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Matthias Suzan (ms)26.01.18

Review zu »Star Trek: Discovery» 1.12 »Vaulting Ambition«

Shakespeare im Weltraum

Mit »Vaulting Ambition« biegt die Premierenstaffel von Star Trek: Discovery allmählich auf die Zielgerade ein. Die zwölfte Episode ist spannend, emotional und - für Star Trek-Verhältnisse - auch ungewöhnlich düster und brutal. Zudem lüftet sie das größte Mysterium der Serie: Captain Lorcas wahre Herkunft. VORSICHT SPOILER!

Die Handlung

Burnham fliegt gemeinsam mit Captain Lorca in einem Shuttle zum imperialen Flaggschiff I.S.S. Charon, die Residenz von Imperatorin Philippa Georgiou. Das heikle Rendezvous mit Burnhams personifiziertem Trauma ist zwingend notwendig, da sich die auf der Shenzhou heruntergeladenen Daten über die U.S.S. Defiant letztendlich als unvollständig erwiesen haben. Tatsächlich soll sich später herausstellen, dass die Informationen über das im Spiegeluniversum gestrandete Föderationsschiff von der Imperatorin bewusst unter Verschluss gehalten werden. Denn sie fürchtet, das Imperium könnte durch das liberale Gedankengut der Föderation ins Chaos gestürzt werden.

An Bord der I.S.S. Charon wird Burnham von der Imperatorin zunächst herzlich begrüßt. Es stellt sich heraus, dass Michael in diesem Universum ganz offiziell Georgious Ziehtochter ist. Während Burnham zu Ehren ein »köstliches« Mahl zubereitet wird - es gibt Kelpianer-Suppe - muss Lorca mal wieder mit der Agonie-Kammer vorliebnehmen. Wegen Hochverrats soll er dort einen langsamen und schmerzvollen Tod sterben.

Während des besagten Dinners zeigt die Imperatorin dann allerdings ihr wahres Gesicht: Sie wirft Burnham vor, Lorca bei seinem Mordkomplott gegen sie unterstützt zu haben. Nachdem die gekränkte Georgiou Michael eine Szene gemacht hat, ruft sie ihre Wachen und verurteilt Burnham zu einem schnellen Tod durch das Schwert. Kurz bevor das Urteil vollstreckt wird, gibt Burnham ihre wahre Identität preis. Captain Georgious Starfleet-Badge, genauer gesagt dessen Quantensignatur, bezeugt sodann Burnhams Behauptung. Daraufhin tötet die Imperatorin ihre Lords und eröffnet Burnham, dass sie alles über die Föderation und deren Ideale weiß. Die Imperatorin macht Burnham klar, dass die Defiant seinerzeit durch eine sogenannte »Interphase« in das Spiegeluniversum gelangt sei. Diese hätte die Schiffsbesatzung jedoch verrückt werden lassen, sodass die Discovery einen anderen Weg wird finden müssen, um ins eigene Universum zurückkehren zu können. Burnham und Georgiou treffen eine Abmachung: Die Imperatorin verschont sie und den Rest der Discovery-Besatzung und erhält dafür als Gegenleistung die Blueprints für den Sporen-Antrieb. Bei Lorca geht Georgiou allerdings keinen Kompromiss ein.

Auf der Discovery liegt Lieutenant Stamets immer noch im Koma. Sein Bewusstsein befindet sich im Myzelnetzwerk, wo er auf sein Spiegel-Ich trifft. Die Umgebung entspricht dem Inneren der Discovery. Der Spiegel-Stamets macht dem »echten« Paul klar, dass beide im Myzelnetzwerk gefangen sind. Dieses sei allerdings mit einer Art Krankheit infiziert worden. Als der »echte« Paul jedoch auf Dr. Culbers Echo trifft und dieser ihn vor seinem Spiegel-Ich warnt, wacht Stamets aus seinem Koma auf. Zusammen mit Tilly stellt er entsetzt fest, dass die im Frachtraum gelagerten Sporen allesamt verdorrt sind. Ein Sprung mit dem Sporen-Antrieb scheint daher (vorerst) ausgeschlossen.

Commander Saru versucht derweil L'Rell davon zu überzeugen, dem sich in einem schizophrenen Zustand befindlichen Voq zu helfen. L'Rell lehnt dies zunächst ab und verweist darauf, dass Voq ein notwendiges Opfer des Krieges sei - und dass er sein Leben schließlich freiwillig für Kahless und das Reich gegeben habe. Als sich Tyler allerdings selbst schwere Verletzungen zufügt, lenkt sie schließlich doch ein und führt ein Ritual durch, das scheinbar dazu führt, dass Voq stirbt und seine Seele ins Totenreich übergeht. Voqs menschlicher Körper scheint die Prozedur hingegen überlebt zu haben.

Auf dem imperialen Flaggschiff wird Burnham endgültig klar, dass Captain Lorca von Anfang an ein falsches Spiel mit ihr und dem Rest der Crew gespielt haben muss. Denn alles deutet darauf hin, dass Lorca in Wirklichkeit aus dem Spiegeluniversum stammt. Es kann daher kein Unfall gewesen sein, dass die Discovery hier gestrandet ist. Lorca selbst gelingt es, sich aus den Fängen seiner Peiniger zu befreien. Nun, da sein Schwindel aufgeflogen ist, stellt sich die Frage: Was wird er nun tun?

Auf den Spuren von Macbeth

Der Episodentitel »Vaulting Ambition« entstammt einer Textpassage aus William Shakespeares berühmten Werk Macbeth (1. Aufzug, 7. Szene). Dort heißt es: »I have no spur to prick the sides of my intent, but only vaulting ambition, which o'erleaps itself and falls on the other…« (dt. »Ich habe keinen Stachel, die Seiten meines Wollens anzuspornen. Als einzig Ehrgeiz, der, zum Aufschwung eilend, sich überspringt und jenseits niederfällt.«). Eine wortwörtliche deutsche Übersetzung ist hier nicht einfach, weshalb der Episodentitel wohl auch mit »Blindes Verlangen« übersetzt worden ist.
In der äußerst blutigen und brutalen Tragödie Macbeth erzählt Shakespeare die Geschichte des überambitionierten Macbeth, vormals ein treuer Vasall des Königs Duncan von Schottland. Aus Machtstreben und auf Anraten seiner Frau Lady Macbeth ermordet er König Duncan im Schlaf. Macbeth wird sodann König, lebt aber in ständiger Angst, seine Macht wieder zu verlieren. Als tyrannischer Herrscher verliert er nicht nur seine Menschlichkeit, sondern er beseitigt zugleich die rechtliche und gesellschaftliche Ordnung und führt seine Welt dadurch ins Chaos.

Macbeth ist demnach in gewisser Weise eine Blaupause für das Spiegeluniversum in Star Trek. In dieser Realität bestimmten Übereifer, Machtgier und Gewalt den Charakter und das Verhalten der Menschen. Die Gesellschaft wird nur durch die Tyrannei der Imperatorin zusammengehalten. Hinter der Fassade einer stabilen politischen Ordnung verbirgt sich in Wahrheit ein fragiles Konstrukt, nämlich Anarchie. Die »Vaulting Ambition« findet sich in allen Menschen des Spiegeluniversums, bei einigen von ihnen, wie Georgiou und Lorca, ist sie jedoch besonders ausgeprägt.

Lorca scheint auf den Spuren von Macbeth zu wandeln, denn die ehemals rechte Hand der Imperatorin plant in Wahrheit deren Ermordung. Doch welche Ambitionen hat Lorca wirklich? Will er ebenso wie die Imperatorin Georgiou künftig als Tyrann über das Terranische Imperium herrschen? Oder steckt in ihm vielleicht mehr Gutes, als man zunächst glauben mag?

Und welche Rolle hat die Spiegel-Burnham hier gespielt? Allem Anschein nach war sie in diesem Universum Lorcas Geliebte. Eventuell war sie sogar die treibende Kraft hinter dem Plan, Georgiou zu beseitigen. Das würde jedenfalls die Reaktion der gekränkten Imperatorin erklären. Aus »Lady Macbeth« wird also »Lady Lorca«? Hier könnte den Zuschauer womöglich noch eine spannende Wendung erwarten, sollte die Spiegel-Burnham am Ende gar nicht tot sein.

»Vaulting Ambition« hatte wohl auch der Spiegel-Stamets, der das Myzelnetzwerk mit seinem fragwürdigen Übereifer an den Rand der Vernichtung gebracht zu haben scheint. Aber was führt er wirklich im Schilde? Steht er auf der Seite der Imperatorin oder macht er vielleicht sogar mit Lorca gemeinsame Sache? Letzteres scheint äußerst wahrscheinlich, denn es dürfte wohl der Spiegel-Stamets gewesen sein, der Lorca in das normale Universum gebracht hat.

Nicht von Shakespeare, sondern aus der griechischen und römischen Mythologie stammt der Name des imperialen Flaggschiffs I.S.S. Charon. »Charon« ist ein greiser Patron, der als Fährmann die Toten über die Unterweltflüsse Acheron, Lethe oder Styx in den Hades befördert. Der Name des Schiffes passt demnach sehr gut, denn das Schiff der skrupellosen Imperatorin ist eine Tötungsmaschine mit enormer Zerstörungskraft und etlichen Agonie-Kammern.

Eine Suppe zum Dinner

»Vaulting Ambition« zeichnet sich durch mehrere wahre Schockmomente aus. Die Episode ist für Star Trek-Verhältnisse überaus düster und brutal. Besonders heftig sind ganz sicher die Szenen, in denen viel Blut zu sehen ist: Georgious Shuriken-Wurf (Ninjastern) und die Szene in der »Folterkammer«, in der das Blut nur so spritzt. Man könnte fast meinen, hier hat Quentin Tarantino (schon) seine Finger im Spiel gehabt.
Der absolute Schockmoment war für mich allerdings die Dinner-Szene. Einfach grandios, wie Burnham plötzlich merkt, dass sie gerade einen gekochten Kelpianer verspeist, den sie auch noch selbst zu diesem traurigen Schicksal bestimmt hat. Zunächst dachte ich, der ausgewählte Kelpianer sei Saru, aber das erscheint doch eher unlogisch, schließlich müsste sich dieser zu diesem Zeitpunkt noch auf der I.S.S. Shenzhou befinden. Und auch wenn es sich wahrscheinlich nicht um Saru, sondern um irgendeinen anonymen Kelpianer gehandelt hat, wird diese Szene dadurch kaum weniger ekelhaft. Sonequa Martin-Green spielt hier wieder einmal überragend. Ein wahrer Schocker, den Jordon Nardino hier ins Drehbuch geschrieben hat.

Abschied oder Neubeginn?

Nachdem Dr. Hugh Culber in »Despite Yourself« von Tyler (Voq) getötet worden war, ließ dessen Darsteller Wilson Cruz in After Trek durchblicken, dass seine Lieblingsszene mit Culber und Stamets noch gar nicht gezeigt worden sei. Man kann wohl davon ausgehen, dass die emotionale Abschiedsszene in »Vaulting Ambition« - sofern es denn tatsächlich eine Abschiedsszene war - die von Cruz angesprochene Szene gewesen ist. Auch wenn ich die Tatsache, dass sich Culbers Bewusstsein (oder Seele) nach dessen Tod im Myzelnetzwerk befinden soll, nicht wirklich nachvollziehen kann, hat mir die Szene dennoch sehr gut gefallen. Ich gehe nach dieser Szene allerdings nicht davon aus, dass Culber ins Leben zurückkehren wird. Einen Neuanfang wird es für die Paul-Hugh-Beziehung wohl eher nicht geben. Womöglich möchte man der Figur des Stamets auch eine Bürde für die kommende Staffel mitgeben, um den Charakter noch tiefgründiger zu machen. Keine schlechte Idee, wie ich finde.

Nach einem Neuanfang sieht es wohl eher bei Tyler aus. Voqs Geist scheint sich wohl in Richtung Sto'Vo'Kor (oder Gre'thor?) verabschiedet zu haben. Aber was ist mit Tyler? Ist das, was übriggeblieben ist, nur noch menschlich?
Bei allem Respekt vor Shazad Latifs Leistung muss ich gestehen, dass mich die Figur des Tyler nie wirklich überzeugen konnte. Auch die Beziehung zwischen ihm und Michael fand ich höchst unglaubwürdig, da sich alles viel zu schnell entwickelt hat und Burnham auch nicht der Typ von Mensch ist, der sich Hals über Kopf in einen Fremden verliebt. Da waren die Beziehungen zwischen Worf und Dax (DS9) und Paris und Torres (VOY) wesentlich glaubwürdiger, da sich beide über Monate oder gar Jahre langsam anbahnten.
Eine dauerhafte Integration von Ash Tyler in die Discovery-Besatzung wäre nach allem, was passiert ist, doch sehr konstruiert. Vielleicht wäre es besser, Tyler sterben zu lassen. Der Trailer zu »What's Past is Prologue« deutet zudem auf eine Rückkehr von Commander Ellen Landry hin. Nach den Aussagen von Lorca in einer der früheren Episoden (»Wir haben zusammen viel durchgemacht«) ist davon auszugehen, dass es die Spiegel-Landry war, die in der vierten Episode gestorben ist. Womöglich kehrt also die »echte« Landry zurück und übernimmt fortan einen dauerhaften Part in der Discovery-Besatzung.

Das Puzzle fügt sich zusammen

Bereits seitdem bekannt wurde, dass Jason Isaacs den Part des Captain Gabriel Lorca übernehmen wird, diskutiert das Fandom im Netz, wer wirklich hinter dem mysteriösen Discovery-Kommandanten stecken könnte. (Eine Auswahl an Fantheorien findet sich hier: http://www.trekzone.de/content/dis/discovery-spekulationen.htm). Ich muss sagen, dass ich auf die »Lorca ist Garth von Izar«-Variante gehofft hatte, aber nun hat sich eine andere promintente Theorie bewahrheitet: Captain Lorca stammt tatsächlich aus dem Spiegeluniversum! Doch ist diese Erklärung wirklich plausibel?
Lorcas wahre Herkunft erklärt definitiv sein merkwürdiges Verhalten, das er seit der dritten Episode kontinuierlich an den Tag gelegt hat. Auffällig waren insbesondere die Missachtung von Sternenflottenregeln und Föderationsprinzipien sowie sein irritierendes Desinteresse an Wissenschaft und Forschung. Dennoch stellt sich die Frage, weshalb es dem Spiegel-Lorca so gut gelungen ist, in die Rolle seines Pendants bei der Sternenflotte zu schlüpfen. Nimmt man die TOS-Episode »Mirror, Mirror« zur Grundlage, dann erscheint Lorcas enorme Anpassungsfähigkeit zunächst einmal etwas widersprüchlich. Allerdings wirkten auch schon die Terraner in Enterprise leicht zivilisierter als Kirk und Co. in »Mirror, Mirror«. Daher lässt sich Lorca durchaus mit dem Kanon vereinbaren. Ich bin mir nicht sicher, ob Lorca nach den Maßstäben des Paralleluniversums nicht vielleicht sogar auf der Seite der »Guten« steht.

Lorcas wahre Mission dürfte indes klar sein: Er ist sehr wahrscheinlich gemeinsam mit Landry und mit der Hilfe von Spiegel-Stamets in das »normale« Universum gereist, um den Sporen-Antrieb der Discovery in seine Gewalt zu bringen. Von dieser Technologie muss er durch den Spiegel-Stamets erfahren haben. Wahrscheinlich möchte Lorca mithilfe des Sporen-Antriebs die Imperatorin stürzen.

Auch wenn der Lorca-Twist für viele Zuschauer nicht unbedingt überraschend gekommen sein mag, tut dies dem Spannungsbogen keinen Abbruch. Denn es bleiben immer noch viele spannende Fragen offen: Was hat Lorca nun vor? Wer konspiriert mit ihm? Was macht die Discovery künftig ohne ihren Captain? Was ist mit dem echten Lorca passiert?
Man muss den Autoren hier zweifellos ein großes Lob aussprechen, denn der gesamte Lorca-Story-Arc scheint mir sehr durchdacht zu sein. Das bezeugen auch die zahlreichen Rückblenden. Die vielen verschiedenen Puzzleteile fügen sich allmählich zusammen. Womöglich hat Lorca auf der Discovery mehr Verbündete, als man denkt. Wir können definitiv davon ausgehen, dass Landry seine rechte Hand gewesen ist. Aber was ist eigentlich mit den Besatzungsmitgliedern aus der dritten Episode, die schwarze Badges trugen? Gehören diese vielleicht zu Lorcas persönlicher Garde? Droht der Discovery womöglich eine handfeste Meuterei?

Der Blick in den Spiegel

»Vaulting Ambition« fragt ähnlich wie William Shakespeares Macbeth danach, inwiefern der ungezähmte animus dominandi, also der innere Drang des Menschen, andere Menschen - deren Denken und Handeln - dominieren zu wollen, zur Zerstörung der natürlichen Ordnung führen kann. Ganz deutlich wird dies, als Imperatorin Georgiou gegenüber Burnham voller Verachtung über die liberalen Werte der Föderation spricht. Ihrer Ansicht nach hätten Prinzipien, wie beispielsweise die Freiheit des Individuums und die Egalität aller Gesellschaftsmitglieder, eine zersetzende Wirkung auf die Stabilität des Gemeinwesens. Dabei ist vielmehr das Gegenteil der Fall. Nur individuelle Freiheit, Gleichheit und Kooperation können das Gelingen eines Gemeinwesens sicherstellen.

In Imperatorin Georgiou manifestiert sich ein Denken, das für sämtliche Diktaturen charakteristisch ist. Meinungsfreiheit und andere liberale Grundrechte werden als Gefahr betrachtet, weil sie Widerspruch, Widerstand und gegebenenfalls sogar politische Umstürze begünstigen können. Diktatoren geben sich der Illusion hin, Meinungen unterdrücken und den Drang des Menschen nach Freiheit und Selbstbestimmung dauerhaft bändigen zu können. Ihren suppressiven Staatsapparat rechtfertigen sie damit, anarchische Zustände verhindern zu wollen. Und dennoch ist das Verlangen des Menschen nach Freiheit und Gleichheit so stark, dass alle autoritären Regime stets gefährdet sind und ihre zur Schau gestellte Stabilität eigentlich nur eine Selbsttäuschung darstellt.

Fazit: T minus drei Folgen

Mit »Vaulting Ambition« nimmt Star Trek: Discovery noch mehr Fahrt auf. Die vielen kleinen Puzzleteile scheinen sich nun zu einem großen Gesamtbild zusammenzufügen. Der Lorca-Twist war zwar abzusehen, ist aber dennoch sehr originell und enorm spannend, weil Captain Lorca einen extremen Kontrast zu den bisherigen Star Trek-Captains (Protagonisten) darstellt.
»Vaulting Ambition« ist für Star Trek-Verhältnisse extrem schockierend, brutal und blutig, was wiederum belegt, dass diese Serie nicht unbedingt für Kinder geeignet ist. Das finde ich etwas schade, denn ich selbst bin mit neun Jahren durch Star Trek: The Next Generation zum Trekkie geworden. Aber diese Zielgruppenausrichtung ist eben dem VoD-Format geschuldet. Wir sind eben nicht mehr in den 1990ern. Leider ist die Episode mit einer Laufzeit von 37 Minuten auch recht kurz. Ich hatte aufgrund des neuen Serienformats eigentlich auf längere statt kürzere Folgen gehofft, vor allem da die erste Staffel nur 15 Episoden umfasst.

Für die restlichen drei Episoden gilt nun: T minus drei Folgen! Turn the thrusters on, we are standing by! Es dürfte für die Autoren eine enorme Herausforderung gewesen sein, in lediglich drei Episoden die Handlungsstränge um Lorca, das Spiegeluniversum und den Krieg mit den Klingonen zu einem logischen Abschluss zu bringen. Ehrlich gesagt, bin ich etwas skeptisch, ob dies gelingen wird. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen!


Bewertung

Handlung der Einzelepisode 3/5

Stringenz des staffelübergreifenden Handlungsstrangs 5/5

Stringenz des bekannten Kanons 4/5

Charakterentwicklung 3/5

Spannung 5/5

Action 4/5

Humor 1/5

Intellektueller Anspruch 2/5

Gesamt 3,5/5

(ms - 11.02.18)


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