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Peter Tigmann (pt)08.12.08

Eine Legende im Interview: D.C. Fontana

Die Autorin über ihre Zeit bei der Classic-Serie

Im Interview mit IGN spricht Fontana über Ihre ersten Schritte als professionelle Autorin, die Zusammenarbeit mit Gene Roddenberry, über die von ihr geschriebenen Episoden und warum sie am liebsten für Mr. Spock geschrieben hat.

Fontana arbeitete als Autorin und Story Editor von der ersten Minute an bei der Classic-Serie mit und war auch danach immer wieder im Franchise mit Arbeiten an der Zeichentrickserie, "The Next Generation", Videospielen und Büchern tätig. Vor einigen Jahren schrieb sie eine Episode der Fan-Serie "Star Trek: New Voyages" und arbeitete kürzlich am dem Comicbuch "Star Trek: Year Four - The Enterprise Experiment".

Fontana X

Über die Stelle als Roddenberrys Sekretärin fand Fontana ihren Weg zu "Star Trek"
Wie auch viele andere aufstrebende kreative Typen, verließ Dorothy D.C. Fontana ihre Heimat New Jersey und reiste in Richtung Westen um in Hollywood, der Stadt der Schreiberlinge, Arbeit zu finden. Sie fand bei den damaligen Revue Studios, die später zu Universal werden sollten, einen Job als Assistentin. "Ich habe es einfach gemocht, in dieser Industrie zu arbeiten", erinnert sich Fontana. Zuerst habe ich für Sam Peeples an einer Serie namens 'The Tall Man' gearbeitet, danach an 'Overland Trail'. Als er von der einen zur anderen wechselte, nahm er mich mit. Ich habe ihm für 'The Tall Man' meine ersten Storyideen und Drehbücher verkauft, was sehr ermutigend war. Wie Sie wahrscheinlich wissen, hat er auch den zweiten Piloten von 'Star Trek', 'Spitze des Eisbergs' ('Where No Man Has Gone Before') geschrieben."

Dank dem Pech einer Sekretärin fand sich Fontana bald in der Gesellschaft von Gene Roddenberry wieder. "Ich habe mit Gene bei Metro-Goldwyn-Mayer an einer Serie namens 'The Lieutenant' gearbeitet", erklärt Fontana. "Genauer gesagt für seinen Associate Producer Del Reisman. Als Genes Sekretärin für einige Monate an einer bösen Infektion nach einer Blinddarmoperation litt, bin ich für sie eingesprungen und habe direkt für Gene gearbeitet. So habe ich Gene näher kennengelernt. Er wusste, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon einige Drehbücher, um genau zu sein ein halbes Duzend, geschrieben hatte und sehr daran interessiert war, Drehbuchschreiben zu meinem Hauptberuf zu machen. Er hat mich ermutigt und als es an der Zeit war, 'Star Trek' zu machen, sagte er 'Na, willst du für die Serie arbeiten?' Und das machte ich dann auch!"

Als der erste "Star Trek"-Pilot "Der Käfig" ("The Cage") und später der zweite, "Spitze des Eisbergs", gedreht wurde, arbeitete Fontana noch als Roddenberrys Sekretärin und Assistentin. Als der Fernsehsender NBC nach dem zweiten Piloten das Okay gab, in Serie zu gehen, erweiterten sich ihre Aufgabenfelder. Zu diesem Zeitpunkt konnte sie neun professionelle Autorennennungen ihr Eigen nennen (zwischen den Dreharbeiten zu den Piloten und dem grünen Licht für die Serie hatte sie noch drei weitere Drehbücher verkauft). Roddenberry gab Fontana daher die Möglichkeit, sich an dem Schreiben einer Trek-Episode zu versuchen. Daraus resultierte die zweite ausgestrahlte (und als achte produzierte) Episode "Der Fall Charlie" ("Charlie X"). Robert Walker jr. spielte darin den Titelcharakter; einen jungen verwirrten Mann, der die Macht eines Gottes aber das Temperament eines wütenden Teenagers hat.

Für Spock hat Fontana am liebsten geschrieben
"Gene sagte zu mir: 'Du kennst die Serie so gut wie kein anderer, da du von Anfang an mit dabei warst. Welche Geschichte möchtest du erzählen?'", erinnert sich Fontana, die erwähnt, dass die Grundidee von "Der Fall Charlie" und vielen anderen Episoden schon in der Serienbibel geschrieben war. Andere Episoden der früheren Seriengeschichte kamen aber von Fontanas eigenen Vorstellungen. "Eine Idee die von mir selbst stammte, war die Geschichte von "Morgen ist Gestern" ('Tomorrow is Yesterday'). Einer unserer Autoren hatte danach Probleme mit der Episode die eventuell zu "Falsche Paradiese" ('This Side of Paradise') wurde. Die Episode hatte ursprünglich einen anderen Titel. Gene sagte zu mir: 'Wenn du diese Episode so neu schreibst, dass sie mir und NBC gefällt, werde ich dich als meinen zukünftigen Story Editor bei NBC vorschlagen.'

Zu diesem Zeitpunkt hatte John Black die Serie schon verlassen und auch Steve Carabatsos' Vertrag mit der Serie war am Auslaufen. Deshalb sagte er: 'Wenn du das gut machst, werde ich mich für dich als mein Story Editor stark machen', und ich nehme mal an, dass ich einen guten Job gemacht habe, weil ich dann Story Editor wurde. Das war zur Mitte der ersten Staffel. 'Morgen ist Gestern', 'Die Reise nach Babel' ('Journey to Babel'), 'Im Namen des jungen Tiru' ('Friday's Child'), das waren alles meine Ideen. Ich hatte aber noch ein paar andere Episoden geschrieben. Ich habe viele Drehbücher umgeschrieben, die andere nicht rechtzeitig fertig bekommen haben oder wo nicht das dabei herauskam, was wir für die Serie benötigt hatten. Wegen den Regeln der Autorengewerkschaft wurden mir diese Episoden dann auch in den Titelsequenzen der Serie zugesprochen, obwohl es nur Umschreibungen waren.

Die Autorin sollte noch bis zum Ende der zweiten Staffel als Story Editor arbeiten und war damit auch mit dafür verantwortlich, viele der besten Episoden von "Star Trek" auf den Weg zu bringen.

Der ultimative Story Editor

Als Story Editor musste sich Fontana oft dem Problem stellen, mit freiberuflichen Autoren zu arbeiten, die die Stimme von "Star Trek" oft nicht ganz verstanden. Sie erinnert sich dabei an die Episode "Computer M5" ("The Ultimate Computer"). In der Episode ist William H. Marshall als Dr. Richard Daystrom, ein Computergenie, zu sehen, der an Bord ankommt, um seine neuste Erfindung, den M5 Multitronic System Computer zu installieren. Dieser soll die Schiffsmannschaft, inklusive Captain Kirk ersetzen. Komischerweise musste Fontana aber auch den ursprünglichen Autoren der Episode ganz im Stile des M5-Computers ersetzen.

Sie erinnert sich: "Die Episode hatte ich umgeschrieben. Das war ein sehr weitreichendes Umschreiben, vom Anfang bis zum Ende. Daystrom hatte ursprünglich auch existiert, aber es gab bestimmte Dinge, die der Autor auch nach zwei Drehbuchentwürfen einfach nicht tun wollte und auch nicht, nachdem wir ihm gesagt haben, 'Diese Sache muss sich ändern und das muss anders ablaufen', einfach um das ganze mehr nach 'Star Trek' aussehen zu lassen. Dies sind unsere Charaktere; Dr. Daystrom ist nur ein Gaststar. Als er die Änderungen, die wir von ihm verlangt haben, nicht umsetzen wollte, gab mir Produzent John Meredyth Lucas das Drehbuch und sagte mir: 'Dann mach du die Änderungen halt'. Ich habe dann sehr viel davon selbst geschrieben, weshalb die Autorengewerkschaft sich dafür entschied, mich für das Drehbuch und den ursprünglichen Autor Laurence Wolfe für die Idee der Geschichte zu nennen."

Dieses Problem ergab sich erstaunlich oft, so dass Fontana sich als Story Editor sehr häufig Lösungsmöglichkeiten einfallen lassen musste. "Manchmal musste nur sehr wenig geändert werden; nur ein bisschen an den Dialogen. Wenn das der Fall war, hat man natürlich aus Fairnessgründen auf die eigene Namensnennung verzichtet", erzählt die Autorin. "Aber wenn du ein Drehbuch komplett umschreiben musst, geht es automatisch zur Autorengewerkschaft, die dann darüber entscheidet, wer genannt wird.

Dr. Daystrom war nicht der erste und auch nicht der letzte unterstützende Charakter, der von einigen freiberuflichen Autoren als der Hauptstar angesehen wurde. "Man musste einfach sagen, 'Das funktioniert deshalb nicht, weil er nicht der Star unsere Serie ist! Captain Kirk muss gegen ihn antreten und dabei gut aussehen', lacht Fontana. "Kirk muss gewichtig sein, er muss Charakter haben und lebendig erscheinen. Man kann ihn nicht einfach wie ein Dummerchen dasitzen lassen. Man muss sich auf die eigenen Charaktere konzentrieren. Das waren manchmal die Probleme. Manchmal haben auch einfach die Dialoge absolut gar nicht funktioniert. Sie konnten nicht die Stimmen unserer Charaktere einfangen, das mussten wir dann ändern."

Roddenberry und Coon

Nachdem sich "Star Trek" als Serie etwas gefestigt hatte, überließ Gene Roddenberry das Tagesgeschäft der Serie den Produzenten Gene Coon und John Meredyth Lucas. Das bedeutet auch, dass er bestimmte Streitigkeiten, wenn es zum Beispiel darum ging, Drehbücher zu ändern, um den Limitation der Produktion zu entsprechen, etwas ferner war.

Wäre es nach Fontana gegangen, hätte David Gerrold die Tribble-Folge nicht selbst geschrieben
"Gene Coon und danach John waren die aktiven Produzenten und deshalb arbeitete man näher mit den beiden zusammen", erinnert sich Fontana. "Und natürlich sagten sie Sachen wie 'Aus technischen Gründen können wir das nicht machen.' oder 'Wir können das nicht produzieren und müssen einen anderen Weg finden.' Man ist dann halt einfach wieder an den Schreibtisch und hat es geändert."

Insbesondere Coon wird oft nachgesagt, dass er für vieles, was den Reiz und die Mythologie von "Star Trek" ausgemacht hat, als Produzent der ersten und auch größtenteils zweiten Staffel, verantwortlich war.

"Er war wirklich ein sehr kreativer Produzent", so Fontana. "Er war jeden Tag da und auch in jeden Aspekt der Produktion involviert. Auch Gene Roddenberry war in alles involviert, aber er war dem Ganzen etwas ferner. Er war nicht bei jeder Storykonferenz oder Castingsession oder bei jedem Schneiden der Episoden dabei. Er hat auch seine Arbeit gemacht, aber Gene Coon war mehr für die direkte Produktion verantwortlich. Mit Gene Coon konnte man sehr gut arbeiten, da er einen tollen Sinn für Humor hatte. Außerdem war er ein sehr schneller Autor, ein wirklich sehr schneller Autor. Das war vor allem dann nötig, wenn er eine Episode umschreiben musste, die schon kurz vorm Dreh stand. Er hat dann einfach ein- oder zwei Tage durchgearbeitet, dann war das Buch fertig zum Drehen. Gene war immer ein sehr verlässlicher Arbeiter, aber vor allem war er ein sehr kreativer Mann."

Fontana erinnert sich daran, dass Coon einem jungen Collegestudenten namens David Gerrold eine große Chance gegeben hat, als dieser sich eine Geschichte über kleine, haarige Aliens, namens Tribbles, einfallen ließ.

"Er hat David eine Chance gegeben, wenn viele es nicht getan hätten", erzählt Fontana. Um ehrlich zu sein, als ich die Story gelesen habe, sagte ich 'Es ist eine charmante Geschichte, wir sollten aber einen professionellen Autor darauf ansetzen.' Das hält mir David heute noch vor, da wir auch nach all den Jahren noch Freunde sind. Es war aber Gene Coon, der gesagt hat, 'Das ist deine Geschichte. Du schreibst das Drehbuch.' Und er gab David, der damals glaube ich 24 Jahre alt war, seine erste große Chance. Daraus habe ich eine wichtige Lektion gelernt. Wenn derjenige, der sich die Story hat einfallen lassen, diese Aufgabe schon gut bewältigt hat, sollte er auch gut genug dafür sein, das Drehbuch selbst zu schreiben.

Die Reise zu Spock

Falls sie sich entscheiden müsste, sagt Fontana, wäre Mr. Spock der Charakter, für den sie am liebsten geschrieben hat. Tatsächlich hat sie auch viele Episoden verfasst, die sich um den Charakter gedreht haben, wie die bewegende Spock-verliebt-sich-Episode "Falsche Paradiese", die Besuch-der-Eltern-Folge "Die Reise nach Babel" und die beliebte Episode "Das Zeitportal" ("Yesteryear") der Zeichentrickserie. Es muss aber schwer sein, für den Charakter zu schreiben, gerade weil es für die Autoren immer eine große Versuchung sein muss, die berühmten zurückgehaltenen Emotionen zum Vorschein zu bringen.

Joanne Linville als romulanische Kommandantin in "Die unsichtbare Falle"
"Das kann man nicht machen. Das geht einfach nicht", sagt Fontana. "Das musst du irgendwie umgehen. Man muss daran denken, dass er halbmenschlich ist. Außerdem sind auch Vulkanier nicht komplett emotionslos. Sie sind logisch, sie halten ihre Emotionen unter Kontrolle, aber dennoch haben sie welche. Man muss an dieses Thema also sehr vorsichtig herangehen. Und ich habe Spock gerade immer deshalb gemocht, da er der Außerirdische war, der uns Menschen beobachtet hat. Er hatte die Möglichkeit, unsere Schwächen von seinem außerirdischen Standpunkt aus zu kommentieren, was immer sehr nützlich war.

Und natürlich war das Triumvirat bestehend aus Kirk, Spock und McCoy immer gut. Sie haben gut zusammengearbeitet. Die Schauspieler haben sehr gut zusammengearbeitet. Ich versuche mich gerade daran zu erinnern, ob es auch wieder Gene Coon oder doch jemand anderes war, der die erste verbale Stichelei zwischen McCoy und Spock geschrieben hatte. Danach haben wir gesagt: 'Ja, das funktioniert richtig gut. Das müssen wir öfters einbringen und die Schauspieler damit arbeiten lassen.' Die Autoren haben es dann immer mehr und mehr einfließen lassen."

Laut Fontana ist es nicht untypisch, dass sich Dinge so entwickeln. Sie sagt, dass es daran liegt, dass die Schauspieler eine andere Sichtweise mit in ein Projekt bringen, da sie die Charaktere verkörpern müssen. "Du hast einen Schauspieler, der sich für seinen Charakter eine Hintergrundgeschichte ausgedacht hat. Ein guter Schauspieler fragt sich immer eher 'Wie verhält sich der Charakter?' und nicht unbedingt der Schauspieler in dieser Situation. Das daraus resultierende Ergebnis zeigt dir dann etwas, was du vorher vielleicht noch gar nicht bedacht hattest. Oder man sieht etwas an dem Charakter, was man noch nicht kannte und dann öfter zum Vorschein bringen will. Oder man sieht etwa, dass bestimmte Charaktere eine tolle Chemie haben und benutzt sie daher öfter. Man macht das, was funktioniert, weil es die Geschichte dann einfach oft besser voranbringt, als man es erwartet hätte.

Die dritte Staffel

Fontana verließ ihre Position als Story Editor nach dem Ende der zweiten Staffel, steuerte aber immer noch Drehbücher und Geschichtsideen im dritten und letzten Jahr der Serie bei. Dabei heraus kamen Episoden wie "Die unsichtbare Falle" ("The Enterprise Incident"), welche die Enterprise-Crew beim Versuch, eine romulanische Tarnvorrichtung zu stehlen, zeigt. Auch "Gefährliche Planeten Girls" ("That Which Survives") und "Die Reise nach Eden" ("The Way to Eden") hat Fontana geschrieben, allerdings unter dem Pseudonym Michael Richards.

"Zu dem Zeitpunkt war ich freiberufliche Autorin. Nachdem ich zusätzlich zu meinen anderen Drehbüchern genug 'Star Trek'-Episoden geschrieben hatte, wollte ich etwas anderes ausprobieren. Ich dachte, ich könnte genug verdienen, indem ich nur als professionelle Autorin arbeiten würde. Das war es, was ich immer machen wollte. Und tatsächlich habe ich dann auch angefangen, wieder für Western zu schreiben, da auch einige meiner ersten Serien Western gewesen waren. Ich habe für 'Lancer', 'Big Valley' und 'High Chaparral' geschrieben. Für 'Star Trek' habe ich aber auch noch gearbeitet.' Ich habe 'Die unsichtbare Falle' selbst geschrieben und hatte die Ideen für zwei andere Geschichten, die dann aber jemand anderes geschrieben hatte, weil mir nicht gefallen hatte, wo sich die Richtung der dritten Staffel hinbewegt hatte. Ich wollte einfach nur noch weg. Und so ist es dann auch passiert."

Die dritte Staffel der Serie wird generell als die schwächste der drei produzierten Staffeln angesehen. Roddenberry hatte die Serie nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Sender verlassen. Auch Coon war nicht mehr dabei und auch Talente wie Fontana verließen das sprichwörtlich sinkende Schiff.

"The Enterprise Experiment" - Die Fortsetzung von "Die unsichtbare Falle" in Comic-Form
Fontana erinnert sich: "Die neue Ausrichtung der Serie war eine Art Kreatur-der-Woche- oder Monster-der-Woche-Mentalität, was für eine andere Serie namens 'Die Seaview - In geheimer Mission' damals sehr gut funktioniert hatte. Ich war aber niemals der Meinung, dass es eine gute Idee war, so was auch mit 'Star Trek' zu tun. Es gab aber auch Beschwerden von der Crew, die sagten: 'Der neue Story Editor kam gerade zum Set des Transporterraums und hat sich danach erkundigt, für was dieses Ding denn eigentlich noch mal gut sei.' Und als mir gesagt wurde, dass Doktor McCoy keine 22-jährige Tochter haben könnte, da er im selben Alter wie Kirk sein sollte, sagte ich: 'Okay, sie verstehen die Serie wirklich nicht.' Es tut mir Leid, aber das taten sie auch nicht. Ich weiß wirklich nicht warum. Ich kann nicht für alle sprechen. Ich weiß nur, was sie zu mir gesagt haben und was die restliche Crew zu mir gesagt hatte und ich dachte mir: Es ist besser, wenn ich jetzt Western schreiben gehe."

Sie sieht "Die unsichtbare Falle" als ein Highlight der dritten Staffel. Die Episode ist sehr spannend. Sie beginnt mit einem fast verrückten Kirk, der befiehlt, die Enterprise in die romulanische Neutrale Zone zu fliegen, wo sie gleich von drei feindlichen Schiffen lahmgelegt wird. Kirk und Spock beamen sich an Board des romulanischen Flaggschiffs, wo sie auf die spitzohrige weibliche Kommandooffizierin treffen, die schnell Gefühle für den Ersten Offizier der Enterprise entwickelt.

"Ich habe viel von 'Die unsichtbare Falle' selbst geschrieben", erzählt Fontana. "Es gab einige Änderungen, die ich nicht befürwortet habe, aber insgesamt war es eine gute Episode, meiner Meinung nach. Ich war auch sehr froh, dass mit Joanne Linville eine wundervolle Frau die romulanische Kommandantin gespielt hat. Sie war wirklich ausgezeichnet und es gab damit einen starken Charakter, gegen den unsere Jungs antreten mussten. Es gab einige Beziehungsaspekte, die geändert wurden. Ich war nicht der Meinung, dass Spock vorgeben würde, ihr gegenüber romantische Gefühle zu haben. Außerdem sollten sie an Bord des romulanischen Schiffes gehen, um eine Tarnvorrichtung zu stehlen, die sie an ihren Körpern verstecken könnten. Stattdessen sind sie dann mit etwas in der Größe einer Lampe in der Episode herumgelaufen. Ich dachte mir, dass das visuell sehr dämlich aussah. Über diese Dinge hatte ich aber keine Kontrolle. Außerdem war ich auch der Meinung, dass das Make-up auf Kirk eine spaßige Sache war. Es war meine Idee, die beiden an Bord des Schiffes zu schicken und sie wie Romulaner aussehen zu lassen."

Interessanterweise war es diese Episode, die Fontana Ihren jetzigen Job als Autorin bei der der IDW-Comicbuch-Reihe beschert hat. "Das Comicbuch entstand auf der Grundlage dieser Episode. Aus 'The Enterprise Incident' wurde 'The Enterprise Experiment'. Dadurch können wir noch ein bisschen mehr von dieser romulanischen Offizierin sehen, die mir immer gut gefallen hat. Der einzige Grund, warum wir die Romulaner nicht öfter während der Serie benutzt hatten, war, dass wir uns nicht die ganzen Ohren leisten konnten, die sehr teuer und auch zeitaufwendig in der Anbringung waren. Selbst nur ein paar der Schlüsselcharaktere damit auszustatten, war schon sehr aufwendig. Deshalb haben wir mehr mit den Klingonen gearbeitet. Das Make-up für sie war einfacher und billiger als das für die Romulaner."

(pt - 08.12.08 - Quelle: IGN.com)

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