|
Seitenoptionen
|





|
|
Raphael Kallensee (rk), Daniela Schmaltz (ds) "Wie die Titanic untergegangen" Bryan Fuller erklärt seinen Entwurf zu "Arbeiterschaft" Bryan Fuller, der in seinem vierten Jahr als Autor jetzt auch Co-Produzent von "Star Trek: Voyager" ist, denkt über die Zeit nach "Star Trek" nach und diskutiert dazwischen über die siebte Staffel der Voyager. Zusammen mit Kenneth Biller schrieb Fuller die Handlung zu "Arbeiterschaft, Teil 1" ("Workforce, Part 1"), die am 21. Februar in den USA ausgestrahlt wurde und arbeitete auch an der Handlung zu "Arbeiterschaft, Teil 2" ("Workforce, Part 2"), die am 28. Februar im Fernsehen zu sehen war. Ursprünglich sollte sich die Crew mit einem noch größeren Desaster konfrontiert sehen. Fuller erklärt: "'Arbeiterschaft' ist etwas anders als die Geschichte, die ich geschrieben habe. Ich wollte, dass der Vorspann und der erste Akt, vielleicht auch noch der zweite Akt, wie 'Titanic' wirkten. Die Voyager geht unter. Ein System nach dem anderen versagt und man kriecht zu den Rettungskapseln. Und es wird eindeutig klar, dass dies das Ende der Voyager ist."
"Aber natürlich haben wir vorher ein paar Charaktere auf eine Außenmission geschickt, die uns retten können. Als Chakotay, Kim und Neelix von ihrer Mission zurückkommen, finden sie das Schiff, den Doktor und die Rettungskapseln. Als sie feststellen, dass alle tot sind, kommen die Kobali dazu, die wir aus 'Asche zu Asche' ('Ashes To Ashes') kennen. Sie pflanzen sich fort, indem sie Tote anderer Spezies verwenden." "Sie kommen also dazu und nehmen die tote Crew der Voyager mit. Chakotay kann sie nicht aufhalten. Alles was wir erfahren ist, dass die Crew auf einem Planeten in Kobali umgewandelt werden soll. Sie werden in Familien integriert und eher wie Amnesie-Patienten behandelt, denen man neue Erinnerungen und eine neue Identität gegeben hat. Es ist Chakotays Aufgabe, in die Kultur der Kobali einzudringen, die Crew herauszuholen und einen Weg zu finden, den Transformierungsprozess, den die Kobali nutzen, um andere Spezies ihrer eigenen anzupassen, rückgängig zu machen." "Also folgen wir Janeway, die eine Ehefrau und Mutter ist, Paris, der einen Bruder hat und Torres, die eine junge Mutter ist. Kim meint, es wäre das Beste, die Crew auf dem Planeten der Kobali zu lassen, da sie alle neue Leben haben, die sie vorher nicht hatten. Anstelle nach einem Zuhause zu suchen, haben sie nun eines. Und da die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass die Voyager ohne Warpkern eines Tages zur Erde zurückkehren wird, sollte die Crew in ihren neuen Leben glücklich sein. Chakotay dagegen sagt, dass er die Crew auf jeden Fall wiederhaben will und, egal was auch passiert, das erreichen wird. Es gab sehr viel Spannung zwischen den einzelnen Charakteren und Handlungsebenen. Die Geschichte, so wie wir sie letztlich gedreht haben, ist wesentlich einfacher." Warum wurde die Handlung geändert? Fuller lacht: "Hauptsächlich, weil uns gesagt wurde, dass es geschmacklos ist, die Crew zu töten. Ich denke: Ist es geschmacklos oder faszinierend? Was wird das Publikum tun, wenn am Ende des ersten Aktes die gesamte Crew gestorben ist? Wir mussten uns um einiges zurücknehmen. Anstelle der Kobali nahmen wir ein Volk, das Leute einfängt und sie einer Gehirnwäsche unterzieht, um sie in Fabriken hart arbeiten zu lassen. Vom Grund her ist es die gleiche Geschichte, aber sicherlich anders ausgeführt." Was es in diesen Zweiteiler immer noch gibt, ist die Romanze zwischen Janeway und einer realen Person; Jaffen, der von James Read gespielt wird. Fuller sagt: "Es ist eine süße, kleine Geschichte für sie. Sie bekommt die Chance, ein Leben auszuprobieren, das sie als Sternenflotten-Captain nie haben wird. Sie hat die Chance, eine Romanze zu haben. Sie ist jetzt eine von vielen und nicht die Anführerin. Sie trägt nicht die schwere Last der Verantwortung auf ihren Schultern und kann darum Beziehungen mit Arbeitskollegen ausprobieren."
"Wir haben es genommen und noch ein wenig geändert, so dass der Doktor von einem quasi-religiösen Anführertypen verführt wird. - Was würde mit dem Doktor passieren, wenn er in einer ganz bestimmten Situation verführt wird? Von jemandem, der ihm sehr ähnlich ist, der ein Hologramm ist, das sich über seine Programmierung hinweggesetzt hat?" Fuller erklärt, dass der aktuelle Autorenstab aus dem ausführenden Produzenten Kenneth Biller, beratendem Produzenten James Kahn, Michael Taylor, Rob Doherty, Raf Green, Phyllis Strong, Mike Sussman und natürlich ihm selbst, Bryan Fuller, besteht. Einige dieser Autoren kamen nur für die siebente Staffel dazu. Fuller sagt, "Am Ende der letzten Staffel haben wir einige freie Autoren angeschrieben, um neue Mitarbeiter für den Autorenstab zu finden. Sie sollten uns ein paar Drehbücher zum Test schreiben. Eines davon war 'Verdrängung' ('Repression'), ein anderes 'Unvollkommenheit' ('Imperfection') oder 'Kritische Versorgung' ('Critical Care'). Am Anfang der Staffel haben wir die eigentlichen Testdrehbücher umgeschrieben und sie zu unseren ersten Episoden gemacht." "Kritische Versorgung" wurde von James Kahn geschrieben, die Story stammte von Ken Biller und Rob Doherty. "James Kahn war neu in der Staffel und stellte sich als guter Autor und als guter Mensch heraus. Er war schon bei 'Melrose Place', deshalb ist es schön, dass er von außen etwas frischen Wind in unsere Staffel bringt", so Fuller. Für "Körper und Seele" ("Body and Soul") haben Phyllis Strong und Mike Sussman das Drehbuch umgeschrieben, obwohl Sussman auch bei anderen Episoden mitgeholfen hat. "Die Geschichte war von Mike Taylor. Wir hatten die Idee, dass der Doktor in Seven of Nine stecken könnte. Das war eine sehr beliebte Sache. Wir mussten zu der ersten Person gehen, die diese Idee hatte und ihr die Idee abkaufen. Mike Taylor machte daraus eine Geschichte. Phyllis Strong und Mike Sussman schrieben es dann um und leisteten wirklich gute Arbeit. Sie landeten damit einen Coup, einen zauberhaften. Es war eine sehr leichtherzige Episode."
"In der sechsten Staffel wollte er es wieder probieren, wieder klappte es nicht. Jetzt macht Ken die Serie und die Episode erblickt das Tageslicht. Wenn ich die Leitung hätte, würde ich einige Storys wieder ausgraben, die im Laufe der Staffeln untergegangen sind. 'Die Veröffentlichung' ('Author, Author') ist die nächste Episode in der Staffel. Bob Picardo kam zu uns und sagte, er würde gern ein Buch über das Leben eines Hologramms im Delta-Quadranten schreiben. Das regte Brannons Fantasie an und er sagte 'Lass uns darüber eine Episode machen.'" In "Die Veröffentlichung" stellt die Voyager Echtzeitkommunikation zur Sternenflotte her, das erlaubt ihnen Interaktion mit den Leuten. Der Doktor will das für sein Buch nutzen. Nach dieser Episode kommt die letzte Episode von Bryan Fuller und Michael Taylor, genannt "Friendship One". Fuller sagt: "Die Sternenflotte nimmt Kontakt mit uns auf und sagt, 'Als wir die Warp-Technologie entdeckt haben, haben wir einige Warp-Schiffe in alle Richtungen losgeschickt, um jedem Hallo zu sagen. Eines wurde in den Delta-Quadranten geschickt. Ihr erreicht die zuletzt bekannten Koordinaten, seht mal nach, ob ihr es finden könnt!'" "Dinge passieren. Wir kommen langsam zum Ende. Wir kommen langsam zum Finale und ich habe bereits meine letzte Episode der Staffel beendet", fügt Fuller hinzu. Seine letzte Episode "Friendship One" ist die Episode 21 der letzten Staffel, die am 25. April ausgestrahlt wird. Danach kommen noch drei Episoden und danach das zweistündige Serienfinale. Weiterführende Links
|
|
Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter. |
|
© TrekZone Network, 1999-2012 |
|

