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Henning Koonert (hk)20.05.09

Fandomspiegel zu "Star Trek XI"

Vor kurzem veröffentlichte das TZN in einem Pressespiegel das überwiegend positive Medien-Echo der großen Zeitungen aus Deutschland. In den deutschen Fan-Publikationen wird der Film gespaltener aufgenommen.

Corona Magazine: Es lebt, Jim! Es lebt!

Mike Hillenbrand zeigt sich im Internetmagazin "Corona" beeindruckt vom neusten Kinoabenteuer. Die Neuausrichtung hält er für deutlich, aber notwendig:

"Um in einem Universum, in dem über 40 Jahre hinweg jedes Detail beleuchtet und so gut wie jede Geschichte erzählt wurde, neue Elemente zu finden, muss man brutal vorgehen. Und so gehen die Macher hinter dem 11. Film auch vor: Brutal. Um es anders auszudrücken: Sie geben uns Fans viele Kröten zu essen. Wirklich richtig viele Kröten. Aber das ist wohl notwendig. Andererseits versüßen sie uns den Geschmack dieser Kröten mit so viel Liebe zum Detail, dass sie fast wie Hühnchen schmecken." [...]

"Es gibt mindestens eine, vielleicht auch zwei Stellen im Drehbuch, an denen es sich die Autoren zu einfach machen. Aber hey - unterm Strich ist das im Vergleich zu manchen 'Star Trek'- und auch Nicht-'Star Trek'-Drehbüchern ein verflixt gutes Ergebnis! [...] 'Star Trek' ist keine Offenbarung, aber ein sehr, sehr guter Kinofilm, der beweist, dass Berman einfach falsch lag."

Die komplette Filmbesprechung findet man in Ausgabe 216 des "Corona Magazine".

Thomas Höhl: "Star Trek" ist tot, Jim!

Gar nicht begeistert kam hingegen ein anderer "Star Trek"-Veteran aus dem Kino. Im Gegenteil, herb enttäuscht und böse hat Thomas Höhl seine Meinung zum Film veröffentlicht:

"Bodenlos! Das, was ich heute im Kino sah, war eine Frechheit. [...] Seht ihn euch nicht an. Erlebt nicht mit, wie irgendwelche aufgegeilten Produzenten auf Roddenberrys Universum kotzen. [...] Was müssen die Idioten, die diesen inhaltslosen Schwachsinn verzapft haben, gelacht haben. 'Mach was mit Kobayashi Maru', muss einer gerufen haben. 'Daran geilen die sich so auf, die denken, wir seien Fans, nur weil wir irgendwann mal den zweiten Film gesehen haben.'" [...]

"Die Macher haben gewarnt: Den Fans wird der Film nicht gefallen. Die Frage ist aber: Wem wird er gefallen? Wer soll an diesem inhaltslosen Stuss dann noch Gefallen finden?"

Was Thomas Höhl sonst noch am Film kritisiert, erfährt man in seinem Blog.

FictionBOX: J.J. Abrams' Wiederbelebung der Reihe

Nüchtern bewertet Christian Siegel den Film als höchst zeitgemäß, aber schlechter im Vergleich mit dem Original:

"Aufgrund des hohen Tempos kam kaum Langeweile auf, die Schauspieler waren überwiegend - trotz einiger Skepsis - sehr gut gecastet und füllen ihre Rollen überzeugend aus. Der Film bietet einige wirklich großartige sowie zahlreiche gute Szenen, die zu gefallen wissen, und das Ende ist grandios und macht Lust auf die Fortsetzung. Dennoch, nach all den Lobeshymnen hätte ich mir weitaus mehr erwartet. Action, Effekte und Spektakel waren mir dann doch etwas zu dominant, der Humor hat meinen persönlichen Geschmack nicht immer getroffen, es gab ein paar mäßige bis richtiggehend schlechte Szenen, und auch einige logische Schwächen haben sich eingeschlichen." [...]

"Abschließend muss ich leider festhalten: 'Star Trek' ist eine modernisierte Variante des Universums, die mir aber irgendwie minderwertiger vorkommt als das Original. Alles ist auf die heutige Jugend mit Aufmerksamkeitsdefizit ausgerichtet, dementsprechend rasant ist das Tempo, aber dementsprechend inhaltsleer ist das ganze leider auch."

Wer die vollständige Rezension lesen möchte, findet sie hier bei der fictionBOX.

SF Radio Filmkritik

Bei den Kollegen vom SF-Radio findet Kevin Reymann Gefallen am Kinofilm und seinen Darstellern und bescheinigt ihm Wiedererkennungswert:

"Der Film wurde zurecht von den Vorabkritikern gelobt. [...] Jeder, von Chris Pine über Zoe Saldana bis hin zu Zachary Quinto ist auf seine Rolle praktisch zugeschnitten. Es gibt neue Beziehungen und bisher unbekannte Emotionen. Kirk und Co. als gestandene und integere Offiziere kennen wir bereits. Es war Zeit, hinter die Fassade der Charaktere zu blicken - und damit ist nicht nur Spock gemeint. [...] Es ist modern und anders, aber als Trekkie findet man 'sein' 'Star Trek' auf jeden Fall in der stylisch etwas veränderten Enterprise wieder."

Die komplette Filmbesprechung gibt es hier auf SF-Radio.net.

TrekNews: Die Zukunft hat begonnen

Mit gemischten Gefühlen sieht auch Daniel Räbiger den Film:

"Letztendlich muss man sich fragen was einen Film gut macht. Erinnert man sich Jahre danach noch an den Streifen oder ist er unter 'ferner liefen' abgelegt? 'Star Trek 11' ist wie 'Batman Begins' - ein guter Anfang. Als eigenständiger Film hat es ein Werk mit der Intention einer Vorgeschichte natürlich immer schwer. Die Hintergründe zu einer Figur sind meist immer langweiliger wie das Großereignis auf das man hinarbeitet. 'Star Trek 12' kann jetzt wie 'The Dark Knight' werden. Ein Meilenstein. Der Prolog dazu scheitert in einigen Punkten am eigenen Anspruch. Ein schlechter Film ist es jedoch nicht - auch wenn die Daumenwertung das erst einmal vermuten lässt. 'Star Trek 11' wird euch gefallen. Und ja: 'Star Trek' ist zurück. Bombastisch, unterhaltsam und auf dem Stand der heutigen Technik. Lang lebe Trek!"

Das ausführliche Review gibt es hier bei TrekNews.

Zukunftia.de: "Star Trek" - Neues vom Ballermann

Ein an sich gutes Rezept, das aber am Ende doch versaut wurde. So könnte man die Eindrücke von Klapowski zusammenfassen:

"Je länger ich über den Film nachdachte, desto mehr ärgerte ich mich! Die Grundrezeptur (Witze, Action) mundete ja sogar recht gut. Leider hat der Koch am Schluss aber noch einen Haufen Salz (Doofe Schnitte, Hirnlos-Story) drübergekippt, weil er den vermutlich mit dem Zuckerguss verwechselte. Das (phantom)schmerzt vor dem Hintergrund so mancher Trekfilm-Klassiker dann umso mehr. - Noch nie hatte ich in diesem Franchise das Gefühl, so sehr von den Actionsequenzen abgekoppelt zu sein!" [...]

"Wer auf doofe Story und 'In 20 Jahren garantiert kein Klassiker'-Inszenierung steht, mag sogar gerne zuschlag... -schauen. Ich hingegen bin eher enttäuscht und erwarte innerhalb der nächsten 4 Wochen mindestens drei Shatner-Interviews, in denen der Altstar verspricht, den verhunzten Auftakt genau so zu reparieren, wie es in seinen Büchern steht..."

Zur ausführlichen Filmbesprechung auf Zukunftia.de geht es hier.

SciFi-Trek: Es ist nicht tot, Jim!

Auch Andrzej Tokarski sieht in "Star Trek XI" nicht den perfekten Film, aber den bestmöglichen. Klar, vieles ist neu, aber:

"Trotzdem schafft der Schluss puren 'Star Trek' auf den Bildschirm, als Kirk, Spock, McCoy, Uhura, Chekov und Scotty die Brücke der Enterprise betreten, die Musik aus der originalen Serie eingespielt wird und die Worte 'Der Weltraum, unendliche Weiten' in die Seele eindringen."

"Klar, durch die mittelmäßige Handlung ist der Film für einen echten Trekkie nicht perfekt. Aber perfekter hätte er nicht sein können, ohne 'Star Trek' den letzten Todesstoß zu geben. Die Essenz, Referenzen und Gags zum originalen 'Star Trek' zusammen mit der vielen Action machen den Film zu dem, was Abrams angekündigt hat. Ein Film für Trekkies und Neulinge. Dieser Film wird den Weg zu einem 12. 'Star Trek'-Film ebnen und ich kann sagen: Es ist nicht tot, Jim!"

Die Filmbesprechung in Gänze finden Sie auf SciFi-Trek.de.

Wie auch bei den Filmbesprechungen aus der TZN-Redaktion selbst also gehen die Meinungen im deutschen Fandom weit, vielleicht sogar noch weiter, auseinander. Dabei stellen die Ausschnitte oben natürlich nur eine Auswahl aus dem Meinungsbild der deutschen Fans dar.

Wir haben da dann auch noch eine Bitte: Wer diesen Fandomspiegel weiter ergänzen möchte und seine abschließende Meinung noch nicht in den zahlreichen Kommentaren zu einer der Newsmeldungen zum Film oder im Diskussionsthread zu "Star Trek XI" in unserer TrekBBS gepostet hat, ist ganz herzlich dazu aufgerufen, die eigene Fan-Rezension oder einen Link zu ihr an dieser Stelle zu veröffentlichen.

(hk - 20.05.09 - 8 Kommentare)

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Kommentare

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JAYmo schrieb am 21. Mai 2009, 04:37 Uhr

Ich glaube es gibt ein grundsätzliches Problem in Sachen Diskussionen um STAR TREK.

1. Beurteilen STAR TREK Fans, STAR TREK als STAR TREK oder als eigenständigen Film?
2. Beurteilen Nicht-Fans, STAR TREK als STAR TREK oder als eigenständigen Film?
3. Über was wird diskutiert? Über einen Science-Fiction-Film oder über STAR TREK.

Würde man diese beiden Faktoren, also der Science-Fiction-Film und das STAR TREK differenziert behandeln und diskutieren, würde man auf unterschiedliche Ergebnise kommen. Zum Beispiel:

"STAR TREK 11 ist ein toller Film, aber kein gutes STAR TREK..." oder
"Ein absolut schwachsinniger Film, aber mag sein das dass gutes STAR TREK ist.."

Wenn Cedric über den Film als eigenständiges Werk debattiert und Cecilia den Film aus reiner STAR TREK-Sicht beurteilt, kommt man glaube ich nicht auf eine vernünftige Diskussionsbasis. Ein Kern wird niemals gefunden werden, weil beide Personen auf unterschiedlichen Kanälen kommunizieren. Dabei hat weder der eine noch der andere Unrecht. Das ist meiner Meinung nach das größte Problem der meisten Foren in den unendlichen Weiten des World Wide Web im Bezug zu STAR TREK in all seinen zahlreichen Facetten.

Nun ja, ich persönlich sehe die ganzen Star Trek Filme in ihrer Gesammtheit und Beschaffenheit als eigenständige Filmwerke an.
Deswegen ist zum Beispiel meiner Meinung nach J.J. Abrams Meisterwerk ein absolut gelungener Film. Allein die gute Dramaturgie hat mir zu dieser Entscheidung verholfen, wenn auch der Film für meinen Geschmack einen etwas hektischen Eindruck hinterlassen hat. Alles in allem ein toller Film. Ob es meiner Meinung nach gutes STAR TREK ist, in diesem Bezug bin ich mir noch nicht ganz sicher. Ich glaube um das zu beurteilen brauche ich noch ein wenig Zeit.

Zipferlak schrieb am 21. Mai 2009, 09:09 Uhr

Ich glaube es gibt ein grundsätzliches Problem in Sachen Diskussionen um STAR TREK.
[...]
Wenn Cedric über den Film als eigenständiges Werk debattiert und Cecilia den Film aus reiner STAR TREK-Sicht beurteilt, kommt man glaube ich nicht auf eine vernünftige Diskussionsbasis. Ein Kern wird niemals gefunden werden, weil beide Personen auf unterschiedlichen Kanälen kommunizieren. Dabei hat weder der eine noch der andere Unrecht. Das ist meiner Meinung nach das größte Problem der meisten Foren in den unendlichen Weiten des World Wide Web im Bezug zu STAR TREK in all seinen zahlreichen Facetten.


Sorry, aber das ist trivial, da die Frage, "Wer beurteilt nach welchen Maßsstäben?", ein Problem jeglicher Bewertung - von Filmen, Büchern, Spielzeugen oder dem Salatteller beim Italiener nebenan und nicht nur von ST - ist

ZITAT
Nun ja, ich persönlich sehe die ganzen Star Trek Filme in ihrer Gesammtheit und Beschaffenheit als eigenständige Filmwerke an.
Deswegen ist zum Beispiel meiner Meinung nach J.J. Abrams Meisterwerk ein absolut gelungener Film. Allein die gute Dramaturgie hat mir zu dieser Entscheidung verholfen, wenn auch der Film für meinen Geschmack einen etwas hektischen Eindruck hinterlassen hat. Alles in allem ein toller Film. Ob es meiner Meinung nach gutes STAR TREK ist, in diesem Bezug bin ich mir noch nicht ganz sicher. Ich glaube um das zu beurteilen brauche ich noch ein wenig Zeit.


Netter Versuch. Immerhin versuchst du darzulegen, aus welcher Position du den Film beurteilst - ungeachtet der Frage, ob man als "Wissender" auf Grund der vielen Bezüge des Films auf das gesamte Franchise diese Position überhaupt glaubwürdig einnehmen kann -, jedoch schon beim Maßstab (Dramaturtie) wird es wieder oberflächlich. (Was verstehst Du unter Dramaturgie, was unterscheidet in Deinen Augen gute von schlechter; Ist das dein einziger Maßstab?; Wenn nein, wie gewichtest du ihn?; usw.) ...
Ich könnte deiner Position ein "Die Dramaturgie war schlecht, weil unorigineller Mainstreamstandard" (du merkst: schon marginal aussagekräftiger als deine Beurteilung, da ein weiteres Kriterium "Originalität" eingeführt wurde) entgegensetzen. Dem "Hektisch" halte ich ein "zuviele Dialoge" entgegen und wir alle wären so schlau wie vorher.

oz_ schrieb am 21. Mai 2009, 09:25 Uhr

Das erste mal seit Star Trek 6, dass mir ein Trek-Film nahezu uneingeschränkt gut gefällt. Ja noch mehr, es ist meiner Meinung nach der mit großem Abstand beste Film bisher.
Und das sehen auch Freunde und Bekannte, die Star Trek bisher öde und langweilig fanden, so.

Endlich hat Star Trek im Kino aufgehört, Star Trek zu sein. Denn das war bisher so gut wie immer, mit langatmigem Gequatsche, dem peinlichen Versuch irgend eine Weltverbesserungs-Botschaft zu vermitteln und Humor den höchstens Hardcore-Fans wirklich komisch finden, verbunden.

Der neue Film ist nicht perfekt, mir war z.B. der Bösewicht ein wenig zu farblos und über seinen wirklich dümmlichen Namen braucht man erst gar nicht diskutieren - ein ROMulaner der Nero heißt, das war leider typisch Star Trek.
Aber ansonsten hat wirklich alles gepasst. Keine Längen, ausgezeichnete Effekte, gute Musik und Spannung. So wie ein Filme heute eben sein sollen.
Es ist gut, dass dieser Film nicht in erster Linie für die teils überdrehte und in die Jahre gekommene Fangemeinde gemacht wurde, sondern für ein neues Publikum.
Genau deshalb hat er Erfolg.
Diesen Weg solltem man weiter beschreiten. Wenn irgendwelche Fans meinen, das wäre nicht mehr IHR STar Trek, dann sollen sie sich eben die TOS- und TNG-Folgen in der Endlosschleife ansehen und das Star Trek-Publikum des neuen Jahrtausends, mit ihrem nerdigen Gesülze verschonen.

Zipferlak schrieb am 21. Mai 2009, 11:16 Uhr

Diesen Weg solltem man weiter beschreiten. Wenn irgendwelche Fans meinen, das wäre nicht mehr IHR STar Trek, dann sollen sie sich eben die TOS- und TNG-Folgen in der Endlosschleife ansehen und das Star Trek-Publikum des neuen Jahrtausends, mit ihrem nerdigen Gesülze verschonen.


Das widerspräche zutiefst der ST-Nerd-Seele, die die Welt mit vordergründigen Heilsbotschaften und Utopien beglücken möchte. ST-Alt-Fans sind tendenziell missionarisch und fundamentalistisch - ich bezeichne sie auch gerne als die Islamisten der SF mrgreen.gif -, was sie auch - verglichen mit den SW-Fans - so unsympathisch macht ...

Micha schrieb am 21. Mai 2009, 11:28 Uhr

Ich habe es auch schon einmal woanders angemerkt und möchte es hier wiederholen: Dieser Film wird entweder geliebt oder gehasst. ... Ich persönlich mag ihn sehr. ... Aber entscheidend ist, dass er eine Diskussion losgetreten hat, die zeigt, wieviel Leidenschaft noch in den Fans steckt und wie unglaublich lebendig Star Trek sein kann. Endlich wird wieder heiß diskutiert und das nicht nur von alten Fans, sondern es konnte tatsächlich ein neues Publikum gewonnen werden. Das macht Mut und Freude auf einen neuen Teil, der dann hoffentlich auch etwas mehr Tiefgang hat, ohne die Highlights dieses Films zu vernachlässigen. :-)

Homer Simpsoy schrieb am 21. Mai 2009, 21:10 Uhr

Stimmt, das ist das einzige, was der Film meiner Ansicht nach konnte. Diskussionen lostreten. Und ich stimme Micha zu, dass er ein neues Publikum gewinnen konnte. Dafür hat er aber auch einen Teil des treuen alten Publikums vergrault. Ich sage ja auch nichts gegen jene, die den Film für gute Unterhaltung oder einen guten Science Fiction Film halten. Gegen die Fans habe ich nichts. Wie aber einige "Fans" hier behaupten, dass Star Trek Nerds unsympathisch seien, die nur die alten Sachen lieben und eher fundamentalistisch seien... Die erinnern mich an das Bush-Regime. Dumm aus der Wäsche schauen, nix begreifen und einen Film an sich vorbeirieseln lassen, der "kuhl" ist und im Endeffekt nichts ist als eine geklaute Mogelpackung. Fundamentalistisch sich alles reinziehen, was Star Trek heißt, auch wenn es eine Folge aus der Lindenstraße ist in der Mutter Beimer ein rotes Shirt an hat...

Rusch schrieb am 23. Mai 2009, 20:51 Uhr

Diesen Weg solltem man weiter beschreiten. Wenn irgendwelche Fans meinen, das wäre nicht mehr IHR STar Trek, dann sollen sie sich eben die TOS- und TNG-Folgen in der Endlosschleife ansehen und das Star Trek-Publikum des neuen Jahrtausends, mit ihrem nerdigen Gesülze verschonen.


Das widerspräche zutiefst der ST-Nerd-Seele, die die Welt mit vordergründigen Heilsbotschaften und Utopien beglücken möchte. ST-Alt-Fans sind tendenziell missionarisch und fundamentalistisch - ich bezeichne sie auch gerne als die Islamisten der SF mrgreen.gif -, was sie auch - verglichen mit den SW-Fans - so unsympathisch macht ...


Aber ist nicht genau das das Problem? Selbst der eingefleischte Trekkie kann diese heile Welt SF nicht mehr sehen. Der Utopische gedanke ist ja toll und ich würde mir natürlich auch wünschen. Aus allen zukünftigen Welten würde ich sicherlich das Star Trek Universum wählen, aber es anzusehen ist auf Dauer langweilig. Es wurde doch zu dem Thema alles gesagt. So gesehen wünschte ich mir einen anderen Ansatz und dieser hat mir bei Star Trek XI sehr gut gefallen. Und: So weit war das vom alten Star Trek nicht weg. Vergleicht doch mal mit Star Trek IV oder VI. Auch dort gab es Humor und halbstarke Sprüche.

Stefan schrieb am 31. Mai 2009, 17:36 Uhr

"Endlich hat Star Trek im Kino aufgehört, Star Trek zu sein."

Ich will ja nicht behaupten, dass ein Star-Trek-Kinofilm genauso aussehen muss wie eine Episode, aber dort, wo "Star Trek" draufsteht, muss auch "Star Trek" enthalten sein.


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