Uwe Webel (uw)
15.10.09
Filmdreh mit Extras im Kopf - Gedanken zu den Special Features der "Star Trek XI"-DVD/Blu-ray
Was Abrams, Orci und Kurtzman von DVD-Extras halten und was sie daran am meisten mögen.
Nach den Fragen über die Fortsetzung des aktuellen Trek-Films, kamen beim Paramount-Event der letzten Woche die Fragen nach dem Inhalt der DVD / Blu-Ray von "Star Trek XI".
Hier sind ein paar davon, die vom Autorenteam Orci und Kurtzman beantwortet wurden:
Frage: Können Sie uns etwas über die unterschiedlichen Herangehensweisen an die Specials der "Star Trek XI"- und der "Transformers 2"-DVDs erzählen?
Alex Kurtman: Wir setzen uns eigentlich gemütlich zusammen und sprechen locker darüber, welche Erfahrungen wir beim Dreh hatten. Ich denke, dass die Unterschiede eher darin liegen, wie die Filme gedreht wurden, nicht umbedingt darin, wie man an die Extras einer DVD herangeht. Wirklich cool an den Extras ist, das gilt für beide Filme, dass sie alles dokumentieren, was wir alle zusammen gemacht haben. Von der ersten Minute, als es losging, bis hin zum Filmstart. Das ist eine Menge.
Roberto Orci: Wir versuchen dabei einfach so offen wie möglich zu sein. Es ist nicht, "ich erinnere mich an den Tag", sondern vielmehr eine Interpretation dessen, was wir gemacht haben.
Frage: Die Eröffnungssequenz von "Star Trek" war sehr überraschend. Wie hat sich das entwickelt und wie sind Sie daran herangegangen?
Kurtzman: Interessanterweise war das gar nicht die Szene, die wir für den Anfang geschrieben hatten. Das war die zweite Szene. Und die erste Szene ist auf der DVD zu sehen. Die erste Szene des Films zeigt Spocks Geburt. Wir wussten, dass die Art, wie diese Charaktere geboren wurden, alles definieren würde, was sie einmal ausmachen wird. Zu wissen, dass Kirk ein Abtrünniger sein wird, der Vaterprobleme hat, sich allein fühlt, sich in seiner Rolle als Captain zurechtfinden muss, das beschreibt eine Reihe an Dingen, die uns darüber nachdenken lassen, "Wie entsteht so ein Mann?" Sich der Herausforderung zu stellen, "Bist du so gut, wie dein Vater, der buchstäblich dabei starb, dich am Leben zu erhalten? Bist du dieser Herausforderung gewachsen?", das war schon ein sehr emotionaler Anfangspunkt.
Frage: J.J. Abrams sprach über ein paar Logiksprünge in der Story auf der "Star Trek"-DVD. Konnten Sie sich dem auf der DVD annehmen? Und konnten Sie auf der DVD auf ein paar der Probleme eingehen, die bei "Transformers" entstanden sind?
Orci: Ja. Wir versuchen bei dem, was wir erkennen, ganz offen zu sein. Sicher sind ein paar der Entscheidungen, wissenschaftlich gesehen, Canon. Darum geht es ja im FIlm. Ist er nun Canon oder nicht und wie siehst du das als Fan? Diesem Gespräch kannst du nicht ausweichen.
Kurtzman: Ich kann mich noch gut an eine vier- bis sechsstündige Session im Studio erinnern, da war ich ziemlich verschlafen. Da sind wir alles durchgegangen, alle Entscheidungen, die wir getroffen haben, auch warum wir noch mal einen "Transformers"-Film machen wollten. Viele diese Antworten sind auf der DVD.
Und hier sind ein paar Antworten vom Regisseur J.J. Abrams:
Frage: Wenn Sie einen Film drehen, wie sehr denken Sie dabei an den Inhalt der anschließenden DVD?
J.J. Abrams: Daran denke ich ständig, weil ich ein Fan von DVDs bin. Ich achte darauf, dass wir Zeug machen, das einer DVD zuträglich ist. Es geht darum Video-Crews zu haben, und das so früh wie möglich. Um alles zu dokumentieren, Augenblicke, die vielleicht unglaublich banal oder unwichtig erscheinen, aber im Kontext mit dem stehen, was gemacht wird. Und die gesamte Crew hat so tolle Arbeit geleistet. Und sie sind meist die Unsichtbaren.
Wenn sie ihren Job gut machen, dann denkst du nicht mehr an die Kostüme, dann schaust du sie dir an. Wenn sie ihren Job gut machen, dann denkst du nicht mehr an die Spezialeffekte, die Requisiten oder das Set. Das ist vielleicht ein Grund mehr, warum sie feiern sollten. Und was ich so toll an den Special Features finde, ist, dass Leute wie (Kostümbildner) Michael Kaplan, (Production Designer) Scott Chambliss, (Visual Effects) Roger Guyett, (Komponist) Michael Giacchino oder all die anderen ihre Bühne bekommen und über ihre großartige Arbeit sprechen können. Das ist schon eine tolle Sache, sie auch mal direkt zu Gesicht zu bekommen.
Frage: Der Film spielt ja in einer alternative Zeitlinie. Beschäftigt sich die DVD auch damit?
Abrams: Es gibt ein paar Elemente in den Special Features und den Gelöschten Szenen, die sich mit der Storyline und der Logik darin beschäftigen. Zum Beispiel hatten einige Leute Probleme mit, "Nun mal ehrlich, Kirk rennt in eine Eishöhle und trifft Spock da? Das ist das Blödeste, was ich je gehört habe!" Ok, das ist schon unwahrscheinlich. Aber in einer Szene in der Höhle, die auch auf der DVD ist, weil sie geschnitten wurde, spricht Spock das an und meint, dass dies die Art ist, wie sich die Zeitlinie wieder reparieren will und dass es Schicksal sei. Das ist lustig.
Frage: Können Sie uns etwas über das "Shatner Conundrum" erzählen, das auf der DVD/Blu-ray ist?
Abrams: Ich kann so viel sagen, dass es im "Shatner Conundrum" auf der DVD darum geht, wie man Shatner in den Film kriegt, wenn man ihn unbedingt einbauen will. Aber die Story steht im Gegensatz zu der, die man erzählen will.
Frage: Gibt es etwas auf der DVD, auf das Sie besonders stolz sind?
Abrams: Ich finds einfach toll, dass sie Special Features drauf sind und die zeigen ein wenig von der Persönlichkeit der Schauspieler. Wie beim "Gag Reel", das finde ich total witzig. Wenn du siehst, wie Zachary es vermasselt und von Spock zu Zachary wechselt, dieses Hin und Her finde ich so lustig, weil er nicht weiter von Spock entfernt sein könnte, aber dabei dennoch so überzeugend ist. Er schaltet so schnell um, während er es vermasselt, da lache ich jedes Mal wieder drüber.
(uw - 15.10.09 - Quelle: TrekWeb - Keine Kommentare)
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