Henning Koonert (hk)
09.08.10
"Das Science Fiction Jahr 2010" erschienen
Kurz nachdem "Star Trek" zurück in die Kinos kehrte, wird ihm wieder Platz in dieser Jahreschronik eingeräumt. Ralph Sander ("Das 'Star Trek'-Universum") stellt sich darin die Frage: Ist "Star Trek" nach 46 Jahren am Ende?
"Das Science Fiction Jahr" ist eine umfangreiche, jährlich im Heyne-Verlag erscheinende Chronik, in der mittels einer Reihe von Aufsätzen, Rezensionen und Interviews die Genre-Themen beleuchtet werden, die in den vergangenen Monaten von sich reden machten. Dabei bezieht sich der im Titel genannte Jahrgang eher aufs Erscheinungsdatum als auf den Inhalt, denn das Mitte des Jahres erscheinende und über 1100 Seiten starke Werk beleuchtet die Geschehnisse des Vorjahres, also in diesem Fall 2009.
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 "Das Science Fiction Jahr 2010" |
Ohne Zweifel gehörte "Star Trek" dank
J. J. Abrams' Kassenknüller im vergangenen Jahr zur Riege der beachtenswerten Kinoerfolge. Daher liefert das Franchise im "Science Fiction Jahr 2010" nicht nur Stoff für David Hughes' Text "Mit Warp 8 in die Zukunft: Philip Kaufmans 'Star Trek: Planet of the Titans' - und andere Reisen, die die Enterprise nie unternahm", sondern lockt auch einen der bekannteren Trek-Publizisten Deutschlands noch einmal an die Tastatur zurück.
Ralph Sander, vor allem bekannt geworden durch seine vierbändige, in den 1990er-Jahren erschienene Reihe "Das 'Star Trek'-Universum", befasst sich in dem knapp 50 Seiten umfassenden Aufsatz "Beam me down, Scottie!" mit der Frage: Ist "Star Trek" nach 46 Jahren am Ende?
Den Text betrachtet der Autor selbst als Coda zu seiner Trek-Tetralogie. "Mit dem 'Science Fiction Jahr 2010' erscheint mein vorläufig letzter Beitrag in Sachen 'Star Trek', denn aufgrund des geschwundenen Interesses an 'Star Trek' und angesichts der Tatsache, dass das Internet jede beliebige Information zum Thema quasi zum Nulltarif und unabhängig von Redaktionsschlüssen zur Verfügung stellt, ist ein fünfter Band des '"Star Trek"-Universums' nicht mehr realisierbar", ließ Sander das TrekZone Network wissen.
Für Ralph Sander bleibt es dennoch eine runde Sache: "Nach dem 'Science Fiction Jahr 1987', in dem ich den ersten 'Star Trek'-Artikel veröffentlichen konnte, schließt sich nun der Kreis, indem der letzte Artikel wieder in einem 'Science Fiction Jahr' erscheint."
Dass sich weder das Phänomen "Star Trek" noch die neusten Entwicklungen, seit 1997 der letzte "Das 'Star Trek'-Universum"-Band erschien, auf 50 Seiten abschließend behandeln lassen, ist dem Autor bewusst. Seine Einschätzung: "Mein Artikel ist natürlich kein Ersatz für einen vollwertigen fünften Band, da ich aus Platzgründen unter anderem auf Episodenführer und Anhänge wie Bibliographien verzichten musste, und ich konnte hier auch nicht Episode für Episode analysieren oder mit Wissenswertem oder Anekdoten aufwarten."
"Ein Schwerpunkt liegt mehr auf einer Analyse der Serien/Filme insgesamt, und ein weiterer Schwerpunkt widmet sich den Gründen, warum das Franchise nach 'Enterprise' und 'Star Trek: Nemesis' mit einem Schlag praktisch tot war. Natürlich ist das Ganze in dem Stil geschrieben, den viele Leser an meinen Büchern so geschätzt hatten, weil ich (wie üblich) kein Blatt vor den Mund nehme, auch wenn das nicht immer ganz so linientreu ist."
"Das Science Fiction Jahr 2010" setzt neben "Star Trek" weitere Schwerpunkte mit Artikeln zu James Camerons "Avatar", "Battlestar Galactica", "Terminator" sowie den Science-Fiction-Hörspielen 2009. Eine Leseprobe der ersten 43 Seiten, darunter auch das komplette Inhaltsverzeichnis, finden Sie auf RandomHouse.de. "Das Science Fiction Jahr 2010" ist unter anderem zum Preis von 29,95 Euro bei Amazon.de erhältlich.
(hk - 09.08.10 - Quelle: TrekPower.org, RandomHouse.de - Keine Kommentare)
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- TZN Literatur
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