Henning Koonert (hk)
15.12.08
Brücken zu bekanntem "Star Trek"
J.J. Abrams über die Besonderheiten von "Star Trek XI"
Im Interview mit MTV äußert J.J. Abrams sich zum aktuellen Produktionsstand und spricht darüber, was seinen Film vom etablierten "Star Trek" unterscheidet und was ihn damit verbindet. - Leichte Spoiler -
MTV: Wie weit sind die Arbeiten am Film fortgeschritten?
J.J. Abrams: Wir haben ihn fertig geschnitten. Den [Sound-]Mix schließen wir nächste Woche ab.
MTV: Sind Szenen der Schere zum Opfer gefallen?
Abrams: Oh, sicher. Man macht einen Film und dann nimmt man hier und da Ausschmückungen raus. Das ist Teil des Ablaufs. Die geschnittenen Szenen werden wahrscheinlich auf der DVD landen.
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MTV: Denken Sie, nachdem wir vor kurzem ein paar Szenen zu Gesicht bekommen haben, dass die Fans vom vielen Humor im Film überrascht sein werden? [In einer Szene schwellen Kirks Hände und sein Gesicht aufgrund einer allergischen Reaktion stark an ... wie bei "Der verrückte Professor".]
Abrams: Wenn man von etwas nur ein Viertel oder weniger sieht, kann man leicht [vorschnelle] Schlüsse über das Ganze ziehen. Die Sache mit den Händen ist wohl das am ehesten an Albernheit Grenzende, das im Film geschieht. Aber der Humor im Film passt zum Witz der Charaktere. In der Classic-Serie gab es wirklich viel Humor zu sehen.
MTV: Mir ist die Slusho!-Anspielung auf "Cloverfield" in der Barszene, in der Kirk das erste Mal Uhura trifft, aufgefallen. Sind noch weitere J.J.-ismen im Film verstreut?
Abrams: Nein. Das war die einzige, und die war auch irgendwie ein Schnitzer.
MTV: Mit der Rückkehr von Leonard Nimoy als Spock und Majel Barrett-Roddenberry als Schiffscomputer bauen sie zwei Brücken zwischen dem alten Universum und Ihrem neuen. Sollten wir noch nach weiteren Ausschau halten?
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 Der Sternenflotte Leben einzuhauchen, war für den Regisseur eine coole Sache |
Abrams: Man wird viele Verbindungen zu dem Bekannten, dem, was zuvor kam, bemerken – sowohl von der Handlung her als auch von der Darstellung, dem Aussehen, dem Klang. Die werden für die neuen "Star Trek"-Fans nicht wichtig sein. Aber die Fans, die auf Bezüge zum Bekannten hoffen und diese erwarten, werden sie ohne Zweifel bekommen.
MTV: Wir haben Nimoy im Trailer mit seinem Klassiker "Live long and prosper" gesehen. Ist er wichtig für die Handlung oder ist das eher ein herausgehobenes Cameo?
Abrams: Nein, es ist kein Cameo. Er ist im Film und seine Rolle ist wichtig. Cameo klingt immer so, als ob der Film auch ohne die Rolle auskommen könnte. Diese hier ist wichtig, gefühlvoll und auch Teil der Handlung.
MTV: Wenn Sie sich die anderen "Star Trek"-Filme anschauen, was fehlt denen, das Sie in Ihren einbringen wollten?
Abrams: Dieser Film hat einige einzigartige Elemente. Ein Teil seiner Bedeutung kommt durch die Schauspieler, die die Rollen verkörpern. Ich wollte nicht einfach alles neu erschaffen oder neustarten; zu diesen Charakteren zurückzukehren, war mir wichtig. [In den vorherigen Filmen] waren die Charaktere schon etabliert, als wir sie getroffen haben. Sie hatten zusammen gearbeitet und kannten sich schon. Sie hatten eine Geschichte. Der Ursprung dieser Beziehungen unter den Charakteren hätte zumindest mir dabei geholfen, mich mit ihnen verbunden zu fühlen und zu begreifen, warum ich Zuneigung für sie und das, was sie sind, empfinden soll.
Keiner der vorherigen Filme hat diese grundlegende Ebene gezeigt. Auf der praktischen Seite hatte "Star Trek" nie die Möglichkeit oder die Produktionsmittel, so realisiert zu werden. Schiffe, Schlachten, Planeten, Verfolgungsjagden und Action-Sequenzen können wir auf eine ergreifende, erschreckende und unterhaltsame Art darstellen, die die Serie und frühere Filme sich einfach nicht leisten konnten. Ich meine, dass wir auf eine nie zuvor dagewesene Art und Weise mit Leben gefüllt haben, was es heißt, zur Sternenflotte zu gehören. Das ist irgendwie cool.
(hk - 22.12.08 - Quelle: MTV.com)
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