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Christian Gramstad (cg) Kate Mulgrew Kathryn Janeway Kate Mulgrew führte in der Rolle der Kathryn Janeway in "Star Trek: Voyager" als erste Frau die Schauspielerriege einer Trek-Serie an. Die Schauspielerin, die mit vollem Namen Katherine Kiernan Mulgrew heißt, stammt aus einer Familie mit irisch-katholischen Wurzeln aus Dubuque, einer mittelgroßen Stadt im ländlichen US-Bundesstaat Iowa. Dort wurde sie am 29. April 1955 als Tochter des Bauunternehmers Thomas James Mulgrew und der Künstlerin und Malerin Joan Kiernan Mulgrew geboren. Die spätere "Star Trek"-Schauspielerin kam als zweites von insgesamt acht Kindern des Ehepaares zur Welt. Jahrzehnte danach führte sie die Autorität, die sie als Captain Janeway ausstrahlte, mit darauf zurück, dass sie sich in dem Haufen von sieben Geschwistern behaupten musste.
Nach ihrem High-School-Abschluss ging Mulgrew mit 17 Jahren zum Schauspielstudium ans Stella Adler Conservatory der New York University. Sie erwarb dort nach zwei Jahren einen Associates of Arts Grad, wonach sie sich gegen eine Fortsetzung des Studiums und für den Berufseinstieg als Schauspielerin entschied. Ihr Bühnendebüt gab sie am American Shakespeare Theatre als Emily Webb in Thornton Wilders Stück "Unsere kleine Stadt". Schon im Alter von 20 Jahren gelang ihr im gleichen Jahr der Durchbruch im Fernsehgeschäft. Von 1975 an war sie für drei Jahre als Mary Ryan in der Seifenoper "Ryan's Hope" zu sehen. Sie verließ die Serie 1978 auf eigenen Wunsch. Ihr Charakter segnete, wie von der Schauspielerin gewünscht, mit ihrem Ausstieg das Zeitliche, dennoch kehrte Mulgrew bis 1989 mehrere Male als Mary Ryans Geist zu der Serie zurück. Einer Rolle als Desdemona in Shakespeares "Othello" und einem Gastauftritt in der beliebten Serie "Dallas" schloss sich bereits 1979 die erste Serienhauptrolle für Mulgrew an. In der Detektivserie "Mrs. Columbo" spielte sie Kate Columbo, die oft erwähnte, aber in "Columbo" nie gezeigte Ehefrau des Inspektors. Nach der ersten Staffel wurde die Serie in "Kate Loves a Mystery" umbenannt - Mrs. Columbo hatte sich scheiden lassen und trug fortan den Namen Callahan. Zwar war schon nach der zweiten Staffel Schluss für die Serie, Mulgrew wurde für ihre Darstellung 1980 jedoch für den Golden Globe nominiert.
1981 erfolgte Mulgrews Kinodebüt in "Lovespell", einer Verfilmung von "Tristan und Isolde", in der sie Isolde spielte. Ein Jahr danach verkörperte sie die Hauptrolle im Thriller "A Stranger Is Watching", 1985 sah man sie als Major Rayner Fleming im Actionfilm "Remo – Unbewaffnet und gefährlich". Im Theater spielte sie in dieser Zeit unter anderem in "Die Katze auf dem heißen Blechdach", Shakespeares "Maß für Maß" und "Der eingebildete Kranke". In der zweiten Hälfte der 80er-Jahre nahm das Fernsehen wieder eine größere Rolle in Mulgrews Karriere ein, unter anderem mit Gastrollen in Mehrteilern erfolgreicher Serien wie zum Beispiel "Chefarzt Dr. Westphall" und "Cheers" (beide 1986) und in einer Folge von "Mord ist ihr Hobby" (1987). Mit Danny DeVito und Billy Chrystal spielte sie im Kinofilm "Schmeiß' die Mama aus dem Zug!". Im Fernsehfilm "Roots - Das Geschenk der Freiheit" sah man Kate Mulgrew 1988 mit den späteren "Star Trek"-Mimen LeVar Burton, Avery Brooks und Tim Russ. Der im gleichen Jahr ausgestrahlte Pilotfilm zur Arztserie "Herzschlag des Lebens - Göttinnen in Weiß" mit Mulgrew als Dr. Joanne Springsteen brachte der Schauspielerin ihre nächste Serienhauptrolle ein. Nach zwei Staffeln war 1989 für "Herzschlag des Lebens" wieder Schluss.
1993 spielte Mulgrew ihr Broadwaydebüt im Stück "Black Comedy" von Peter Shaffer. Privat war dies für Kate Mulgrew eine wechselvolle Zeit. Nach zwölf Jahren Ehe trennten sich ihr Mann und sie 1993, die gemeinsamen Kinder blieben bei der Mutter. 1995 erfolgte die Scheidung. Im gleichen Jahr bekam die Schauspielerin die Rolle, die sie weltweit bekannt machen sollte - allerdings erst im zweiten Versuch. Für den Part der Captain Janeway hatte Mulgrew sich auf Anraten ihres langjährigen Freundes John de Lancie aus New York mit einem Video beworben, war mit ihrer Leistung aber derart unzufrieden, dass sie sich einige Wochen später noch einmal in persona bei "Star Trek"-Boss Rick Berman vorstellte. Dennoch vergaben die Produzenten den Part zunächst an Geneviève Bujold, die aber bereits nach wenigen Tagen vom Drehstress genervt das Handtuch warf. Kate Mulgrew ergriff die zweite Chance, die sich ihr bot, und nahm das Angebot an, als Kathryn Janeway die erste weibliche Hauptrolle als Captain einer "Star Trek"-Serie zu spielen. Sieben Jahre lang verkörperte sie von 1995 bis 2001 die Rolle in "Star Trek: Voyager" und bewies den nach ihrer Aussage zunächst skeptischen Produzenten, dass eine Frau sowohl Weiblichkeit als auch Autorität ausstrahlen konnte, dass sie die männliche Stammzuschauerschaft nicht vergraulen und gleichzeitig "Star Trek" weiblichen Zuschauern zugänglicher machen konnte. In dieser Zeit wurde Mulgrew für ihre Darstellung der Janeway viermal für einen Saturn Award nominiert, den sie einmal (1998) mit nach Hause nehmen konnte. Im gleichen Jahr gewann sie zudem den Golden Satellite Award.
Noch während der Dreharbeiten zu "Voyager" sprach Mulgrew im Jahr 2000 Captain Janeway fürs Computerspiel "Elite Force". Später folgten weitere Sprechrollen für die Spiele "Run Like Hell" (2002), "Lords of Everquest" (2003), und "Dragon Age: Origins", für das ihr Charakter Lady Kreya nach ihrem Abbild erschaffen wurde (2009). Nach dem Ende von "Voyager" nahm Kate Mulgrew die Rolle als Janeway einige Male erneut wieder auf: Ein Cameo im TNG-Kinofilm "Nemesis" offenbarte 2002, dass Janeway nach der Rückkehr der Voyager zum Admiral befördert worden war. Als Admiral Janeway wirkte sie zudem 2004 in der Vergnügungspark-Attraktion "Borg Invasion 4D", die Teil von "Star Trek: The Experience" war, mit und sprach 2006 Text für das Computerspiel "Legacy" ein. Nach "Voyager" widmete die Darstellerin sich wieder vermehrt dem Theater. Zwischen Februar 2002 und Oktober 2005 spielte Kate Mulgrew ihre Schauspielkollegin Katharine Hepburn im Ein-Frau-Stück "Tea at Five", ihre Darstellung wurde von der Kritik vielfach gelobt und brachte ihr mehrere Theaterpreise ein.
Im Frühjahr 2007 stand sie am Broadway im Stück "Our Leading Lady", das zur Zeit des Sezessionskriegs spielt, auf der Bühne. In "Iphigenia 2.0" verkörperte sie die Klytämnestra und wurde dafür mit einem Obie Award ausgezeichnet. Im Herbst desselben Jahres lief eine neue Serie mit Mulgrew an: In "The Black Donnellys" verkörperte sie die Mutter in einer irisch-katholischen Einwandererfamilie - eine Rolle, die nicht allzu weit von Mulgrews persönlicher Biographie entfernt war. Die Serie wurde aber bereits nach zwölf Folgen wieder abgesetzt. Im Herbst 2008 spielte Kate Mulgrew die Hesther Saloman in der Broadway-Inszenierung von "Equus" mit "Harry Potter"-Darsteller Daniel Radcliffe. Im gleichen Jahr drehte sie als Colonel Sims im Gerichtsdrama "The Response". Der Kurzfilm kritisiert den Umgang mit so genannten ungesetzlichen Kombattanten, die auf Guantanamo Bay gehalten werden, und basiert auf existierenden Protokollen von Vernehmungen dort. Seit 2009 ist Kate Mulgrew in einer wiederkehrenden Gastrolle in der Krankenhausserie "Mercy" zu sehen. Ihr nächster Film, die Komödie "The Best and the Brightest", erscheint 2010. Die Schauspielerin erhielt für ihren Beitrag zur Kunst von der Seton Hill University in Greensburg, Pennsylvania die Ehrendoktorwürde. Episoden mit Kate Mulgrew Voyager Kate Mulgrew gehörte für alle sieben Staffeln der Serie zur Stammbesetzung und war in allen 170 Folgen der Serie zu sehen. Kinofilme
(cg - 21.02.10) Weiterführende Links
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