Uwe Webel (uw)
03.03.10
Die Geschichte der Sternenflotte - Teil 2
Eine Übersicht auf Grundlage der "Star Trek"-Romane zeigt, wie die Sternenflotte entstanden ist.
In der neuen Ausgabe des kostenlosen monatlich erscheinenden Newsletters "Incoming Message" beschäftigt sich Julian Wangler erneut mit den geschichtlichen Hintergründen der Sternenflotte. Den kompletten Artikel können Sie hier online nachlesen und auch unseren Newsletter abonnieren.
Hatte die zweite Hälfte des 22. Jahrhunderts noch ganz im Zeichen der Föderationsgründung gestanden, erreichte die neue Sternenflotte im 23. Jahrhundert erstmals eine organisatorische Dichte und Massentauglichkeit, sodass sie das rasche Anwachsen der ihr assoziierten Planetenallianz sogar überflügelte. So war es gleichzeitig möglich, neue, moderne Tiefenraumkreuzer in die Tiefe des Alls zu entsenden und besser denn je die Sicherheit der Mitgliedsterritorien der Föderation zu gewährleisten. Vor neue Herausforderungen stellte sie ein langjähriger Konflikt mit dem klingonischen Reich.
Übergangszeit 2200 bis 2250
Nachdem die Gründung der Föderation maßgeblich mit einem ausufernden Krieg gegen das romulanische Sternenimperium zusammengegangen war, kam es in den kommenden 100 Jahren zu keinem bedeutenden Konflikt mit einer anderen Macht mehr. Diese Phase nutzte die Sternenflotte, um sich auf einen Dreiklang von Weiterentwicklungen zu konzentrieren, die sich maßgeblich auf die innere Tektonik und das Selbstbild der Föderation bezogen.
Erstens ist die sprunghaft gestiegene Größe der Föderationsfamilie zu nennen. Innerhalb von rund 80 Jahren nach ihrer Gründung wuchs die Mitgliederzahl von fünf auf über 70 an - eine Ausdehnungsgeschwindigkeit, wie sie zu späteren Zeitpunkten nicht mehr erreicht wurde. Die Einbindung so zahlreicher Welten in die gemeinsame administrative Ordnung machte partielle Veränderungen der Verfassung notwendig. Insbesondere entwertete sie aber die früheren, eher spontanen und auf zwischenmenschlichem Vertrauen gegründeten Tischgespräche aus Tagen eines irdischen, vulkanischen, andorianischen und tellariten Bündnisses, weil der Bedarf nach gemeinsamer Absprache enorm geworden war.
Neue Bedrohungen
Das Ende des umfassenden Prozesses der Flottendifferenzierung bildete somit zu Beginn der zweiten Hälfte des 23. Jahrhunderts die Konstruktion der Constitution-Klasse, eines grundlegend neuen Typs von schwerem Kreuzer. Als größtes und am weitesten entwickeltes Schiff, das jemals gebaut wurde, war es imstande, mit einer Crew von 400 Mann über mehrere Jahre autark in entlegenen Regionen des Alls zu operieren, ohne eine Sternenbasis ansteuern zu müssen. Es konnte von extrem hohen Geschwindigkeiten Gebrauch machen, die mit dem Durchbrechen der Warp-7-Mauer möglich geworden waren.
Insofern liegt eine gewisse Ironie darin begründet, dass auf den verheißungsvollen Stapellauf der ersten Constitution-Einheiten - vergleichbar vielleicht mit der Situation der Sternenflotte kurz vor dem Xindi-Angriff 2153 - unerwartet neue Bedrohungen aus dem Boden sprossen, welche eben jene aktuelle Generation von Flaggschiffen mit unvorhergesehenen Gefahren konfrontierten.
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(uw - 07.03.10 - Quelle: Incoming Message - Keine Kommentare)