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Peter Tigmann (pt) Mulgrews Leben nach "Star Trek" Und ein Blick auf persönliche Höhepunkte aus "Voyager" Der Trekker Newsletter brachte vor kurzem ein Interview mit Kate Mulgrew, dem Captain der Voyager. Sie spricht über die letzte Folge der Serie, ihre Lieblingsepisoden und das Theaterstück "Tea at Five", in dem sie bald zu sehen ist. Ja, es gibt ein Leben nach "Star Trek". Das ist die großartige Entdeckung, die Kate Mulgrew gemacht hat und sie genießt jede Sekunde davon. Aber das Leben nach "Star Trek" bedeutet nicht nur relaxen. "Seltsamerweise habe ich jetzt mehr zu tun als vorher", erzählt Mulgrew während einem der seltenen Tage zu Hause, einen Tag nach dem wirklich heißen Geburtstag eines ihrer Söhne.
"In der vorletzten Woche war ich in New York, danach in Cleveland und jetzt bin ich wieder hier, zu Hause in Kalifornien. Mein Ehemann [der Politiker Tim Hagan] ist zurzeit in Ohio - er hat zwei Töchter, zu denen ich ein sehr inniges Verhältnis habe. Ich habe meine Söhne hier. Ich arbeite an einem Stück, bei welchem ich in New York City mitwirken werde. Es basiert auf dem Leben von Katharine Hepburn und wurde speziell für mich geschrieben. Es ist ein Ein-Personen-Stück ["Tea at Five"], welches in Hartford, Connecticut im Februar eröffnet wird. Danach werden wir versuchen, es nach New York zu bringen [auf den Broadway], so im Frühling 2002." "Mit all diesen Dingen ist das momentan eine ziemlich atemlose Zeit. Und es ist lustig, weil ich mit einem Jucken an die Arbeit gehe. Wir werden in Kürze einen Test des Stücks machen, aber ich denke, es wird Januar, bis ich wirklich wieder mit der Arbeit im Theater anfange. Als ich kürzlich in New York war, habe ich mir eine Broadway-Aufführung angesehen, was mich schon ziemlich nervös gemacht hat. Ich bin wirklich etwas nervös, aber auch sehr aufgeregt. Wenn sich etwas Nettes vor Januar ergeben würde, würde ich es vielleicht vorsichtig und ernsthaft in Betracht ziehen, denn ich denke, dass jetzt meine Familie und die politischen Absichten meines Mannes im Vordergrund stehen." So begierig, wie sie auf ihre Zukunftspläne zu sein scheint, könnte man annehmen, dass sie Kathryn Janeways Platz und die Streitgespräche mit Chakotay, Seven of Nine oder dem Doktor noch nicht vermisst. Ist "Star Trek" schon weit weg für Mulgrew? "Ich vermisse es noch nicht", erzählt die Schauspielerin, die ein Abendessen mit Roxann Dawson hatte, als sie sich kürzlich auf einer Convention trafen, und die Telefonanrufe mit Robert Duncan McNeill austauscht, und sich darauf freut, Ethan Phillips in der Produktion "Side Man" wiederzusehen. "Ich bin selbst überrascht, aber ich bin momentan noch zu beschäftigt und eingetaucht in dieses Leben, welches ich solange Zeit vermisst habe. Deshalb habe ich noch nicht viel Zeit gehabt, darüber nachzudenken."
"Ich muss sagen, dass es eine sehr interessante Erfahrung ist, auf der Straße erkannt zu werden. Leute kommen auf mich zu, um mit mir über 'Star Trek' zu reden. Ich sehe mich nicht als Prominente. Ich sehe mich nicht als Captain Janeway. Ich sehe mich als Kate Mulgrew. Ich sehe mich als normale Person. Ich mag auf eine gewisse Art und Weise Anonymität und Frieden, um die Wahrheit zu sagen. Es ist schön, bemerkt zu werden und es ist ebenfalls schön, nicht zu sehr bemerkt zu werden." Mulgrews Zeit bei "Star Trek" hat im Mai mit der Ausstrahlung des Serienfinales geendet. Auch über ihre Gedanken hierüber spricht sie. "Ich habe das Finale zusammen mit meinem Mann und meinen Stieftöchtern angesehen, als es Abends ausgestrahlt wurde", erzählt die Schauspielerin. "Ich war sehr bewegt und hatte auch ein paar sentimentale Momente. Ich musste weinen und alle diese Dinge, weil ich realisiert habe, dass ich auf eine emotionalen Art das erste Mal 'Auf Wiedersehen' gesagt habe." "Deshalb sind meine Ansichten über das Finale sehr von diesen Eindrücken gefärbt. Jedes Mal wenn jemand auf dem Schirm zu sehen war, habe ich realisiert, dass ich Tim [Russ] und Robbie [McNeill] und Bob [Picardo] für eine längere Zeit möglicherweise nicht sehen werde. Das ist ein ziemlich launisches Business und wenn eine Serie endet, verstreuen sich alle Leute wieder zu anderen Ecken in der Welt. Gleichzeitig mochte ich 'Endspiel' aber auch und war sehr stolz darauf." "Ich selbst denke, dass der Charakter von Admiral Janeway gut funktioniert hat. Ich war sehr beeindruckt zu sehen, was wir mit ihr machen konnten. Die Special Effects haben es möglich gemacht. Man denkt wirklich, dass Admiral Janeway da war zusammen mit Captain Janeway und ich denke, die Beziehung zwischen den beiden war sehr effektiv. Ich denke auch, dass die Seven/Chakotay-Sache funktioniert hat, auch wenn es etwas sehr schnell kam. Ich weiß, dass einige mit dem Ende nicht einverstanden sein werden, aber ich habe die Einfachheit davon gemocht. So haben wir die Serie vor sieben Jahren angefangen und ich denke sehr stark, dass wir auch so enden sollten."
Das Finale gab Mulgrew ebenfalls die seltene Möglichkeit zu sehen, wie sie vielleicht einmal in 30 Jahren aussehen wird und zu sehen, wie sie eventuell in drei Jahrzehnten handelt und spricht. "Ich war sehr bewegt vom Admiral und - das wird sich jetzt vielleicht etwas seltsam anhören - ich konnte mich selbst etwas von ihr distanzieren, um ihre Leistung auf eine gewisse Weise zu bewundern, wohingegen ich dem Captain eher sehr kritisch gegenüberstand. Ich hatte diese kritischen Gefühle nicht gegenüber dem Admiral. In ihr war eine gewisse Leere und ein Vertrauen, und das habe ich wirklich genossen." Genau wie Mulgrews Leben und Karriere nach "Star Trek" weitergeht, geht es auch mit "Star Trek" ohne Kate Mulgrew weiter. Die Produktion von "Enterprise" hat kürzlich begonnen und wird bald auf UPN ausgestrahlt. Mulgrew lacht auf die Frage hin, welche Tipps sie dem "Enterprise"-Cast geben könnte. "Ich würde dem Cast keine Tipps geben", entscheidet sie sich. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Scott Bakula keine Ratschläge geben muss. Er kennt dieses Spiel offensichtlich besser als ich. Er hat einen harten Kampf mit dem Studio geführt, er weiß, was er will und er ist ein echter Schauspielveteran. Hinzu kommt, dass er schon einmal eine Science-Fiction-Serie gemacht hat ['Zurück in die Vergangenheit']. Deshalb weiß er, was er tut. Ich wünsche ihnen einfach viel Glück."
"Jede dieser Episoden hatte einen emotionalen Moment, was für Janeway fordernd war - und auch für mich als Schauspielerin. 'Todessehnsucht' hat mich sehr beeindruckt. Ich habe neues Vertrauen gewonnen und neue Erfahrungen zu diesem Thema gesammelt. Natürlich wurde ich sehr von meinem Freund John de Lancie unterstützt und das Skript war einfach wundervoll. Die Argumente über Selbstmord waren sehr gut aufgezeigt. 'Kontrapunkt' war einer dieser theatralischen Tänze, die wir nur selten in der Science-Fiction sehen. Ich habe mich vollkommen ungezwungen gefühlt und der gesamten Episode als Schauspielerin vom Anfang bis zum Ende mit großem Respekt gegenübergestanden." "Mit dem Pilotfilm hat alles angefangen und das Finale hat alles abgeschlossen", sagt sie letztendlich. "Ich kann die Linie zwischen dem Pilotfilm und dem Finale sehen. Sie war dieselbe Frau wie vorher, aber reifer und erfahrener im Finale. Sie hat den sehr harten Unterricht des Lebens überlebt und darum, denke ich, ist es so bewegend. Janeway hat nie ihr Herz verloren." (pt - 21.02.10 - Quelle: TrekNewsletter.com) Weiterführende Links
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