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Henning Koonert (hk)07.07.11

Das Spiel als Teil des Kanons

Roberto Orci über den Platz des Spiels im Universum

Im Interview mit GamePro erläuterte "Star Trek"-Autor Roberto Orci, wie sich "Star Trek: The Game" in das von ihm miterschaffene Universum einfügt, was es aus "Star Trek XII" vorwegnimmt und warum Trek-Fans es als Teil des Kanons betrachten könnten.

Die amerikanische Zeitschrift "GamePro" berichtet in ihrer August-Ausgabe mit einer Titelgeschichte über das neue "Star Trek"-Spiel, das im Sommer 2012 für Windows PC, Xbox 360 und PlayStation 3 in den Handel kommt (das TZN berichtete). Auf der GamePro-Website wurde nun als Bonus ein Interview mit Roberto Orci über das Spiel an sich und darüber, in welchem Verhältnis es zum vergangenen und kommenden Kinofilm steht, veröffentlicht.

"Star Trek The Game" als Aufmacher von "GamePro"
GamePro: Wir sind beide "Star Trek"-Fans. Was macht Ihrer Meinung nach die perfekte Trek-Geschichte aus?

Roberto Orci: Ich denke, alle Fans wissen, dass eine der perfekten Geschichten "Der Zorn des Khan" ist. Das war eine perfekte Trek-Story, weil sie eine tolle Science-Fiction-Handlung hatte, aber auch die Freundschaft und das Familiengefühl zwischen all den Charakteren auf ein Höchstmaß brachte.

Das war der erste Film, den ich gesehen habe. Es war die perfekte Trek-Story, weil man alle auf dem Gipfel ihrer Freundschaft und dem Gipfel des gegenseitigen Kennens und Liebens traf. Für mich hat die perfekte Handlung ein tolles Sci-Fi-Konzept, aber behandelt auch die Persönlichkeit der Charaktere, die wir kennen, auf möglichst reale Weise. Ob das nun Spock als Mr. Logik ist, Kirk als Mister Anführer oder Sulu als Mr. Hilf-der-Crew, jeder ist sein bestes Selbst. Das ist gute Sci-Fi und gute Familie.

GamePro: Wenn also "Der Zorn des Khan" die perfekte Trek-Handlung ist, bedeutet das, Sie werden Spock im Spiel töten?

Orci: Im Spiel? Vielleicht. Sowohl im Spiel als auch in der Fortsetzung, an der wir arbeiten - übrigens betrachten wir beide als sehr eng verbunden -, wissen wir, dass die Zuschauer es als "Star Trek II" des neuen Universums betrachten, daher sind wir uns der vorgefassten Meinungen darüber, wer sterben könnte und welche Opfer möglich sind, bewusst. Und wir sind uns dieser Dinge bewusst, während wir die Handlung sowohl für das Spiel als auch für den Film ausarbeiten.

GamePro: Worin liegen einige der Herausforderungen, eine Computerspielhandlung im Vergleich zu einem Film zu entwerfen, ich nehme an, die sind ziemlich unterschiedlich, oder?

Gemeinsam mit Alex Kurtzman (links), Damon Lindelof und Marianne Krawzyk (nicht im Bild) arbeitet Roberto Orci auch an der Handlung zum Spiel.
Orci: Ja und Nein. Einerseits besteht die Herausforderung darin, dass man sich ein Spiel genauso ausgezeichnet und wunderbar wünscht wie jeglichen Film, den man je schreiben würde. Wir wollten nicht an einem Spiel teilhaben, das nur ein Lückenfüller ist. Ich bin mein ganzes Leben lang "Star Trek"-Fan und habe alle Spiele gespielt und während die Spieler darin übereinstimmen, dass die Spiele nie wirklich richtig gut waren, gab es viele Spiele, die mir gefallen haben. Ich habe "Bridge Commander" geliebt, ich mochte einige der alten PC-Spiele. Ich bin Fan aller Spiele, aber ich nehme mir die Kritik der Fans zu Herzen.

Handlung ist tatsächlich etwas, das einen verfolgt und etwas, das das Spiel nicht immer haben könnte. Einer der Gründe, warum wir uns auf die Beteiligung an diesem Spiel gefreut haben, ist der, dass wir uns etwas wünschten, das zwischen die beiden Filme passt, etwas, das in gewisser Weise – Fans werden Ihnen sagen, dass etwas nur kanonisiert ist, wenn es auf dem Bildschirm war; na gut, Alex [Kurtzman] und ich, Tim [Jones] und J. J. [Abrams] werden uns fügen und sagen, dass es nicht zum Kanon gehört, solange es nicht gefilmt ist. Aber wir streben danach, dass das Spiel und alles, das wir dazwischen erzählen, dem Kanon so nahekommen wie möglich, weil wir tatsächlich dabei in Betracht ziehen, was in den Filmen passiert.

Daher würde ich sagen, an diesem Spiel wird anders sein, dass es sich in unser neues Universum einfügen wird. Es wird in das "Star Trek" passen, von dem wir das Glück hatten, es zu erschaffen und es wird eine Handlung sein, die innerhalb dieses Universums geschieht und diese Handlung wird keine Fan Fiction sein. Es wird eine Story, die sich in unsere Filme einfügt und die zwischen die ersten beiden Filme passt. Die Dinge, die wir für dieses Spiel in Betracht ziehen, passen sehr wohl dazu, was zwischen den zwei Filmen geschehen kann, und das ist aufregend für mich als Fan.

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GamePro: Wenn ich mir also den zweiten Film anschaue, werde ich irgendwie dafür belohnt, das Spiel gespielt zu haben?

Orci: Auf jeden Fall, genau darum geht es. Wir würden kein Spiel veröffentlichen lassen, wenn es nicht irgendwie Teil der Kontinuität wäre. Eines, das wir immer an "Star Trek" mochten, noch bevor wir das Glück hatten, es selbst zu gestalten, war das sehr in sich geschlossene Universum. Als "Star Trek"-Fan ist man Kanon-Fanatiker. Man will wissen, wie die Dinge im Verhältnis zu allem anderen stehen. Als die Idee für dieses Spiel entstand, konnten wir nicht anders als auszuknobeln, wie es in unser Universum passen würde. Wenn Sie Fan des ersten Films oder "Star Trek" generell sind, hoffentlich die "Countdown"-Comics mochten, dann ist das Spiel nicht einfach eine Beigabe, sondern ein Teil des Universums.

GamePro: Nachdem Sie den neuen Kirk und den neuen Spock eingeführt haben, welche Art von Geschichten wollen Sie in diesem Universum erzählen?

Orci: Eines der Geschenke, die uns der Erfolg des letzten Film gegeben hat, ist, dass Fans und die übrigen Zuschauer gegenüber uns deutlichmachten, dass sie die ursprünglichen Charaktere mochten, aber auch zu schätzen wussten, dass wir Neuland betraten. Dank des ersten Films ist es eine andere Zeitlinie, ein anderes Universum, daher können wir nun tun, was wir wollen, aber wir wollen auch nicht einfach irgendetwas tun.

"Man wird Kirk und Spock als Freunde sehen."
Wir wollen sichergehen, dass wir dem treu bleiben, was in dem Universum geschehen ist. Was ich oft sehen will, sind die Dinge, die in der Classic-Serie geschehen sind, viele derselben Situationen, aber ich will sie mit neuen Augen betrachten. In der Classic-Serie sind sie auf den Planetenkiller gestoßen. Was würde geschehen, wenn sie jetzt auf ihn treffen würden? Was wir sehen wollen, sind alte Ideen auf neue Art. Weil es ein neues Universum ist, weil die Dinge sich verändert haben, könnten sie einen anderen Ausgang nehmen. Es ist aufregend, darüber nachzudenken, dass man sämtliche der alten Folgen oder Filme hernehmen könnte und schauen, was passieren würde, wenn die Dinge nur ein klein wenig anders wären.

GamePro: Das Spiel wird also in einer Weise Kanon sein, wie die Bücher es nicht sind?

Orci: Echte Fans werden Ihnen sagen, dass nur zum Kanon gehört, was gefilmt wurde. Ich habe keine Machtbefugnis darüber, was zum Kanon zählt. Jedoch möchte ich sagen, dass dies das erste Spiel sein könnte, das in den Bereich der Leute fällt, die derzeit für den Kanon Verantwortung tragen, der "Oberste Gerichtshof", wie wir uns nennen, weil "Star Trek" derzeit in unserer Obhut liegt. Wir werden nicht ewig die Verantwortlichen sein, aber derzeit entscheiden wir über den Kanon, daher kann ich Ihnen sagen, dass dies das erste Mal ist, bei dem das Spiel selbst von den Leuten erschaffen wird, die über den Kanon entscheiden und wir haben das Spiel so erschaffen, dass es in den Kanon passt.

Ich habe es immer geliebt, dass "Star Trek" einen so reichhaltigen und durchgängigen Kanon besaß. Das ist einer der Gründe, warum Alex und ich und Damon [Lindelof] und J. J., obwohl es nicht unsere Verpflichtung ist, bei der Erstellung der Spiele, der Comics mithelfen, und es ist uns egal, wie wir dafür bezahlt werden, wir wollen Widerspruchsfreiheit. Wir machen das, weil wir "Star Trek" lieben.

GamePro: Worüber waren Sie beim ersten Film am stolzesten und können wir etwas Ähnliches im Spiel erwarten?

Orci: Eines der Dinge, auf die ich im ersten Film am meisten stolz bin, ist die eine Sichtweise von mehreren, dass er von Kirk und Spock handelt und in der Classic-Serie kannten sie sich schon. Wir wollten auch zeigen, wie sie sich kennengelernt haben. Wir denken, dass unsere Lösung auch für die Classic-Serie hätte funktionieren können. Einige Leute kritisierten uns dafür, dass Spock logisch und Kirk unreif war, aber unsere Antwort darauf lautet, dass man sie vor der Classic-Serie sieht. In unserem Film sieht man sie reifen.

Darum ging es in unserm Film und davon handelt auch die Fortsetzung. Das tolle am Spiel ist, dass es den Schritt dazwischen zeigt. Man wird Kirk und Spock auf eine Weise sehen, die man so nicht im Film gesehen hat. Das Spiel gibt einem neue Einsichten, wer sie sind. Wenn man den Film nicht gesehen hat, ist das okay, man wird's trotzdem verstehen, aber wenn man als echter Trek-Fan das Spiel spielt, bekommt man diesen erstaunlichen Zwischenschritt zu Gesicht.

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GamePro: Sie haben erwähnt, dass alles Alte wieder in neuem Glanz erstrahlt. Welchen Teil aus dem Alten würden Sie am liebsten wiederbeleben?

Orci: Ich bin "Next Generation"-Fan, daher spreche ich über beides. Ich liebte den Humanismus und die Utopie in "Next Generation". Das ist etwas, das ich immer einbinden möchte. In Bezug auf die Classic-Serie, wie ich schon über das Spiel sagte, in unserem Film hat man Kirk und Spock nicht als Freunde gesehen. In der Zukunft, sowohl im Spiel als auch im Film, wird man sie als dieses erstaunliche Team sehen, wie Starsky und Hutch. Diese beiden Kulthelden arbeiten zusammen.

Man hat davon im ersten Film einen Vorgeschmack bekommen, aber jetzt stehen sie auf derselben Seite. Jetzt sind sie Kirk und Spock, voll und ganz, wie wir sie in Erinnerung hatten. Man wird sehen, warum sie das ursprüngliche Polizisten-Freundesduo sind.

GamePro: Welches Volk würden Sie in Zukunft gern weiter vertiefen?

Orci: Sie sprechen zu dem Mitglied des Teams mit J. J., Damon und Alex, der der größte Nerd ist. Ich will Klingonen sehen, ich will Andorianer sehen, ich will mehr Vulkanier sehen, ich will Romulaner sehen. Im ersten Film hatten wir sogar eine Menge Klingonen, die wir rausschneiden mussten. Ich will sie alle sehen. Das ist meine Antwort als Fan.

Lassen Sie mich im Namen meiner Crew sagen, dass wir sicherstellen wollen, dass das Spiel auf gewisse Weise sein eigener Film ist. Ich will nicht verraten, wer die Gegner sind, aber die Leute aus dem Spiel könnte man im Film wiedersehen. Ich stelle mir das Spiel als einen Film vor, den wir geschrieben haben könnten. Wir behandeln das Spiel mit demselben Respekt. Ich kann verraten, dass die Gegner völlig im Rahmen des Kanons liegen.

(hk - 07.07.11 - Quelle: GamePro.com)

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