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BBS Watcher27.03.04

Eintrag 11: Historische Vergleiche in "Star Trek"

Was geschieht in der TrekBBS? Nichts bleibt dem BBS Watcher verborgen!

War Gene Roddenberry in seinen Denkrhythmen im Übermaß eingeschränkt? In einer aktuell laufenden Diskussion der TrekBBS-Community kommentierte ein User die Eigenart so mancher "Star Trek"-Charaktere, sich gedanklich oder gar körperlich in die Vergangenheit zu transferieren, wie folgt:

"Die übertrieben zur Schau getragene Fixierung vieler 'Star Trek'-Protagonisten auf das 20. Jahrhundert oder noch früher liegende Kulturepochen ist nicht dazu gedacht, den Menschen Identifikationsmöglichkeiten zu bieten. Sie ist - ganz banal - die logische Konsequenz von Roddenberrys Ideenlosigkeit beziehungsweise Unfähigkeit, Geschichte als einen kontinuierlichen Fluss aufzufassen. Die Entwicklung vom Heute zum idealisierten Morgen ist für ihn nicht darstellbar (außer in winzigsten Fragmenten), weil das hieße, über kurz oder lang Stellung gegen das Heute zu beziehen. Daher lässt man die Zeit, die kulturellen Epochen beziehungsweise Entwicklungen zwischen heute und morgen lieber ganz unberücksichtigt."

Hier ein kurzgefasster Überblick über die verschiedenen Aussagen zum Diskussionsthema:

"Wenn man solche Episoden wie 'Kontrapunkt' oder 'Tötungsspiel' sieht, könnte man denken, man wolle mit Nationalsozialismus-Vergleichen Quoten machen. Natürlich stellt sich in 'Tötungsspiel' die Frage, wieso sollte eine Jäger- und Töterrasse ausgerechnet die Landung in der Normandie nachspielen - besonders, wenn es hauptsächlich um das Leben im besetzten Frankreich geht. Warum sollen die Hirogen aber eigentlich als Nazis verkleidet durch ein besetztes Land latschen und nicht als neutrale Beobachter und die Menschen Nazis spielen lassen?"

"Fakt ist, dass der Nationalsozialismus auf viele Leute in den USA eine ungeheure Anziehungskraft hat. Ich erinnere mich an die schwachsinnige Antwort eines amerikanischen Fans vor einigen Jahren, als er gefragt wurde, warum er die deutsche Band Rammstein (die ich im Übrigen sehr mag) gut finden würde: Weil es klingt, als ob Hitler singt."

"Was mich immer stört, sind historische Vergleiche und Gleichsetzungen. Besonders, da diese nicht von großem historischen Sachverstand zeugen. Eine beliebte Epoche sind für historische Vergleiche die kurzen tausend Jahre. Jeder, der mal eine halbe Stunde in der Schule darüber gehört und Guido Knopp gelauscht hat, hält sich für befähigt, einen Vergleich zu starten. Der Artikel 5 des GG garantiert dieses und ist auch gut so. Wobei ich hier für etwas mehr Zurückhaltung bitten möchte, schon um das Dritte Reich nicht zu verharmlosen."

"Was macht die Enterprise anderes, als Terroristen jagen, die einen ach so schrecklichen Anschlag begangen haben? Das kommt einem doch bekannt vor. Ich halte nichts davon, wenn Unterhaltungsmedien in einer solch mehr oder weniger unreflektierten Art gegenwärtige, zumal umstrittene politische Parallelen ziehen. Natürlich ist es in 'Enterprise' nicht so furchtbar extrem, aber manches Mal kommt Archer mit seiner 'Whatever it takes'-Diplomatie und schlechten Laune wie die schlimmsten Falken im US-Government daher. Damit ein Verdacht der subtilen Rechtfertigungsversuche aktueller Politik gar nicht erst aufkommt, sollte 'Star Trek' sich besser von politischen Themen fernhalten, die allzu gegenwärtig sind. Oder, wie sonst oft geschehen, objektiv und durchaus kritisch beleuchten - was bei 'Enterprise' nicht passiert. Da läuft ja mehr die 'Wer nicht für uns ist, ist gegen uns'-Schiene. Welche natürlich alles andere als trekkig ist."

"Überhaupt sind solche aktuellen Vergleiche meistens Unfug. Nicht nur in der Unterhaltungsindustrie. Wenn man sich ein wenig mit der Geschichte der Geschichte befasst, entdeckt man immer, dass die unsinnigsten Interpretationen einer Situation, Epoche oder Begebenheit von jenen kamen, die zeitlich (und [besonders] geographisch) am nächsten am Geschehen waren."

"Aber auch die banalen Dinge, die Trek-Ausdenker so aus der Vergangenheit saugen, gehen mir kräftig auf den Senkel. Tom Paris in 'Voyager' stand auf das 20. Jahrhundert. Vermutlich, damit die Zuschauer sich mit ihm identifizieren. Mich hats genervt. Und wenn heute Leute sagen, wir machen mal eine Oldy-Classic-N8 ... dann ist das dasselbe, als wenn sie das auf der Enterprise machen würden. Sicherlich aus selbigem Grund wie Toms Hobby-Einführung."

"Meines Erachtens wäre es viel netter gewesen, die Crewmitglieder sammelten Devotionalien aus den Eugenischen Kriegen oder zitierten Dichter und Denker des Jahres 2152 (wobei gerade Letzteres sicherlich die Kreativität eines Auftrags-Schreiberlings überfordert...)."

Diskutieren Sie mit! Das Thema scheint offensichtlich noch nicht beendet. Hier der Thread über historische Vergleiche in "Star Trek".

(20.12.07)

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