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Alexandra Rimpler (re)04.08.09

Grafiker am Rande des Universums

Ein Interview mit Mike Okuda

Dwayne A. Day von The Space Review sprach mit dem langjährigen "Star Trek"-Designer Mike Okuda über seine Kreationen für das Trek-Universum und über die Logos, die er für die NASA entwirft.

Okuda arbeitete lange Zeit für "Star Trek", zuletzt am "Remastered"-Projekt
Immer, wenn ich in die Gegend von Los Angeles komme, treffe ich mich zum Essen mit einigen Freunden, die alle für die oder im Zusammenhang mit der Fernsehindustrie arbeiten. Wir nennen diese Treffen "Geekapalooza", weil wir uns alle für Science-Fiction und Raumfahrt interessieren und diese Themen üblicherweise unsere Tischgespräche dominieren. Manchmal, auch wenn das unglaublich erscheint, sind sogar Frauen dabei.

Zuvor habe ich bereits einen der Geekapaloozianer, Mike Casutt, für "The Space Review" interviewt (siehe "20 Minuten in die Zukunft: Ein Interview mit Michael Cassutt" "The Space Review" vom 12. Februar 2007).

Dieses Mal spreche ich mit einem anderen gelegentlichen Mitglied unserer Gruppe, Mike Okuda, der lange als Grafiker für "Star Trek" gearbeitet und zahlreiche Abzeichen und Logos für die NASA entworfen hat. Besonders nennenswert ist dabei das Abzeichen für die anstehende Hubble-Mission STS-125.

Teil 1 - Werdegang in der Unterhaltungsbranche und Arbeit für "Star Trek"

The Space Review: Wo sind Sie geboren?

Mike Okuda: Tokio, Japan. Mein Vater diente bei der Luftwaffe und war zu der Zeit in Übersee stationiert.

The Space Review: Wuchsen Sie dort auch auf?

Okuda: Nein, nachdem mein Dad entlassen war, zogen meine Eltern nach Kalifornien, so dass mein Vater seinen Master-Abschluss machen konnte. Dann zogen sie zurück nach Hawaii, wo ich den größten Teil meiner Kindheit verbrachte.

The Space Review: Was, glauben Sie, waren die größten Einflüsse auf Sie, während Sie aufwuchsen?

Okuda: Das Raumfahrtprogramm, Science-Fiction.

The Space Review: Haben Sie Science-Fiction eher gelesen oder geschaut?

Okuda: Meistens gelesen. Clarke, Asimov, L'Engle. Und "Star Trek"-Wiederholungen. Natürlich.

The Space Review: Und haben Sie irgendwelche besonderen Erinnerungen an das Raumfahrtprogramm, das es zu der Zeit gab?

Okuda: Ich erinnere mich, dass ich mir die Apollo-11-Mondlandung angesehen habe. Auch wenn ich noch ein Kind war, wusste ich, dass dies ein bedeutender Moment in der Geschichte war.

The Space Review: Waren Sie schon immer an Kunst interessiert?

Okuda: Was mich immer schon an der Kunst interessiert hat, ist die Möglichkeit, ein Gefühl zu erschaffen, zu informieren, zu inspirieren, Erinnerungen heraufzubeschwören. Ich habe gelernt, Kunst als ein mächtiges Werkzeug anzusehen, um einen Effekt zu erzielen.

The Space Review: Wo hatten Sie Ihre Ausbildung?

Okuda: Ich habe einen Hochschulabschluss in Kommunikation von der University of Hawaii. Außerdem habe ich einiges für das Theater gemacht, ich habe Special Effects für Low-Budget-Fernsehwerbespots gemacht und ich habe einige Jahre lang Firmengrafiken für ein medizinisches Zentrum in Honolulu gemacht. Mit diesem Hintergrund habe ich gelernt, wie wichtig es ist, immer damit zu beginnen, die Grenzen eines Projekts zu studieren. Wie wichtig es ist, das Budget, den Rahmen und die Wünsche des Kunden zu verstehen, so dass man entscheiden kann, wie man all diese Dinge unter einen Hut bringen kann. Dies war eine unglaublich gute Übung für "Star Trek", für das üblicherweise weniger Geld zur Verfügung stand, als Sie sich das vielleicht vorstellen können.

The Space Review: Wie unterscheidet sich das graphische Gewerbe von der bildenden Kunst?

Okuda: Die Grafikbranche ist auch als kommerzielle Kunst bekannt. Das liegt daran, dass gewerbliche Grafiken (und kommerzielle Kunst) üblicherweise zu einem bestimmten Zweck erschaffen werden: um zu kommunizieren, zu informieren, zu überzeugen oder um etwas zu positionieren. Daher sollte es nach der Effektivität, mit der die Ziele erreicht werden, beurteilt werden. Natürlich ist davon auszugehen, dass man dies mit etwas Attraktivem, Elegantem und künstlerisch Ansprechendem erzielt, aber das ist nicht der Ausgangspunkt.

The Space Review: Gibt es irgendwelche bildenden Künstler oder gewerblichen Künstler, wenn wir schon dabei sind, die Sie wirklich mögen oder bewundern?

Okuda: Albert Whitlock. Er war ein unglaublicher Fernsehkünstler, der geholfen hat, die Kunst von visuellen Effekten zu definieren. Er hat außerdem Hintergrundbilder für "Star Trek" gemacht. Dies erfordert ein gewaltiges Verständnis von Licht, Perspektive und der Art, wie das menschliche Auge funktioniert. Wenn Sie sich Whitlocks Arbeiten aus der Nähe ansehen, sehen Sie einen überraschend impressionistischen Stil, der erstaunlich real wirkt, wenn er fotografiert wird.

Ich sollte auch noch Syd Dutton erwähnen, Robert Stromberg und Dan Curry, die für "Star Trek: The Next Generation" und die Spin-offs gearbeitet haben. Und Max Gabl, der mit uns an "Star Trek: Remastered" gearbeitet hat.

The Space Review: Welches war Ihr erster echter Job auf dem Gebiet? Was haben Sie daraus gelernt? Haben Sie es genossen?

Okuda: Mein erster Job von landesweiter Bedeutung in der Medienbranche war es, Kontrollelemente für die Enterprise-A in "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart" zu machen. Ich habe gelernt, dass die Arbeitsweise in Hollywood genauso ist wie im lokalen Fernsehen und kleinen Theatern. Nur in größerem Maßstab.

The Space Review: Wie und wann kamen Sie zu Ihrer ersten Arbeit für "Star Trek"? Was haben Sie gemacht?

Okuda: Ich bin mit "Star Trek" aufgewachsen und habe es immer als etwas Besonderes angesehen. Als die ersten beiden "Star Trek"-Filme herauskamen, fiel mir auf, dass die Brücke des überarbeiteten Raumschiffs Enterprise Video-Schirme mit runden Rahmen hatte anstatt der rechteckigen. Sie sahen ziemlich cool aus, aber ich fragte mich, warum jemand runde Bildschirme in ein Raumschiff eingebaut haben sollte. Ich kam zu dem Schluss, dass es geschehen sein musste, um Informationen anzuzeigen, die rund anstatt rechteckig sind.

Ohne besonderen Grund zeichnete ich einige Ideen für Entwürfe, die zu den runden Schirmen passen könnten und für Kontrollelemente, die mit diesem Stil zusammenpassen würden. Durch meinen Hintergrund im Low-Budget-Fernsehen versuchte ich, Dinge zu entwickeln, die relativ einfach und preiswert umzusetzen sein würden.

Aus Spaß habe ich einige dieser Entwürfe an Paramount geschickt, wo sie auf dem Tisch von Ralph Winter landeten. Er war der Aufnahmeleiter bei "Star Trek III". Ralph rief mich an und sagte mir, dass sie für "Star Trek III", der zu dem Zeitpunkt in die Produktion ging, schon alle Leute zusammen hatten, aber dass er mich im Hinterkopf behalten würde, falls sie je einen "Star Trek IV" machen. Ich war total außer mir vor Freude, dass ich einen Anruf von Paramount bekam und dachte: "Mann, das ist die netteste Abfuhr, die ich je bekommen habe." Stellen Sie sich mal den Schock vor, als Ralph mich zwei Jahre später wieder anrief und sagte: "Wir machen einen weiteren 'Star Trek'-Film. Wollen Sie daran mitarbeiten?"

The Space Review: Es ist schon erstaunlich, dass er Ihren Namen so lange auf dem Plan behalten hat. Ich denke, dass diejenigen von uns, die nicht in Hollywood arbeiten, sich nicht vorstellen können, dass jemals jemand einen Job wie diesen bekommt, wenn man nicht mit dem Produzenten bekannt ist, denselben Therapeuten oder Koksdealer hat.

Okuda: Da haben Sie prinzipiell Recht. In den allermeisten Fällen hilft es tatsächlich, jemanden zu kennen, der schon einmal dort mitgearbeitet hat. Letztendlich werden die meisten Film- und Fernsehprojekte innerhalb geradezu lächerlich verdichteten Terminplänen hergestellt und wenn man jemanden anstellt, will man sicher sein, dass er sich sofort voll hineinstürzen kann.

Ich bin die Ausnahme, die bestätigt, dass es auch für jemanden, der in Los Angeles keinen kennt, möglich ist, einen Job in der Filmindustrie zu bekommen. Außerdem hatte ich das Glück, zur richtigen Zeit die richtige Dienstleistung anzubieten.

The Space Review: Mike Cassutt ist äußerst berühmt dafür, dass er geschrieben hat, dass wenn man alles, was mit der Produktion einer wöchentlichen Fernsehserie in derart kurzer Zeit zu tun hat, berücksichtigt, es weniger erstaunlich ist, dass diese Shows trotzdem so gut sind, sondern vielmehr, dass sie überhaupt gemacht werden. War es bei Trek auch so?

Okuda: Als ein lebenslanger Fan von Weltraum und Science-Fiction war "Star Trek" für mich weit mehr als nur ein Job. Es war eine Gelegenheit, etwas zu leisten, das nicht nur Spaß ist, sondern auch einen echten Beitrag zum Raumfahrtprogramm geleistet hat, indem es so viele Ingenieure, Wissenschaftler und auch die Astronauten inspiriert hat.

Okuda bescherte Anzeigen im Trek-Universum ein charakteristisches Aussehen
"Star Trek" hat Spaß gemacht, weil die Arbeit sehr vielseitig war und wir so coole Dinge zu tun hatten. An einem Tag erstellst du für die Visual-Effects-Abteilung eine Sternenflotten-Anzeigetafel und am nächsten arbeitest du an der Schrift einer Aliensprache, während du gleichzeitig dem Requisiteur hilfst, einige Details zu einem isolinearen Chip hinzuzufügen und außerdem ein technisches Memo für die Schreiber der Serie tippst. Ich hatte wirklich Glück, dass die Produzenten von "Star Trek" mich an einem so weiten Feld von Aufgaben haben mitarbeiten lassen, denn die Grafik ist, wenn man es mal genau nimmt, nur ein sehr kleiner Teil einer normalen Produktion.

Nichtsdestoweniger war "Star Trek" sehr faszinierend, weil man versuchte, den Look eines Big-Budget-Science-Fiction-Epos auf einer wöchentlichen Basis mit einem deutlich kleineren Budget in deutlich weniger Zeit zu erschaffen. Selbst die Filme, an denen ich mitarbeitete, waren in ein sehr enges finanzielles Korsett gezwängt.

The Space Review: Welches ist Ihre Lieblingsepisode?

Okuda: Das ist eine schwere Frage, weil es etwas anderes ist, etwas anzuschauen, woran man mitgearbeitet hat. Man sieht etwas ganz anderes als ein normaler Zuschauer. Wir überdenken unsere kreativen Entscheidungen immer wieder und wir trauern endlos hinter allem her, was nicht genauso geworden ist, wie wir es uns vorgestellt haben. Ich bin wirklich stolz darauf, ein Teil dieser Produktion gewesen zu sein, aber das macht es schwer, eine Episode nur zum Spaß anzusehen. Möglicherweise würde ich "Griff in die Geschichte" aus der Original-Serie nennen. Das ist tolle Fernsehunterhaltung.

The Space Review: Gab es eine Episode oder einen Film, an der/an dem Sie am liebsten gearbeitet haben?

Okuda: "Immer die Last mit den Tribbles", die Episode aus "Star Trek: Deep Space Nine", in der wir Teile des originalen Enterprise-Sets wieder erschufen. Viele von uns wuchsen mit Begeisterung für die Original-Serie auf, daher war es fantastisch für uns, an diesem Schiff zu arbeiten.

The Space Review: Ja, ich habe kürzlich "Star Trek: The Exhibition" in San Diego [woran Okuda gearbeitet hat] besucht und die Wiederherstellung der Original-Brücke ist einfach nur zu cool. Ich habe mir vorgestellt, dort zu arbeiten und nachts in das Gebäude zu kommen und mich auf den Stuhl zu setzen, um so zu tun, als wäre ich wieder zehn Jahre alt und würde Captain James T. Kirk spielen. Aber vergessen Sie mal die dumme Kirk-vs.-Picard-Sache (Kirk würde ihm in den Hintern treten) - wenn es um McCoy vs. Beverly Crusher ginge, wer würde gewinnen?

Okuda: Ich würde nicht gegen McCoy wetten, aber ich muss schon sagen, dass Gates McFadden, äh, Beverly Crusher den Phaser schon gekonnt schwingt.

The Space Review: Haben Sie neben "Star Trek" noch andere Jobs gemacht? Welche?

Okuda: Bis zum Ende von "Enterprise" in 2005 war "Star Trek" ein ziemlich einnehmender Job, vor allem mit all den verschiedenen Büchern und Multimedia-Projekten, mit denen Denise und ich ständig zu tun hatten. Ich hatte es geschafft, in ein paar Nebenprojekte zu gelangen, unter anderem habe ich einige Grafiken für "The West Wing" und einige Pilotfilme für Serien mit Weltraum- und Science-Fiction-Hintergrund gemacht.

The Space Review: Während des Autorenstreiks habe ich einen Kommentar eines Studiobosses gelesen, der sagte, dass die Autoren nichts an den DVDs und Online-Verkäufen verdienen, da die Autoren generell für etwas bezahlt werden, mit dem die Studios keinen einzigen Cent verdienen. Er betonte, dass nur ein Bruchteil der Skripte, die Hollywood von den Autoren kauft, zu Pilotfilmen werden. Diese sind teuer und nur ein geringer Teil davon wird ausgestrahlt und dann zu einer Serie gemacht. Und natürlich werden viele neue Serien wieder eingestellt. Seine Sichtweise war, dass wenn man einen Schritt zurück macht und auf Hollywood als Ganzes schaut, man sehen wird, dass eine Menge Arbeit es nicht schafft, ausgestrahlt zu werden. Ganz selten wird ein solcher Pilotfilm, der nicht aufgegriffen wird, noch einmal im Kabelfernsehen ausgestrahlt. Und für ein unproduziertes Skript ist es noch schwieriger, jemals das Tageslicht zu erblicken.

Vor einigen Jahren hörte ich, wie sich Tim Minear darüber beschwerte, dass sein unproduziertes Skript für "The Moon is a Harsh Mistress" niemals von irgendjemandem in der Öffentlichkeit gesehen werden würde (und ich zum Beispiel wünschte, ich könnte es lesen). Dann gibt es da auch noch all die Schauspieler, die als Kellner arbeiten, so dass Hollywood voll von unerreichten Träumen ist.

Aber genug gequatscht. Ich glaube, dass Sie wie unzählige andere Leute in diesem Business schon an Pilotfilmen gearbeitet haben, die nie ausgestrahlt wurden. Können Sie über irgendwelche davon reden? Und finden Sie es, abgesehen von der Tatsache, dass sie sich zu keinem Vollzeit-Job entwickelt haben, frustrierend, so hart an etwas zu arbeiten, nur damit es in der Versenkung verschwindet?

Okuda: So ist nun einmal die Fernsehindustrie. Pilotfilme sind ein großes, teures Spiel und wir sind alle enttäuscht, wenn sie nicht aufgegriffen werden. Ein ziemlich großer Spaß war vor ein paar Jahren eine Comedy namens "Star Patrol", die unter der Regie von Jonathan Frakes für Fox gemacht wurde. Diese wurde auf derselben Fernsehbühne gemacht wie "Babylon 5"! Dann gab es noch den Pilotfilm, der auf dem Kultfilm "Buckaroo Banzai" basierte. Wir haben immer noch einen Funken Hoffnung, dass dieser irgendwann doch noch einmal umgesetzt wird. Entweder in dieser Form oder einer anderen.

Auswahl von Okuda entworfener Logos für "Star Trek"

Teil 2 - Mike Okudas Arbeit für die NASA

The Space Review: Wann kamen Sie zum ersten Mal dazu, ein aktuelles Missionsabzeichen für die Raumfahrt zu erstellen? Wie passierte das?

Okuda: Das erste Abzeichen, das ich für die NASA machte, war ein Forschungsemblem für das ESMD [Anm. d. Red.: Exploration Systems Mission Directorate]. Kurz nachdem die NASA das Projekt Constellation angekündigt hatte, war mir klar, dass sie ein Emblem für das Programm benötigen würden. Ich mailte Bill Readdy, der mich in Kontakt mit Admiral Craig Steidle brachte, der zu dem Zeitpunkt für das Projekt Constellation verantwortlich war. Ich machte ein Bündel Vorschläge für sie und sie entschieden sich, das lieber für ESMD zu verwenden. Zuletzt gab es zwei Versionen des Forschungsemblems. Die "offizielle" Version und die interne, die das Motto "Audentes Fortuna Juvat" in Latein und der englischen Übersetzung "Fortune favors the bold" [Anm. d. Übers.: Das Glück bevorzugt die Mutigen] hatte. Letzten Endes machte ich aber zusätzlich auch noch ein Abzeichen für Constellation.

Ungefähr zur selben Zeit fragte mich Bill Foster von der JSC [Anm. d. Red.: Lyndon B. Johnson Space Center] Ground Control, ob ich ihm helfen könnte, ein Gedenkabzeichen zu designen, mit dem die Flüge von Apollo 1, Challenger 51-L und Columbia 107 gewürdigt werden sollen. Ich glaube, ursprünglich wollte er nur eine Grafik haben, die auf einem der großen Schirme der Ground Control gezeigt werden sollte, wenn Besucher im Haus sind. Wie auch immer, es entwickelte sich zum Raumfahrt-Erinnerungs-Abzeichen und dieses hängt jetzt an der Wand des Kontrollraums der Space-Shuttle-Mission, direkt neben den Missionsabzeichen von Apollo 1, Challenger 51-L und Columbia 107. Und zu meiner großen Verwunderung landete es ebenfalls auf dem hinteren Deckel des Umschlags des Berichts zur Untersuchung des Columbia-Unfalls.

The Space Review: Sie haben tatsächlich einige Missionsabzeichen für eine oder zwei Episoden von "Star Trek: The Next Generation" erstellt, richtig?

Okuda: Wir hatten bei "Star Trek: The Next Generation" nicht so viele Missionsabzeichen, vor allem, weil ich nicht in einer Position sein wollte, in der wir mit jedem neuen Schiff ein neues Abzeichen brauchen. Einige Jahre später, als wir "Star Trek: Enterprise" machten, wollten die Produzenten eher eine NASA-Atmosphäre, also machte ich ein paar Embleme für Bob Blackman, unseren Kostümdesigner. Wendy Drapanas, Geoff Mandel und Alan Kobayashi steuerten auch ein paar Abzeichen bei.

The Space Review: Was beeinflusste Sie, als Sie begannen, die Abzeichen zu erstellen? Wie gingen Sie da heran?

Okuda: Offensichtlich ist jedes Design anders und ich versuchte, mich von den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen leiten zu lassen, die diese Abzeichen tragen würden. Normalerweise begann ich mit jemandem aus der Gruppe zu reden, um ein Gefühl für ihre Ziele zu bekommen und ich versuchte zu verstehen, wie sie sich selbst sehen. Ich versuche herauszufinden, ob es besondere Bedürfnisse gibt oder ob sie versuchen, einem bestimmten Publikum etwas Bestimmtes mitzuteilen. Und wenn du erst einmal ein Gefühl für die technische Ausrüstung und die Ziele hast, kannst du damit beginnen, etwas wirklich Cooles zu tun.

Ich mag den Stil von militärischen Einheiten oder Geschwader-Emblemen - diesen wundervollen Sinn für Tapferkeit, weil das ein so großer Teil der NASA-Kultur ist. Ich versuche, die Sachlichkeit und Eleganz von Corporate Identity auch in meine Arbeit einfließen zu lassen. Ich versuche, Dinge zu designen, die aus einer Entfernung noch gut lesbar sind, auch wenn sie nur klein in der Ecke einer PowerPoint-Präsentation auftauchen oder in einem gering auflösenden Medium wie einer Stickerei umgesetzt sind.

The Space Review: Gibt es nicht offensichtliche Einschränkungen, wenn Sie ein NASA-Abzeichen entwickeln? Gibt es Farben oder Schriftarten, die nicht benutzt werden dürfen?

Okuda: Nicht wirklich. Es sollte einfach genug sein, um es als Stickerei umzusetzen und als Pins. Und es gibt Einschränkungen bezüglich der Anzahl der Farben. Auch ist es deutlich einfacher, mit Verkäufern klarzukommen, wenn man sich an die Industrie-Standard-Farben hält.

The Space Review: Wie viele Abzeichen haben Sie gemacht und wie ereignete sich das (das heißt, haben Sie sich für jeden beworben oder wurden Sie beauftragt)?

Okuda: STS-125 ist das einzige Space-Shuttle-Missionsabzeichen, das ich gemacht habe. Ich schätze, Ares 1-X zählt auch als Missionsabzeichen. Die anderen Embleme waren für verschiedene Programme und solche Dinge.

Oh, und das Team-Emblem für STS-400, das ist die geplante Rettungsmission, falls es bei STS-125 ernsthafte Probleme gibt. Dieses ist aber kein offizielles NASA-Abzeichen.

Meistens wurde ich gefragt. Ich bin sicher, dass die STS-125-Crew andere Designs in Erwägung gezogen hat. Das einzige Abzeichen, um das ich mich aktiv beworben habe, war das Exploration-Emblem.

Von Okuda entworfene NASA-Logos

The Space Review: Wie gelangten Sie an den Auftrag für die Abzeichen für Constellation, Ares und Orion?

Okuda: Nachdem ich das Raumfahrt-Erinnerungs-Abzeichen mit Foster gemacht hatte, fragte mich Jeff Hanley, ob ich Interesse hätte, Bob McCalls klassisches Mission-Operations-Emblem zu überarbeiten, um die Raumstation zu integrieren und die neuen Ziele, zum Mond zurückzukehren und zum Mars zu fliegen, darzustellen. Eine Weile später wurde Hanley Programmverantwortlicher für Constellation und er bat mich, auch daran mitzuarbeiten.

The Space Review: Was wollten Sie mit den Abzeichen erreichen? Mit wem haben Sie gearbeitet? Wer brachte Vorstellungen und Ideen ein? Wie entwickelten sich die Designs?

Okuda: Wieder wichen die spezifischen Ziele für jedes einzelne Abzeichen voneinander ab, aber im Allgemeinen wollte ich, dass die Menschen in der Gruppe oder der Crew fühlen, dass es sie und ihre Hingabe an ihre Aufgabe repräsentiert. Viele von diesen Gruppen treffen diese Entscheidungen, indem sie sich einigen und manchmal will das Management auch noch bestimmte Dinge. Für das STS-125-Abzeichen war John Grunsfeld die tonangebende Person. Jedes Mal wenn ich einen neuen Vorschlag machte, zeigte er ihn der Crew und er gab mir Feedback, so dass die STS-125-Crew definitiv an diesem Design mitgearbeitet hat.

The Space Review: Gibt es bestimmte Dinge im Design, von denen Sie von vornherein wissen, dass sie nicht funktionieren? Bestimmte Formen oder Farben?

Okuda: Fast jedes Element kann funktionieren, wenn es einen passenden Kontext bekommt. Wenn man einen schwer zu lesenden Zeichensatz hat, kann man ihn zum Beispiel leserlich machen, indem man ihn groß genug macht. Das zu tun, erfordert möglicherweise, etwas anderes zu vereinfachen oder es wegzulassen.

The Space Review: Ich habe mir viele Shuttle-Missionsabzeichen angesehen - ich habe ungefähr 90 von ihnen eingerahmt in meinem Büro hängen - und einige Dutzend von ihnen stechen hervor. Aber die meisten von ihnen sind Kreise mit irgendetwas innen drin (einer meiner Favoriten ist STS-43, der die Form einer Mercury-Raumkapsel verwendet und STS-38, beide - die öffentliche und die geheime Version). Nach so vielen, die es schon gibt, ist es doch bestimmt schwer, einen neuen oder originären Ansatz zu finden. Haben Sie Favoriten unter ihnen?

Okuda: Zuerst möchte ich sagen, dass ich finde, dass es eine Menge wirklich cooler Spaceshuttle-Abzeichen gibt und dass eine Menge talentierter Leute dabei eine Menge richtig gute Arbeit geleistet haben. Ich habe selbst auch eine Handvoll davon, obwohl ich nicht so organisiert bin, dass ich sie in einem Rahmen ordentlich angeordnet hätte.

Nach mehr als 100 Missionen ist es nicht überraschend, dass einige Abzeichen sich ein wenig ähneln. Letztendlich hat jeder Designer mit sehr ähnlichen Vorgaben gearbeitet und versucht, sehr ähnliche Ziele zu repräsentieren. Daher sind diejenigen meine Favoriten, die eine starke Hauptaussage haben, die die Aussage in einer eleganten, effektiven Art vermittelt.

Meine Favoriten sind STS-1, der erste Flug des Programms (designt vom legendären Robert McCall) und STS-26, der erste Flug nach dem Challenger-Unfall. Ich mag die klare Art von STS-75, dem Fesselsatelliten-Experiment. Und STS-96, dem ersten Shuttlestart, den Denise und ich sahen. Es ist eine nette Interpretation des Astronauten-Ansteckers. Ich mag auch einige der aktuellen Embleme: STS-122, 123 und 124, alle weisen ein starkes, elegantes Design auf.

The Space Review: Was war Ihre Inspiration für das STS-125-Emblem?

Okuda: John Grunsfeld sagte, dass die Crew die Wichtigkeit des Hubble-Weltraumteleskops verdeutlichen möchte. Ich wollte es aber als mehr sehen als ein Gerät, um Photonen zu sammeln. Ich wollte es als diesen unglaublichen Scheinwerfer, der die Herrlichkeit des Universums offenbart, wohin auch immer er zielt. Mein inoffizieller Name für das Emblem ist "Hubble erleuchtet den Kosmos".

The Space Review: Erzählen Sie mir etwas über das STS-400-Teamabzeichen.

Okuda: Paul Dye, der leitende Flugdirektor der Rettungsmission, wollte ein inoffizielles Weltraum-Rettungslogo für sein Team. Logischerweise will niemand dieses in einem offiziellen Flug sehen, aber er hatte Anfragen für ein Emblem bekommen. Ich vermute, in erster Linie für Aktendeckel und PowerPoint-Präsentationen, nur für den internen Gebrauch. Es stellte sich heraus, dass Paul einen Hintergrund als Feuerwehrmann hat, daher gefiel ihm die Idee des quadratischen Kreuzes, das an die Tradition der Notfallrettung und Erstversorger erinnert.

The Space Review: Als jemand, der wahrscheinlich eine Menge von Missionsemblemen gesehen hat, welches mögen Sie am meisten und warum?

Okuda: Apollo 11 ist mein absoluter Favorit. Amerika fliegt in Frieden für die ganze Menschheit auf den Mond. Das ist es, aber es ist alles wichtig an dieser Mission. Es ist möglicherweise das am schönsten und kraftvollsten designte Missionsemblem überhaupt.

The Space Review: Sie haben Recht, es ist ein großartiges Design. Ich bin auch ein Fan von Apollo 13, vor allem seit ich von dem Gemälde erfahren habe, von dem es inspiriert wurde.

The Space Review: Was sind Ihre Hobbys?

Okuda: Letztens habe ich die Fotografie wiederentdeckt. Das Auftauchen der digitalen Kameras hat dieses Feld für mich geöffnet, weil ich jetzt nicht mehr für jeden Klick auf den Auslöser zahlen muss. Das gibt einem enorme Freiheit, Dinge auszuprobieren, die man nicht tun würde, wenn man für den Film und die Entwicklung zahlen müsste. Aus "schlechten" Fotos lernt man immer etwas und manchmal entdeckt man etwas Wundervolles.

The Space Review: Ich mache das auch. Das Problem ist, dass ich irgendwann 100 fast identische Fotos habe und dann versuche herauszufinden, welches davon die beste Belichtung hat. Was schauen Sie gern im Fernsehen? Was schätzen Sie? Was macht Ihnen Spaß?

Okuda: Meine aktuellen Favoriten sind "Mad Men", "Boston Legal", "Lost", "Battlestar Galactica" (die neue Serie) und "Sunrise Earth". Ich habe gerade "Firefly" auf DVD zu Ende angesehen, das ist großartiger Stoff! "Fringe" sieht vielversprechend aus. Meine immerwährenden Favoriten sind die originale "Star Trek"-Serie, "From the Earth to the Moon", "The West Wing" und "M*A*S*H". Und die "Muppet Show".

The Space Review: Wer ist Ihr Lieblingsmuppet?

Okuda: Auf jeden Fall Gonzo, der Große!

The Space Review: Was wäre Ihr Traumjob?

Okuda: Als Gonzos Zweitbesetzung zu arbeiten.

The Space Review: Sie wissen schon, dass er auf Hühner steht, nicht wahr? Was tun Sie zurzeit?

Okuda: Einige Dinge: Denise und ich sind gerade dabei, die Nachbearbeitung der visuellen Effekte für die HD-Remastered-Version der originalen "Star Trek"-Serie vorzunehmen. Wir machen einige Grafiken für einen Warner Film mit dem Titel "Der Informant" (mit Matt Damon und Scott Bakula). Ich mache das Titeldesign für eine Dokumentation und arbeite zurzeit an einigen Logos für verschiedene Abteilungen des JSC und an einigen neuen Emblemen für die Constellation-Gruppe. Wir sind gerade damit fertig, bei einem Kurzfilm für das Justizministerium auszuhelfen und wir haben noch ein bisschen Arbeit für CBS, die wir machen. Und wir versuchen wirklich, wirklich intensiv, nach Florida zu fahren und den Start von STS-125 zu sehen!

The Space Review: Von den 70ern bis in die frühen 90er nutzte die NASA das "Wurm"-Logo. Ich glaube nicht, dass es so bekannt war, aber es war grafisch markant und es war anders als andere Regierungslogos. Heute erlaubt die NASA nur noch den öffentlichen Gebrauch des "Fleischbällchen"-Logos. Ärgert Sie das?

Okuda: Nun, natürlich gefällt es mir, eins meiner Logos auf der Seite einer Rakete oder eines Raumschiffes zu sehen. Gleichzeitig respektiere ich den Grundsatz der NASA, dass das "Fleischbällchen"-Logo die grafische Identität der Raumfahrtbehörde ist. Der NASA-Fleischball ist eine der am besten erkennbaren Handelsmarken in der amerikanischen Kultur und sein konsequenter Gebrauch kommt dem ganzen Raumfahrtprogramm zugute. Nichtsdestotrotz denke ich, dass sekundäre und tertiäre Embleme mächtige teambildende Instrumente sein können und ich glaube, dass sie so genutzt werden können, dass sie die Stärke des Fleischbällchen-Logos als das primäre Erkennungsmerkmal der NASA unterstützen.

Embleme sind ein wichtiger Teil der NASA-Kultur. Jeder, den ich bei der NASA getroffen habe, und jeder Subunternehmer ist stolz, ein Teil des Raumfahrtprogramms zu sein und sie sind immer ganz besonders stolz auf ihre spezielle Mitwirkung an der gesamten Sache. Programm- und Missionsembleme helfen, diesen Stolz zu fokussieren und helfen, die Zielstrebigkeit jeder Gruppe zu erhalten.

The Space Review: Die Embleme und Logos und die Bekleidung sind sicherlich ein Mittel, um eine Gruppe zusammenzuhalten, um sich vom Rest zu unterscheiden. Aber es ist schon verrückt - wenn man ein Poloshirt mit dem Missionsemblem darauf in der Öffentlichkeit trägt, ist der ganze Zusammenhang weg und die Leute denken, man sei verrückt.

Okuda: Da haben Sie vielleicht Recht, was Poloshirts mit Missions- oder Projektemblemen angeht, aber wen juckt es? Außerdem, warum sollte mein Altair-Shirt verrückter sein als der Typ mit der Green-Bay-Packers-Jacke?

The Space Review: Es ist natürlich der Kontext. Und der Fakt, dass wir Freaks sind. Ein fetter Typ in einer Green-Bay-Packers-Jacke sieht sich selbst als Sportskanone, auch wenn seine anstrengendste Übung darin besteht, ein Bier zu heben. Aber ein Poloshirt mit einem Raumfahrtmissionslogo, außerhalb der Umgebung von Houston oder JPL ist mehr als eine Einladung für jemanden, deine Bücher auf den Boden zu werfen. Das sagt aus, dass wir Freaks Roboter bauen können, die den Planeten übernehmen und die Menschheit versklaven werden, so dass wir unsere Rache schon bekommen werden. Sprechen Sie darüber, welche Rolle Sie beim Vorschlag des Namens Altair für den Mondlandungsroboter hatten.

Okuda: Sehr früh im LSAM [Anm. d. Red.: Lunar Surface Access Module]-Programm lud Jeff Hanley zahlreiche Leute aus seiner Gruppe, aber auch von außen ein, um Vorschläge für den Namen des Gerätes zu sammeln. Ich schrieb einige Seiten mit Ideen und Notizen voll. Kurz bevor ich es abschicken konnte, steckte ich meinen Kopf in den Nebenraum und fragte Denise, ob sie noch etwas hinzufügen wolle. "Altair", sagte sie spontan. "Aus 'Alarm im Weltall'", fügte sie hinzu. Altair heißt übrigens auch "Der Fliegende" und ist ein Stern in der Konstellation Aquila, dem Adler.

Ich fand das ziemlich cool und fügte es hinzu. Viele Monate vergingen und wir hörten nichts. Selbst als ich gefragt wurde, ob ich das Programmemblem machen will, war schon eine Menge Zeit vergangen und sie hatten immer noch keinen endgültigen Namen. Eine Zeitlang sah es so aus, als würde es "Pegasus" werden. Wie auch immer, als sie schließlich den Namen bekanntgaben, waren wir beide total überrascht. Wir sind sicher, dass noch andere "Altair" vorgeschlagen haben, aber so wie ich das sehe, hat Denise den Mondlandungsroboter benannt!

The Space Review: Was ist am schwierigsten daran, Missionsabzeichen und Embleme zu erstellen?

Mike Okuda: Einmal braucht man Verständnis für die Ziele und die Parameter eines bestehenden Emblems, für den wichtigsten Einzelaspekt der Mission, und dann ist das Design des Projektabzeichens vielleicht noch durch die Anzahl der Elemente beschränkt. Je mehr Ideen man in einem Emblem umzusetzen versucht, umso geringer wird seine allgemeine Wirkung sein.

Ich versuche oft, den Kunden zu zeigen, dass eine geringere Anzahl sekundärer Elemente helfen kann, ihre Ziele zu unterstützen, indem sie ihre Identität stärkt. Natürlich ist eins der vorrangigsten Design-Ziele, dass das Team fühlen muss, dass das Emblem sie repräsentiert. Ein NASA-Team-Emblem ist anders als ein Logo für eine Corporate Identity, weil das wichtigste Publikum üblicherweise die Teammitglieder sind und die generelle Öffentlichkeit eher ein sekundäres Publikum ist. Wenn dann das Team also ein weiteres Element oder zwei möchte, versuche ich das, so gut es geht, umzusetzen.

The Space Review: Und wie designen Sie diese Dinge? Arbeiten Sie mit Stift und Papier oder beginnen Sie mit dem Computer? Welche Ausrüstung und welche Software benutzen Sie?

Okuda: Ich beginne üblicherweise mit einigen Bleistiftskizzen. Freihandskizzen befreien dich von den Vorgaben, die man durch die Möglichkeiten einer gegebenen Software bekommt. Wenn die Zeit knapp wird, überspringe ich die Bleistift-Phase manchmal und beginne sofort in Adobe Illustrator zu skizzieren. Ein Vorteil dabei, digital zu arbeiten ist, dass es so einfach ist, Variationen zu schaffen, und es ist einfach, rasch mal eine Website mit den Zeichnungen zu erstellen, so dass die Kunden sie sehen können, auch wenn sie über das ganze Land verteilt sind. Zusätzlich zu Illustrator verwende ich Photoshop sehr oft. Und Adobe After Effects für Filmgrafiken. Meistens arbeite ich mit meinem Macintosh G5 oder meinem MacBook Pro Intel Laptop.

The Space Review: Was war das einfachste Abzeichen, das Sie je gemacht haben?

Okuda: Ohne Frage das Ares-Emblem. Schon früh sagte mir Jeff Hanley, dass er möchte, dass alle Embleme des Constellation-Programms einige Gemeinsamkeiten haben, so dass man erkennt, dass sie derselben Familie angehören. Ich erstellte einen Schwung Zeichnungen, die einige verschiedene Embleme zeigten, von denen jedes ein abgerundetes Dreieck im Hintergrund hatte. Sie dienten nur zur Anschauung, wie ein paar Grundelemente verschiedene Embleme zu einer optischen Familie vereinen können.

Ich verwendete einige der möglichen Namen für CEV und CLV, die zu der Zeit herumschwirrten. Einer dieser Namen war Ares, für die Trägerrakete. Ursprünglich sollte ich ein Logo für die Trägerrakete des Programms machen, aber dann kam auch noch das Logo für den CEV, der Orion genannt wurde, ins Spiel. Ich sprang natürlich auf den Zug auf. Gegen Ende des Orion-Designprozesses bekam ich eine E-Mail, in der ich nach dem Entwurf für das Ares-Logo gefragt wurde. Ich nahm an, dass dies bedeuten musste, dass irgendjemand anders Ares gemacht haben musste, während ich an Orion gearbeitet hatte. Erst als das Ares-Logo auf der NASA-Website gezeigt wurde, erkannte ich, dass sie meinen allerersten Entwurf verwendet hatten. Dies war ohne Frage das einfachste Logo, das ich je gemacht habe.

The Space Review: Wer inspiriert Sie als Grafiker?

Okuda: Einer der einflussreichsten Grafikdesigner Amerikas war der verstorbene Saul Bass, der einer der Künstler war, die das entwickelt haben, was wir heute als Corporate Identity kennen. Bass spielte nur eine untergeordnete Rolle dabei, eine wirklich gute Sache zu entwickeln. Bass war federführend darin, mit grafischen Mitteln bestimmte Ideen zu transportieren. Die Designarbeit muss von dem Wissen geleitet werden, dass die Grafik dazu da ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Ich versuche, mich von dieser Arbeitsmoral leiten zu lassen.

The Space Review: Ich kenne Bass nicht, aber das klingt für mich nicht wirklich nach einem bestimmten Stil. Einige Künstler - Bob McCall kommt mir da spontan in den Sinn - haben einen klaren Stil. McCall malte niemals einen schwarzen Sternenhimmel. Er verwendete viel helles Blau, Pastelltöne und Sterne. Aber natürlich bin ich nicht sicher, wie McCalls Herangehensweise bei der Arbeit an einem Abzeichen war, von denen er mehr als eins gemacht hat (McCall hat die STS-1- und STS-71-Embleme gemacht). Was denken Sie darüber? Haben Sie einen Stil für Ihre Arbeit? Oder ist jeder Job anders?

Okuda: Ich bin mir bewusst, dass meine NASA-Embleme einen ähnlichen Stil haben, aber viel davon ist einfach nur das Ergebnis des Versuchs, ähnliche Elemente in einem ähnlichen Zusammenhang zu benutzen. Ich finde, McCalls Emblem für STS-1 war sehr wirkungsvoll für ein Emblem. STS-71, der eher malerisch war, war es weniger, auch wenn es ein wirklich schönes Stück ist.

The Space Review: Sie haben absolut Recht, was das STS-71-Emblem betrifft. Es ist schön anzusehen, auch wenn es in gewisser Weise optisch nicht so wirkungsvoll ist. Manchmal kann etwas Einfaches tatsächlich wirksamer sein.

Blitzrunde

The Space Review: Wenn Sie eine Superkraft hätten, welche würde das sein?

Okuda: Die Fähigkeit, die Verkehrsampeln zu schalten.

The Space Review: Lieblingsbuch?

Okuda: "A Wrinkle in Time" (Anm. d. Übers.: "Gefangene der Zeit").

The Space Review: OS X or Vista?

Okuda: Ich warte auf HAL, vorausgesetzt, sie können es debuggen, so dass es nicht weiterhin die User umbringt.

The Space Review: Was lesen Sie gerade?

Okuda: "Infinite Loop" von Michael Malone.

The Space Review: Lieblingsfilm?

Okuda: "2001: Odyssee im Weltraum". Entweder das, oder die "Blues Brothers".

The Space Review: Wenn Sie irgendein Tier auf der Welt sein könnten, welches wären Sie dann?

Okuda: Ein tasmanischer Teufel.

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(re - 04.08.09 - Quelle: TheSpaceReview.com)

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