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Henning Koonert (hk) Michael Okuda Producer, wissenschaftlicher Berater & künstlerischer Leiter Als künstlerischer Leiter prägte Michael Okuda das Aussehen von vier Trek-Serien. Als technischer Berater wachte er dazu über die Einhaltung von Trek-Technik und -Chronologie. Michael Hideo Okuda kam als Sohn eines amerikanischen Soldaten im japanischen Tokio auf de Welt, wo sein Vater zu der Zeit stationiert war. Später zog die Familie Okuda nach Kalifornien um und dann zurück nach Hawaii, wo Michael den größten Teil seiner Kindheit verbrachte.
Der Name Okuda ist seit Mitte der 80er-Jahre eng mit dem Aussehen von "Star Trek" verknüpft. Seine erste Arbeit in der Filmindustrie lieferte er 1986 für "Star Trek IV" ab, wo er einige Computeranzeigen auf der Brücke der Enterprise-A entwarf. Diese Entwürfe brachten ihm im folgenden Jahr eine Anstellung als Scenic Art Consultant bei der neuen Trek-Serie "The Next Generation" ein. Als solcher entwarf er Details von Requisiten und Kulissen. Mit Beginn der dritten Staffel der Serie wurde Okuda zum künstlerischen Leiter der Serie befördert. Zu seinem Verantwortungsbereich gehörte fortan das Aussehen von außerirdischen Schriftbildern, Anzeigen auf Computerbildschirmen, von sonstigen Abbildungen und den grafischen Details bestimmter Requisiten. An den während seiner Zeit bei "The Next Generation" produzierten Kinofilmen mit der Classic-Crew war Okuda ebenfalls beteiligt. Als Scenic Artist arbeitete er 1989 an "Star Trek V" mit, 1991 war er für das grafische Design in "Star Trek VI" verantwortlich. Einen hohen Wiedererkennungswert hat zum Beispiel die von Okuda erschaffene grafische Benutzeroberfläche des LCARS-Systems, die in den modernen Trek-Serien seit TNG häufig auf dem Bildschirm zu sehen war. Designelemente in seinem charakteristischen Grafikstil erhielten mit der Zeit den Namen Okudagramme. Bei seinen Grafiken für den Fernsehbildschirm erlaubte Okuda sich in Texten, die zu klein oder zu kurz im Bild waren, um auf dem Bildschirm leserlich zu sein, hin und wieder Scherze. So fügte er zum Beispiel als großer Fan von "M*A*S*H" und "Gilligans Insel" Hinweise auf die Serien in seine Grafiken ein.
Als mit "Deep Space Nine" 1993 die nächste "Star Trek"-Serie auf den Bildschirm kam, hatte man Okuda auch hier als künstlerischen Leiter engagiert. Eine Kontinuität im Aussehen des Trek-Universums war somit gewährleistet, umso mehr als Okuda zwei Jahre später die entsprechende Position auch für "Star Trek: Voyager" erhielt. Als man dann mit "Enterprise" das 22. Jahrhundert näher erforschen wollte, griff man erneut auf Mike Okuda zurück, der als künstlerischer Leiter während aller vier Staffeln auch das Aussehen dieser neuen Trek-Ära entscheidend prägte. Seine Entwürfe brachten Okuda bisher drei Emmy-Nominierungen in der Kategorie "Best Visual Effects" ein. Da das Trek-Universum mit der stetig zunehmenden Anzahl an Folgen beständig komplexer wurde, diente Okuda den Drehbuchautoren ab 1990, also ab der dritten TNG-Staffel, auch als technischer Berater. Seine Aufgabe, die er sich mit Rick Sternbach teilte, war es sicherzustellen, dass die in der Trek-Fiktion etablierten technischen Begriffe korrekt verwendet wurden. Auch Begriffe für das von vielen Schauspielern gefürchtete Technobabble dachte Okuda sich aus. Dazu überwachte er die "Star Trek"-Zeitlinie und stellte sicher, dass neue Entwicklungen sich in den bestehenden Kanon einfügten und dass Referenzen an zuvor Erwähntes korrekt waren. Diese Funktion erfüllte Okuda auch in den folgenden Serien "Deep Space Nine", "Voyager" und "Enterprise" sowie den Kinofilmen "Der erste Kontakt" und "Der Aufstand". Somit hat Mike Okuda bis zum Jahr 2005 insgesamt knapp 25 Jahre "Star Trek"-Geschichte überwacht. Das gesammelte Faktenwissen bildete die Grundlage für eine Reihe von Sachbüchern und Nachschlagewerken, die Michael Okuda als Co-Autor mitgeschrieben hat. Dazu zählen "Die Technik der U.S.S. Enterprise" (gemeinsam mit Rick Sternbach), "Die offizielle Star Trek Enzyklopädie" und "Die offizielle Star Trek Chronologie" (beide gemeinsam mit seiner Frau Denise Okuda) sowie das "Star Trek"-Sticker-Buch (mit Denise Okuda und Doug Drexler). Außerdem schrieb Okuda die Texte zum Bildband "Ships of the Line". Nach der Absetzung von "Enterprise" engagierte CBS Mike Okuda gemeinsam mit seiner Frau Denise und dem ehemaligen "Enterprise"-Produktionsmitarbeiter Dave Rossi als Produzenten für ein ehrgeiziges Projekt: Die inzwischen längst veraltet wirkenden Spezialeffekte der Classic-Serie sollten durch neue ersetzt und die Serie so eher auf die Höhe der Zeit gebracht werden. Im August 2006 wurde das Vorhaben veröffentlicht und bis zum April 2008 hatte das Team alle 79 Folgen der Serie und den ursprünglichen Pilotfilm "Der Käfig" ("The Cage") nachbearbeitet. Im nachbearbeiteten Teil 1 der Folge "Talos IV- Tabu" kann man Mike Okuda als Wissenschaftsoffizier in einer überarbeiteten Landschaftsaufnahme erkennen, wenn man genau hinsieht.
Zu Okudas Arbeiten jenseits von "Star Trek" zählen Grafiken für die Serien "Der rote Blitz", "Red Dwarf", "Seven Days - Das Tor zur Zeit", "Die Maske", "Maggie", "Nemesis - Der Angriff" und "The West Wing". Bei letzter entwarf Okuda zum Beispiel Aufkleber für Jed Bartlets Kampagne und schmuggelte im Eröffnungszweiteiler zur vierten Staffel neben echten Kriegsschiffen der Vereinigten Staaten auch die Botany Bay mit auf eine Liste. Beim Film "Flug durch die Hölle" (1991) arbeitete er an den visuellen Effekten mit, beim Fernsehfilm "Starship Osiris" (1998) war er als Grafik-Berater dabei. Auch lieferte er das grafische Design zum Thriller "The Informant" (2009), in dem neben Matt Damon auch Scott Bakula zu sehen ist. Okuda hat nicht nur für Film und Fernsehen Designs entworfen, sondern auch für die NASA. Dazu gehören Logos für die Mission STS-125 mit dem Spaceshuttle Atlantis zur Reparatur des Hubble-Weltraumteleskops und der STS-400, der Rettungsmission, die erfolgt wäre, hätten sich bei STS-125 Probleme eingestellt. Zu weiteren NASA-Logos, die von Okuda stammen, zählen die der Entwicklungstestflüge Ares I-X und aus dem Constellation-Programm die Logos zum Ares-Rakete, der Altair-Mondlandefähre und dem Raumschiff Orion, das einmal Astronauten zur Internationalen Raumstation und wieder zum Mond bringen soll. Eine von ihm entworfene Gedenkplakette an die im Einsatz umgekommenen Astronauten von Apollo 1, Challenger und Columbia ziert das Missionskontrollzentrum der NASA in Houston. Für seinen Beitrag zur Gestaltung des Weltraumprogramms wurde Okuda im Juli 2009 von der NASA mit der Public Service Medal ausgezeichnet. Gemeinsam mit seiner Frau Denise und den zwei Hunden Molly und Tranya lebt Michael Okuda in Los Angeles. Produzent Michael Okuda Classic-Serie
Designer Michael Okuda Kinofilme
The Next Generation
Deep Space Nine
Voyager
Enterprise
Wissenschaftlicher Berater Michael Okuda The Next Generation
Kinofilme
Deep Space Nine
Voyager
Enterprise
(hk - 13.07.09) Weiterführende Links
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