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Susanne Grahn (gra), Sebastian Kowald (sk)08.01.11

Der Mann hinter dem Kino-Erfolg

Produzent Harve Bennett erinnert sich

StarTrek.com sprach mit Harve Bennett, der Trek mit "Der Zorn der Khan" zum Kinoerfolg machte und danach drei weitere "Star Trek"-Streifen produzierte.

Es gibt viele Menschen, die sich um das "Star Trek"-Phänomen verdient gemacht haben: Rick Berman, Brannon Braga, Ira Steven Behr, J. J. Abrams, Robert Justman, natürlich Gene Roddenberry und viele andere. Tatsächlich gibt es jedoch noch eine einflussreiche Person im "Star Trek"-Universum, ohne deren Anstrengungen diese Menschen vielleicht niemals die Chance bekommen hätten, TNG, DS9, "Voyager", "Enterprise" oder den Neustart von "Star Trek" im Jahr 2009 zu realisieren. Dieser Mann ist Harve Bennett.

Produzent Harve Bennett
Bennett war Fernsehproduzent und hatte bereits riesige Erfolge mit "Twen-Police", "Reich & arm", "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" und "Die Sieben-Millionen-Dollar-Frau" gefeiert. Kurz nach dem Filmstart von "Star Trek: Der Film" vereinbarten der Chef von Gulf & Western, Charles Bludhorn, und der Vorstandschef von Paramount Pictures, Barry Diller, ein Treffen mit Bennett. Sie baten ihn um sein Urteil zu dem lukrativen, aber von den Kritikern verspotteten Film, und Bennett befand ihn für "langweilig". Daraufhin fragte Bludhorn Bennett, ob er für weniger Geld einen besseren Film machen könne, was Bennett zu der Antwort provozierte, er könne vier oder fünf solcher Filme produzieren.

Zufrieden entschied Bludhorn: "Tun Sie das." Bennett betätigte sich also als Co-Autor und Produzent für den insofern entscheidenden nächsten Film "Der Zorn des Khan", der sowohl ein finanzieller Erfolg wurde als auch die Kritiker und Fans überzeugen konnte. Danach produzierte Bennett die Filme "Die Suche nach Mr. Spock", "Zurück in die Gegenwart" und "Am Rande des Universums", an denen er ebenfalls als Co-Autor beteiligt war, und bereitete damit den Weg für die folgenden unzähligen "Star Trek"-Projekte.

Bennett verließ die Trek-Gemeinschaft nach "Am Rande des Universums", nachdem Paramount seinen Vorschlag für einen sechsten Film, der sich um die Starfleet Academy drehen sollte, abgelehnt hatte. Das Filmstudio wollte zum 25jährigen Jubiläum lieber einen Film mit den Original-Darstellern drehen und veröffentlichte "Das unentdeckte Land". Zu diesem Zeitpunkt hatte Bennett aber bereits entscheidend dazu beigetragen, dem Franchise einen Platz in der Geschichte der Unterhaltung zu sichern und ihm eine Zukunft zu garantieren. Der heute 80jährige Bennett genießt inzwischen seinen Ruhestand, er lebt zusammen mit seiner Frau im Westen. StarTrek.com traf sich vor kurzem mit Bennett zu einem ausführlichen Gespräch über seine Erfahrungen mit "Star Trek".

In "Star Trek V" hatte Bennett ein Cameo als Stabschef der Sternenflotte.
StarTrek.com: Abgesehen von dem vagen Bewusstsein, dass es die Figuren Kirk und Spock gab, und dem Wissen, dass TOS hinsichtlich der Rollenbesetzungen und der Geschichten Bahnbrechendes geleistet hatte, wussten Sie sehr wenig über Trek, als Sie damit begannen, "Der Zorn des Khan" zu entwickeln. Wie haben Sie sich mit "Star Trek" vertraut gemacht?

Harve Bennett: Gleich am nächsten Tag habe ich begonnen, Bjo Trimbles "Star Trek Concordance" zu lesen, und die folgenden drei Monate habe ich in den staubigen alten 16-Millimeter-Vorführräumen bei Paramount damit verbracht, mir die etwa 70 "Star Trek"-Episoden anzusehen. Ich habe mir die kompletten drei Jahre angeschaut und war fasziniert. Etwa ein Drittel der Episoden fand ich großartig, ein weiteres Drittel war gut, und das letzte Drittel bestand aus Episoden, die mir nicht gefielen. Nun vergleichen Sie das mal mit einer Baseballstatistik. Der Spieler, der einen Wert von .333 erreicht, ist ein verdammt guter Schlagmann. Wenn man einen so hohen Anteil an sehr guten Episoden produzieren kann, bekommt man eine großartige Serie, das hatte ich im Gefühl.

Ich fand außerdem großen Gefallen an der Dreiecksbeziehung zwischen Kirk, Spock und McCoy, sie wurde die Basis für das, was ich mit "Star Trek" vorhatte. Irgendwann während dieser Zeit sah ich die Episode "Der schlafende Tiger", und es war, als hätte Gott mir ein Geschenk auf die Erde gesandt. Am Ende von "Der schlafende Tiger" wird Khan (gespielt von Ricardo Montalban) auf einem unwirtlichen Planetoiden ausgesetzt. Ich glaube, es ist Kirk, der dann am Ende sagt: "Ich frage mich, wie wir ihn vorfinden würden, wenn wir in 25 Jahren wiederkämen", woraufhin Spock antwortet: "Hmm." Ich sprang von meinem Stuhl auf und rief: "Lieber Gott, ich danke Dir! Danke! Das ist es. Das ist meine Geschichte".

StarTrek.com: Es gibt zwei Fragen, die immer wieder von den Trek-Fans zu "Der Zorn des Khan" gestellt werden, also geben wir diese jetzt an Sie weiter. Warum trug Khan diesen schwarzen Handschutz, und warum gab es keinen direkten Showdown zwischen Kirk und Khan?

Bennett: (lacht) Lassen Sie mich die zweite Frage zuerst beantworten. Wenn man die Episode "Der schlafende Tiger" sieht, wird einem klar, dass Khan ein Supermann ist. Man hatte ihn genetisch manipuliert, damit er unverwundbar wurde. Das hätte ihm bei einer direkten Konfrontation mit Kirk einen enormen Vorteil verschafft. Wir hatten das Gefühl, dass es besser wäre, wenn die beiden sich niemals sahen, außer auf den Bildschirmen. Es gab die zeitliche Distanz - seitdem die beiden sich zuletzt gesehen hatten, waren 25 Jahre vergangen - und die physische Trennung durch den Weltraum. Wenn ich das noch mal machen müsste, würde ich nichts verändern. Es war eine neuartige Idee, dass sich der Protagonist und der Antagonist auf diese Weise in einem zwei Stunden langen Film bekämpften.

"Lieber Gott, ich danke Dir!" In Khan fand Bennett den Kino-Stoff, den er suchte.
Was das Armband betrifft: Als ich es zum ersten Mal an Ricardos Kostüm bemerkte, habe ich ihn gar nicht danach gefragt. Es sah aus wie etwas, das heutzutage die Rapper tragen. Es war einfach ein maskuliner Gegenstand, wie ein Armreif. Ricardo hatte es ausgesucht, und ich fand, dass es wirkte. Immerhin beschäftigt es die Leute heute noch!

StarTrek.com: Lassen Sie uns als nächstes über "Auf der Suche nach Mr. Spock" sprechen. Wie schaffte es Leonard Nimoy auf den Stuhl des Regisseurs?

Bennett: Am Ende des Drehs von "Der Zorn des Khan", nach seiner Todesszene, kam Leonard zu mir und sagte: "Das hat wirklich großen Spaß gemacht." Und das hatte es. Alle waren sich einig darüber, dass wir wirklich sehr viel Spaß am Set gehabt hatten. Er sagte: "Ich wäre dazu bereit, einen weiteren Film zu machen, aber ich möchte selbst Regie führen." Ich sagte: "Großartig. Ich weiß schon, wie der nächste Film aussehen soll, und du bist dabei." Mit Leonard als Regisseur schien es offensichtlich, dass Spock im nächsten Kapitel (dessen, was letztlich zu einer Trilogie werden sollte) wieder zum Leben erweckt werden sollte.

StarTrek.com: Leonard hat dann ebenfalls bei "Zurück in die Gegenwart" Regie geführt. Wie hat er sich als Regisseur von Teil III zu Teil IV entwickelt?

Bennett: Leonard hat das eigentlich selber am besten ausgedrückt. Er sagte: "Für 'Star Trek III' hatte Harve mir noch Stützräder angeschraubt, die dann bei "Star Trek IV' abgenommen werden konnten." Leonard hatte nicht viel Erfahrung im Regieführen, also habe ich viel mehr Zeit am Set verbracht, als ich es sonst getan hätte, auf jeden Fall mehr Zeit als mit Nick Meyer. Ich finde aber, dass Leonard das sehr gut gemacht hat. Während des Drehs von "Star Trek IV" wurde er etwas reizbarer und war manchmal aufgebracht, weil er annahm, dass er seine Fähigkeiten inzwischen bewiesen hätte. Dadurch gab es zwischendurch ein paar Spannungen, die wir aber lösen konnten, und danach hat er bei Teil IV großartige Arbeit geleistet. Bei seiner Entwicklung zum Regisseur haben seine Fähigkeiten den Mangel an Erfahrung wettgemacht.

Bennett zeichnete auch für den vierten und beliebtesten Trek-Film mit der Classic-Besetzung verantwortlich.
StarTrek.com: Unter den Filmen mit der Original-Crew war "Zurück in die Gegenwart" der finanziell erfolgreichste. Er wird außerdem häufig als der unterhaltsamste der Filme angesehen. War Teil IV in Ihren Augen Ihr bester Film?

Bennett: Aus dem Bauch heraus würde ich wohl sagen: "Na klar, Teil IV ist mein Favorit", aber bei näherer Betrachtung muss ich gestehen, dass ich Teil IV zwar wunderbar finde, aber aus den Gründen, die wir bereits besprochen haben, und noch vielen anderen, wird Teil II immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen. Als wir den IV. Teil drehten, waren wir bereits sehr zuversichtlich, denn der Zeitsprung in die Gegenwart (1986) hatte etwas Einzigartiges ermöglicht: Er machte "Star Trek" bei den Leuten bekannt, die keine Trek-Fans waren.

Man muss sich nur an die Szenen erinnern, die auf den Straßen San Franciscos spielen. Die Menschen sahen die Charaktere nicht als "Star Trek"-Stars an, sondern einfach als ein paar verrückte Typen aus San Francisco. Ich liebe diese Dame mit ihrer Reaktion auf Chekovs Frage "Wo befinden sich die atomgetriebenen Kriegsschiffe?" Diese Szene machte "Star Trek" gleichzeitig bei Leuten bekannt, die davon vorher noch nie etwas gehört hatten. Aus diesem Grund hatte der IV. Teil den größten Erfolg und war in vielerlei Hinsicht der erfolgreichste der von mir produzierten Filme.

StarTrek.com: Sie haben den wohl beliebtesten "Star Trek"-Film "Zurück in die Gegenwart" produziert als auch den am wenigsten beliebten Film "Am Rande des Universums". War es so schlimm, wie die Leute denken? Und was haben Sie aus der Tatsache gemacht, dass William Shatner Regie geführt hat?

Harve Bennett: Es ist eine unschöne Erinnerung. Ich hatte eine wundervolle Beziehung zu Bill. Ich konnte mit ihm umgehen und so weiter, aber als Chef vom ganzen Set würde es sehr schwer werden. Noch wichtiger war, dass sein Drehbuch genehmigt wurde. Er kam zu mir sehr früh im Projekt und sagte: "Ich habe es! Ich habe es!" Ich fragte: "Was ist es?" Er sagte, "in diesem Film werden wir Gott finden." Ich fragte: "Wir werden Gott finden? Wessen Gott, Bill?" Er sagte: "Wir werden Gott finden!" Ich sagte: "Versuch es mal auf folgende Art und Weise zu sehen. Zusammenfassung: 'Heute Abend bei "Star Trek", der Captain und seine Mannschaft finden Gott.' Siehst du, wie schwierig das wird?" Er sagte: "Nein. Nein. Ich denke es die ultimative letzte Grenze." Und so ging die Diskussion weiter.

Auch in der Rückschau beurteilt Bennett "Star Trek V", in dem Spocks Halbbruder Sybok auftauchte, nicht sentimental.
Am Ende überzeugte mich das Studio davon, dass wenn er mir entgegenkommen würde, ich das auch täte. Wir kamen zu einer Übereinkunft, die lautete, "Okay, wir werden niemals wirklich Gott finden. Der Film wird von der Reise auf der Suche nach Gott handeln." Das ist die Vorrausetzung, auf der wir aufgebaut haben, aber Tatsache ist, dass es eine lange Geschichte ohne vernünftiges Ende ist. Es war eine Geschichte, die keinen Höhepunkt erreichen konnte, weil man zwar auf Gott hinweisen konnte, man konnte eine Abstraktion präsentieren, aber es wäre nicht dramatisch befriedigend. Also befassten wir uns mit den Innenleben eines jeden Psyche und es wurde eine Art Prominenten-Therapie-Sitzung.

Die Standard-Geschichte ist, dass das Studio nicht die notwendigen finanziellen Mittel für ein mit Spezialeffekten vollgeladenes Finale bereitstellen wollte und, dass wenn Shatner dieses Geld bekommen hätte, "Am Rande des Universums" viel besser gewesen wäre.

Nicht richtig.

StarTrek.com: Nicht richtig?

Bennett: Überhaupt nicht richtig. Am Ende denkt man einfach nur noch, kommt endlich zu Potte! Deutet ihr an, dass das Mohammed ist? Oder sagt ihr, dass das ein buddhistisches Konzept ist? Oder ein orthodoxes katholisches Konzept? Man schreckt einfach nur davor zurück, wen man wahrscheinlich beleidigen würde und wie wenige man wahrscheinlich zufriedenstellen könnte.

StarTrek.com: Sean Connery wurde gerüchteweise für die Rolle des Sybok angeworben. Wie nahe war er dran mitzumachen?

Bennett: Nicht nah dran.

StarTrek.com: Am Ende haben Sie die Produktion von "Das unentdeckte Land" abgelehnt. Bereuen Sie diese Entscheidung?

Bennett: Nein.

StarTrek.com: Sie hofften eigentlich darauf, ein Drehbuch mit dem Namen "Star Trek: The Academy Years" zu produzieren ...

Bennett hatte ein Drehbuch für einen Kinofilm an der Sternenflottenakademie verfasst, das jedoch nicht umgesetzt wurde.
Bennett: Es war das beste Drehbuch von allen, aber es wurde nie produziert. Das war am Ende meiner Zeit. Ned Tanen, welcher der Produktionschef bei Paramount war, hat noch grünes Licht gegeben, bevor er gegangen ist. Wir hatten sogar schon Leute auf die Suche nach Drehorten losgeschickt und uns bezüglich der Besetzung umgehört. Ich hatte ein Auge auf John Cusack für die Rolle des Spock geworfen, was großartig gewesen wäre. Ethan Hawke hätte Kirk sein können. Es gab so viele Möglichkeiten. Aber grundsätzlich war es eine Liebesgeschichte und es war eine Geschichte über Kadetten, Teenager.

Und um Shatner und Nimoy mit ins Boot zu holen, hatten wir uns ausgedacht, dass Kirk zurück an die Akademie kommt, um eine Ansprache zu halten und dann würde die Geschichte sich aus seinen Erinnerungen entwickeln. Am Ende sind Kirk und Spock wieder vereint und sie beamen sich zurück zur Enterprise. Das hätte den Reiz gehabt, dass man Potential für eine neue Serie gehabt hätte und man trotzdem noch potentiell einen Film mit der ursprünglichen Besatzung hätte drehen können. Alle Möglichkeiten wären gegeben gewesen, das Drehbuch war wunderschön, die Liebesgeschichte mitreißend, aber es wurde nichts daraus.

Später, in der Mitte der 90er-Jahre rief mich die dann amtierende Paramount-Chefin Sherry Lansing an und sagte, "Komm vorbei und erzähl mir von dem Drehbuch, das wir damals nicht umgesetzt haben." Wir trafen uns. Sie war begeistert und ich auch. Dann ein paar Wochen später rief sie mich an, um zu sagen, dass man nicht weitermachen könnte, weil die Fernsehabteilung an einem Pilotfilm arbeitete, bei welchem es sich um ein Prequel handelte. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um "Star Trek: Enterprise" handelte. Das Prequel hatte sehr wenig mit der Idee von "The Academy Years" zu tun, aber es verhinderte die Neuauflage des Drehbuchs.

StarTrek.com: Sie haben ohne "Star Trek" weitergemacht und "Star Trek" hat ohne sie weitergemacht. Das Franchise kehrte kürzlich mit einen großen Knall auf die große Leinwand zurück dank J. J. Abrams' Film. Ihre Gedanken dazu?

Bennett: Ich habe ihn gesehen. Ich bin nicht das Publikum dafür. Schnelle Schnitte. Explosionen. Blut um des Blutes Willen. Entweder macht mich das zu einem Dinosaurier oder es gibt ein Generationenproblem, aber das ist nicht J. J.s Schuld.

J. J. Abrams' Film hat dem alten Produzenten nicht gefallen.
StarTrek.com: Nach Ihrem Weggang vom Franchise haben Sie andere Projekte produziert und gingen 1998 nach der Serie "Invasion America" in Rente. Wir wissen, dass Sie dieser Tage sich eigentlich ausruhen und an Ihrem Memoiren arbeiten. Am Ende des Tages allerdings, was würden Sie sagen, waren Ihre wichtigsten Beiträge zu "Star Trek"?

Bennett: Ich habe das Franchise wiederbelebt (zu jener Zeit). Das war mein Beitrag. Es hätte vielleicht keinen weiteren "Star Trek" Film gegeben, und definitiv hätte es keine Fortsetzung gegeben, wäre "Star Trek II" nicht so ein brauchbarer Erfolg gewesen. "Star Trek: Der Film" war wie ein letztes Denkmal für ein großartiges Franchise, aber es war nicht die Art von Film, wo die Leute begierig auf eine Fortsetzung warten würden. Meine Freunde sagen, dass ich etwas habe, was man das Lazarus-Syndrom nennt, aufgrund der Tatsache, dass ich sehr oft jemanden oder etwas von den Toten zurück gebracht habe. Es hat angefangen mit "Die Sieben-Millionen-Dollar-Frau". Wir töteten Lindsay Wagner, aber die Fans von "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" wollten Steve Austin und Jaime Sommers zusammen sehen. Da wir es mit Science-Fiction zu tun hatten und man eine Menge komischer Sachen machen kann bei Science-Fiction, froren wir sie ein, um sie in ihrer eigenen Serie wiederzubeleben. Also war Lindsay die erste, welche ich von den Toten wiederbrachte. Und dann gab es dann da noch einen Kerl namens Spock ...

Als ich das erste Mal die "Star Trek"-Aufgabe übernahm, war eines der Probleme, dass Leonard Nimoy bereits sein Buch "Ich bin nicht Spock" geschrieben hatte. Er hatte es öffentlich bekannt gemacht, dass er nie wieder Spock spielen würde. Und eine meine ersten Herausforderungen war es, Leonard davon zu überzeugen, dass er zurückkommen müsste, weil es ohne ihn nicht "Star Trek" sein würde. Ich überzeugte ihn am Ende mit einem sehr simplen Argument, welches bei jedem Schauspieler zieht: "Leonard, wenn du zurückkehrst, bekommst du die großartigste Todesszene seit Janet Leigh in 'Psycho'. Nach einem Drittel des Films werden wir dich umbringen. Die Zuschauer werden geschockt sein. Es wird das Ende deiner Probleme mit Spock sein und wir werden die Geschichte zu Ende erzählen."

Er sagte: "Das ist gut. Ich mag die Idee." Also hat er unterschrieben. Aus einer Vielzahl von Gründen, inklusive Gene und der 100.000 Briefe, welche das Studio von den Fans bekommen hat, nachdem bekannt wurde, dass wir Spock umbringen würden, konnten wir es nicht genauso machen wie wir geplant hatten. Deshalb mussten wir es umschreiben, und als Nick Meyer, Gott beschütze ihn, an Bord kam, fanden wir einen Weg, Spocks Rolle auszudehnen. Und es war viel besser, da ich glaube, dass "Der Zorn des Khan" vielleicht ein Misserfolg gewesen wäre, wenn Spock schon nach einem Drittel gestorben wäre. Also drehten wir "Der Zorn des Khan", Nick Meyer war brillant und der Rest ist Geschichte.

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(gra, sk - 08.01.11 - Quelle: StarTrek.com)


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