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Florian Battke (fb) Pläne für die letzte "Voyager"-Staffel Der neue Hauptautor Kenneth Biller über Staffel 7 Nur wenige haben im Stuhl des ausführenden Produzenten von "Star Trek: Voyager" gesessen. Dieses Jahr stößt Kenneth Biller zu ihnen, der das Autorenteam im letzten Jahr von "Star Trek: Voyager" leiten wird. Er hat auch schon Pläne für den größten Teil der Staffel. Ein neuer Verantwortlicher führt "Star Trek: Voyager" in die siebte Staffel. Kenneth Biller ist für den Job gut geeignet; er ist schon seit der ersten Staffel beim Autorenteam und im letzten Jahr hat er zusammen mit Brannon Braga die Serie geleitet, bevor er nun im Mai die Leitung alleine übernimmt. Das Ende der Serie
Fertige Pläne "Ich weiß sehr exakt, was in den ersten 13 Folgen passiert und ich weiß, obwohl ich es euch nicht sagen werde, sehr genau, wie die letzten vier oder fünf Folgen werden. Ich habe ein Gefühl, wie die Serie weiterlaufen wird und was mit den Charakteren passieren wird, aber wir versuchen wie immer, etwas Platz für Inspirationen der letzten Minute offenzuhalten." Er führt weiter aus, dass, obwohl die Voyager NCC-74656 der Heimat viel näher ist, als sie es vor sechs Jahren war, es immer noch sehr weit ist. Als Ergebnis werden sie dem Alpha-Quadranten in den diesjährigen Folgen auch nicht mehr oder weniger Aufmerksamkeit schenken als sonst. "Ich denke, es ist für uns Autoren oder für die Zuschauer ein Fehler, zu sagen 'Oh, sie kommen wirklich langsam näher und ja, wir hatten einige Sprünge auf dem Weg, aber die Wissenschaftler sagen mir, dass es bei Höchstgeschwindigkeit, angenommen, dass das Schiff für immer in einem Stück bleibt (was immer die Frage ist und womit wir uns in dieser Staffel befassen werden), und angenommen, dass niemand sie stoppen möchte (womit wir uns auch befassen werden), immer noch 30 Jahre dauert, bis sie zu Hause sind.' Ich finde, die Zuschauer sollten nicht annehmen, dass die Crew einfach so weiterfliegt wie bisher und aus eigenem Antrieb in den Alpha-Quadranten kommt." Tatsächlich werden sich viele der Geschichten damit befassen, wie sich die Crew mit der Möglichkeit, einen Großteil ihres Lebens auf dem Schiff zu verbringen, abfindet. Die große durchgehende Geschichte wird sich mit Tom und B'Elanna als Jungvermählten befassen. "Wir werden diese Beziehung über den Verlauf der Staffel wachsen sehen. Was mich, als jemanden, der in den letzten Jahren geheiratet hat, interessiert, ist, wie Tom und B'Elanna ihr Leben auf der Voyager leben werden." Gedanken über die Charaktere "Es könnten Jahre vergehen, bevor das Schiff nach Hause kommt und wir haben ihre Beziehung irgendwie in den letzten Staffeln vernachlässigt. Wir haben erkannt, dass wir in dieser (letzten) Staffel die Gelegenheit haben, die Evolution dieses Schiffes wirklich zu beobachten. Es werden vielleicht drei oder vier Folgen, die sich damit befassen. Das heißt nicht, dass die Zuschauer 'Melrose Place' sehen werden; wir werden uns mit der Beziehung im Kontext von 'Star Trek'-Geschichten beschäftigen." Andere Charaktere werden keine anhaltenden Geschichten bekommen, aber laut Ken haben die Schreiber sie alle unter das Mikroskop gelegt und lange darüber nachgedacht, was genau sie ticken lässt. "Wir haben uns selbst für jeden Charakter gefragt: Wie ist dieser Charakter gewachsen? Wo hat er begonnen? Was waren seine Ziele? Für Janeway war es sicherlich ihr Wunsch, die Crew nach Hause zu bringen. Wird das zur Besessenheit? Wie weit wird sie dafür gehen? Für Harry Kim, er war sechs oder sieben Jahre als Fähnrich auf dem Schiff, und ich bin sicher, er hat gemerkt, dass er wirklich rangmäßig aufgestiegen wäre. Er hat immer von einem eigenen Kommando geträumt. Was würde er tun, wenn ihm das Kommando eines Alienschiffes angeboten würde? Neelix ist vor langer Zeit zur Crew gestoßen, aber je näher wir der Heimat kommen, desto ferner rückt die seine. Was würde passieren, wenn wir auf eine talaxianische Kolonie stoßen würden, die versucht, ihre Welt wieder aufzubauen. Wo läge sein Herz? Dies sind die Fragen, die wir über die Crew fragen wollen. Nicht dass wir alles in eine schöne kleine Handlung packen, aber wir werden uns darum kümmern." Holographische Rechte
In der Geschichte kommen ebenfalls die Hirogen zurück, die mit der holographischen Technologie, die sie von Janeway in "Das Tötungsspiel" erhalten haben, experimentiert haben und nun einer holographischen Rebellion gegenüberstehen. "Es ist eine Geschichte über den Doktor, der für die Rechte und Freiheiten der Hologramme kämpft. Wir fragen uns, wie weit der Doktor gehen wird. Es ist eine große, epische Geschichte." Freunde der Kontinuität werden begeistert sein zu erfahren, dass Ken auch sehen will, wie die Charaktere mit den Konsequenzen ihrer Handlungen klarkommen und dass die Entscheidungen des Doktors nicht einfach in der nächsten Woche vergessen sein werden. Er ist außerdem an den Konsequenzen der früheren Entscheidungen der anderen Charaktere interessiert und fügt hinzu, dass die Geschichte auch von Janeways Reaktionen handelt, als sie erfährt, was die Hirogen mit der holographischen Technologie gemacht haben. Moralische Probleme "'Fleisch und Blut' ist nicht nur über den Doktor; es ist auch über Janeway, die gezwungen wird, sich mit den Nachwirkungen der Entscheidungen, die sie im Delta-Quadranten getroffen hat, zu befassen. Was hat sie getan, um zu überleben? Sie hat Technologie verkauft. Ist sie deshalb für diese Technologie verantwortlich? Wir haben den wundervollen Satz, den die NRA verwendet: 'Gewehre töten nicht; Menschen töten.' Na ja, Janeway muss sich selbst fragen, gab sie den Leuten Gewehre oder versuchte sie, ihnen eine Datenbank zu geben? Dies sind all die großen Probleme, die wir behandeln werden." Ken legt Wert darauf zu betonen, dass, obwohl er sich mit langlaufenden Themen und alten Geschichten beschäftigen wird, man kein umfassendes Wissen über die Geschichte der Serie besitzen muss, um die aktuelle Handlung zu verstehen. "Unsere Forschung sagt uns, dass die meisten Menschen 'Star Trek' anschauen wie jede andere Fernsehserie. Sie mögen es, und wenn sie zu Hause sind, während es läuft, dann schalten sie ein. Wir wollten nie eine Serie machen, in der es, wie ich es manchmal bei 'Akte X' erlebe, für einen Zuschauer schwer sein könnte, in eine der Folgen reinzuschauen und zu verstehen, was passiert. Wir haben immer versucht, Geschichten zu verkaufen, bei denen Zuschauer einschalten und sehen können, wie sich die Geschichte entwickelt: Anfang, Mitte und Ende. Wir werden das immer noch tun, aber ich persönlich mag es, wenn die Charaktere von dem, was sie in einer Folge erleben, betroffen werden, und dies ist etwas, das ihr meiner Meinung nach in dieser Staffel öfters sehen werdet." Zerrissene Zeit
"Chakotay und Tuvok haben wir in 'Verdrängung' behandelt. Es gibt eine andere Folge, die noch in früher Planung steckt und die die beiden wieder vereinen wird, über eine Art archäologisches Puzzle, das sich als mehr herausstellt, als es anfangs den Anschein hat. Es ist eine Art Spiel - es kann sich bis zur Verfilmung noch viel ändern; Paris findet eine Art Holodeckprogramm, ein Spiel, welches auf der Mythologie einer fremden Kultur aufbaut. Es hat mit der Suche nach einer Art Ikone in einem Tunnellabyrinth zu tun. Es ist ein großes Logikproblem: Chakotay interessiert sich für das Spiel, weil es eine Möglichkeit zur Erforschung der fremden Kultur bietet. Für Tuvok ist es eine logische Aufgabe. Die beiden arbeiten zusammen am Puzzle und es stellt sich heraus, dass das Spiel mehr ist, als sie dachten." Vulkanische Familie "Wir könnten eine von Tuvoks erwachsenen Töchtern sehen, in einem Konzept, welches wiederum im frühen Stadium steckt. Es mag eine kurze Folge geben, in der die Voyager eine Live-Kommunikation mit der Erde anstelle der monatlichen Transmissionen erhält. Tuvok könnte ein Gespräch mit seiner Tochter führen, welches ihn befremdet. Sie ist für eine Vulkanierin recht rebellisch und sie braucht seine Hilfe, um ein Mysterium aufzulösen." Bekannte Gesichter In der dritten Folge der Staffel ('Verdrängung') sahen wir zwei Crewmitglieder, Chell und Tabor, die schon vorher kurz aufgetaucht waren. Ken gibt zu, dass dies nicht Teil eines großen Plans war; er hatte einfach die Chance, diese Schauspieler wiederzuverwenden, mit denen er zufrieden war und er ergriff die Gelegenheit, die Kontinuität zu verstärken. Er gibt zu, dass auch einige andere Crewmitglieder ein Wiedersehen lohnen würden. "Ich mag den Schauspieler sehr, der Carey spielt. Wenn es einen Grund gäbe, um ihn für irgendwas Bestimmtes zu verwenden, würden wir ihn zurückbringen. Er ist auf dem Schiff und er ist offensichtlich einer Station zugewiesen, die wir nicht besonders oft sehen. Ich habe keine bestimmten Pläne, die Crew der Equinox zurückzubringen, aber es ist möglich, dass wir einige von ihnen genau wie Chell wiedersehen." Es gibt auch eine Chance, dass wir mehr Aliens aus der Vergangenheit der Voyager sehen. "Wir werden innerhalb der letzten Staffel einige Abenteuer der Voyager wiedersehen und auch die Leute, die der Voyager begegnet sind. Wir werden etwas von unserer eigenen Mythologie besuchen. Ihr werdet wohl einige bekannte, unerwartete Gesichter aus den ersten paar Folgen sehen." Ken meint, es wäre möglich, dass dazu auch Kes gehört, aber er verspricht nichts. "Es gibt immer eine Chance, sie wiederzusehen. Wenn ich da ein wenig nebulös antworte, dann weil ich keine Antwort habe! Es wird ab und zu besprochen; es ist möglich." Pläne für Q?
Es ist genauso unwahrscheinlich, dass wir einige der "Star Trek: Deep Space Nine"-Charaktere wiedersehen werden, aber ein oder zwei TNG-Charaktere werden garantiert zurückkommen. "Lieutenant Barclay wurde im letzten Jahr eine Art Ehrenmitglied der Crew und er setzt seine Arbeit am Pfadfinder-Projekt fort. Ihr werdet ihn wenigstens einmal zu Beginn der Staffeln und vielleicht in zwei oder mehr Auftritten gegen Ende sehen. Er wird auf seiner Seite daran arbeiten, die Voyager nach Hause zu bekommen. Ihr werdet Deanna Troi wenigstens bei seinem ersten Auftritt sehen, wie sie ihm dabei hilft; wir haben Marina Sirtis jetzt für eine Folge verpflichtet und wir können sie auch noch für eine weitere haben. Sie arbeitet gerne bei der Serie mit, die Schauspieler mögen sie, das Publikum scheint ihre Rückkehr wirklich zu genießen." Die größten Schurken In anderen Interviews sagte Ken, dass die Crew durch den Borgraum muss, aber die größten Gegner der Voyager kommen in seinen Plänen für den ersten Teil der Staffel nicht vor. "Ihr werdet von den Borg nach 'Unimatrix Zero' nicht mehr viel sehen; wenigstens eine Weile lang. Damit sind wir fertig. Ich denke nicht, dass die Borgrebellion eine große Geschichte wird, aber es ist sicherlich möglich, dass wir das vielleicht noch mal aufgreifen. Ich mag die Borg-Queen sehr. Ich halte Susanna Thompson für eine großartige Schauspielerin und sie hat eine gute Arbeit geleistet. Aber es gibt sicherlich Borggeschichten, die, wenn wir sie erzählen wollten, vielleicht die Borg-Queen mit einschließen würden." Es gab endlose Spekulation über das Ende der Serie, wobei die letzten Gerüchte andeuten, dass einer der Helden sterben könnte. Zu diesem Zeitpunkt sagt Ken, dass er sich nicht entschieden hat, jemanden umzubringen, aber das bedeutet natürlich nicht, dass er es nicht tun wird. "Ich würde euch nie erzählen, dass niemand sterben könnte. Noch ist niemand tot. So was wurde mit Sicherheit noch nicht entschieden. Ihr werdet einfach weiterhin aufpassen und zuschauen müssen, um es herauszufinden." (fb - 18.07.09 - Quelle: Star Trek Monthly) Weiterführende Links
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