psi-Korps-Agent Alfred Bester aus der Serie "Babylon 5" der Fernsehcharakter, mit dem die meisten Fans Walter Koenigs Gesicht verbinden. In dieser Rolle kehrte der Schauspieler 1994 nach einer Bypass-Operation im Jahr davor auf den Bildschirm zurück und verkörperte den Schurken derart ausdrucksstark, dass die Fans der Serie es liebten, Alfred Bester zu hassen.

Zuletzt sah man Walter Koenig vermehrt in Independent-Filmen wie "Mad Cowgirl" (2004) und dem von ihm geschriebenen und produzierten Film "InAlienable" aus dem Jahr 2008. Auch in drei unabhängigen, mit "Star Trek" verbundenen Filmen spielte er mit: 2003 war er in "Roddenberry on Patrol" zu sehen, der lose auf den Erlebnissen des "Star Trek"-Erfinders während seiner Zeit als Polizist aufbaut. 2005 nahm er seine Rolle als Pavel Chekov in der Folge "To Serve All My Days" der Fanproduktion "Star Trek: New Voyages" wieder auf und verkörperte einen rapide alternden Chekov, der dem Ende seines Lebens entgegenblickt. Als Chekov in einem Paralleluniversum war er 2007 in "Star Trek: Of Gods and Men" zu sehen.

Insgesamt umfasst Walter Koenigs Karriere als Schauspieler fast 50 Jahre und mehr als 100 Auftritte in über 40 Rollen. Auch als Drehbuchautor war Koenig tätig. Er verfasste die Folge "Das Superhirn" ("The Infinite Vulcan") für die "Star Trek"-Zeichentrickserie und schrieb Drehbücher für die Kinderserie "Land of the Lost", die Familienserie "Family" und die Sci-Fi-Serie "The Powers of Matthew Star". Dazu hat er mehrere Filme, Theaterstücke und Bücher geschrieben, darunter seine Autobiographie "Warped Factors: A Neurotic's Guide to the Universe" und den 2006 veröffentlichten Science-Fiction-Roman "Buck Alice and the Actor-Robot".

Koenig spielte Chekov in sieben Kinofilmen
Walter Koenig lehrt außerdem Schauspiel, Regie und Psychologie, unter anderem an der UCLA, der California School of Professional Psychology und dem Sherwood Oaks Experimental Film College in Hollywood.

Seit 1965 ist er mit Judy Levitt verheiratet. Die beiden haben zwei Kinder, Andrew und Danielle. Gemeinsam mit seinem Sohn reiste Walter Koenig 2007 ins Grenzgebiet zwischen Thailand und Myanmar, um auf die Leiden des burmesischen Volkes in der Militärdiktatur aufmerksam zu machen. Von seiner Reise berichtet er überraschend ehrlich und ungeschminkt auf seiner offiziellen Website. Im Gespräch mit dem TrekZone Network sagte Koenig im März 2009 auf die Frage, ob er etwas habe bewegen können, sein Beitrag sei allein ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. 2008 diente Koenig als Trauzeuge bei der Hochzeit seines "Star Trek"-Kollegen George Takei.

Koenig hat - mit Zustimmung seiner Frau, wie er betont - einen Teil des Hauses zu einer Sammelstätte mit Chekov-Andenken und zahlreichen Comicheften umgestaltet. In den 90er-Jahren erschien sogar eine von ihm selbst geschaffene Comic-Reihe namens "Raver" bei Malibu Comics. Der leidenschaftliche Comic-Sammler ist auch eingefleischter Baseball-Fan: Seit seiner Jugend ist er Anhänger der New York Yankees.

Bis heute ist Walter Koenig das einzige Mitglied der Classic-Stammbesetzung, das noch keinen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame bekommen hat. Eine Kampagne für diese Ehrung läuft auf Koenigs offizieller Website.

Episoden mit Walter Koenig

Classic-Serie

Walter Koenig gehörte für die zweite und dritte Staffel der Serie zur Stammbesetzung und war in folgenden Episoden zu sehen:

  • 2.01 "Das Spukschloss im Weltall" ("Catspaw")
  • 2.03 "Im Namen des jungen Tiru" ("Friday's Child")
  • 2.04. "Der Tempel des Apoll" ("Who Mourns for Adonais?")
  • 2.05 "Weltraumfieber" ("Amok Time")
  • 2.09 "Die Stunde der Erkenntnis" ("The Apple")
  • 2.10 "Ein Parallel-Universum" ("Mirror, Mirror")
  • 2.11 "Wie schnell die Zeit vergeht" ("The Deadly Years")
  • 2.12 "Der dressierte Herrscher" ("I, Mudd")
  • 2.13 "Kennen Sie Tribbles?" ("The Trouble with Tribbles")
  • 2.14 "Brot und Spiele" ("Bread and Circuses")
  • 2.15 "Die Reise nach Babel" ("Journey to Babel")
  • 2.16 "Der erste Krieg" ("A Private Little War")
  • 2.17 "Meister der Sklaven" ("The Gamesters of Triskelion")
  • 2.18 "Tödliche Wolken" ("Obsession")
  • 2.19 "Das Loch im Weltraum" ("The Immunity Syndrome")
  • 2.20 "Epigonen" ("A Piece of the Action")
  • 2.21 "Stein und Staub" ("By Any Other Name")
  • 2.23 "Schablonen der Gewalt" ("Patterns of Force")
  • 2.24 "Computer M5" ("The Ultimate Computer")
  • 2.26 "Ein Planet, genannt Erde" ("Assignment: Earth")
  • 3.01 "Wildwest im Weltraum" ("Spectre of the Gun")
  • 3.02 "Brautschiff Enterprise" ("Elaan of Troyius")
  • 3.03 "Der Obelisk" ("The Paradise Syndrome")
  • 3.04 "Die unsichtbare Falle" ("The Enterprise Incident")
  • 3.05 "Kurs auf Markus 12" ("And the Children Shall Lead")
  • 3.06 "Spocks Gehirn" ("Spock's Brain")
  • 3.07 "Die fremde Materie" ("Is There in Truth No Beauty?")
  • 3.09 "Das Spinnennetz" ("The Tholian Web")
  • 3.10 "Der verirrte Planet" ("For the World Is Hollow And I Have Touched the Sky")
  • 3.11 "Das Gleichgewicht der Kräfte" ("Day of the Dove")
  • 3.15 "Bele jagt Lokai" ("Let That Be Your Last Battlefield")
  • 3.17 "Fast unsterblich" ("The Mark of Gideon")
  • 3.18 "Strahlen greifen an" ("The Lights of Zetar")
  • 3.20 "Die Reise nach Eden" ("The Way to Eden")
  • 3.22 "Seit es Menschen gibt" ("The Savage Curtain")
  • 3.24 "Gefährlicher Tausch" ("Turnabout Intruder")

Kinofilme

  • "Star Trek - Der Film"
  • "Star Trek II: Der Zorn des Khan"
  • "Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock"
  • "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart"
  • "Star Trek V: Am Rande des Universums"
  • "Star Trek VI: Das unentdeckte Land"
  • "Star Trek: Treffen der Generationen"

Episoden mit Drehbuch von Walter Koenig

Zeichentrickserie

  • 1.07 "Das Superhirn" ("The Infinite Vulcan")

(hk - 23.06.09)

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