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Raphael Kallensee (rk)26.07.00

Auf dem Set von "Unimatrix Zero"

Brannon Braga über den Borg-Zweiteiler

Im Interview, das Melissa J. Perenson mit Brannon Braga während den Dreharbeiten zum Auftakt der siebten Staffel geführt hat, erfahren wir einiges an Hintergrundinformationen zu der Episode "Unimatrix Zero", welche gleichzeitig das Ende der sechsten und den Anfang der siebenten Staffel darstellt.

In Teil fünf einer Trilogie in sechs Teilen treffen Seven und Janeway im Finale der sechsten Staffel, "Unimatrix Zero", wieder mit den Borg aufeinander. Der Ausführende Produzent bei "Star Trek: Voyager", Brannon Braga, erzählt Melissa J. Perenson: "Ich wollte, dass die Umgebung sehr sinnlich ist..."

Neue Konfrontation mit den Borg: "Unimatrix Zero"
Die Borg sind zurück. Aber dieses Mal haben sie eine Schwachstelle. Kann Captain Janeway diese Schwachstelle nutzen, um die Borg ein für alle Mal zu vernichten? In "Unimatrix Zero", dem Finale der sechsten Staffel, ist es so, als ob "Star Trek" "Matrix" trifft, erklärt Brannon Braga.

"Es ist Cyberspace. Wenn bestimmte Drohnen, die einen bestimmten Mutationsschritt in ihrem Alkoven haben, sich regenerieren, wachen sie hier auf. Es ist ein Platz im Unterbewusstsein, man kann dort auch bei Nacht hingehen. Sie sind vier Stunden am Tag dort. Aber wenn sie den Ort verlassen, sind sie gedankenlose Drohnen, wie zuvor. Sie können sich an nichts erinnern. Also will Janeway ihnen einen Weg bieten, sich an die Ereignisse zu erinnern, sodass sie in der wirklichen Welt entsprechend reagieren können. Sie sieht es als eine potentielle Möglichkeit, Widerstand auszulösen; sie versucht, einen Weg zu finden, damit die Drohnen ihre Individualität zurückerlangen und möglicherweise eine Revolte starten."

Der erste Teil von "Unimatrix Zero" wurde vom Ausführenden Produzenten der Serie, Brannon Braga, geschrieben; außerdem hat Joe Menosky Anteil an der Folge, er verließ die Serie im Frühling. Braga wird genauer, als er bei Bühne 16 der Paramount Studios mit uns spricht. "Dies ist der dritte und letzte Teil der großen Borg-Zweiteiler. Es ist ein Cliffhanger; Teil zwei wird der Start der neuen Staffel sein."

"Wir denken, dass das Teil drei der Borg-Trilogie war. Es gab 'Skorpion', als Seven of Nine neu dazukam; es gab 'Das ungewisse Dunkel', wo Seven of Nine zurück zum Kollektiv ging und dies ist der dritte und letzte Teil."

Produzent Brannon Braga
Bühne 16 wird oft "Planet der Hölle" genannt, ein Spitzname, den das Team von "Star Trek: The Next Generation" erfunden hat, um das ganzjährig benutzte Set zu bezeichnen, wo zahllose, namenlose, mystische Welten entstanden sind. Aber heute ähnelt es einem Wald. Großes, dichtes Grün, leicht schiefe Kurven und schmutzige Pfade, die in das Laub eingeschnitten sind, ergänzt durch gedämpftes Licht und schwerer Nebel durchdringt die Szene. Die Atmosphäre sieht echt genug aus und fühlt sich auch echt an. Das ist wohl der Zauber von Hollywood.

Wie auch immer, es gibt ein paar Sachen, die nicht den Anschein machen, von Hollywood zu sein. Nehmen wir den Anblick der Schauspielerin Jeri Ryan, die mit einer Krücke umherhinkt. Ryan sieht so widersprüchlich zu ihrem anderen Ich, Seven of Nine, aus. Sie hat einen Bademantel über ihrer Starfleet-Uniform und versucht, den Druck von ihrem verletzten Fuß zu nehmen. "Sie hat sich ihren Fuß gebrochen", bestätigt Braga, während er beobachtet, wie sie sich mit dem Regisseur der Episode, Allan Kroeker, unterhält. "Das war schlechtes Timing, weil sie in dieser Episode sehr viel zu tun hat. Sie muss herumhoppeln. Sie wird nicht so viel laufen können."

Es mussten einige Änderungen im Skript vorgenommen werden, um sich an Ryans Verletzung anzupassen. Aber er fügt hinzu: "Nur ein paar wenige. Es gibt ein paar Szenen, in denen wir sie durch den Wald laufen lassen wollten und wir konnten davon nicht sehr viele machen, weil sie nicht laufen kann. Wenn die Kamera filmt, muss sie die Krücke ablegen. Ich habe ihr gesagt, dass wenn sie sich beschwert, ich ihr den anderen Fuß auch noch breche", scherzt Braga, "also wird sie wie ein verletzter Soldat aus den Dreharbeiten herauskommen..."

(rk - 18.06.09)

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