Uwe Webel (uw)
12.03.10
Nimoys Freude über den Oscar ist getrübt
Auf der einen Seite freut er sich über die Auszeichnung für das Franchise, auf der anderen Seite war es längst überfällig.
Die Seattle Times hat Leonard Nimoy interviewt. Hier sind ein paar Auszüge aus dem Gespräch:
 |
 Spock und Spock, Nimoy und Quinto. |
ST: Wie finden Sie es, immer als der super-rationale Spock festgelegt zu werden?
Leonard Nimoy: Ich habe mich schon immer als Charakterdarsteller betrachtet. Ich habe mich nie als Hauptdarsteller gesehen oder Hauptperson in einer romantischen Beziehung. Auf der anderen Seite gibt es einige Rollen, von denen die Menschen ausgehen, dass ich sie gut spielen könnte. Das sehe ich als eine gute Sache an. Das gibt mir als Schauspieler ständig etwas zu tun. Seit dem Beginn von "Star Trek" hatte ich nie Probleme, Arbeit zu finden. Also war es für mich gut, festgelegt zu werden. Ich habe da für mich als Schauspieler eine Nische gefunden.
ST: Wie fühlen Sie sich dabei, die Fackel von Spock an Zachary Quinto weiterzugeben?
Nimoy: Das habe ich absolut genossen. Ich denke, das war ein wunderbares Skript, eine großartige Besetzung, einfach wundervolle Menschen. Zachary Quinto halte ich für einen wundervollen Schauspieler. Es hat mir geschmeichelt, wie der Charakter beschrieben wurde. Mit so viel Würde, Stärke, Intelligenz und Zielstrebigkeit. Ich freue mich sehr, dass der Charakter in so guten Händen ist.
ST: Finden Sie, dass "Star Trek" bei der Oscar-Verleihung 'beraubt' worden ist?
Nimoy: Es ist traurig, dass "Star Trek" all die Jahre so verkannt wurde. Ich war erfreut darüber, dass er wenigstens für das Make-up gewonnen hat. Ich glaube, ich liege richtig, wenn ich sage, dass dies der erste Oscar war, den "Star Trek" jemals gewonnen hat. Es gab einige wunderbare technische Errungenschaften, Spezieleffekte, Aufnahmetechnik und auch die Story, aber "Avatar" war eine enorme Errungenschaft als Film und dennoch hat er keinen Preis für den besten Film oder den besten Regisseur bekommen.
ST: Was betrachten Sie als Ihr Vermächtnis?
Nimoy: Ich glaube, darüber sollten andere entscheiden. Ich mache das, was ich interessant finde und ich mache es so gut, wie ich es kann. Ich lebe mein Leben so erfüllt und gründlich, wie möglich. Eines kann ich allerdings nicht, die Zukunft vorhersagen.
(uw - 12.03.10 - Quelle: TrekWeb - Keine Kommentare)
Verwandte Meldungen