Daily Trek Cast & Crew Focus & Background Franchise & Fandom
Star Trek Into Darkness Star Trek XI Enterprise Universum
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel

Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Portal Facebook Twitter YouTube Flickr Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Henning Koonert (hk)16.08.08

Comics zur Classic-Serie

D.C. Fontana über "The Enterprise Experiment"

Im Interview mit IGN sprach "Star Trek"-Autorin D.C. Fontana über ihre aktuelle Arbeit an den "Star Trek"-Comics. Sie erklärte Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum Schreiben für die Classic- und Zeichentrickserie.

Fontana hat für IDW die Comic-Reihe "Star Trek: Year Four - The Enterprise Experiment", eine Fortsetzung zur Classic-Episode "Die unsichtbare Falle" ("The Enterprise Incident") geschrieben. Hier D.C. Fontanas Interview mit IGN:

IGN: Der Comic ist mit "Year Four" betitelt, obwohl Sie nicht wirklich im dritten Jahr an der Classic-Serie gearbeitet haben.

D.C. Fontana: Ich habe ein Drehbuch und zwei Storys geschrieben.

IGN: Aber Sie waren zu der Zeit nicht ins Tagesgeschäft der Serie eingebunden?

Fontana: Nein, war ich nicht.

Hat für viele Trek-Inkarnationen geschrieben: D.C. Fontana
IGN: Ich frage, weil mich interessiert, wie sehr - falls überhaupt - sich der Comic auf Pläne stützt, die es für eine vierte Staffel der Classic-Serie gab, bevor sie abgesetzt wurde.

Fontana: Mir sind gar keine vorausschauenden Pläne bekannt, die es während der dritten Staffel gegeben hätte. Ich war aber an der Zeichentrickserie beteiligt, die man als Teil einer vierten Staffel sehen kann. Im Comic haben wir einen der Charaktere aus der Zeichentrickserie, Arex. Einfach, weil wir das können. (lacht) Der Charakter ist einfach zu zeichnen, aber man hätte ihn nicht in einer realen Serie haben können. Damals jedenfalls nicht.

IGN: Ist die Arbeit am Comic befreiend, weil Sie Dinge wie Arex umsetzen können?

Fontana: Ja, weil man alles Erdenkliche zeichnen kann. Jegliche Situation, jeglichen Außerirdischen, jegliches Geschöpf. All das kann man aufs Papier bringen, während das zur Zeit [der Classic-Serie] mit der damals zur Verfügung stehenden Technologie nicht möglich war. Deshalb hatte die Zeichentrickserie auch Vorteile, obwohl die Geschichten kürzer waren und einfacher, wirklich im Grunde nur eine Hauptgeschichte und vielleicht eine kleine Nebenhandlung. Aber wir konnten alles machen, weil man es zeichnen konnte.

IGN: Besteht da aber nicht die Gefahr, dass die Ideen manchmal zu überwältigend werden?

Fontana: Das glaube ich nicht. Wir haben mit unseren Geschichten immer auf das Menschliche zugesteuert. Wir haben immer Geschichten erzählt, die den Leuten gefallen sollten. Gene Roddenberry hat immer gesagt: "Wenn Sie nicht für andere menschliche Wesen schreiben, für wen schreiben Sie denn dann eigentlich?" Das hatten wir immer im Hinterkopf, aber die Tatsache bleibt, dass man in der Zeichentrickserie und in den Comics zum Beispiel in eine Unterwasserwelt eintauchen kann und alles Mögliche an Geschöpfen und Außerirdischen haben kann. In der Zeichentrickserie haben wir die Kzinti, Larry Nivens große Katzen, gezeigt. Genau so etwas konnte man einfach zeichnen, aber nicht mit der damaligen Technologie nachahmen. Heute geht das, damals nicht.

IGN: Gab es einen Prüfprozess, als Sie die Comics geschrieben haben? Mussten Sie das Einverständnis von CBS oder Paramount einholen?

Fontana: CBS musste es am Ende absegnen, aber wir haben ihre Standards problemlos erfüllt und konnten gleich mit der Serie anfangen. Während wir das Drehbuch geschrieben haben, wurde jede Ausgabe geprüft, aber ansonsten gab es überhaupt keine Probleme.

IGN: Ich denke, ich kenne die Antwort schon, aber haben Sie einen Trek-Charakter, für den Sie am liebsten schreiben?

Fontana: Na ja, ich mochte natürlich Spock immer gern. (lacht) Aber ich mag Doktor McCoy und Jim Kirk genauso gern. Wegen dem Triumvirat. Wie [William] Shatner einmal sagte: "Zu dritt sind wir ein kompletter Schauspieler." Auf die Charaktere bezogen: Einer war das Gehirn, einer die Emotionen, einer die Körperlichkeit, die in den Charakteren ausgedrückt wurde. Aber wir haben mehr aus ihnen herausgearbeitet als das, das war nur die Oberfläche.

Cover zu "The Enterprise Experiment"
IGN: Wie war es, mit einem Zeichner an den Comics zu arbeiten, mit jemandem, der Ihre Worte interpretieren muss? Gab es eine enge Abstimmung zwischen Ihnen und dem Zeichner?

Fontana: Wir haben mit dem Zeichner nicht gesprochen, aber uns hat seine Arbeit sehr gefallen. Wir hatten ein paar Anmerkungen technischer Art. Dass das Phaserfeuer der Enterprise blau sein sollte und dergleichen. Farbänderungen, damit es mit dem, was man in der Serie gesehen hatte, in Einklang stand. Nicht viel mehr als das. Oh, Kirk sollte hier einen Raumanzug tragen, obwohl er noch nicht im Vakuum ist, denn die Tür der Bucht war offen. So etwas. Diese Änderungen konnten zeitig vorgenommen werden, bevor es in den Druck ging. Das waren kleinere Anpassungen. Mit der Qualität der Zeichnungen waren wir sehr zufrieden. Wir haben in Mr. Purcell einen guten Zeichner gehabt. Ich denke, es war herausragend.

IGN: Schreiben Sie für einen Comic auf visuellere Art und Weise?

Fontana: Ja, offensichtlich. Mehr so wie für einen Kinofilm oder fürs Fernsehen. Man möchte es bildlich halten und so wenig sprechende Köpfe wie möglich haben. Man will es in Bewegung halten. Und mein Schreibpartner, Derek Chester, hatte immer tolle Ideen für eine Splash Page, eine einzelne große Sache auf einer Seite.

IGN: Sie haben mittlerweile für fast jedes Medium geschrieben, von der Classic-Serie über die Zeichentrickserie, Bücher und Games bis hin zur "New Voyages"-Fanproduktion...

Fontana: Und mein Mann sagt dann: "Oh, sie hat noch keine Sammelkarten gemacht." Aber sogar das habe ich gemacht, ich glaube, vor zehn Jahren. Das war eine Reihe von Sammelkarten, Kommentare auf den Sammelkarten.

IGN: Vor nicht allzu langer Zeit hätte man Dinge wie Comics oder Games noch als Ghetto-Medien abgespeist. Halten Sie sie einem Film oder einer Fernsehserie für ebenbürtig?

Fontana: Auf jeden Fall. Offensichtlich ist die Bezahlung nicht dieselbe, aber davon abgesehen, hat man absolut die Möglichkeit, seiner Selbst Ausdruck zu verleihen, egal ob in Comics oder Videospielen - oder interaktiven Spielen, sollte ich wohl sagen. Sie alle haben gute Geschichten und eine gute Ausführung verdient.

IGN: War "Star Trek: Year Four - The Enterprise Experiment" immer als abgeschlossene Serie gedacht?

Fontana: Ja, war es. Chris Ryall, der Herausgeber bei IDW, sagte, es wäre möglich, dass sie es als Graphic Novel bringen, wenn es genügend Absatz findet. Anders gesagt: Sie verpacken es einfach neu, wie sie es bei Ausgaben von anderen Serien auch gemacht haben. Das wäre auch nett!

IGN: Können Sie sich vorstellen, in nächster Zeit eine weitere "Star Trek"-Reihe für IDW zu schreiben?

Fontana: Im Moment nicht. Einfach deshalb, weil mein Schreibpartner Derek Chester und ich derzeit mit einem Entwurf für einen Roman, zufällig ein "Star Trek"-Roman, beschäftigt sind und uns die Arbeit an einem Comic da aufhalten würde. Aber für die Zukunft ist das nicht ausgeschlossen.

Der Comic-Band "The Enterprise Experiment" aus der Reihe "Star Trek: Year Four" erscheint im November 2008. Bereits seit März erhältlich ist der einfach mit "Year Four" betitelte erste Band der Reihe.

(hk - 02.12.08 - Quelle: IGN)

Weiterführende Links


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2017