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Michael Müller (mm)13.07.00

Rick Berman

Serienschöpfer, Produzent & Drehbuchautor

Mit dem Start der "Next Generation" kam Rick Berman zu "Star Trek". Von Gene Roddenberry zum Nachfolger erkoren, erschuf er drei weitere Serien und vier Kinofilme.

Richard Keith Berman, so sein bürgerlicher Name, wurde am 25. Dezember 1945 in New York geboren. Dort wuchs er auch auf und besuchte später die Universität von Wisconsin-Madison, wo er sein Sprachstudium 1967 mit einem Bachelor of Arts erfolgreich abschloss. In den 70er-Jahren stieg er als Dokumentarfilmer in die Filmbranche ein und bereiste in dieser Zeit über 90 Länder.

"Star Trek"-Produzent Rick Berman
1977 landete er seinen ersten Produzentenjob bei der PBS-Kinderserie "Big Blue Marbel". Fünf Jahre lang produzierte er die Serie, die in dieser Zeit den Emmy in der Kategorie "Outstanding Children's Series" gewann. Im März 1980 heirateten Rick Berman und seine Frau Elizabeth. Nachdem er "The Big Blue Marble" 1982 verlassen hatte, arbeitete Berman zwei Jahre lang als freischaffender Produzent unter anderem an den Sendungen "What on Earth" für HBO und "The Primal Mind" für PBS.

1984 wurde Berman von Paramount als Leiter der laufenden Programmierung verpflichtet, eine Funktion, in der er Serien wie "Webster", "Familienbande" und "Cheers" überwachte. Schon nach kurzer Zeit wurde er zum Leiter der Drama-Serien-Programmierung befördert, fortan gehörte auch die Hitserie "MacGyver" zu seinem Einflussbereich. 1986 machte man ihn zum stellvertretenden Abteilungsleiter fürs Langformat und besondere Projekte beim Paramount Television Network, was die Aufsicht über Fernsehfilme und Miniserien mit sich brachte.

1987 wurde Rick Berman zusammen mit Maurice Hurley als Vertreter des Produktionsstudios von Gene Roddenberry ausgewählt, um die neue "Star Trek"-Serie "The Next Generation" zu verwirklichen. Berman, der ins Casting für die Serie involviert war, setzte sich - am Ende erfolgreich - für die Verpflichtung von Patrick Stewart als Hauptdarsteller ein. Als die Serie in Produktion ging, teilte sich Berman zunächst die Aufgabe des überwachenden Produzenten mit Robert Justman. Als dieser gegen Ende der ersten Staffel kürzertrat, wurde Berman zum Co-Executive Producer befördert. Zum Start der dritten Staffel von "The Next Generation" erhielt Berman den Job als Executive Producer an der Seite von Gene Roddenberry, dessen sich verschlechternde Gesundheit es erforderte, dass Berman sich stärker um das Tagesgeschäft kümmerte. In der vierten Staffel schrieb Rick Berman mit "Die ungleichen Brüder" sein erstes Drehbuch für "Star Trek".

Nach Roddenberrys Tod 1991 wurde er sein Nachfolger und alleiniger Executive Producer der Serie. Berman, der nun für alle Facetten der Produktion von "Star Trek" Verantwortung trug, sah seine Rolle darin, Gene Roddenberrys Vision behutsam auszudeuten und frisch zu halten, dabei aber ihren Grundfesten treu zu bleiben. Beim Zulassen und Überarbeiten von Story-Ideen bezog er sich regelmäßig darauf, was Roddenberry seiner Meinung nach getan hätte. Neben der Überwachung der TNG-Produktion entwickelte Berman gemeinsam mit Michael Piller die Storys zur Folge "Fähnrich Ro" und dem Zweiteiler "Wiedervereinigung" aus der fünften Staffel. Für "Der zeitreisende Historiker" schrieb er das Drehbuch.

1992, während der vorletzten TNG-Staffel, kreierte Berman zusammen mit Michael Piller "Deep Space Nine", die erste "Star Trek"-Serie, die Berman erdachte und gleichzeitig die erste, die nicht von Gene Roddenberry geschaffen wurde. Mit Piller schrieb er auch die Story zum Pilotfilm "Der Abgesandte", der im Januar 1993 erstausgestrahlt wurde. 1994 dachten sie sich auch die Geschichte zum Zweiteiler "Der Maquis" aus, der in die Thematik der vierten Trek-Serie einführen sollte.

Rick Berman (rechts) auf dem Set, mit Michael Piller (links) und US-Präsident Ronald Reagan
Im Staffelfinale der Serie "Cheers", die Berman zu Beginn seines Engagements bei Paramount überwacht hatte, war er 1993 kurz als Kneipengast zu sehen. "The Next Generation", für die er neben "Deep Space Nine" zu der Zeit verantwortlich war, wurde für seine letzte Staffel in der Fernsehsaison 1993/94 als beste Drama-Serie für einen Emmy nominiert. Insgesamt war TNG 55 Mal für den Emmy nominiert und konnte die Trophäe 16 Mal mit nach Hause nehmen.

Schon kurz nach dem Ende der siebten und letzten TNG-Staffel begannen die Dreharbeiten zum ersten Kinofilm der "Next Generation", zu dem Berman gemeinsam mit Ron Moore und Brannon Braga die Story lieferte. Während Berman in der Fernsehabteilung von Paramount durch den Erfolg von TNG Ansehen genoss, musste er eine skeptische Filmabteilung erst noch von seinen Qualitäten überzeugen. "Treffen der Generationen" lief schließlich erfolgreich genug, um Berman den Produzentenjob bei weiteren Filmen zu sichern.

Während "The Next Generation" sich dem Ende näherte und der TNG-Kinofilm in Vorbereitung war, wurde Berman von Paramount mit der Entwicklung einer weiteren "Star Trek"-Serie beauftragt, die nach dem Ende von TNG parallel zu "Deep Space Nine" laufen sollte. Erneut holte Berman sich für diese Aufgabe Michael Piller an seine Seite, zusätzlich verpflichtete er die Produzentin Jeri Taylor. Das Kommando bei "Deep Space Nine" überließ Berman zu dieser Zeit weitgehend Ira Steven Behr.

Für die Serie, die "Voyager" werden sollte, beschloss man, das "Star Trek"-Konzept auf den Kopf zu stellen: Das Raumschiff der Serie, erstmals keine Enterprise, sollte auf eine Reise zurück nach Hause geschickt werden, statt immer tiefer in die unendlichen Weiten vorzudringen. Die drei Serienschöpfer dachten sich gemeinsam auch die Story zum Pilotfilm aus, der 1995 über die Fernsehschirme flackerte. Während der Serie war Berman neben der allgemeinen Aufsicht für einige Storys verantwortlich, so dachte er sich zum Beispiel die Geschichten zum Zweiteiler "Equinox", der Kes-Rückkehr "Voller Wut" und dem Serienfinale "Endspiel" aus.

Zwar konnten weder "Deep Space Nine" noch "Voyager" an den Zuschauer- und Kritikererfolg der "Next Generation" anschließen, beide wurden aber vom Fernsehstudio als Erfolge angesehen und mehrfach ausgezeichnet. DS9 konnte unter Bermans Leitung 33 Emmy-Nominierungen und vier Gewinne für sich verbuchen, "Voyager" kam auf 26 Nominierungen und fünf Gewinne.

Parallel zu beiden Serien produzierte Berman zwei weitere Kinofilme der "Next Generation": Sowohl bei "Der erste Kontakt" (1996) als auch bei "Der Aufstand" (1998) war er an der Story beteiligt. War "Der erste Kontakt" noch einer der erfolgreichsten "Star Trek"-Filme im Kino gewesen, lockte "Der Aufstand" zwei Jahre später deutlich weniger Zuschauer in die amerikanischen Kinos, und auch das Publikum für "Voyager" war inzwischen zusammengeschrumpft.

Dennoch entschied man sich bei Paramount dafür, nach der siebten "Voyager"-Staffel eine weitere Serie ins Rennen zu schicken. Gemeinsam mit Brannon Braga, dem er schon bei "Voyager" größere Verantwortung eingeräumt hatte, entwickelte Rick Berman dafür das kontroverseste seiner "Star Trek"-Konzepte. Mit "Enterprise" sollte es zurückgehen in die Zeit noch vor Kirk - eine Entscheidung, die bei den Fans gespalten aufgenommen wurde.

Rick Berman mit Brannon Braga
"Enterprise" begann 2001 mit soliden Quoten, verlor aber schnell eine Menge Zuschauer. Die Geschichten wurden nicht mehr als frisch empfunden, dazu störten sich einige Fans an Brüchen mit der lang aufgebauten und gepflegten Kontinuität des Trek-Universums. Dies fiel direkt auf Berman zurück, denn gemeinsam mit Brannon Braga schrieb er die Drehbücher oder Storys zu einem Großteil der Folgen aus der ersten und zweiten Staffel.

Kurz nachdem "Enterprise" auf Sendung ging, produzierte Rick Berman seinen vierten "Star Trek"-Kinofilm. Auch bei "Nemesis" hatte er die Story wieder mitentwickelt. Der Film erwies sich als Rohrkrepierer und erzielte das schlechteste Einspielergebnis, das ein "Star Trek"-Film jemals verbuchen musste. Das Kapitel der "Next Generation"-Kinofilme war somit beendet.

Bei "Enterprise" half auch ein Umsturz des Konzeptes hin zu einer eher seriellen Handlung in der dritten Staffel nicht mehr, um den Zuschauerrückgang zu stoppen. Nach einer Zitterpartie wurde die Serie für eine vierte Staffel verlängert, für die Rick Berman Manny Coto weitgehend freie Hand in der kreativen Entwicklung ließ, aber im Jahr 2005 folge dennoch das Aus für die Serie.

Rick Berman konzentrierte sich daraufhin auf die Entwicklung eines weiteren "Star Trek"-Kinofilms, der mit einer neuen Besetzung unabhängig von den vorherigen Serien und Filmen stehen sollte. Das Konzept sah vor, die Epoche zwischen "Enterprise" und der Classic-Serie abzudecken, ein Vorfahr James T. Kirks hätte im Mittelpunkt der Handlung im Krieg zwischen der Erde und den Romulanern gestanden. Mit dem Drehbuch des Films, der vorläufig unter dem Titel "Star Trek: The Beginning" lief, betraute man Erik Jendresen.

Nach einem Führungswechsel in der Chefetage von Paramount wurde das Projekt jedoch im Frühjahr 2006 auf Eis gelegt. Wenig später machte Rick Berman in einem Interview deutlich, dass man "Star Trek" seiner Meinung nach irgendwann mit frischen Köpfen wiederbeleben werde. Für ihn sei das Kapitel der "Star Trek"-Produktion wohl beendet.

Noch bis zum Ende des Jahres 2006 behielt Rick Berman sein Büro auf dem Paramount-Gelände, neue von ihm entwickelte Serienkonzepte wurden aber nicht angenommen. Seine Erinnerungen an 18 Jahre "Star Trek" will Rick Berman in einem Buch veröffentlichen. Mit der Arbeit daran hat der Produzent begonnen, ein Erscheinungstermin steht aber noch nicht fest.

Serienschöpfer Rick Berman

  • "Deep Space Nine"
  • "Voyager"
  • "Enterprise"

Produzent Rick Berman

The Next Generation

  • Supervising Producer (Staffel 1)
  • Co-Executive Producer (Staffeln 1 und 2)
  • Executive Producer (Staffeln 3 bis 7)

Kinofilme

  • Producer ("Treffen der Generationen", "Der erste Kontakt", "Der Aufstand", "Nemesis")

Deep Space Nine

  • Executive Producer (alle 176 Folgen)

Voyager

  • Executive Producer (alle 172 Folgen)

Enterprise

  • Executive Producer (alle 95 Folgen)

Episoden mit Drehbuch oder Story von Rick Berman

The Next Generation

  • 4.03 "Die ungleichen Brüder" ("Brothers")
  • 5.03 "Fähnrich Ro" ("Ensign Ro")
  • 5.07 "Wiedervereinigung, Teil 1" ("Unification, Part 1")
  • 5.07 "Wiedervereinigung, Teil 2" ("Unification, Part 2")
  • 5.09 "Der zeitreisende Historiker" ("A Matter of Time")

Kinofilme

  • "Treffen der Generationen"
  • "Der erste Kontakt"
  • "Der Aufstand"
  • "Nemesis"

Deep Space Nine

  • 1.01/1.02 "Der Abgesandte" ("Emissary")
  • 2.20 "Der Maquis, Teil 1" ("The Maquis, Part 1")
  • 2.21 "Der Maquis, Teil 2" ("The Maquis, Part 2")

Voyager

  • 1.01/1.02 "Der Fürsorger" ("Caretaker")
  • 4.26 "In Furcht und Hoffnung" ("Hope and Fear")
  • 5.06 "Temporale Paradoxie" ("Timeless")
  • 5.20 "Die Denkfabrik" ("Think Tank")
  • 5.26 "Equinox, Teil 1" ("Equinox, Part 1")
  • 6.01 "Equinox, Teil 2" ("Equinox, Part 2")
  • 6.23 "Voller Wut" ("Fury")
  • 7.25/7.26 "Endspiel" ("Endgame")

Enterprise

(mm - 19.01.11)

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