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Henning Koonert (hk) 21.08.10
Braga: "Enterprise" erdgebunden; Seven sollte sterben
Im britischen "SFX Magazine" beschreibt der ehemalige "Star Trek"-Autor nicht verwirklichte Serienideen: So hätte "Enterprise" zunächst nur auf der Erde spielen und Seven of Nine im "Voyager"-Finale sterben sollen.
Die Website SciFiPulse hat Auszüge aus einem groß angelegten Interview der britischen Zeitschrift "SFX Magazine" mit Brannon Braga veröffentlicht. Braga spricht über erste Ideen für "Enterprise", die Serie, die er gemeinsam mit Rick Berman erschuf, und über das Finale von "Voyager", welches die beiden mit Ken Biller schrieben.
 | Trek-Autor Brannon Braga |
"Rick Berman und ich stellten uns ' Enterprise' ein wenig rauer vor, als das Studio es vielleicht gern gehabt hätte. Es sollte tatsächlich eine Zeitlang auf der Erde spielen – der Bau des ersten Raumschiffs, ähnlich wie bei J. J. [Abrams]. Wir wollten den Stapellauf des ersten Raumschiffs zeigen und es noch ein bisschen stärker retro machen, und am Anfang gab es die Handlung um den futuristischen temporalen kalten Krieg noch nicht."
"Das Studio war ein bisschen nervös wegen des Prequel-Konzeptes und sie waren der Ansicht, dass 'Star Trek' vorwärts gehen sollte, nicht rückwärts. Daher haben wir das wiederkehrende Element eines 'Star Treks' weit jenseits von Kirks Zeit und sogar von Picards Zeit eingeführt, um ihnen die Bedenken zu nehmen. Ich hielt es für interessant. Aber zu Beginn war unser Konzept für 'Enterprise' wirklich rau und elementar und 'prequelig'. Ich sage nicht, dass es besser gewesen wäre, aber es wäre ein wenig anders geworden. Es ist ein Gemeinschaftswerk, es ist ihr Franchise, es ist ihr Geld. Wir haben unser Bestes gegeben, ihren Notizen Rechnung zu tragen."
Braga wurde neben "Enterprise" auch auf den Kinofilm "Treffen der Generationen" und auf "Voyager" angesprochen. Braga berichtete, dass er nach Kirks Tod Morddrohungen erhielt und ging näher auf die letzte "Voyager"-Folge ein: Was würde er aus heutiger Sicht am Finale der Serie ändern, wenn er es noch einmal schreiben könnte?
"Ich denke, Seven of Nine hätte sterben sollen. Schauen Sie sich die Folge 'Menschliche Fehler' ('Human Error'), die Andre Bormanis schrieb, an. Das war nicht nur eine herzzerreißende Folge, in der Seven, während sie anfängt, ihre menschlichen Gefühle zu erforschen, klar wird, dass sie sie nicht erfahren kann. Da steckt ein Borg-Chip in ihr, der sie töten wird, sollte sie ihnen nachgeben. Zunächst einmal ist das eine interessante Analogie zu Vergewaltigungsopfern oder wie immer man das bezeichnen will. Es geht um eine verwundete Frau, die das, was mit ihr geschehen ist, nicht verarbeiten kann, aber ich sah darin auch immer eine wichtige Folge, die das Finale einleiten würde."
"Hier hatten wir eine Frau, die wusste, dass sie nicht vor und nicht zurück kann. Sie konnte nicht zurück zu den Borg, noch wollte sie das, aber sie konnte auch niemals ganz menschlich sein, sie war verdammt. Und ich hätte gewollt, dass sie sich geopfert hätte, um ihre Schiffskameraden nach Hause zu bringen."
(hk - 21.08.10 - Quelle: SciFiPulse.net - 10 Kommentare)
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Xavier schrieb am 22. August 2010, 12:51 Uhr
Schon komisch, dass ein paar Jahre später Paramoutn nichts dagegen hatte, das "vorwärts gehen" zu ignorieren und dann JJ Trek vom Stapel laufen zu lassen.
Ein Schande. So wäre ENTERPRISE vermutlich noch einen Ticken besser gewesen, als die Season 3 und 4 schon waren.
Sevens Tod wäre ein toller Abschluss der Serie gewesen.
Was vermisse ich das gute alte Star Trek... (pre JJ Trek).
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Henning schrieb am 22. August 2010, 21:50 Uhr
Schon komisch, dass ein paar Jahre später Paramoutn nichts dagegen hatte, das "vorwärts gehen" zu ignorieren und dann JJ Trek vom Stapel laufen zu lassen. Die Führungsriege des Konzerns wurde in der Zwischenzeit ausgetauscht. Mit den neuen Leuten kamen dann auch neue Ansichten an Bord.
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Mordred schrieb am 22. August 2010, 22:28 Uhr
Die Führungsriege des Konzerns wurde in der Zwischenzeit ausgetauscht. Mit den neuen Leuten kamen dann auch neue Ansichten an Bord. Lieber Henning, Leute mit neuen Ansichten werden von Trekkis auf der Stelle schismatisiert...  Wo ist nur die gute alte Inquisition? Dann könnte man sich Häretiker wie J. J. Abrams endlich wieder massenwirksam entledigen und 15 Staffeln lang Leuten mit Stöcken im Arsch dabei zugucken, wie sie sich die Mäuler über die Inkompatibilität von andorianischen und cardassianischen Quanten-Flux-Stabilisatoren zerreissen.
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Neral_Jourian schrieb am 22. August 2010, 22:34 Uhr
Statt dessen sprengt man heutzutage einen Planeten nach den anderen. Das ist ja viel besser ...
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Mordred schrieb am 22. August 2010, 22:49 Uhr
^ Er wurde nicht gesprengt. Er ist implodiert  Aber hast ja an sich Recht. In DEEP SPACE NINE hat man noch Planetenatmosphären vergiftet. Das ist weitaus subtiler und ultraperfide. Old-Trek roxx!
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Neral_Jourian schrieb am 22. August 2010, 22:51 Uhr
Wenn du so viel zum nörgeln hast, warum hast du dir das ganze dann überhaupt "angetan"?
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Mordred schrieb am 22. August 2010, 22:57 Uhr
Ich nörgle doch gar nicht. Ich finde DEEP SPACE NINE geil. Danach war Star Trek nie mehr so gut. Und der neue Film gehört ganz objektiv und trotz der von mir immer wieder monierten Dramaturgie-Schnitzer zu den besten des Franchise. Ich fand die Vernichtung von Vulcan anfänglich auch nicht dufte aber andererseits hat ein Trek-Bösewicht zur Abwechslung mal gehandelt anstatt nur davon zu schwafeln. Auf dass der nächste Film sich qualitativ zu DS9-Höhen emporrecken möge  Edit: Ob er sie erreicht, ist die andere Frage Technisch/stilistisch ist Abrams seinen vier Trek-Vorgängern Lichtjahre voraus. Jetzt brauchts nur noch mehr Substanz...
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Neral_Jourian schrieb am 22. August 2010, 23:01 Uhr
Ok der Film hat keinerlei besondere Handlung. Man hat krampfhaft Zeitreiselemente eingefügt um ein altes bekanntes Gesicht wieder auftreten lassen zu können. Aber die Special Effects sind nett. Es muss nicht immer Star Trek sein, es gibt genügend andere interessante Science-Fiction Produktionen.
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Adm. Ges schrieb am 23. August 2010, 01:05 Uhr
Ich fand die Vernichtung von Vulcan anfänglich auch nicht dufte aber andererseits hat ein Trek-Bösewicht zur Abwechslung mal gehandelt anstatt nur davon zu schwafeln. Wie war das noch mit V'Ger in ST1? Das Vieh hat ganze Systeme verschlungen... In ST2 löscht Khan mal eben nen ganzen Nebel aus, der daraus entstandene Planet kollabiert in ST3, in ST4 gibts "nur" ein paar Unwetter, ST5 spielt auch nicht mit. In ST6 explodiert der klingonische Mond Praxis und der klingonische Kanzler wird bei einem Attentat ermordet, in ST7 sprengt Soran ne Sonne - und dann noch eine, aber dank PiKird kann letztere dann doch noch gerettet werden. In der Hinsicht war die "Sprengkraft" also durchaus schon größer, als das, was Nero da abgelassen hat. 
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Mordred schrieb am 23. August 2010, 01:40 Uhr
^ Durchaus richtig. Allerdings mit dem Unterschied, dass all jene Systeme und Planeten bei Trekkies keinerlei Assoziationen weckten und somit als bloße Zahlen und Namen "entbehrlich" waren.
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