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Raphael Kallensee (rk) Den TNG-Filmen fehlte der Mut Warum laut Ron Moore die Classic-Filme die besseren sind Im Gespräch mit Fandom.com hinterfragt der "Star Trek"-Autor kritisch die von ihm mitgeschriebenen "Next Generation"-Filme und vergleicht sie mit denen der Classic-Crew. Cameos aus anderen Serien allein können die Filme nicht verbessern, meint Moore. Wenn wir zu den "Next Generation"-Filmen übergehen, ist Ronald D. Moore sehr ehrlich bezüglich seinen Erfolgen und Fehlern. Er schrieb die ersten zwei Filme zusammen mit Brannon Braga; Michael Piller schrieb den dritten. Moore sagt: "Ich bin zu dieser späten Zeit mehr als willig zu akzeptieren, dass unser Einflussbereich unser Vermögen bei 'Treffen der Generationen' überstieg. Es war eine sehr schwierige Zeit, als wir den Film produziert haben. Das Ende der Serie war eine große, psychologische Sache, die jedem durch den Kopf ging. Der Übergang zu den Filmen war für niemanden einfach. Es war für Brannon [Braga] und mich nicht einfach, das Drehbuch zu schreiben. Auch für Rick [Berman] war es nicht einfach, den Film zu produzieren. Außerdem war es noch für die Schauspieler schwer, von der Serie direkt zum Film überzugehen. Die letzten drei Filme gingen auf diese kleine Reise."
"Danach machte 'Der erste Kontakt' eine sehr gute Figur. Es wirkt als ein struktureller Teil des Filmemachens. Es wirkt sehr technisch. Es trifft genau die richtigen Punkte, es hat mehr Humor, es steckt eine gute Story dahinter. Aber was sagt es wirklich aus? Lädt es einen wirklich als Zuschauer ein? Gibt es wirklich zu irgendeinem Thema seine Meinung ab, hat es irgendeinen größeren Sinn? Gibt es irgendein Thema, das der Film angesprochen hat, wenn man aus dem Kino geht? Es fühlt sich so an, als hätte man eine gute Fahrt hinter sich, eine tolle Achterbahnfahrt. Es macht Spaß, es ist abenteuerlich, lasst uns das noch einmal machen. Es fühlt sich an wie der Erfolg von der Fahrt, das ist alles, was daraus geworden ist." "Ich weiß nicht, wovon 'Der Aufstand' handelt. Er ist ein Film, der einem sagt, 'Dies handelt von irgendetwas. Wir erforschen ein interessantes Thema.' Aber was nun das wichtige Thema ist, ist irgendwie unklar. Die Quelle der Jugend, Unsterblichkeit, irgendetwas über die Leute, die den Ort verlassen haben, aber wieder zurückgekehrt sind, Kinder und Eltern, Bürokratie und Verschwörungen. Ich denke, Michael [Piller] war dazu gezwungen, das Skript so weiterzuschreiben, wie es war. Michael hat eine unglaubliche Leidenschaft dafür, was er gerade tut. Michael glaubt, wenn er Storys schreibt, dass es wirklich eine gute Sache wird. Wenn Michael ein Skript schreibt, will er wirklich etwas aussagen, irgendetwas entdecken. Ich weiß, dass Michael am Anfang der Arbeiten wirklich leidenschaftlich war. Er wollte wirklich, dass das ein richtig guter Film wird. Er wollte die Zuschauer bewegen, sie überraschen und sie wie beim Film 'Treffen der Generationen' aus dem Kino gehen lassen, so dass sie sagen, 'Super, sowas hätte ich von einem 'Star Trek'-Film nicht erwartet.'" "Aber Stück für Stück stirbt man an tausenden Schnitten. Michael musste andauernd umschreiben, zurückgehen und Elemente herausnehmen, bis zu dem Punkt, dass Picard die Frau nicht geküsst hat. In dem Film herrscht eine Leere. Es ist ein Popcorn-Film. Das ist es, was wir gemacht haben. Ich wollte einen guten Film machen, er sollte gut aufgenommen werden und er sollte Geld einbringen. Ich wollte darauf stolz sein und ich bin stolz darauf. Trotzdem ist es Popcorn. Und ich glaube, nur von Popcorn kann man nicht leben. Ganz besonders 'Star Trek' muss mehr als das sein."
"Eine andere Sache war 'Star Trek V'. Er hatte keine besonderen Ambitionen, eine wirkliche Episode zu sein, man versuchte, irgendetwas mit Gott zu machen. Es war wirklich planlos, bloß eine weitere 'Ronald D. Moore mit Patrick Stewart auf dem 'Treffen der Generationen'-Set, Copyright 1994 Elliot Marks'-Episode. 'Star Trek VI' versuchte, das Ende des Kalten Krieges zu sein, also ging es ein bisschen weiter als der vorhergehende Film. Heute spürt man keinen Willen, auf solche Sachen einzugehen. Sie versuchen nicht mehr, loszugehen und etwas wirklich Interessantes zu machen, etwas, das die Zuschauer herausfordert. Es ist alles, dass sie an den Zuschauern hängen, nicht von ihnen loslassen und mit ihnen geschützt sind. Keiner will sie verwirren. Keiner spricht alte Episoden an, weil die Zuschauer sie ja nicht kennen könnten. Sie hängen an den Zuschauern, anstatt irgendwie mutig zu sein und Risiken einzugehen." "Irgendwann könnte man aufs Gesicht fallen, man könnte eine Story nehmen, die zu hoch für einen ist, wie es möglicherweise bei 'Treffen der Generationen' war, aber das ist eben das Risiko, das man eingeht. Man ist Geschichtenerzähler. Wenn man kein Risiko mit 'Star Trek' eingehen kann, wobei es dort das größte, geschützteste Franchise von allen Science-Fiction-Serien gibt ('Star Wars' ausgenommen), wo kann man dann ein Risiko eingehen?" Was ist mit der Zukunft, Ron Moore? "Die Filme müssen zurückkehren zu etwas Signifikantem. Es muss wieder einen Grund geben, diese Filme zu machen. Als man 'Star Trek: Der Film' gemacht hat, war es der erste 'Star Trek'-Film. Das allein ist ein Grund, ihn zu machen. Der zweite Film ging in eine andere Richtung. Es ist ein Glücksspiel. Er lässt die Charaktere nicht nur alt aussehen, sondern sie werden wirklich alt. Man tötet Spock. Das nächste Mal lässt man die Enterprise explodieren, man nimmt ihnen das Schiff weg. Sie gehen Risiken ein, sie engagierten sich, aber dennoch bekommen sie kein höheres Budget. Es sieht so aus, als ob das die Filme sind." "In 'Treffen der Generationen' nahmen wir ihnen das Schiff weg. Man hätte die Filme mit einem anderen Ziel gemacht haben können. Wir entschieden aber, das nicht zu tun, weil wir ein solides Stück Abenteuer brauchten. Zu der Zeit glaubte ich das. Es ist schwer zu sagen, dass das eine falsche Entscheidung war. Ich glaube, es musste sein, dass wir ihnen ein Schiff gegeben haben, das wir geprüft haben, ob das Franchise lebensfähig ist, dass es Spaß macht, dass man zuhört, es funktionierte. Aber die Auswahl bei 'Der Aufstand' ist schwerer zu verstehen. Jetzt ist es einfach eine andere Geschichte. 'Der erste Kontakt' ist ebenfalls eine andere Geschichte, eine Sache, die wir eigentlich auch in der Serie hätten machen können, es fehlte nur das Geld. Nichts hätte ausgeschlossen, dass wir es als eine weitere Episode von 'The Next Generation' gemacht hätten. Es ist nur eine große Zeitreisegeschichte mit den Borg als Verbrechern und Picard, der Dämonen aus seiner Vergangenheit begegnet. Es ist eine gute Episode, sie ist großartig und sie funktioniert gut auf der Leinwand. 'Der Aufstand' ist auch eine einfache Episode."
Moore lacht. "Warum zum Teufel bleiben sie alle auf demselben Schiff? Gibt es andere Gründe, außer das Budget? Riker kann nur weiterhin sagen, 'Ich will der beste stellvertretende Captain sein.', soweit, bevor es ein wenig lächerlich wird. Worf ging zu 'Star Trek: Deep Space Nine', also ging er weg [von der Enterprise] und machte etwas anderes. Aber Troi, Riker, Data und Geordi; wollen sie wirklich für immer auf dieser Brücke sitzen? Die Filme könnten auf einem höheren Niveau gedreht werden, weil sie wirklich das Potenzial dazu hätten, außerdem haben sie genug Geld dazu und sie können wirklich versuchen, etwas anderes zu sagen. Es gab schon viele Episoden. Du willst 'Star Trek: The Next Generation' sehen? Das kannst du überall im Land und meistens zur selben Tageszeit. Man muss nicht weiter Erfolg in den Filmen haben." Was ist mit einem Film, der eine Mixtur aus aktuellen Schauspielern des Castings enthält, Schauspieler, an die Rick Berman sich gern erinnert? Der Vorstand von Paramount hat bereits gesagt, dass die Kosten, jemanden wie Patrick Stewart für den nächsten Film zu engagieren, möglicherweise untragbar sein könnten. Moore sagt: "Das ist ein Problem, das es überall in Hollywood gibt. Es existiert überall, wo man von bestimmten Schauspielern abhängig ist. Das ist etwas, womit man fertig werden muss. Die Schauspieler versuchen, so viel Geld zu bekommen, wie sie können und ich muss sagen, ich kann ihnen das nicht verdenken. Wenn Patrick [Stewart] denkt, dass er sehr viel Geld wert ist und Paramount ihm das Geld gibt, ist die Macht bei ihm. Die Schauspieler haben ihr Geld nicht eingeteilt und sind nicht an dem Punkt, dass sie meinen, sie sollten das." "Alle Schauspieler fühlen sich so, als hätten sie nicht ein genügend großes Stück der 'Moore auf dem Set von 'Der erste Kontakt' mit seiner Frau Ruby und Brannon Braga, Copyright 1996 by Elliot Marks'-Torte abbekommen. Alle fühlen sich, als ob Paramount sie geringschätzen würde. Wie wahr das ist, kann sich jeder selbst ausdenken, weil Gott weiß, dass die Rechenschaft darüber eine Geschichte für sich ist. Aber ich kann sie nicht blamieren und sagen, 'Also, Sie wollen Data in dem Film, das wird Sie einiges kosten, dasselbe mit Picard.' Shatner und Nimoy machten dasselbe. Sie sagten: 'Sie wollen uns für 'The Motion Picture' haben? Das wird Sie dann einiges kosten.' Sie taten das alle. Und alle Filme wurden gedreht. Wenn Paramount den Film finanziell nicht machen kann, weil die Gehälter der Schauspieler zu hoch sind, sollen sie den Film doch nicht machen. Sie sollten dann nicht versuchen, einen anderen Film zu machen und vorzugeben, dass der Film genauso gut wäre. Das sollte man lassen. Das ist nicht 'Star Trek'."
"Robert Picardo tauchte in 'Der erste Kontakt' in einem Cameo auf. Es war süß und schön, aber ich denke, ein guter Teil der Zuschauer wusste überhaupt nicht, dass Picardo nicht in 'The Next Generation' mitgespielt hat. In ihren Gedanken sind alle Charaktere zusammengemischt und sie nehmen an, dass sie in anderen Episoden mehr gezeigt wurden als im Moment. Vor einiger Zeit gab es die Episode mit Barclay und Deanna bei 'Star Trek: Voyager'. Bedeutet das, dass ein Film mit Deanna, Barclay, Janeway und Kira besonders wäre? Man könnte den Film drehen. Wenn es eine gute 'Star Trek'-Story wäre, wäre der Film ein Hit. Aber allein die Schauspieler zu mischen, würde nichts nützen. In Ordnung, sie sind von verschiedenen Serien und sind alle zusammen in dem Film. Aber warum sollte ich den Film sehen? Es ist einfach nicht die Antwort." (rk - 06.06.09 - Quelle: Fandom.com) Weiterführende Links
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