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SF-Zone News

Thomas Hoeft (th), Sara Hoeft (sho)14.07.12

David Nykl im TZN-Gespräch

Interview mit dem Zelenka-Darsteller aus "Stargate"

David Nykl, bekannt als Dr. Radek Zelenka aus "Stargate: Atlantis", sprach natürlich über "Stargate" und auch über sein neues Projekt "Klapstock Syndrom". Ein Interview von Sara Hoeft und Thomas Hoeft.

Ein gutgelaunter David Nykl begrüßte die Redakteure Sara und Thomas Hoeft am 17. März 2012 im nh-Hotel in Deggendorf. Zusammen mit ihm setzten sie sich auf die Terrasse und führten das folgende Interview:

TZN: David, bitte erzählen Sie uns etwas über Ihr neues Projekt "Klapstock Syndrom"!

David Nykl: Ah! "Klapstock Syndrom" ... Das ist ein fantastischer kleiner Independent-Film, bei dem ich mit Marc Sawyer - ein in Vancouver arbeitender Filmmacher von Independent-Filmen zusammenarbeitete. Er machte bereits ein Jahr zuvor eine Version davon. Wir drehten es im November, glaube ich. Er hatte eine Version davon ein Jahr zuvor gedreht, welche aber keinen Erfolg hatte. Er bekam nicht genug Geld, aber er hatte es geschafft, außerhalb Geld von Tall Film Canada zu erhalten. Im November drehte er es dann erneut.

Es ist die Geschichte eines Typen, der Stadtrat in Vancouver ist. Und er hat ständig das Gefühl, gefilmt zu werden. Er fühlt ständig, dass ein Filmteam ihm folgen würde - jederzeit. Und im Laufe des Filmes erkennt er, dass er der Einzige ist, der die Kamera sehen kann. Er ist eigentlich in seinem eigenen Film, wie der Star in seinem eigenen Film. Ich spiele den Psychiater, den er besucht. Ich diagnostiziere bei ihm das "Klapstock Syndrom". Es ist ein Independent-Film. Ich denke, er muss noch durch die Nachproduktion gehen. Ich glaube, sie machen es gerade jetzt und ich bin guter Hoffnung, am späteren Vertrieb beteiligt zu werden. Bei diesen Independent-Filmen weiß man nie, in welche Richtung das allgemein geht und ob oder wohin sie sich verteilen werden. Soviel sei gesagt.


TZN: Haben Sie neue Projekte?

Nykl: Ich habe gerade einen Film in Nelson Island vor der Küste Kanadas abgedreht. Und da ist es kalt ..., Schnee ..., minus zehn Grad Celsius, und der Film heißt "Christmas Miracle". Es ist ein Weihnachtsfilm. Erst letzte Woche haben wir ihn beendet. Er ist mit großen, fantastischen Schauspielern aus Vancouver. Beide Filme sollten etwa um die gleiche Zeit am Ende des Jahres veröffentlicht werden.

TZN: Wie war die Arbeit am "Fringe"-Set? Wie war die Arbeit mit dem Cast?

Nykl: "Fringe" war grandios! "Fringe" war einer meiner Favoriten von Ein-Tages-Jobs - sehr viele Sci-Fi-Drehs. "Fringe" kam mit der zweiten Staffel nach Vancouver - die erste Staffel war in New York City und für die zweite Staffel kamen sie nach Vancouver. Sie waren dort für zwei, drei Jahre. War es in der dritten oder vierten Staffel? Oh yeah, die dritte Staffel. Und es war eine wunderbare Rolle. Ich war der Bösewicht in einer schön hässlichen Rolle. Der Charakter war sehr böse. Er entführte Kinder und nahm ihnen ihre Hypophyse, um sie als Jungbrunnen zu verwenden. Sehr gruseliger Typ. Ich liebe es, Bösewichte zu spielen. Es macht ziemlich viel Spaß. Es war ein wirklich gutes Set, ebenso auch die Schauspieler. Es war wirklich unglaublich. Nur drei oder vier Tage dauerte es und ich wünschte immer, dass ich dort länger bleiben und arbeiten könnte, denn ich hatte ja nur drei oder vier Tage.

TZN: Und wie war die Atmosphäre am Set von "Eureka"? Wie war die Arbeit mit Colin Ferguson?

Nykl: (lacht) "Eureka" lief gerade in der zweiten Staffel - Ich kann mich nie erinnern, in welchem Jahr das war - und es wurde am selben Tag gedreht, an dem ich auch "Stargate: Atlantis" drehte. Daher gab es ein gewisses Konfliktpotenzial, doch beide Produktionen waren wirklich sehr hilfsbereit. Zudem war es auch hilfreich, dass beide Produktionen buchstäblich nur von einem Highway getrennt waren. Die "Stargate"-Studios waren hier und die "Eureka"-Soundstages waren nur auf der anderen Seite des Highways. So musste ich herüber rennen und mein anderes Kostüm anziehen. In dieser Serie war ich blind. Das war das erste Mal, dass ich einen blinden Charakter spielte. Ich hatte eine Person am Set, die mir diese Kontaktlinsen gab. Diese Person war im Wesentlichen für meine ganze Augenmaske verantwortlich und das war gruselig. Richtig hart war es, weil die Kontaktlinsen milchig weiß waren und man nur weißes Licht sehen konnte. So mussten sie mich zu meinem Platz führen.


TZN: Gibt es Rollen, die Sie gespielt haben, welche Sie heute bereuen?

Nykl: (lacht) Jeder Film, der in Prag gedreht wurde ... nein! (lacht und macht abweisende Handbewegungen) Reue ist eine schwierige Sache. Ich meine, ich bin eher die Sorte Schauspieler, für die die fertige Produktion nicht so wichtig ist. Selten schaue ich Filme, in denen ich zu sehen bin. Ich weiß nicht warum, aber: Nein, da gibt es kein echtes Bedauern. Da gab es einige schön verrückte Filme. Lasst uns die mal benennen: Wie wäre es mit "Pterodactyl", welcher wirklich gut war. Er wurde rund um Prag gedreht. Ich spielte einen Soldaten, welcher durch einen Pterodaktylus in zwei Hälften gerissen wurde. Es war eine große Erfahrung. Wenn ihr sie noch nicht hattet, empfehle ich es euch.

TZN: Ihre Rolle des Dr. Radek Zelenka ist in den meisten Folgen von "Stargate Atlantis" zu sehen. Aber warum ...

Nykl: (unterbricht) Hälfte! Ungefähr die Hälfte ... In den fünf Jahren drehten wir 100 Episoden. Ich war in 60. So, es waren also 60 Prozent.

TZN: Aber warum waren Sie dann immer noch ein Nebencharakter?

Nykl: Ich weiß nicht. Warum war er das? Da waren keine Nebencharaktere. Jeder war da, wo er sein sollte. Sie schrieben es aufs Team fokussiert, richtig? Und ich wurde gecastet, um mit David Hewlett zu interagieren und auch um ihm mit der Elektronik zu helfen, da er sonst nie mit dem Techno-Babble aufgehört hätte. So halbierten sie das Technikgerede, gaben mir die eine Hälfte und ihm die andere, damit wir über diese Dinge diskutieren konnten. Also gab es keine Nebencharaktere. Es war ein Charakter, der ein Handlanger von David Hewlett war - jemand, der einige Dinge ausarbeiten konnte.

TZN: Waren Sie nicht unzufrieden, dass Sie nicht in fast jeder Episode waren?

Nykl: Ich liebe es zu arbeiten, sobald ich die Chance habe. Ich wusste nicht, ob ich im Drehbuch bin, bis es an meiner Türschwelle auftauchte. Einmal war es da. Ich blätterte es schnell durch, um zu sehen, ob ich sterben würde. (lacht) Und danach war ich sehr froh darüber, darin zu sein. Mehr ist immer besser!

TZN: War Dr. Zelenka dazu bestimmt, ein Gegenpol zu Dr. Rodney McKay zu sein? Also ein Wissenschaftler, der nicht so anstrengend war?

Nykl: Ja, war er. Es ist genau so, wie ich es gesagt habe. Er ist ein Gegengewicht zu Rodney, eine Balance in der Wissenschaftsabteilung.


TZN: Mögen Sie Science-Fiction? Hatten Sie "Stargate" gesehen, bevor Sie eine Rolle darin erhielten?

Nykl: (nickt) "Stargate" war im Fernsehen, solange ich denken kann. Es lief für eine lange Zeit. Ich saß niemals vor dem Fernseher, um etwas davon aktiv zu sehen. Zurzeit sehe ich Fernsehen beim Mittagessen, so dass es im Hintergrund läuft und ich nur teilweise zuschaue. Was ich beim ersten "Stargate" mochte, war die Interaktion der Charaktere. Das ist das, was mich letztendlich süchtig machte. Ich sah einige der Episoden. Ich würde mich nicht als einen regulären Zuschauer der Serie bezeichnen. Ich kenne nicht die volle Entwicklung über die Jahre, aber ich sah einige der Folgen, bevor ich involviert war, das meine ich. Nachdem ich es einmal gesehen hatte, habe ich es weiter gesehen.

TZN: Einige der Science-Fiction-Schauspieler, die wir bereits interviewen durften, hatten eine Menge Spaß dabei, Szenen in der Schwerelosigkeit zu drehen. Können Sie sich an den Dreh einer Szene im Raumanzug erinnern?

Nykl: Yeah, das war eine coole Episode! Einer meiner Favoriten! Wenn ich die Frage bekomme, welche meine Lieblingsepisode war: Das war eine von denen. [Anm. d. Red.: Gemeint ist die "Stargate Atlantis"-Episode 4.01 "Verloren im All"] Gut, die Art wie die Schwerelosigkeit gemacht wird, ist ein wirklich cooler Effekt, weil du im Grunde wie eine Marionette bist - wie eine Puppe und du hängst an diesen Kabeln. Und diese Anzüge sind sehr teuer. Sie kosten um die 15.000 Dollar. Direkt aus dem Internet. (lacht) Sie waren sehr detailliert und realistisch gefertigt und die Effekte waren wirklich cool, weil es nur eine reguläre Kulisse mit einem grünen Hintergrund war. So filmten sie uns dabei, den Sprung rüber zu machen. Dann verkleinerten sie uns auf diese Größe (symbolisiert das mit Daumen und Zeigefinger) und es war wirklich klein und sie legten den ganzen Weltraum in den Hintergrund. Es sah so aus, als wären wir dort draußen. Es war cool, wenn man bedenkt, dass wir in einem Raum voller Menschen waren und plötzlich nur wir zwei Menschen im Weltall. Das war Klasse!

TZN: Und welche waren Ihre Lieblingsszenen von "Stargate Atlantis"?

Nykl: Lieblingsszene ... (denkt nach) Da gab es so viele. Ich mochte wirklich sehr die Arbeit mit David. Er war immer sehr lustig. Wir hatten viel Spaß mit jedem, der dort arbeitete. Es war immer eine gute Atmosphäre mit dem Team und dem Cast. Ich denke, ihr hört das von allen Schauspielern, dass sie die Arbeit genossen haben und bei mir ist es nicht anders. Ich liebte es, ich genoss es. Da gibt es eine Menge von Lieblingsszenen ...

Ich kann euch erzählen, welche ich nicht mochte ... (lacht) Da gab es die, die sehr schwierig waren, wenn im Puddle-Jumper gedreht wurde, weil es so ähnlich war, als wenn man in einem Auto dreht. Es ist sehr wenig Platz und wir saßen dort den ganzen Tag lang, um diese Szenen zu drehen. Nach einer Weile wird es zu lange. Und in der Sommerzeit, im August, haben die Studios sehr wenig Belüftung und wir hatten diese Anzüge an ... Aber ihr wisst, der Cast hatte lauter sehr gute Schauspieler und sie arbeiteten auch sehr schnell. Pro Tag schafften wir acht, neun Seiten. Man hatte keine Zeit. Man musste einfach weitermachen.


TZN: Haben Sie immer noch Kontakt zu den anderen "Stargate"-Schauspielern?

Nykl: Mit wem habe ich gesprochen? Ja, ich sprach mit Paul McGillion. Ich sehe ihn immer wieder. Ich bin in Vancouver, aber ich denke, fast jeder ist runter nach Los Angeles gezogen. David ist dort. In den letzten Monaten habe ich kaum mit ihm gesprochen. Aber Paul sehe ich, Kavan Smith und einige der Wraith-Charaktere. Ich kenne einige der Schauspieler durch die Sendung. Und ich sehe einige von ihnen durch die Conventions. Vor einigen Monaten habe ich Torri [Higginson] in Los Angeles gesehen. Sie ist fantastisch!

TZN: Bevorzugen Sie große Conventions oder kleine Events wie das heutige?

Nykl: Das ist cool! Die Kleinen sind schöner, weil man die Chance erhält, jeden zu treffen und die großen sind manchmal einfach Wahnsinn. Sie können sehr unpersönlich sein, daher mag ich die kleineren. Aber insbesondere mag ich, dass ich verschiedene Teile der Welt gesehen habe, wie in diesem Fall Orte wie Deggendorf. Zirka 70, 80 Kilometer von hier auf der anderen Seite der Berge haben wir ein Häuschen in Bavorov in Tschechien. Es ist also sehr nahe. Es ist einfach nur auf der anderen Seite der Berge. Es ist wirklich sehr schön, hier zu sein.

TZN: Sie wirken in einigen Werbespots mit. Wie sehr beeinflusst das Produkt Ihre Entscheidung, ein Werbeangebot anzunehmen?

Nykl: Das interessiert mich nicht! Ich machte davon mehr vor "Stargate". Meine letzte Werbung ist schon eine Weile her. Das Produkt ist die meiste Zeit irrelevant. Ja, du magst das Produkt! (Er nimmt eine Getränkeflasche vom Interviewtisch, grinst, hält sie nickend in eine imaginäre Kamera und sagt grinsend auf Deutsch: "Das schmeckt super, Mami!")


TZN: Welche Rolle im Theater, im Fernsehen oder Film würden Sie gerne spielen, wenn Sie frei wählen dürften?

Nykl: Ich habe bereits Godot in "Waiting for Godot" im Theater gespielt. Das war eine meiner Rollenfavoriten. Ich spielte Estragon. Ich sah eine Version davon in Vancouver, welche unglaublich war. Guter Job, Blackbird Theater! Ich würde es wieder machen. Ich würde gerne die bösen Kerle spielen. Es würde Spaß machen, einen bösen Typen in einem Film zu spielen. Die regulären, ständigen Arbeiten sind gut, wenn man einen regulären Charakter hat, der mit der Show verknüpft ist. Was immer auch da kommen mag. Ich finde, wenn du Vorstellungskraft im Kopf hast von dem, was du machen willst, ist es manchmal - yeah - dann kannst du da rankommen. Aber man verpasst einiges auf der anderen Seite. Ich versuche, offen für alle Möglichkeiten zu sein.

TZN: David, vielen Dank für das nette Gespräch!

Nykl: Bitte, gerne.

Dieses Interview ist auch in der Mai-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(th, sho - 14.07.12)


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